Martia Haller - Traumschloss im Wald

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1875 bis 1884 – 10 Jahre lang wurde an Schloss Oberfrauenau gebaut. Architekt Albert Schmid aus München, der auch an den Entwürfen für die Schlösser des «Märchenkönigs» Ludwig II. beteiligt war, hat das «Traumschloss im Wald» im Prunkstil der Neurenaissance geplant. Erfolgreiches Wirtschaften nach dem großen Windwurf 1870 war die Grundlage dieser Investition. Zahlreiche Handwerker und Künstler fanden hier Arbeit und Entfaltungsmöglichkeit.
Ein Ort der Kunst und der Begegnung. Ein Zeugnis einer Epoche. Ein Verlust nach Krieg und Zerstörung. Ein Beispiel sich wandelnder Werte. 1959 war die Sprengung des Schlosses aus wirtschaftlicher Not ein Akt weniger Tage und Wochen. Heute unvorstellbar. Der Freistaat Bayern wollte das Schloss nicht einmal als Geschenk.

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Die Sprengung des großen Turms galt als „Attraktion“ Die Hauptattraktion des Kirchweihfestes, am 15. August 1959, war die Sprengung des 32 Meter hohen mittleren Turms. Über die Sprengung existiert ein Amateurfilm 13 . Einige spitzbübische Soldaten hatten den Frauenauern am Stammtisch erzählt, dass der stattliche Koloss mit Hilfe eines Spezialgeräts vom Fundament abgeschnitten und durch zwei Hubschrauber zum Wallfahrtsort Altötting geflogen würde, wo er ein neues Domizil erhalten sollte. Ob es einige Bürger gab, die auf diesen Scherz hereinfielen, ist nicht bekannt. Auf alle Fälle haben sich viele Frauenauer am Ort des Geschehens eingefunden, um das einmalige „Spektakel“ nicht zu verpassen. Die Reithalle wurde ebenfalls gesprengt und zwar so fachmännisch, dass das Holzgerüst komplett und nahezu unversehrt stehen geblieben war und nur die Bausteine und einige Bretter am Boden abgeladen waren. Insgesamt verbrauchte man für das Projekt 750 kg Sprengstoff. Die Planierraupenfahrer rechneten 410 Betriebsstunden ab, bis sie die angefallenen 8500 m 3 Schutt abtransportiert, in die offenen Keller geschüttet oder auf dem Gelände verteilt hatten. Trotz der schwierigen Arbeit gab es keine schwerwiegenden Unfälle. 1959 Sprengung Reithalle – Sammlung Josef Sedlmeier Die Soldaten hatten sich während ihres Aufenthaltes gut in die Frauenauer Gemeinschaft eingebracht. Es wurden Fußball-Freundschaftsspiele und Sängerfeste abgehalten. Am Tage des Abmarsches winkten viele Frauenauer in Freundschaft dem Gebirgsbataillon nach. Einige Soldaten vermählten sich nach ihrem Arbeitseinsatz mit einheimischen Mädchen. Von dem imposanten Gebäude ist heute nur die Kapelle mit der Familiengruft der Familie von Poschinger, die am hinteren Ende des rechten Seitentraktes angebaut war, stehen geblieben. Die mit Bauschutt zugefüllten Schlosskeller werden von einer Blumenwiese abgedeckt. Wasserkanäle und das Staubecken auf der Bergkuppe hinter dem Schloss erinnern noch an die Zeit, als sie Wasser für die Fontäne bereitgestellt hatten. Schlosskapelle mit Gruft der Freiherrn Poschinger auf dem eingeebneten Schlossplatz – Foto Marita Haller 2013

