Catrine Clay - Trautmanns Weg

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Bert Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren, trat früh der Hitlerjugend bei und meldete sich als 17-Jähriger freiwillig zum Kriegseinsatz an der Ostfront. Wie konnte er mit dieser Biografie zu einem englischen Fußballidol werden, das bis zu seinem Tod im Juli 2013 auf Manchesters Straßen erkannt und verehrt wurde? Die englische Historikerin Catrine Clay hat diese denkwürdige Karriere in Zusammenarbeit mit Bert Trautmann sorgsam recherchiert. Ihr gelingt ein aufschlussreicher Blick auf eine typische Jugend im Nationalsozialismus, auf hautnahe Kriegserfahrung und persönliche Lernprozesse in englischer Kriegsgefangenschaft. Am Ende steht der Wille zur Versöhnung. Und eine weitere existentielle Erfahrung, die Trautmann zur Fußballlegendewerden lässt: Der seinerzeit vielleicht weltbeste Torhüter erleidet im englischen Pokalfinale einen Genickbruch, spielt aber unter Lebensgefahr weiter und sichert seinem Verein Manchester City den Titel. In den englischen Fußballannalen ist das bis heute unvergessen.

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Goebbels wusste von vornherein, dass Deutschland bei den Olympischen Spielen in Berlin die meisten Medaillen gewinnen würde, 89 gegenüber 56 der USA, darunter auch die Goldmedaille im Handball, das erstmals bei Olympia dabei war. Herausragend waren die Deutschen außerdem in sämtlichen Turndisziplinen sowie bei den Reitwettbewerben, die sie dank ihrer langen militärischen Tradition dominierten. Aber für Goebbels war der Sport nur Mittel zum Zweck. „Der deutsche Sport hat nur eine Aufgabe“, verkündete er, „nämlich den Charakter des deutschen Volkes zu stärken und ihm den Kampfgeist und die standhafte Kameradschaft zu verleihen, die im Kampf um die Existenz des Reiches selbst notwendig ist.“ Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten sah es genauso: „Der Sport ist ein Weg, die Schwachen, die Juden und die anderen Unerwünschten auszumerzen“, sagte er. „Und wenn das Judenblut vom Messer spritzt“, hieß es in einem der Marschlieder der HJ, das sich fröhlich ganz diesem Geist verpflichtete.

Von nun an wurde den Deutschen tagtäglich und bei jeder Gelegenheit in den Zeitungen, den Kinos und im Radio eingetrichtert, dass der Jude ein Parasit sei und verantwortlich für alles Ungemach, welches das Reich zu ertragen habe. Juden, so behaupteten die Nazis, waren es, die als maßgebliche Politiker und Diplomaten den harten und demütigenden Bedingungen des Versailler Vertrages zugestimmt hätten; sie waren es, die für die fürchterliche Weltwirtschaftskrise verantwortlich wären; sie waren es, die zu ungeheuerlichen Zinsen Geld an arme Teufel verliehen; sie waren die Kaufleute, die Bankiers, die Verleger, die Anwälte, die Doktoren und die Universitätsprofessoren, diejenigen, die die besten Berufe ausübten und das meiste Geld besäßen – aber damit würde es bald vorbei sein. Zur Zeit der Olympischen Spiele im August 1936 war es bereits an der Tagesordnung, dass jüdische Geschäfte und Betriebe mit dem Davidsstern beschmiert wurden und Schilder warnten: „Deutsche, kauft nicht beim Juden!“ Während der zwei Wochen der Spiele verschwanden die Schilder, aber als die Spiele vorbei und die Ausländer wieder abgereist waren, tauchten sie sofort wieder auf.

Natürlich wurden die Errungenschaften des Reichs bei jeder Gelegenheit hervorgehoben, vor allem die Tatsache, dass die Arbeitslosenzahl von fünf Millionen im Jahr 1933 inzwischen auf nur noch zwei Millionen gesunken war. Die Weltwirtschaftskrise war überwunden, und Hitlers Regierung nahm hohe Kredite auf, um das Heer der bisher Arbeitslosen für sein wichtigstes industrielles Projekt zu mobilisieren: die Wiederbewaffnung. Bereits 1935 hatten die Nazis unter Missachtung des Versailler Vertrages das „Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht“ erlassen, um die bisherige Reichswehr abzulösen, die laut Vertrag lediglich 100.000 Mann und nur leichte Waffen umfassen durfte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs sollte die Wehrmacht nun auf drei Millionen Soldaten aufgestockt werden. Neben dem Heer gab es die Kriegsmarine, die ihren Zweck schon im Namen trug, und die von Feldmarschall Hermann Göring befehligte Luftwaffe. 1936 besetzten deutsche Truppen das Rheinland, das nach dem Versailler Friedensvertrag eine entmilitarisierte Zone bilden sollte, um Deutschland von Angriffen auf Frankreich abzuhalten.

