Nataly von Eschstruth - Lebende Blumen

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Verlässt man die Stadt, gelangt man in eine eher reizlose Gegend, bis man zu einem kleinen unverlorenen Paradies kommt, das hier ein märchenhaftes Dasein träumt. Ein Haus inmitten zauberhafter Blumenpracht. Am Gartentor des Hauses ist ein breites Schild angebracht: «Handels- und Kunstgärtnereien von Tobias Maximilian Eicklingen.» Das Buch beginnt mit einer Taufe: des sechsten Mädchens des Gartenmeisters. Damasscena, Oleandra, Arnika, Lilie, Violetta, Cilla – sie sind die lebenden Blumen, die in diesem Garten heranwachsen, ihre beruflichen und privaten Wege suchen, lieben und geliebt werden.-

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„Sie sind wohl sehr stolz auf ihr Patenkindchen, gnädige Frau?“

Die Grossmama lächelt freundlich.

„Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich sie Mandelblüte genannt.“

„O wie poetisch!“

„Aus besonderer Vorliebe.“

„Kennen Sie nicht das süsse kleine Lied: Wenn die Mandeln blühen!“

„Italienisch?“

„Wenn es von ewiger Glückseligkeit kündet, so muss es auch in unsterblicher Sprache geredet sein!“

„Was ist dann, Grossmama, wenn es so weiss und duftig rosa im Land der Sonne an allen Ästlein und Zweigen blüht?“

„Dann zieht die Göttin Minne ein in Herz und Haus!“ lächelt die alte Frau mit weichem Blick der Sehnsucht, „und in ihrem Gefolge sind all die Wonnen und Freuden, von denen die Herzen so oft träumen und denken und doch unentwegt auf die Erfüllung ihres heissesten Wunsches warten müssen.“

„Grossmama! Du bist Dichterin!“

„Hattest du dir so viel von dem Namen für die Kleine versprochen?“

„Gewiss! Man glaubt so gern und so fest und zuversichtlich an solch schöne Verheissungen.“

„Wer weiss, ob Fürwitzchen deinen Erwartungen entsprochen hätte.“

„Warum?“

„Es gibt doch auch bittere Mandeln“, scherzte der Enkelsohn.

„Die wachsen nicht im Paradies!“ schüttelt die Matrone das ergrauende Haupt, „und die reizenden Reime des genialen Unsterblichen versichern ja für Herz und Seele alle Ruhe eines Seraphs mit aller Himmelslust dazu —: wenn die Mandeln blühen!“

„Wir taufen Cilla um.“

„Das gilt nicht.“

„Sie singen ihr das Lieblingslied so oft vor, gnädige Frau, bis Baby es als Ehrensache erachtet, alle Hoffnungen seines Grossmütterchens zu erfüllen.“

„Für Haus und Hof.“

„Und den gesamten Familienring der Eicklingen!“

„Das ist selbstverständlich.“

„Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.“

„Während geteilter Taufkuchen nur halber Kuchen ist.“

„Rolf, du bist unausstehlich!“

„Minnchen ist nicht mehr so geizig wie früher, sie hat sich gebessert ...“

„Hörst du, Meta?“

„Inwiefern das?“

„Nun, als wir Oleandra und Lilie tauften, servierte sie uns aus lauter Sparsamkeit Zwillinge, damit sie die Festlichkeit mit einer grossen Torte bestreiten konnte.“

„Sehr richtig!“

„Bei meiner Nichte Cilla hilft alle Genauigkeit nichts, wir erhalten unverkürzte Ration!“

„Aber nicht nach Grossmamas Herzen. Die rosa und weiss blühenden fehlen!“

„Doch nicht!“ erklang eine sonore Stimme mit fröhlichem Lachen hinter der Plaudernden. „Ich weiss gar wohl die Wünsche meines lieben Weibes zu würdigen und bin stets bemüht, alle ihre Sehnsucht, so weit es in meiner Macht steht, zu erfüllen ...“

„Hurra! Der Grosspapa!“

Der alte Herr mit dem lockigen weissen Haar und dem noch immer flott ausgestellten dunklen Schnurrbärtchen, welches ihm das Aussehen eines Marquis mit gepuderter Perücke gab, stand zwischen den Portieren und winkte einem Diener, ihm zu folgen.

Die süsseste aller Mandeltorten trug dieser auf einem Tablett, nach dem Rauchzimmer, wo soeben noch eine „verfrühte Maibowle“ von Waldmeister aus den Frühbeeten der Firma Eicklingen, als besonderer Scherz angesetzt wurde, und der alte Grosskaufmann hielt ein Sträusschen von weissen und rosa Blumen in der Hand, verneigte sich ritterlich vor seiner Gattin und zitierte lächelnd: „Die ewige Liebe kann ihren Einzug halten, Sisi, die Mandeln blühen!“

Da gab es einen allgemeinen Jubel und Grossmama Luise sah ihrem Gatten voll tiefen und warmen Dankes in die Augen und sagte zärtlich: „Das sieht dir einmal wieder ähnlich, du Herzensmann!“

„Ist Cilla nun doch eine Mandelblüte geworden?“ forschte Damascena.

