Nataly von Eschstruth - Lebende Blumen

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Verlässt man die Stadt, gelangt man in eine eher reizlose Gegend, bis man zu einem kleinen unverlorenen Paradies kommt, das hier ein märchenhaftes Dasein träumt. Ein Haus inmitten zauberhafter Blumenpracht. Am Gartentor des Hauses ist ein breites Schild angebracht: «Handels- und Kunstgärtnereien von Tobias Maximilian Eicklingen.» Das Buch beginnt mit einer Taufe: des sechsten Mädchens des Gartenmeisters. Damasscena, Oleandra, Arnika, Lilie, Violetta, Cilla – sie sind die lebenden Blumen, die in diesem Garten heranwachsen, ihre beruflichen und privaten Wege suchen, lieben und geliebt werden.-

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„Sie kennen und lieben also wohl gleich mir die wundervolle Haydensche Vertonung dieses Anfangskapitels der Schrift: Die Schöpfung.“

„Es bringe die Erde in Fülle hervor,

Blühende Gewächse, die Samen tragen.“

Welch eine Melodie! Welch eine Urkraft des Klanges! Unwillkürlich hört man solche Harmonien durch das weite All brausen.

„Blumen! — Lebende Blumen! Gerade heute, jetzt, wo wir solch einem jungen Menschenblümchen das Wasser ewigen Lebens über das blonde Köpfchen sprengen durften, gewinnt solch ein Schöpfungswort doppelt schönen Wert.“

„Es ist eine ganz reizende und eigenartige Idee von dem Ehepaar Eicklingen, ihren Töchterchen Blumennamen mit in das Leben hinaus zu geben!“

„Sehr praktisch und sinnig empfunden“, nickte der Pfarrer nachdenklich. „Aber so sehr ich auch früher schon diesen lebenden, kleinen Blumen voll Entzücken ihre schönen Namen zulegte, so sehr sind mir gerade heute ernste Zweifel gekommen, ob es wohl das rechte war.“

„Inwiefern das?“

„Man sagt wohl nicht mit Unrecht: Nomen est omen! Der Dame eines Menschen wird zu einem Stück eigenster Persönlichkeit. In einem Namen können nicht nur, — nein, sie tuen es sogar sicher — die einzelnen Charaktereigenschaften schroff zutage treten.“

„Und doch lacht man oft über so viel unpassend gegebene Namen. Ich kannte eine Brunhilde, verwachsen, klein, hässlich wie eine Meerkatze.“

„Äusserlich, bester Freund! Äusserlich!“

„Allerdings! — und einen Siegfried, den Idioten auf O-Beinen! Die wandelnde Parodie auf den reckenhaften Götterspross!“

„Äusserlich, lieber Freund! Rein äusserlich!“

„Ich verstehe Sie nicht! Trennen Sie den inneren Menschen so scharf von seinem Fleisch und Blut?“

„Gewiss, und versichere Sie, dass diese, Ihre angeführten Beispiele nur die Ausnahmen sind, die auffälligen, welche die allgemeine Regel bestätigen, dass die Namen für ihre Träger ein Glück — aber auch ebensogut ein Unglück sein können! Sie sahen an jener Brunhilde nur die Aussenseite, von dem Idioten schweige ich! Aber wissen Sie nicht, ob nicht in dem elenden, siechen Frauenkörper eine Seele wohnte, so stark, so totenkühn, wie diejenige von Wotans ‚herrlichem Kind?‘ Wenn man von klein auf mit einem Namen genannt wird, an welchen sich gewaltige Traditionen knüpfen, so bedingt es schon die menschliche Eitelkeit und Phantasie, all diese Überlieferungen auf sich selber zu beziehen und sie auf die eigene Person anzuwenden, welche ja denselben Namen trägt, wie das Ideal aus der Heldensage oder Geschichte.“

„Aha! Ich verstehe, wo Sie hinauswollen!“

„Schnurstracks auf das Ziel! Denken Sie sich einmal in die Lage Ihrer unglückseligen, verkrüppelten Brunhilde hinein.“

„Der Name speiste den Geist mit denselben Eindrücken, den eine Walküre auf Menschen macht. Das verwachsene, missgestaltete Mädchen möchte es der gewaltigen Himmelstochter gleich tun, der Name verpflichtet sie gewissermassen dazu! Warum hiesse sie sonst so? Und nun quält sich der gefesselte Geist in den trostlosen Banden eines schwachen missgestalteten Körpers! — Die Seele will heldenhaft, gewaltig empor, — der Leib zwingt sie erbarmungslos nieder! Der Geist jauchzende, sieghafte Tatenlust, der Körper grausame Gefangenschaft!“

„Man sollte annehmen, Herr Pfarrer, ein kranker Körper hat gar nicht die Kraft für derart seelischen Aufschwung.“

