Egon Krause - Magische Verbindung

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Zwei Männer, der eine Chirurg, der andere Physiker, tauschen in einem Dialog ihre Erinnerungen und Ansichten aus. Der eine wird zum Kritiker des anderen. Es geht um Arbeit und Karriere, Erfolge und Misserfolge, um Wissenschaft und Forschung und nicht zuletzt um Liebe und Frauen und erotische Begebenheiten. Der Physiker ermöglicht dem Chirurgen eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert, dessen heutiges Wissen durch die Beschränkungen der damaligen Zeit unnütz wird. Auf seinen Reisen wird er in allerlei Abenteuer verwickelt, bis zuletzt sogar die sichere Rückkehr in die Gegenwart ungewiss wird.

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N.: Was für ein Gefasel und Paracelsus als Entschuldigung, du meinst, es seien wohl tiefe Gedanken, die du auftischst, du solltest dir erst einmal die Definitionen einiger Philosophen zu eigen gemacht haben, um unter die Oberfläche zu tauchen, ehe du dich äußerst, hast du eigentlich das, was die oben Erwähnten schrieben, auch erfasst?

E.: Du alter Miesepeter, ich schreibe doch! Ein Schubladengedächtnis habe ich zum Glück nicht, das bewahrt mich davor, negativen Eklektizismus zu betreiben und die Fähigkeit zur Synthese nicht verloren zu haben und damit kreativ sein zu können.

N.: Uii, diese fatale Überheblichkeit.

E.: Es macht sich immer gut, mit einer Geschichte zu beginnen, bei der man einer Fiktion hinterherläuft. Mit siebzehn hätte ich beinahe ein vielleicht fünfzehnjähriges Mädchen kennengelernt, eine lange Blonde, sie war wohl schon, bevor ich sie sah, in meinem Kopf entstanden, synthetisiert aus Bildern, ich war wie vom Blitz getroffen, als ich sie erblickte, und verfolgte sie auf der Straße, die Jagd nach einer realisierten Fiktion, als ich nun wirklich hinterherlief, war sie plötzlich aus meinen Augen, ich konnte sie nicht mehr aufspüren, somit keine Bekanntschaft machen mit ihren kaum angedeuteten Brüsten, den langen Beinen und der blonden Mähne. Ich hatte allerdings auch keine Praxis in der Verführungskunst und wäre womöglich kläglich gescheitert, denn Rivalen waren mir bei ihrem Schönsein sicher zuvorgekommen, nicht wie Herr G. Casanova, den ich bewundere, vor allem darin, mit welcher Aufrichtigkeit er jedes Mal von Neuem liebte und die Begehrlichkeit immer damit zu paaren wusste. Manchmal hat er etwas nachgeholfen mit einer kleinen Bestechung oder Erpressung, die die Damen nachher nicht bereut zu haben scheinen, ich denke unter anderem an die kleinen Hannoveranerinnen, und wenn seine Liebestaten Folgen hatten, dann sorgte er dafür, dass sich seine Auserwählte kurz hinterher verheiratete, wozu er Hilfestellung leistete, zuweilen fiel es ihm auch schwer, sich zu trennen, aber immer siegte die Begierde nach etwas Neuem.

Jedenfalls war sie verschwunden, meine Fiktion, (später fand ich bei Proust eine Stelle über die Liebe: »Das furchtbare Täuschungsmanöver der Liebe besteht ja darin, dass sie uns nicht mit einer Frau der äußeren Welt in Gedanken spielen lässt, sondern mit einer unserem Hirn entsprungenen Marionette, dem einzigen Bilde, das wir immer zur Verfügung haben, das wir besitzen und das die Willkür unserer Erinnerung fast ebenso unumschränkt, wie die der reinen Imagination, ebenso verschieden von der wirklichen Frau gestaltet haben kann, wie es das wirkliche Balbec von dem Erträumten war, einer künstlichen Schöpfung also, der wir ganz allmählich zu unserer Qual an die wirkliche Frau gewaltsam anzugleichen suchen.« Sie ist heute sicher nicht mehr das ätherische Wesen, es ist mir unerklärlich, wie sie mir entkam. Ich sehe noch heute ihre länglichen Waden vor mir, wie bei so blonden »Ziegen«, die Patellae ein wenig protrudisch, lange Beine, mit einer Fortsetzung – wenn ich mit meinen heutigen Kenntnissen weiterdenke –, wie sie uns Hamilton so schön demonstriert. Man könnte die Fiktion auch weiterverfolgen, Dornröschen erwecken und erzählen, wie zum Beispiel Nabokov, der, das Begehren in den Vordergrund stellend, ans Ziel gelangte, lieber keine Phantasien.

N.: Du Lügner, es stimmt ja gar nicht, was du schreibst.

E.: Was weißt du denn, warst du dabei?

N.: Natürlich, du hattest nur den Mut verloren, es wäre leicht gewesen, sie einzuholen.

E.: Verleumder!

Ich streue immer ein, was mich im Augenblick des Schreibens beschäftigt, was ich lese und reflektiere, ich liebe die Inkohärenz der Gedankengänge.

N.: Was nennst du reflektieren?

E.: Was du nicht kannst, nämlich das Für und Wider erörtern und zu einem Resultat kommen. Negative Kritik ohne einen darauf bezogenen positiven Vorschlag verachte ich.

