Catrine Clay - Trautmanns Weg

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Bert Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren, trat früh der Hitlerjugend bei und meldete sich als 17-Jähriger freiwillig zum Kriegseinsatz an der Ostfront. Wie konnte er mit dieser Biografie zu einem englischen Fußballidol werden, das bis zu seinem Tod im Juli 2013 auf Manchesters Straßen erkannt und verehrt wurde? Die englische Historikerin Catrine Clay hat diese denkwürdige Karriere in Zusammenarbeit mit Bert Trautmann sorgsam recherchiert. Ihr gelingt ein aufschlussreicher Blick auf eine typische Jugend im Nationalsozialismus, auf hautnahe Kriegserfahrung und persönliche Lernprozesse in englischer Kriegsgefangenschaft. Am Ende steht der Wille zur Versöhnung. Und eine weitere existentielle Erfahrung, die Trautmann zur Fußballlegendewerden lässt: Der seinerzeit vielleicht weltbeste Torhüter erleidet im englischen Pokalfinale einen Genickbruch, spielt aber unter Lebensgefahr weiter und sichert seinem Verein Manchester City den Titel. In den englischen Fußballannalen ist das bis heute unvergessen.

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Berni fand, dass sein Leben immer besser wurde. 1937, mit 14 Jahren, verließ er die Schule, außerdem wechselte er zur eigentlichen Hitlerjugend. Inzwischen wurde dies von den Jugendlichen ohnehin erwartet. Im „Gesetz über die Hitler-Jugend“ hieß es: „Die gesamte deutsche Jugend innerhalb des Reichsgebietes ist in der Hitlerjugend zusammengefasst.“ Und weiter: „Die gesamte deutsche Jugend ist außer in Elternhaus und Schule in der Hitlerjugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Nationalsozialismus zum Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft zu erziehen.“ Neue Mitglieder wurden meist am 20. April, Hitlers Geburtstag, eingeführt.

In diesem Jahr 1937 passierte etwas, das Bernis Schicksal stark beeinflussen sollte: Er wurde als einer vor nur 60 Jungen aus der Region Bremen ausgewählt, um ein Jahr fernab von zu Hause auf dem Land zu verbringen, als Teil einer nationalen Maßnahme der Hitlerjugend namens „Landjahr“. Sein außergewöhnliches sportliches Talent, gepaart mit seinem arischen Aussehen, hatte ihm diese Ehre beschert. Die Jungen lebten ein Jahr lang auf einem Schloss in Schlesien nahe der deutsch-tschechischen Grenze, um auf einem Bauernhof zu arbeiten.

Auch dies gehörte zu den Plänen der Nazis, neuen Lebensraum für das deutsche Volk zu erobern und in den Territorien, die die Deutschen im Ersten Weltkrieg eingebüßt hatten, die dort lebende deutsche Minderheit für ihre Sache zu gewinnen. Hitler hatte bereits 1923 in „Mein Kampf“ darüber geschrieben. Nun war er bereit, seine Pläne in die Tat umzusetzen. Das Reich brauche Lebensraum als „Rohstoff- und Ernährungsbasis“, verkündete er bei einem geheimen Treffen in der Reichskanzlei am 5. November 1937 und offenbarte führenden Köpfen des Nazi-Regimes seine Kriegspläne. Reichswehrminister Werner von Blomberg war ebenso wenig überzeugt davon wie Außenminister Konstantin von Neurath und der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch. Binnen weniger Monate waren sie, ebenso wie 16 weitere Generäle, die nicht den gewünschten Eifer an den Tag legten, ihrer Ämter enthoben. „Sie sollten Krieg, Krieg, Krieg wollen“, forderte Hitler.

Berni hatte unterdessen seine Einladung erhalten, lief freudig nach Hause und wedelte aufgeregt mit dem Formular, das von beiden Eltern und ihm selbst unterschrieben werden musste. Sein Vater war noch nicht daheim; seine Mutter las sich das Schreiben sorgfältig durch, dann setzte sie sich an den Küchentisch und kämpfte mit den Tränen.

„Was ist denn los?“

Sie schüttelte nur den Kopf.

„Freust du dich nicht? Nur 60 von uns wurden ausgewählt. Das ist eine große Ehre, Mutti.“

„Du bist erst 14.“

„Fast 15.“

„Kommst du in den Ferien heim?“

„Nein“, antwortete er bockig.

Also warteten sie auf den Vater. Frieda Trautmann stand am Herd, blickte aber die ganze Zeit aus dem Küchenfenster und hielt Ausschau nach seinem Fahrrad, während Berni mit Helga am Tisch saß und ihr beim Malen zusah. Schließlich kam der Vater nach Hause. Sie hörten ihn die Treppe heraufsteigen, dann zog er sich in der Diele den Lederwams aus und setzte sich auf die Bank, um die Hausschuhe anzuziehen. Er sah müde aus, als er in die Küche kam.

„Was ist los?“ Er schaute von Berni zu seiner Frau und dann wieder zu Berni. Vater Trautmann las sich, langsam und schweigend, das Formular durch, dann bat er Berni, ihm Tinte und Federhalter zu holen, und unterschrieb, ohne ein Wort zu sagen, bevor er den Federhalter an seine Frau weitergab.

„Wir können nichts dagegen tun“, sagte er, stand auf und gab Berni einen Klaps auf den Rücken. „Gut gemacht, mein Junge“, fügte er hinzu, dann stellte er das Radio an, um die Abendnachrichten zu hören.