AUFZEICHNUNGEN VON JOSEF SEDLMEIER Aufzeichnungen von Josef Sedlmeier Kommandant Josef Sedlmeier, er leitete den Abbruch – Foto Marita Haller 1999 Über den Abbruch des Schlosses hat Hauptmann und Kompanie-Chef Josef Sedlmeier gewissenhaft Buch geführt: Am 15. Juni 1959, um 9 Uhr, setzte sich die Marschkolonne mit 30 km/h von Degerndorf, über Rosenheim, Haag, Altötting, Eggenfelden, Landau, Deggendorf, Zwiesel, nach Frauenau in Bewegung. Die Zusammensetzung des Kommandos war folgende: 2 Sanitäter, 2 Köche, 1 Schmied, 1 Schweißer, 8 Zimmerer, 1 Unteroffizier für Sicherheit, 1 Unteroffizier für Materialnachweis, 1 Dachdecker, 2 Spengler, 2 Funker, 7 Maurer, 8 Schreiner, 1 Schlosser, 6 Hilfskräfte, 1 Kompressorwart, 2 Männer zur Überführung der Planierraupe und 1 Installateur. Das Kommando Frauenau in einer Stärke von 47 Mann war verpflegungsmäßig dem Standort Bogen 14 angegliedert. Die Übernachtung in Frauenau war in Zelten vorgesehen. Dafür wurden 47 Schlafsäcke ausgegeben. Als Übungsobjekte zur Verfügung gestellt waren das Schlossgebäude Hausnummer 107 a und b, einschließlich dem südlichen Anbau, genannt Gartensalon, und der Pferdestall Haus Nr. 107 c, einschließlich dem daran angebauten so genannten hinteren Pferdestall. Nicht zur Verfügung gestellt waren die Schlosskapelle 107 k und das Reitschulgebäude 107 qu. Nach Abbruch der zur Verfügung gestellten Gebäude wurde das Gelände vertragsgemäß einplaniert. Die Arbeiten mussten spätestens bis zum 31. Dezember 1959 fertig gestellt sein. Die Kosten für die Abbrucharbeiten hatte der Auftragnehmer zu übernehmen. Dieser Auftrag diente zur Förderung der Ausbildung der Truppen der Bundeswehr. Beginn Abbruch 1959 – Sammlung Josef Sedlmeier

Fast schon makaber Fast schon makaber 10 Jahre lang hatte es gedauert, bis die neue Schlossanlage in ihrer ersten Ausführung fertig gestellt war. Nur 12 Wochen dauerte es, bis sie abgebrochen und die Baustelle eingeebnet war. Zeltstadt in Frauenau des Gebirgspionierbataillons 8 aus Degerndorf – Sammlung Josef Sedlmeier

Technische Schlossdaten Technische Schlossdaten Bevor der Abbruch vonstatten ging, wurde die Schlossanlage vom Kommando genau vermessen und beschrieben. Josef Sedlmeier notierte am 25.9.1959: Das Schlossgebäude, ein im Stile der Neurenaissance gebautes, massives Gebäude. An einen Mittelbau (rechteckiger Grundriss, 14 m x 20 m) schlossen sich zwei Seitenflügel (Grundriss 22,70 m x 11,90 m) an. Außerdem wurde der Mittelbau von zwei kleineren und einem großen Turm flankiert. Zahlreiche Erker, Gauben und Ausbauten bestimmten das weitere Gesicht des Gebäudes. Die Höhe bis zur Traufe betrug 11,50 m und die Firsthöhe 15,50 m. Die beiden kleinen Türme erreichten eine Gesamthöhe von 28 m, während der große Turm 32 m maß . Der Gartensalon, ein rechteckiger Anbau (11,90 m x 20 m) mit einer Traufenhöhe von 5,75 m und einer Firsthöhe von 6,75 m . Abbruch des Schlosses; zu sehen sind die Wandmalereien im Festsaal – Sammlung Josef Sedlmeier Der Wintergarten, ein Ruinengebäude von rechteckigem Grundriss (40 m x 11 m), das rückwärts von der Schlosskapelle abgeschlossen wurde, deren angebaute Erker und Galerien ebenfalls abgebrochen wurden . Das Kutscherhaus, mit hinterem Pferdestall, Grundfläche insgesamt 310 m 2 . Die Reithalle wurde am letzten Tag der Übung gesprengt, da der Bauzustand äußerst schlecht war und durch den Abbruch des Kutscherhauses dessen Stützwirkung verloren gegangen war. Um Unfällen vorzubeugen, wurde durch die Sprengung die Reithalle zum Einsturz gebracht“ . Auf diese Arbeit ist Josef Sedlmeier noch heute besonders stolz, denn die Männer hatten es geschafft, dass nach der Sprengung der Reithalle nur die Steine am Boden lagen, die Dachbalken jedoch keinen Schaden erlitten hatten. Schlossabbruch 1959 – Sammlung Josef Sedlmeier

