Nataly von Eschstruth - Lebende Blumen

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Verlässt man die Stadt, gelangt man in eine eher reizlose Gegend, bis man zu einem kleinen unverlorenen Paradies kommt, das hier ein märchenhaftes Dasein träumt. Ein Haus inmitten zauberhafter Blumenpracht. Am Gartentor des Hauses ist ein breites Schild angebracht: «Handels- und Kunstgärtnereien von Tobias Maximilian Eicklingen.» Das Buch beginnt mit einer Taufe: des sechsten Mädchens des Gartenmeisters. Damasscena, Oleandra, Arnika, Lilie, Violetta, Cilla – sie sind die lebenden Blumen, die in diesem Garten heranwachsen, ihre beruflichen und privaten Wege suchen, lieben und geliebt werden.-

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„Also ein ‚Prost Blume‘ zum Abendschoppen!“

„In jeder Weise, für das Gärtnerhaus ein Prost ‚lebende‘ Blume!“

„Auf Wiedersehen!“

Zweites Kapitel

An der Saale kühlem Strande

Stehen Burgen stolz und kühn!

Ihre Stätten sind zerfallen

Und der Wind weht durch die Hallen;

Wolken ziehen drüber hin!

Wie das sang und jubelte!

Wie kraftvoll laut und schmetternd es aus all den vielen jungen Männerkehlen zu dem hochgewölbten, tief blauen Sommerhimmel emporschallte.

Jahrhunderte sind über die Rudelsburg dahingezogen.

Ihre Stätte ist zwar verfallen, aber das morsch zerbröckelnde Gestein ist gleich einer unsterblichen Seele immer noch zurückgeblieben.

Es redet mit unsichtbarer Zunge eine gewaltige Sprache.

Wer sie zu verstehen weiss, der setzt sich im flimmernden Mondenschein, bei dem Licht der ewigen Sterne, auf die moosigen Ruinenblöcke und lässt sich von der leis raunenden Stimme erzählen.

Sie gehört dem Wind, welcher da flüstert:

Es sitzt die Zeit im weissen Kleid

Und spinnt — und spinnt — und spinnt —

— auch hier im Reich des Vergehens und Vermoderns, all die feinen, seltsam schimmernden Fäden, aus welchen Lieb und Leid, Hass und Lust, Krieg und Frieden, arm und reich, gesund und krank die schwermütigen Menschenschicksale und die bitterernste Weltgeschichte wirken!

Ein Gewebe, von Blut, Tränen und Schweiss genetzt, oft grausig zerfetzt und angebrannt an wilden Feuersbrünsten, versengt an der Sonnenhitze im Schmelztiegel der Trübsal, und selten, sehr selten nur goldig durchstrahlt von einer Sonne des Glückes, vor welche die Wetterstürme des Kampfes immer wieder von neuem schwarze Wolkenberge türmen.

Die Liebe überwindet sie — und neue Geschlechter wachsen heran und bauen neue Luftschlösser und neue Leitern bis in den Himmel hinauf!

Die Rudelsburg hat schon viel gesehen und gehört.

Jener halbzerfallene Rundbogen am Eck drüben, von welchem man auf den Weg zur Saale herunterblicken kann, entsinnt sich noch genau, wie zum erstenmal jener flotte Reiterzug des Ritters Schenke von Saaleck von der Nachbarsburg herüberschwenkte. Sie kamen als Brautwerber, von jenem Edeln, welcher die heilige Elisabeth für den Landgraf von Thüringen aus dem fernen Ungarnlande herübergeholt hatte.

Das schöne Edelfräulein Jutta, welche hier auf der Rudelsburg, just in der Fensternische die Kunkel drehte, sollte zur Stammutter auf die Saaleck herübergeholt werden.

Frau Sage weint leise in ihren Schleier, wenn sie an jenes blasse Bräutchen denkt, welchem das Schicksal keine Rosen der Liebe um das schimmernde Hochzeitskrönchen legte.

Wieviel bunte Wechselbilder zogen an der Burg vorüber.

Grimme Fehde, welche mit Schwert und Beil an den Toren raste und die Pechkränze in den Burgfried warf, eine finstere Zeit voll Hass und Wahn, welche die Hexen mit Feuer und Folter ausrottete, das Heer der Hussiten, welches racheheischend heranzog und seine blutigen Schatten bis zur Burg herüberwarf.

Und dann kamen nach kurzer Ruhefrist wieder die wüsten Söldnerscharen, welche die Acker zertraten und die Wälder, Haus und Hof verbrannten, bis abermals die alte Zeit versank und neue Schrecken aus dem Menschenhirn geboren wurden.