Abgesehen von den Millionen für die Wehrmacht rekrutierten Männern, wurden zahllose Arbeitslose eingesetzt, um neue Militärflughäfen, Kasernen und Flottenstützpunkte zu errichten, in den Munitionsfabriken zu schuften und die Autobahnen zu bauen. Die Plackerei beim Autobahnbau bedeutete einen Zehn-Stunden-Tag, bei höchstens zehn Urlaubstagen im Jahr für 16 Reichsmark die Woche, wovon 15 Pfennige am Tag für die Strohmatten fällig wurden, auf denen die Arbeiter in Holzbaracken schliefen, sowie weitere 35 Pfennige für eine fast ungenießbare Mahlzeit. Nach Abzug von Steuern und anderen Beiträgen konnten die Arbeiter von Glück reden, wenn sie zwölf Reichsmark mit nach Hause nahmen, was weniger als dem halben Durchschnittseinkommen entsprach. Kaum verwunderlich, dass die meisten bald genug vom Autobahnbau hatten, aber viele Arbeiter waren zwangsverpflichtet worden und konnten nicht so einfach kündigen. Die Wiederbewaffnung des Deutschen Reiches fand vor den Augen der Weltöffentlichkeit statt. Doch die Westmächte Frankreich, England und die USA ließen es geschehen, und das war weder der erste noch der letzte fatale Fehler ihrer Appeasement-Politik.

Berni war inzwischen 13 Jahre alt. Ab welchem Alter ist man für sein eigenes Denken und Handeln selbst verantwortlich und kann zur Rechenschaft gezogen werden? Schon seit 1933 hatte es in Bremen, so wie in jeder anderen deutschen Stadt, gezielte Terroraktionen der Gestapo und der SS gegeben. Plötzlich und unangekündigt tauchten Lastwagen in der Wischhusenstraße auf, Uniformierte sprangen heraus, feuerten in die Luft und schrien: „Rein! Alle rein! Schließen Sie die Fensterläden!“ Die Leute rannten panisch umher, sammelten ihre Kinder ein, liefen in ihre Wohnungen und schlossen Fenster und Türen. Solange diese Ausgangssperre galt, wagte niemand, auch nur aus dem Fenster zu schauen. Auch die Schule blieb geschlossen. Unter den Männern waren stets auch einige ältere Hitlerjungen, und während die Leute in ihren Häusern hockten, wurden Nachbarn aus ihren Wohnungen gezerrt und gewaltsam auf die Lastwagen verfrachtet. Im Bremer Hafen arbeiteten viele Kommunisten und Sozialdemokraten, also gab es, zumindest in den ersten Jahren, ziemlich viele solcher Aktionen. Erst wenn Lastwagen verschwunden waren, trauten sich die eingeschüchterten Anwohner wieder auf die Straße. Sie wagten kaum, miteinander zu sprechen, weil niemand wusste, wer diejenigen, die abtransportiert worden waren, denunziert hatte.

Viele Male verließ Berni die Wohnung und sah Blutlachen auf der Straße. Das war nun ein Teil seines alltäglichen Lebens, ebenso wie die Kundgebungen und die Aufmärsche. Aber was hätte er dagegen schon ausrichten können? Oder gegen das Verschwinden seiner jüdischen Mitschüler, die nach dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze 1935, vor allem dem „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“, nach und nach von den staatlichen Schulen ausgeschlossen wurden? Wie für die meisten Menschen im Reich war auch für Berni die Antwort: nichts. Man lebte weiter sein Leben, und für Berni bedeutete das in erster Linie Sport.

Kaum eine Woche verging, in der nicht irgendein Sportturnier anstand: Leichtathletik, Völkerball, Handball oder Fußball. Egal ob lokale, regionale oder nationale Wettbewerbe, sämtliche Veranstaltungen wurden vom Reichsministerium für Sport organisiert und auf lokaler Ebene von den Nazis aus der Hitlerjugend begleitet. Lediglich der Fußball konnte sich anfangs noch ein wenig der staatlichen Einmischung entziehen. Bei seiner TuRa-Mannschaft spielte Berni Mittelläufer, manchmal auch linker Läufer, und fiel nicht nur durch sein Talent, sondern ebenso durch seine unbändige Angriffslust und seinen unbedingten Siegeswillen auf. Seine Eltern hätten diese Wesenszüge vielleicht dämpfen können, doch er gefiel sich darin, genau die Charaktereigenschaften zur Schau zu stellen, die von der HJ so sehr gepriesen wurden.

Berni glänzte bei fast jedem Auftritt und gewann zahllose Wettbewerbe. Wenn er nicht selbst Fußball spielte, war er ein begeisterter Zuschauer. Sonntags schlang er nach dem morgendlichen Training sein Mittagessen hinunter, bevor er sich mit seinen Kameraden auf den Weg zum Stadion von Werder Bremen jenseits der Innenstadt machte. Jeder von ihnen hatte zehn Pfennige für die Straßenbahn und zehn weitere für den Eintritt dabei. Manchmal nahmen sie die Bahn, meistens aber liefen sie die 40 Minuten zum Stadion und nach dem Spiel die 40 Minuten wieder zurück. Am Stadion angekommen, überlegten sie sich, ob sie den Eintritt bezahlen oder lieber versuchen sollten, unter dem Zaun hindurchzukriechen. Sie kannten sämtliche Lücken, aber so einfach war es nicht, denn mit den Sicherheitskräften war nicht gut Kirschen essen. Trotzdem kamen sie meistens irgendwie hinein und gaben das Geld lieber für Eis aus, ein Luxus, den sie sich sonst nicht erlauben konnten. Außerdem betrieb Bernis Onkel Karli in der Nähe des Stadions eine Gaststätte. Onkel Karli war ein nachsichtiger Mann, der immer herzlich lachen musste, wenn er die ganze Bande nach den Spielen auf der Straße herumlungern sah. „Kommt rein“, winkte er sie heran und spendierte ihnen etwas zu trinken und dazu manchmal ein belegtes Brot.

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