Catrine Clay - Trautmanns Weg

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Bert Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren, trat früh der Hitlerjugend bei und meldete sich als 17-Jähriger freiwillig zum Kriegseinsatz an der Ostfront. Wie konnte er mit dieser Biografie zu einem englischen Fußballidol werden, das bis zu seinem Tod im Juli 2013 auf Manchesters Straßen erkannt und verehrt wurde? Die englische Historikerin Catrine Clay hat diese denkwürdige Karriere in Zusammenarbeit mit Bert Trautmann sorgsam recherchiert. Ihr gelingt ein aufschlussreicher Blick auf eine typische Jugend im Nationalsozialismus, auf hautnahe Kriegserfahrung und persönliche Lernprozesse in englischer Kriegsgefangenschaft. Am Ende steht der Wille zur Versöhnung. Und eine weitere existentielle Erfahrung, die Trautmann zur Fußballlegendewerden lässt: Der seinerzeit vielleicht weltbeste Torhüter erleidet im englischen Pokalfinale einen Genickbruch, spielt aber unter Lebensgefahr weiter und sichert seinem Verein Manchester City den Titel. In den englischen Fußballannalen ist das bis heute unvergessen.

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War der Sport zuvor nur einer von vielen Punkten im Lehrplan gewesen, wurde er nun von den Nazis zur Hauptsache erhoben, zum Gipfel der Leistungsfähigkeit, zu einer Sache von nationaler Bedeutung. Und Berni, der Junge, der schneller laufen, höher springen, härter schlagen und jeden Ball fangen konnte, wurde zum unumstrittenen Star, nicht nur seiner Klasse, sondern der ganzen Schule. Und jetzt, 1933, durfte er der Hitlerjugend beitreten.

KAPITEL 2

In der Hitlerjugend

Im Oktober 1933 feierte Berni seinen zehnten Geburtstag und war damit alt genug, den „Pimpfen“ beizutreten. Das war die jüngste Abteilung der „HJ“, der Hitlerjugend, die nach der Machtübernahme der Nazis rasch alle anderen Jugendorganisationen in Deutschland verdrängte. Seine herausragende athletische Begabung und seine blonden Locken machten Berni zu einem Musterbeispiel der „arischen Rasse“. Plötzlich wurde er von allen möglichen Leuten, die zuvor keine Notiz von ihm genommen hatten, gelobt und umschmeichelt. Er konnte nicht ahnen, dass die HJ von Anfang an, schon lange vor 1933, als Teil einer Kriegsmaschinerie gedacht war. Die Nazis sahen sie als Ausbildungsstätte, die aus den Jungs harte Männer und zähe Soldaten machen sollte. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte die HJ dem Reich fast acht Millionen Soldaten zugeführt. Und viele von ihnen kämpften tatsächlich „bis zum letzten Atemzug“, ergaben sich niemals und opferten ihr Leben mit fanatischer Hingabe „für Führer und Vaterland“. Am schlimmsten erging es dem Jahrgang 1923, dem auch Berni angehörte; nur wenige Jungen, die in diesem Jahr zur Welt gekommen waren, würden den Krieg überleben. Ab dem Alter von zehn Jahren wurden sie darauf gedrillt, bis zum bitteren Ende zu kämpfen.

Aber 1933, lange vor Krieg und Zerstörung, konnte Berni es kaum erwarten, in die Hitlerjugend eintreten zu dürfen. Seine Mutter, die selbst eine gute Schulbildung genossen hatte, äußerte ihre Vorbehalte. Ihr kluger Junge, ihr Augenstern, kümmerte sich in jenen Tagen herzlich wenig um seine Schulbücher. Doch von Bernis Bitten und der Propaganda der Nazis weichgeklopft, kratzten seine Eltern schließlich das Geld für die Uniform zusammen: kurze schwarze Hosen, khakifarbenes Hemd, schwarzes Halstuch und Lederknopf, dazu ein Abzeichen mit dem Hakenkreuz der Nazis. Berni trug die Uniform voller Stolz, als er, das Haar hinten und an den Seiten kurz geschoren, vor der Hakenkreuzfahne zackig den Hitlergruß entbot und folgenden Eid ablegte: „Vor der Blutfahne schwöre ich, alle meine Kraft und Stärke dem Erretter unserer Nation, Adolf Hitler, zu weihen. Ich bin willens und bereit, mein Leben für ihn zu geben, so wahr mir Gott helfe.“ Offenbar wunderte sich in der HJ niemand darüber, dass ein kleiner Junge, der sich für Sport und andere Aktivitäten begeisterte, feierlich schwören sollte, sein Leben für den Führer zu geben.

1932 zählte die Hitlerjugend 107.950 Mitglieder. 1933, nach der Machtübernahme, stieg diese Zahl rasch auf 2,3 Millionen an, bei insgesamt 7,5 Millionen Jugendlichen im Reich. 1936 waren es bereits 5,4 von 8,8 Millionen Jugendlichen. 1939, bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, waren es 8,7 von 8,8 Millionen Jugendlichen, also fast alle. Die Jungen, die in Wochenschauaufnahmen aus dem Frühjahr 1945, nur wenige Wochen vor Kriegsende, mit einem zitternden, von Krankheit gezeichneten Hitler zu sehen sind, waren kaum 14-jährige Jungen, die noch angesichts der sicheren Niederlage stolz ihren Führer grüßen. Sie waren die letzte Generation der Hitlerjugend, der finale Atemzug des Traums vom „Tausendjährigen Reich“.