Wo ehemals der Morgenstern und die Lanze in der Faust der Kämpen dräute, da donnerten die Feldschlangen und spien Kanonen Tod und Verderben über das blühende Land, und wo ehemals die plumpen Planwagen auf breiten Holzrädern rollten und die Sänfte langsam daherschwankte, da pfiff und schnob die Eisenbahn mit glühenden Augen durchs Land, — Feuerfunken und roten Dampf in die Luft schleudernd, gar wundersam den frommen Sinn alter Landleute an jene Stelle der heiligen Schrift gemahnend, wo Gott der Herr des Tages als Rauchsäule und nachts als Feuersäule vor seinem Volk einherzog.

Im gleichförmigen Wechsel der Tage zog die Zeit über die Ruine dahin.

Die grünen Schillerwellen der Saale rieselten unaufhörlich, gleich einem leis wogenden Band dem fernen Meere zu.

Die Autos töfften im Tal, und hoch am Saum des Abendgoldes zogen die Luftschiffe ihre wundersame Fahrt.

Die Zeit im weissen Kleid regt noch immer die fleissigen Hände, aber sie hat das Haupt sinken lassen, als wäre sie müde geworden.

Im Kreislauf aller Dinge zieht das Leben im Schattentanz an ihr vorüber. Ein Reigen des Todes, Nebelbilder, welche immer verschwommener, immer bizarrer in zerrinnender Form und Farbe werden.

Um so überraschter öffnet sie daher die verschlafenen Augen, wenn es so frisch und jubelnd zu ihr emporschallt: „An der Saale kühlem Strande stehen Burgen stolz und kühn!“

Studenten!

Deutschlands Herzblut!

Wenn sie soviel frisches, blühendes Leben sieht, dann lacht selbst einer so übermüdeten alten Frau wie der Spinnerin am Zeitenrocken das Herz vor Freude!

Da wimmelt der fröhliche Zug die gewundene Strasse herauf.

Die flotten kleinen Zerevismützen keck auf dem Scheitel, das bunte Band über der Brust und den derben Stock oder Schläger im Arm, so wandern die lustigen Brüder ihrer alten Freundin, der gastlichen Rudelsburg, entgegen.

In hellen Haufen schliessen sich die Spaziergänger den fröhlichen Festschmarotzern an, und wenn es auch beinahe als eine Unmöglichkeit erscheint, dass der Burghof und die wenigen gedeckten Räume umher die Scharen der Hungrigen und Durstigen alle aufnehmen kann, ohne dass der Wirt an allen Vorräten bankerott macht, so schieben doch unaufhörlich neue Gruppen vergnüglicher Wanderer nach, dem Studentenfest die nötige Folie zu geben.

Ein paar Equipagen schliessen sich dem Zug an, nicht in respektabler Entfernung wie sonst üblich, um nicht von den Staubtrompen eingekrustet zu werden, sondern beinahe zur Seite der Marschierenden. Denn über Nacht ist ein ergiebiger Regen gefallen, welcher die knirschenden Wölklein gelöscht und die ganze Welt ringsum in köstlich duftende Frische gebadet hat.

Zwei Wagen folgen dicht aufeinander, denn sie gehören zusammen.

Alle Wetter!

Einer der kecken Brüder Studio hat laut kommandiert: Augen rechts! — als er einen neugierigen Blick auf die Insassen der Gefährte geworfen. So haben es die flotten Burschen gern! Ein reizendes Mädchengesicht neben dem anderen!

Die duftigen Sommerkleider von zarten Farben, ein elegantestes Gemisch von indischem Mull, Spitzen, Einsätzen und Stickereien, verraten, dass die jungen Damen der Gesellschaft angehören, denn nicht nur die Kleider allein, sondern die vornehme schicke Art, wie sie getragen werden, bestimmen ihren Wert.

Unter den grossen, reichgarnierten Hüten, welche den Köpfchen eine so entzückende Folie geben, lächeln sehr amüsiert, aber doch voll feiner Zurückhaltung die rosigen Gesichter, und der Blick des Kenners wandert unschlüssig hin und her, um der Schönsten die Palme des Sieges zu verleihen.

Von allen Reizen gerad die besten nur!

Welche vereint sie alle in sich?

Hie ein bisschen — da ein bisschen ...

Wahrlich, die Wahl, die Qual!

Wer sind die Damen?

Ein mobiler „Fuchs“, welcher den Namen „Hans in allen Ecken“ erhielt, weil er überall herumpirscht und alles und jedes auswittert, hat es längst in Erfahrung gebracht.

Schon drunten in Bad Kösen, wo die Herrschaften im Hotel zum „Mutigen Ritter“ abgestiegen sind!

„Wer ist es?“

„Der Inhaber grosser Kunst- und Handelsgärtnereien, allbekannte beste Firma, Herr Kommerzienrat Tobias Maximilian Eicklingen mit Gattin und Töchtern.

Einer der „alten Herren“, Herr Doktor Rolf Eicklingen, welcher heute an dem Kommers auch teilnehmen will, hat seine Anverwandten, welche auf einer Reise durch Thüringen begriffen sind, veranlasst, sich das eigenartige Leben und Treiben auf der Rudelsburg im Zeichen des Couleurstudenten einmal anzusehen.

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