„So krank macht wohl ein akutes Leiden, nicht aber eine Missgestaltung! Denken Sie an Prinz Eugen, den edlen Ritter, an einen Menzel — an — um noch weiter zurückzugreifen — den Apostel Paulus mit dem Pfahl im Fleisch! — Wie viele andere könnte man noch nennen! Und dies sind Beispiele von übergewaltigem Geist, welcher die Materie bezwang: ‚Das Genie! Die Begeisterung!‘“

„Und wo diese fehlen? Ein verzweifelter Kampf ohne Sieg! Welchem meist der Name zum Ballast ward, der die falschen Illusionen, welche nicht verwirklicht werden konnten, weckte und täglich nährte!“

„In dieser Beleuchtung allerdings volle Wahrheit! — So glauben Sie, dass den kleinen Eicklingens ihre idealen Namen nicht sehr vorteilhaft sein werden?“

„Ich bin sehr gespannt, die seelischen Einflüsse und Entwickelungen, die diese Namen auf Leib und Seele ausüben werden, zu beobachten.“

„Es fiel mir heute allerdings auch auf, dass gerade von den Kinder die Bedeutung ihrer Namen besonders stark hervorgehoben wurde.“

„Von den Kindern selbst!“

„Je nun — unwillkürlich wurden auch die Grossen gereizt, davon Notiz zu nehmen.“

„Sehen Sie! — Nichts ist so gefährlich für das leichtempfängliche Kindergemüt wie ein Name, an welchen sich gewisse Bedingungen knüpfen.“

„Eine Rose! Ah — also, du bist die Königin unter den Geschwistern! Alle müssen dich wohl Majestät nennen?!“

„Und wenn es von Erwachsenen zehnmal im Scherz gesagt wird, so nimmt es ein lebhaftes Kind zehnmal für ernst.“

„Ich machte die Beobachtung, dass die kleine Arnika ein wenig gewaltsam für den Doktorhut gedrillt wird.“

„Wir hörten es ja, dass sie anfänglich eine direkte Abneigung gegen alles Verpflastern hatte, weil sie nicht mal Blut sehen kann.“

„Eine medizinische Passion liegt ihr so fern wie Himmel und Erde getrennt sind.“

„Aber sie heisst nun mal Arnika, und der Vetter Student amüsiert sich, sie als kleinen Kommilitonen anzuulken. Schliesslich wird aus dem anfänglichen Scherz eine moralische Verpflichtung, eine krankhafte Einbildung: du musst das werden, was alle von dir erwarten.“

„Hoffentlich sind die Kinderseelen alle so gesund und stark, dass sie sich von Wahnideen freiringen.“

„Sie alle haben noch das schwärmerische Alter vor sich, wo schon manche Phantasterei eine unliebsame Gestalt angenommen. Gerade in der Wahl des Berufes lassen sich junge Mädchen nur zu leicht durch ihr sensibeles Empfinden in verkehrte Bahnen lenken.“

„Da ist es nicht immer der Name, welcher peinlich beeinflusst, sondern oft auch gewissenlose Ratgeber, sogenannte verständnisinnige Freundinnen oder Freunde, welche das Lebensschifflein schon von viel armen, kleinen Pilotinen in stürmische Flut hinausgetrieben haben, wo nie der verheissene sichere Rettungshafen sich ihnen aufgetan.“

„Hörten Sie nicht, wie schon jetzt Oleandras Stimme gerühmt und ihr eine grosse Karriere als Sängerin prophezeit ward?“

„Ebenso das Mal- und Zeichentalent!“

„Weil sie Lorbeerrose heisst.“

„Bei andern geschieht es vielleicht auch ohne solch bedeutungsschweren Namen.“

„Die Mutter sagte mir, dass die kleine feine Stimme des Kindes in nichts aussergewöhnlich erscheine.“

„Beachten die Fremden solch mütterliche Einsicht? Würde bei einer verblendeten Tochter die Mama jemals Gehör finden, wenn die Menge von gedankenlosen Schwätzern es dem Mädel weismacht.“

„Das Schicksal so vieler, unbefriedigter Männer und Frauen, denen ein Talent anphantasiert oder aufgezwungen ward, welches sie nicht besassen, und an welchem sie als an einem verfehlten Beruf zugrunde gingen.“

„Jedenfalls bin ich auf das äusserste gespannt, inwieweit sich diese These Ihrer Ansichten bei dem reizenden Schwesternkranz im Stadtgärtnerhaus bewahrheitet.“

„Hoffen wir das beste!“

„Unsere Wege trennen sich wohl hier, verehrtester Freund. Sie biegen, der Kürze halber, wohl allsogleich in die Augustenstrasse ab?“

„Ein Stoss von Arbeit wartet noch auf dem Schreibtisch der Erledigung. Es war ein so schöner, genussreicher Tag heute, dass ich ihn würdig beschliessen möchte.“

„Immer fleissig! Hut ab! Ich bekenne mich mehr zu den Flagellanten froher Feierstunde! Für mich ist der Tag bis zum Schluss doch nur ein angebrochener, darum will ich dem flotten Brautschauer Waldmeister in der Taufbowle den soliden Pilsener Ehemann auf die Nase setzen.“

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