Catrine Clay - Trautmanns Weg

Здесь есть возможность читать онлайн «Catrine Clay - Trautmanns Weg» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Trautmanns Weg: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Trautmanns Weg»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Bert Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren, trat früh der Hitlerjugend bei und meldete sich als 17-Jähriger freiwillig zum Kriegseinsatz an der Ostfront. Wie konnte er mit dieser Biografie zu einem englischen Fußballidol werden, das bis zu seinem Tod im Juli 2013 auf Manchesters Straßen erkannt und verehrt wurde? Die englische Historikerin Catrine Clay hat diese denkwürdige Karriere in Zusammenarbeit mit Bert Trautmann sorgsam recherchiert. Ihr gelingt ein aufschlussreicher Blick auf eine typische Jugend im Nationalsozialismus, auf hautnahe Kriegserfahrung und persönliche Lernprozesse in englischer Kriegsgefangenschaft. Am Ende steht der Wille zur Versöhnung. Und eine weitere existentielle Erfahrung, die Trautmann zur Fußballlegendewerden lässt: Der seinerzeit vielleicht weltbeste Torhüter erleidet im englischen Pokalfinale einen Genickbruch, spielt aber unter Lebensgefahr weiter und sichert seinem Verein Manchester City den Titel. In den englischen Fußballannalen ist das bis heute unvergessen.

Trautmanns Weg — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Trautmanns Weg», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Am nächsten Tag wurden jüdische Bürger gezwungen, unter dem Gejohle und Gelächter tausender Schaulustiger und von den Wochenschauen genüsslich im ganzen Reich verbreitet, Plakate von den Wänden zu schrubben. Es waren Aufrufe, bei der Volksabstimmung, die die Nazis verhindert hatten, für die Unabhängigkeit zu stimmen. Andere Juden wurden genötigt, öffentliche Toiletten zu putzen, unter anderem diejenige des neuen SS-Hauptquartiers – eine weitere symbolische Geste, die deutlich machen sollte, wer nun das Sagen hatte. In den folgenden Wochen und Monaten wurden tausende Kommunisten, Sozialisten und Juden festgenommen und in Konzentrationslager deportiert; ihr Vermögen wurde vom neuen Staat konfisziert.

Das alte Radio im Schloss knisterte stark, so dass es nicht ganz einfach war, den Nachrichten und Ansprachen zu folgen. Auf jeden Fall aber ließen der Jubel der österreichischen Bevölkerung, die Klänge der mitreißenden Marschmusik und Goebbels flammende antisemitische Reden die dicken Mauern von Schloss Schweibersdorf erzittern. Gemäß den Weisungen der Partei hatten die HJ-Führer alle Jungen antreten lassen, um der Radiosendung zu lauschen und zu feiern.

Für Berni war das längst nicht so interessant wie die Übertragung, der sie drei Monate später zuhörten, im Juni 1938. Da nämlich fand der Rückkampf zwischen Max Schmeling und Joe Louis statt, der über den unumstrittenen Weltmeister im Schwergewicht entscheiden sollte. Schmeling war einer der Helden von Nazi-Deutschland. Seit seinem zwei Jahre zuvor im Yankee Stadium von New York errungenen K.o.- Sieg gegen den Schwarzamerikaner Louis wurde Schmelings Boxkunst als eines der besten Beispiele für die „Überlegenheit der arischen Rasse“ gefeiert. Dass Louis trotz dieser Niederlage den amtierenden Weltmeister Jim Braddock herausfordern durfte und gegen ihn den WM-Titel holte, hatte zu hitzigen Diskussionen geführt. Nach Ansicht der Deutschen war es eine abgekartete Sache gewesen.

Nun bekam Schmeling die Chance, die Frage ein für alle Mal zu klären. Mehrere Wochen lang bereiteten sich die beiden Kontrahenten intensiv auf den Kampf vor, Schmeling in Deutschland, Louis in seinem Trainingslager nördlich von New York. Über 70.000 Zuschauer waren am 22. Juni erneut im Yankee Stadium dabei, und der Kampf wurde in englischer, deutscher und spanischer Sprache übertragen. Das Radio im Schloss Schweibersdorf knackte und pfiff wie üblich, die Klangwellen kamen mehr schlecht als recht aus dem fernen Amerika herüber. Berni hämmerte an die Wand: „Seid still’“, rief er den anderen zu. Der Kampf dauerte nur zwei Minuten und 40 Sekunden. Louis bearbeitete Schmeling mit einer Serie fürchterlicher Schläge und schickte ihn frühzeitig in die Seile. Nach dem dritten Niederschlag warf Schmelings Trainer das Handtuch, und im Yankee Stadium brandete grenzenloser Jubel auf. Auf Schloss Schweibersdorf hingegen ließen Berni und seine Kameraden ungläubig und enttäuscht die Köpfe hängen. Das konnte unmöglich wahr sein, sicher war Schmeling erneut betrogen worden. Das Reich behauptete später, Louis hätte unfair gekämpft und mit einem Schlag in die Nieren gegen die Regeln verstoßen. Schmeling wusste, dass es nicht stimmte, sagte aber nichts, denn das hätte üble Konsequenzen für ihn gehabt. Nur die wenigsten Leute wussten, dass Schmeling nie Parteimitglied war. Jahre später, nach dem Krieg, wurden er und Louis sogar Freunde.