N.: Damit willst du mir einen Maulkorb verpassen, denkste. Kennst du eigentlich die Bedeutung von Kohärenz und Inkohärenz?

E.: Natürlich. Deine Kritik ist inkohärent und meine Erzählung kohärent, der Inkohärenz zum Trotz.

N.: Diese Bedeutung meine ich nicht, vielmehr die in der Quantenphysik.

E.: Nun, diese kenne ich auch, Kohärenz wäre die Fortführung der Superposition und Dekohärenz die Zerstörung derselben, du bist ein Dekohärent.

N.: Das ist meine Absicht, dich in dieser Welt zu halten.

E.: Auch Sterne nachzuahmen wäre eine Hybris, sein geniales hintergründiges Geschwätz lädt ein, immer weiter zu lesen, einerseits in der Hoffnung, dass doch noch etwas herauskommt, andererseits neugierig, was weiter für skurrile Gedanken ausgebreitet werden. Tristram Shandy (der traurige Verrückte), Dr. Muschstreikos, Dr. Kunastrokius. Die Nasen, die Knebelbärte. Onkel Toby, ein konvertierter Krieger? Es ist viel Mittelalterliches in den Kommentaren, anschließend die Gedanken über Zeit, Raum und Existenz. Und Weisheiten: »Warum wir uns, meine liebe Jenny und ich, so gut wie alle Welt auch, ewig und drei Tage um nichts und wieder nichts zanken, sie schaut auf ihr Äußeres, ich auf ihr Inneres, wie sollten wir uns dann über ihren Wert einigen können.«

Oder: »Mit einem Esel aber kann ich in alle Ewigkeit Konversation treiben.« Hintergründig, es fällt einem sofort Priapus ein.

Was es mit Priapus und dem Esel auf sich hat, wird genau berichtet im »Gründlichen mythologischen Lexikon«, Benjamin Hederich, 1770.

Dazu kenne ich einige unartige Rätsel.

1. Beim Opfern auf einem Altar kam aus diesem ein Phallus und schwängerte die Opferwillige. Wer war sie? aisercO

2. Wen brachte Priapus bei dem Vergleich seiner Männlichkeit mit der des anderen aus Wut um? lesE ned.

3. Hat Leda gelogen, als sie ihrem Gatten weismachte, Jupiter habe sich in einen Schwan verwandelt und sie verführt? War sie in Wirklichkeit von ihrem Liebhaber schwanger, war der Ehemann gar nicht beteiligt an Pollux und Helena, nur an Kastor, geschweige denn Zeus? aJ.

Habe ich nun einen Anreiz geschaffen, Tristram kennenzulernen, oder sollte man besser von schwarzen Löchern reden?

Einstein (1879–1955) war dagegen, aber nur in der Theorie, das hob schon ihr Gewicht auf. Apropos Gravitation, darin (in den Löchern) hat sie ihren Höhepunkt, nur weiße Zwerge konnten den Löchern entgehen. Sind weiße Zwerge – man denkt unwillkürlich an Schneewittchen – menschliche Wesen? Nein, nur eine Metapher. Was für ein Vergleich, wie kann man sie Zwerge nennen, wenn sie 1,4-mal so groß sind wie die Sonne! (Übrigens – waren die Zwerge die Ersten, die Schneewittchen verführt haben?) Hier kommt die Relativität zu Wort, für das Universum sind sie eben Zwerge. Wir denken jetzt universal. Was sind dann aber wir? Quark? Und wie sie, ich meine die Löcher, den Raum verbiegen in ihrer Nähe, ein Prokrustesbett, das einen so lang zieht, bis man nicht mehr ist.

Ich bin schon zu weit gegangen, wir kennen nicht einmal unsere nähere Umgebung. Wie ist es mit Venus, sie hat, soweit man weiß, keinen Bezug zu schwarzen Löchern, oder doch? Die Planeten Merkur und Venus lassen sich von der Sonne bescheinen, heute würde man sie mit Lichtschutzfaktor 20 einreiben, sie wandern mit der Erde, auf der immer noch Mars regiert, angestiftet durch Jupiter, dessen Vater Saturn ihn beobachtet, jedoch nicht mehr verschlingen kann, weil er zu groß ist, auch wacht sein Großvater Uranus über ihn. Neptun steigt triefend aus dem Ozean und Pluto aus der Unterwelt.

Esel, die über die Brücke gehen, sind doch nützliche Tiere.

Wenn wir schon dabei sind:

Kopernikus (1473–1543), ohne den die Erkenntnis nicht möglich wäre, ein Deutscher oder Pole, nun gut, deutschsprachiger Pole, sehr vorsichtig mit seinem Wissen (doch dann, armer Ptolemäus), wurde von Rheticus aus Wittenberg zur Veröffentlichung getrieben, doch Luther (1483–1546) tat all dies als Unsinn ab: »Der Narr will die ganze Kunst Astronomiae umkehren! Aber wie die Heilige Schrift anzeigt, so hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht das Erdreich.« Paradoxe Feststellung? Nein, die Sonne, die sich nach dem Almagest um die Erde drehte, sollte stillstehen, wie recht hatte Josua, sie folgte ihm.

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