„Nach dem Taufschein wohl nicht! Aber ich denke, das Lieblingslied der Grossmutter ist nun doch wie ein sinniger Segenswunsch auf unseren kleinen Täufling überkommen!“

„Ich, als stimmberechtigter Onkel bin doch sehr dafür, dass man die Mandeltorte nicht grausam von der Bowle trennt!“ rief Student Rolf übermütig. „Ich füge meiner jüngsten Nichte zur Cilla und Mandelblüte noch den Waldmeister hinzu, denn dies ist die einzige Blume, welche für eine herangewachsene junge Dame die beste aller Bedeutungen hat!“

„Hurra — mir ahnt etwas!“

„Aber nichts Böses!“

„Im Gegenteil! — An die Gläser, meine Herrschaften! — Waldmeisters Brautfahrt ist zu weltbekannt, um sie in diesem weihevollen Augenblick verschweigen zu können!“

„Sehr richtig!“

„Der König der Wälder hat soeben seinen Einzug gehalten, um sich aus dem Strauss lebender Blumen, im Hause des Herrn Tobias eine Waldmeisterin zu wählen! In fünfzehn bis zwanzig Jahren, so denke ich, hat er seine Wahl endgültig getroffen und dann bitte ich um das Recht, für das neuverlobte Paar die süsseste aller Festbowlen ansetzen zu dürfen.“

„Bravo! Die kleine Cilla-Mandelblüte schiesst den Vogel ab!“

„I wo! Ich steh für mein Patenkind Damascena ein!“

„Bon; so tue ich es für meinen Kommilitonen Arnika!“

„Und ich für Oleandra!“

„Und ich stimme für die Lilie!“

„Na, Papa Eicklingen, dann lassen Sie die Warmbeete beizeiten anheizen, damit dem König Waldmeister warm ums Herze wird.“

„Das besorgen die holden Blümlein ganz allein.“

„Also heute bei der Taufe der Jüngsten wollen wir mit vollem Glas der Brautbowle gedenken, welche gleich Fortunas Füllhorn alle Glücksvollendung über dieses Haus ergiesst.“

„Grossmama — hörst du es? — Wenn die Mandeln blühen!“

„Sie tuen es.“

Der Pfarrer, welcher im Hause des Kommerzienrats den heiligen Akt der Taufe vollzogen, schritt an der Seite des Landegerichtsrates der Stadt entgegen. Es war ein köstlicher Heimweg, durch den milden, stillen Frühlingsabend.

Zum letztenmal stiegen die Vögel mit hellem „Gutenachtgruss“ zum Himmel, zogen ihre weiten Kreise, gleichsam als wollten sie noch einen freundlich hütenden Blick auf die Welt hernieder tun, welche so gar nicht müde werden will, gleichviel, ob die Sonne mit gutem Beispiel vorangeht und sich auf ihrem nächtigen Lager in weiche Wolkendecken hüllt.

Die Schwalben schiessen im fröhlichen Zickzackflug noch einmal hin und her über die saubere Landstrasse, und die Mückenschwärme stellen ihren tollen Ringelreihen ein und verkriechen sich in den Baumrinden.

Von den nahen Feldern tönt Gesang.

Die Landarbeiter ziehen mit ihren Gespannen, Pflug und Egge, sowie den farbenfreudigen Drillmaschinen Zurück. Die Alten müde und gebeugt von der Last der Jahre, die Jungen mit flottem Gang und geschulterten Spaten, helles Lachen in den Augen und ein Lied auf frischen Lippen.

Die ersten Dämmerschatten sinken herab und verdichten sich unter den breiten Lindenkronen der Allee.

Die Herren sind anfänglich schweigend nebeneinander hergeschritten. Nur hier und da tauschen sie kurzen Gruss mit Vorübergehenden, oder wehren frech kläffende Hunde ab.

Der Pfarrer zieht den Hut von dem Haupt, um hochaufatmend die frische Luft um die Stirn streichen zu lassen.

„Welch ein lindes Wehen ringsum“, sagt er leise. „Mehr denn je kommt mir im Frühjahr das herrliche Wort in den Sinn: ‚der Geist, welcher an allen Enden wirkt und schafft!‘ — dann deucht es mir, man sieht sein geschäftiges und schöpferisches Walten mit Augen, man erlebt es persönlich mit, wie eine Welt erschaffen wird.“

„Tatsächlich, Herr Pastor, Sie sprechen aus, was ich denke. Vor ein paar Wochen war hier noch Eis und Schnee und bleiche todesstarre Zeit über der Welt, welche wüst und leer in tiefer Leblosigkeit einen ewigen Schlaf zu schlafen schien, und heute ist wiederum wie vor vielen Millionen Jahren ein seliges Liebeswunder geschehen, welches sein „Werde, so gewaltig über all die Schneemassen rief, wie damals, als die ersten Seiten der Bibel erfüllt wurden.“

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