Schäden an der Schlossanlage Schäden an der Schlossanlage Josef Sedlmeier bestätigte folgende Schäden an der Schlossanlage 15 „ die keinesfalls mit geringem Aufwand hätten behoben werden können “: Die Amerikaner, die im Schloss gewohnt haben, hatten der Überlieferung nach teils große Zerstörungswut gezeigt. Sie hatten zum Beispiel die freiliegenden Wasserleitungen im Haus angeschossen, so dass das Wasser in den Räumen über die Wände herunter gelaufen sei. Durch den Frost sei dann im Winter der Putz von den Wänden gefallen. Gegen die Kälte hatten sie Parkettböden und sogar Chippendale Möbel herausgerissen, zerbrochen und im Schloss verbrannt. Auch das Archiv sei geplündert worden. Der Wintergarten und der Verbindungsbau zur Schlosskapelle seien völlig „ demoliert “ gewesen. Die Reithalle mit den angrenzenden Teilen des Kutscherhauses waren später einsturzgefährdet. Für eine Sanierung und Wiederherstellung der Liegenschaft sei nach Sachverständigen die Kalkulation im Millionenbereich gelegen. Walther Zeitler und Herbert Wolf schreiben in ihrem Buch „Bayerischer Wald in alten Fotos“ 16 : „ Nach dem letzten Krieg zogen zuerst amerikanische Soldaten, dann eine Kompanie ausländischer Kriegsgefangener und schließlich 130 Heimatvertriebene aus dem Osten in das Schloss ein. Als es dem jetzigen Chef der Familie Poschinger, dem langjährigen Präsidenten des Bayerischen Senats, Hippolyt Freiherr Poschinger von Frauenau, zurückgegeben wurde, war es praktisch unbewohnbar und mit vertretbaren Mitteln nicht mehr herzurichten. Eine Bundeswehrpioniereinheit sprengte schließlich das Schloss, das heute sicherlich eine Attraktion wäre .“

Bericht des Bayerwald Boten vor dem Abbruch Bericht des Bayerwald Boten vor dem Abbruch 17 „Oberfrauenauer Schloß Übungsobjekt für Gebirgspioniere Schloßkapelle nach dem Abbruch letzte Ruhestätte der Familie von Poschinger Frauenau. Was die Frauenauer gar nicht glauben wollten, wird nun doch Wirklichkeit: In dieser Woche beginnen die Abbrucharbeiten des einstmals stattlichen neuen Schlosses von Oberfrauenau. Von Reichsrat Georg Benedikt II. Poschinger von Frauenau in den Jahren zwischen 1875 und 1884 erbaut, wurde es in den ersten Jahren nach 1945 durch Besatzung und Einweisung völlig ruiniert, so daß eine notwendige völlige Restaurierung des Schlosses für den heutigen Besitzer und Nachfahren, Senator Hippolyt Freiherr Poschinger von Frauenau, keineswegs mehr tragbar erschien. Das Schloß wurde unentgeltlich einem Gebirgspionierbataillon der Bundeswehr als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt .

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