Der große Mitgliederzuwachs im Jahr 1936 war kein Zufall. Bereits 1934 hatte die Partei an jeder Straßenecke die folgende Proklamation verlauten lassen:

„Die Hitlerjugend tritt heute mit der Frage an Dich heran: Warum stehst Du noch außerhalb der Reihen der Hitlerjugend? Wir nehmen doch an, dass Du Dich zu unserem Führer Adolf Hitler bekennst. Dies kannst Du jedoch nur, wenn Du Dich gleichzeitig zu der von ihr geschaffenen Hitlerjugend bekennst. Es ist nun an Dich eine Vertrauensfrage: Bist Du für den Führer und somit für die Hitlerjugend, dann unterschreibe die anliegende Aufnahmeerklärung. Bist Du aber nicht gewillt, der HJ beizutreten, dann schreibe uns dies auf der anliegenden Erklärung … Wir richten heute einen letzten Appell an Dich. Tue als junger Deutscher Deine Pflicht und reihe Dich bis zum 31. Mai. d. J. ein bei der Jungen Garde des Führers. Heil Hitler!“

Daneben standen Mitglieder der HJ und verteilten Aufnahmeformulare. Den Schulen wurde befohlen, in jedem Klassenraum Listen aufzuhängen, auf denen zu lesen war, welche Jungen Mitglieder waren und welche nicht. Diejenigen, die nicht auf der Liste standen, erhielten bald darauf einen Brief mit einem Aufnahmeformular. Vater und Sohn hatten zu unterschreiben.

1936 wurde die Mitgliedschaft mit dem „Gesetz über die Hitlerjugend“ zur festen Norm und im März 1939 mit der „Jugenddienstverordnung“ zum Zwang. Alle deutschen Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren waren nun zum Beitritt verpflichtet, denn die Zeit wurde knapp: Der Krieg stand unmittelbar bevor. Wenn sich ein Jugendlicher oder seine Eltern weigerten, erhielten sie ein Bußgeld und eine Verwarnung. Weigerten sie sich weiterhin, drohte der Vater seine Arbeit zu verlieren. Wer dann immer noch nicht spurte, musste Schlimmeres befürchten. Auf diese Art wurden fast alle Eltern dazu gebracht, ihre Söhne in die Hitlerjugend und ihre Töchter in den Bund Deutscher Mädel zu schicken.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Nürnberger Gesetze bereits längst in Kraft. Das „Reichsbürgergesetz“ teilte die Bevölkerung in zwei Arten von Menschen ein: Bürger „von reinem deutschen Blut“ und andere, vor allem Juden, denen es bald verboten war, „Deutschblütige“ zu heiraten und öffentliche Ämter oder Berufe auszuüben. Als Nächstes wurden ihre Häuser beschlagnahmt und an zuverlässige Nazis weitergegeben, während jüdische Familien in Ghettos und Konzentrationslager deportiert wurden. Natürlich durfte kein Jude Mitglied der HJ sein.

Für den zehnjährigen Berni war die Hitlerjugend vor allem eine spannende Bereicherung seines Alltags. Jede Woche erschien er in seiner geschniegelten Uniform im HJ-Heim neben den Schrebergärten, nicht weit von seinem Zuhause. Abgesehen vielleicht von den Lektionen über rassische Biologie und deutsche Geschichte, fand er alles ganz fabelhaft: den Sport, die Paraden, das Singen, den Drill, das Marschieren und das Fahnenschwenken. Aber am besten waren die Wochenenden, an denen die Gruppe zum Zelten fuhr. „Was sind wir? Pimpfe! Was wollen wir werden? Soldaten!“, skandierten sie, während sie unter der heißen Sonne über die Landstraße marschierten und sich ganz bedeutend vorkamen. Sobald die Zelte aufgebaut waren, traten die Jungen auf dem Exerzierplatz zusammen, hissten zum Klang des Horns die Fahne, sangen ein mitreißendes Nazi-Lied und widmeten sich dann dem Sport und der Körperertüchtigung. Sie lernten Schießen, Granatenwerfen, Kartenlesen, Orientierungmärsche und das System von Befehl und Gehorsam. Als Granaten dienten Metallklumpen von passender Form und Größe, es gab Luftgewehre für die Pimpfe, aber richtige für die älteren Jungen. Schikane war an der Tagesordnung: Die Starken sollten die Schwachen beherrschen, das war Naturgesetz. Der Sport bestand hauptsächlich aus Mannschaftsspielen, die Kraft und Mut erforderten und die Jungs abhärten sollten: Eine Seite war die Heimmannschaft, die andere der Feind – Kriegsspiele eben.

Der Sport war das Wichtigste und wurde von den Nazis am meisten geschätzt und natürlich auch politisch reglementiert. Schon im Frühjahr 1933 wurden sämtliche Sportvereine aufgelöst, die sich der Arbeitersportbewegung von SPD oder KPD zurechneten, ebenso die Vereine der katholischen und evangelischen Sportbewegung. Alle Sportvereine mussten das „Führerprinzip“ befolgen; der Vorsitzende, der fast immer Parteimitglied war, besaß weitreichende Entscheidungsvollmachten. Von nun an herrschte Gleichschaltung, und sämtliche sportlichen Aktivitäten wurden dem Diktat durch die NSDAP unterstellt. Die oberste Entscheidungsgewalt hatte Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten, ein altgedienter Nazi. Seine Hauptaufgabe war es, die Jugend des Reichs gemäß der nationalsozialistischen Doktrin zu erziehen. Natürlich wurden Juden in den Vereinen schon bald nicht mehr geduldet. Einige Jahre war es ihnen erlaubt, eigene Sportvereine zu unterhalten, die nur gegen andere jüdische Vereine antreten durften. Später wurde es Juden vollkommen verboten, Sport zu treiben.

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