Typisch Vati, dachte Berni – es interessiert ihn eigentlich gar nicht. Die Unterschrift war eine reine Formalität, das wusste seine Mutter. Sie hatte keine Wahl, aber sie spürte, dass sie Berni nun verlieren würde, ihren Sohn, ihre Freude, das Licht ihres Lebens.

Schon zwei Wochen später war er fort. Die Eltern, Karl Heinz und Helga begleiteten ihn, im besten Sonntagsstaat, in der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, um ihn zu verabschieden. Als Berni aus dem Zugfenster zum Abschied winkte, sah er seine Mutter auf dem Bahnsteig weinen, während sein Vater unbeholfen versuchte, sie zu trösten. Der Junge aber verspürte nichts als Euphorie und Vorfreude.

Das Schloss hieß Schweibersdorf und lag direkt an der Grenze zur Tschechoslowakei. Die Nächte verbrachten die Jungen in Schlafsälen, der Tagesablauf war nahezu militärisch organisiert. Um 5.30 Uhr wurde geweckt und die Fahne gehisst, danach mussten die Jungen abwechselnd Wachdienst schieben, von sechs bis zwei und von zwei bis zehn Uhr abends. Es gab Inspektionen und Drill, und jeden Morgen nach dem Appell auf einem behelfsmäßigen Exerzierplatz marschierten die Jungen in Kolonne zur Arbeit auf einem Bauernhof im nächstgelegenen Dorf. Den Rudelführern, zu denen auch Berni gehörte, gelang es allerdings bald, ein Pferd mit Karren für sich zu organisieren. Auf den Feldern wurden hauptsächlich Kartoffeln und Weizen angebaut, und die Jungs halfen überall mit: Sie bedienten den von Pferden gezogenen Holzpflug, ernteten Kartoffeln, misteten den Schweinestall aus und melkten Kühe. Außerdem mussten sie Putz- und Küchendienst leisten, eine schmutzige Angelegenheit, die alle hassten. An jedem Samstagmorgen gab es Unterricht, in dem sie einer der Jugendführer in Nazi-Ideologie, Rassenkunde sowie deutscher Mythologie und Geschichte unterwies, die üblichen Themen also, denen kaum jemand große Beachtung schenkte. Inzwischen gab es über 78.000 HJ-Führer, die in der Reichsführerschule in Potsdam und Hunderten weiteren kleineren Schulungsstätten im ganzen Reich ausgebildet wurden. Die meisten von ihnen wurden aus der HJ selbst rekrutiert. Das waren diejenigen, die sich in der Organisation hervorgetan hatten, die harten Burschen, die Platzhirsche. Es waren diejenigen, die später auch bei der SS Karriere machen würden.

Außer für ideologische Schulung waren die HJ-Führer auch für Disziplin, militärisches Training und Unterhaltung zuständig. Einer der Salons auf Schloss Schweibersdorf war zu einem kleinen Theater umfunktioniert worden, wo die Einheimischen eingeladen waren, einen Abend lang den Lehren der Nazipartei zu lauschen oder den Jungen der HJ zuzuhören, die statt der Arbeitskleidung nun wieder ihre schicken Uniformen trugen und alte deutsche Volkslieder oder Nazi-Märsche zum Besten gaben.

Der Bauer, der für die Hilfe auf seinem Hof nur mit politischer Zuverlässigkeit bezahlte, hieß Henning. Schon nach zwei Monaten verlor er allerdings fast die Hälfte seiner jugendlichen Arbeitskräfte. Die besten Sportler der Gruppe, zu denen natürlich auch Berni zählte, wurden in Mannschaften eingeteilt und reisten in den folgenden Monaten durch die östlichen Regionen des Reichs, die an Polen, die Tschechoslowakei und Österreich grenzten. Dort traten sie zunächst auf lokaler und später auf regionaler Eben gegen andere von der HJ geförderte Mannschaften an. Bernis Mannschaft vertrat sowohl Bremen als auch Niederschlesien. Für Berni ging es einzig und allein um den Sport und es war die schönste Zeit seines bisherigen Lebens. Sie fuhren mit dem Bus umher und schauten über die Grenzbefestigungen hinüber zu den Ländern, die, wie sie in den Vorträgen gelernt hatten, schon bald Teile des Großdeutschen Reichs sein würden.

Und sie mussten nicht lange warten. Am 13. März 1938 sollten die Österreicher darüber abstimmen, ob ihr Land unabhängig bleiben oder sich Deutschland anschließen würde. Hitler hatte indes nicht vor, die Entscheidung abzuwarten, denn er befürchtete, dass die Mehrheit für die Unabhängigkeit votieren könnte. In der Nacht auf den 12. März wurden deutsche Truppen an der Grenze zusammengezogen und marschierten am Morgen im Triumphzug und unter dem Jubel großer Teile der Bevölkerung in Österreich ein. Goebbels hatte den „Anschluss“, wie die Nazis die Besetzung nannten, gewohnt clever inszeniert. „Ich glaube, dass es auch Gottes Wille war, von hier einen Knaben in das Reich zu schicken, ihn groß werden zu lassen, ihn zum Führer der Nation zu erheben, um es ihm zu ermöglichen, seine Heimat ins Reich zu überführen“, verkündete der gebürtige Österreicher Adolf Hitler in einer Radioansprache an das jetzt Großdeutsche Reich, die in jeder Schule, jedem Büro, jeder Fabrik, jedem HJ-Zeltlager und in jeder anderen öffentlichen Institution gehört wurde. Und nicht zum ersten Mal behauptete Hitler, er sei nichts weiter als ein „Werkzeug der Vorsehung“, ganz so, als habe er, ein einfacher Sterblicher, mit alledem nichts zu tun.

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