Berni wohnte noch immer im Schloss, als es am 9. November 1938 zur „Pogromnacht“ kam, auch „Kristallnacht“ genannt, in der im ganzen Reich Synagogen zerstört und Juden ermordet wurden. Die Pogrome waren keineswegs spontane Aktionen, wie von den Nazis behauptet. Die Vorbereitungen waren lange im Voraus getroffen worden, und man wartete nur noch auf die passende Gelegenheit. Diese ergab sich am 7. November, als Ernst von Rath, ein Angestellter der deutschen Botschaft in Paris, erschossen wurde, und zwar von Herschel Grynszpan, wie die Nazis behaupteten. Wer weiß, wer wirklich hinter dem Attentat steckte. Grynszpan war ein 17-jähriger Jude, dessen Eltern kurz zuvor aus Deutschland vertrieben worden waren. Der Leiter des Reichssicherheitshauptamts Reinhard Heydrich sandte umgehend ein Fernschreiben an alle Hauptquartiere der Gestapo im ganzen Reich mit umfangreichen Anweisungen. „Es dürfen nur solche Maßnahmen getroffen werden, die keine Gefährdung deutschen Lebens oder Eigentums mit sich bringen (z. B. Synagogenbrände nur, wenn keine Brandgefahr für die Umgebung ist). Geschäfte und Wohnungen von Juden dürfen nur zerstört, nicht geplündert werden“, lauteten einige der Anordnungen. Weiterhin seien „so viele Juden – insbesondere wohlhabende – festzunehmen, als in den vorhandenen Hafträumen untergebracht werden können. Es sind zunächst nur gesunde, männliche Juden nicht zu hohen Alters festzunehmen. Nach Durchführung der Festnahme ist unverzüglich mit den zuständigen Konzentrationslagern wegen schnellster Unterbringung der Juden in den Lagern Verbindung aufzunehmen.“ Die Spezialeinheiten, die auf ihre Anweisungen gewartet hatten, bestanden aus Männern der SA und der SS, außerdem Mitgliedern der HJ. Über eintausend Synagogen wurden zerstört.

Wieder waren in Schweibersdorf alle um das Radio versammelt und lauschten gebannt. Bauer Henning nickte anerkennend, manche der Jungen jubelten. „Richtig! Gut! Geschieht ihnen recht!“ Berni fragte sich, was in Bremen geschehen war. Die Synagoge befand sich in der Gartenstraße. Sie war nicht besonders groß, und er erinnerte sich nicht, viele Juden gesehen zu haben, zumindest nicht solche mit Kappen und dergleichen, aber er erinnerte sich an einen Jungen namens Goldstein, der in die Klasse über ihm gegangen und mit seiner Familie nach Amerika ausgewandert war. Und warum auch nicht? Amerika war bestimmt kein schlechter Ort zum Leben.

Im Sommer, nach zahlreichen Wettbewerben auf lokaler und regionaler Ebene, schaffte es Bernis Mannschaft zu den nationalen Meisterschaften bei der Jugendolympiade in Berlin, die im Olympiastadion ausgetragen wurde. Als sie ins Stadion einmarschierten, schaute Berni sich fasziniert im weiten Rund um: Er, Berni Trautmann, stand dort, wo Jesse Owens gestanden hatte, und er schlief in den Räumen, in denen Schwartzmann und Konrad Frey geschlafen hatten. In drei Einzeldisziplinen belegte Berni den zweiten Platz: im Weitsprung, beim 60-Meter-Lauf und im Granatenwerfen. Auch seine Mannschaft wurde insgesamt Zweiter, was eine großartige Leistung war. Reichssportminister von Tschammer und Osten überreichte die Medaillen. Für Berni war es der schönste Moment im schönsten Jahr seines Lebens. Als er nach Hause kam, war er ein paar Zentimeter gewachsen, gebräunt, gesund und arrogant. Von nun an wollte er Bernhard genannt werden.

KAPITEL 4

Der Lehrling

Eine totalitäre Diktatur bedeutet: Jeder Aspekt des täglichen Lebens, und sei er noch so geringfügig, wird von der Obrigkeit kontrolliert und überwacht; wer sich widersetzt, wird auf die eine oder andere Weise drangsaliert oder aus dem Verkehr gezogen. In Nazi-Deutschland geschah das ziemlich schnell, meistens über Nacht.

Als Berni, der nun Bernhard genannt wurde, im Dezember 1938 vom Landjahr zurückkehrte, musste er sich Arbeit suchen. Wie alles andere auch, wurden sämtliche Ausbildungsmaßnahmen von den Nazis gesteuert, in diesem Fall durch das Reichsarbeitsamt. Wer nicht Mitglied der HJ war, brauchte sich gar nicht erst zu bewerben. Über sieben Millionen Mitglieder, die entweder freiwillig oder wegen des gewaltigen politischen Drucks beigetreten waren, zählte die HJ inzwischen. Dass es immer noch 600.000 Jugendliche gab, die sich widersetzten, spricht für den Mut der Familien, die an ihren politischen Überzeugungen festhielten und bereit waren, die unvermeidlichen Repressalien in Kauf zu nehmen. Ab 1939 konnte die Mitgliedschaft in der HJ aber auch gegen den Willen der Jugendlichen und ihrer Eltern durch die Polizei erzwungen werden.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Trautmanns Weg»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Trautmanns Weg» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Trautmanns Weg»

Обсуждение, отзывы о книге «Trautmanns Weg» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x