Leslie Feinberg - Stone Butch Blues

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Stone Butch Blues: краткое содержание, описание и аннотация

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Buffalo, N.Y. – eine Industriestadt in den sechziger Jahren. Hier verbringt Jess Goldberg ihre Kindheit und Jugend. Jess ist ein Mädchen, doch sie sieht aus wie ein Junge. Mit 15 hält sie es daheim nicht mehr aus. Sie haut ab. Sie sucht sich einen Job. Die Bar Abba's bietet Jess eine Heimat – eine bunte Gemeinschaft von Butches und Femmes, von Huren und Drag Queens, von Schwarzen und Weißen. Eine Gemeinschaft, die nicht ungefährlich lebt. In den brutalen Razzien der Polizei erreicht der gesellschaftliche Hass auf alle, die anders sind, seinen Höhepunkt. Überleben erfordert stete Wachsamkeit, Stärke und Mut. Rückhalt findet Jess in ihrer Community. Und bei ihrer großen Liebe: Theresa.
Kultbuch und Klassiker – Der Stonewall-Roman!
Ein großartiger Roman, der bewegt und berührt und lesbisch-queere Geschichte lebendig werden lässt.

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Wenn die Fanatiker kamen, war eine Prügelei angesagt, und wir machten alle mit. Wir kämpften hart – Femmes und Butches, Frauen und Männer gemeinsam.

Setzte die Musik aus und die Bullen standen in der Tür, stöpselte jemand die Jukebox wieder ein, und wir tauschten Tanzpartnerinnen. Wir in Schlips und Kragen taten uns mit den Drag Queens in ihren Kleidern und hochhackigen Pumps zusammen. Heute können wir uns kaum noch vorstellen, daß es damals illegal war, wenn Frauen mit Frauen oder Männer mit Männern tanzten. Wenn die Musik endete, verbeugten wir Butches uns, unsere Partnerinnen knicksten, und wir kehrten zu unseren Plätzen zurück, zu unseren Liebsten und unseren Drinks, und warteten darauf, daß das Schicksal seinen Lauf nahm.

Dabei muß ich wieder an Deine Hand auf meinem Gürtel unter meinem Jackett denken. Da lag sie die ganze Zeit, während die Bullen da waren. „Ganz ruhig, Baby. Bleib bei mir, Schatz, bleib cool“, hast Du mir dann ins Ohr gesungen wie ein Liebeslied für Kriegerinnen, die sich genau überlegen müssen, wann sie in den Kampf ziehen, wenn sie überleben wollen.

Weißt Du noch, der Abend, an dem Du zu Hause bei mir geblieben bist, weil ich krank war? Das war der Abend, an dem die Bullen sich die härteste Butch aussuchten, um sie mit ihren Demütigungen zu vernichten, eine Frau, von der alle sagten, daß sie „im Regenmantel duschte“. Wir erfuhren, daß sie sie vor allen Leuten in der Bar nackt ausgezogen und sie ausgelacht haben, als sie ihre Blöße bedecken wollte. Sie sei später verrückt geworden, hieß es. Dann hat sie sich aufgehängt.

Was hätte ich wohl getan, wenn ich in jener Nacht dort gewesen wäre?

Ich muß an die Razzien in den Bars in Kanada denken. Wenn die Samstagabend-Butches in die Transporter verfrachtet wurden, kicherten sie albern, versuchten, ihr Haar zu richten und Klamotten zu tauschen, damit sie zu den Femmes in den Bau kamen – sie sagten, das wäre „wie im siebten Himmel“. Laut Gesetz mußten wir mindestens drei Teile Frauenkleidung tragen.

Wir haben nie die Kleidung getauscht. Auch die Drag Queens nicht. Genau wie Du wußten wir, was uns bevorstand. Wir brauchten unsere aufgekrempelten Hemdsärmel und unser mit Pomade zurückgekämmtes Haar, um das, was kam, zu überleben. Die Hände hatten sie uns auf den Rücken gefesselt. Du hattest die Handschellen vor dem Körper. Du hast mir die Krawatte gelockert, den Kragen aufgeknöpft und mein Gesicht berührt. Ich sah den Schmerz und die Angst um mich in Deinem Gesicht, und ich flüsterte, es würde alles gut werden. Wir wußten, daß das nicht stimmte.

Ich habe Dir nie erzählt, was sie uns dort angetan haben – Drag Queens und Butches in einer Zelle –, aber Du wußtest es ohnehin. Sie schleiften unsere Brüder einen nach dem anderen aus der Zelle, ohrfeigten und schlugen sie, schlossen die Zellentüren schnell hinter sich zu, für den Fall, daß wir uns nicht mehr beherrschen konnten und versuchen würden, sie aufzuhalten – als ob wir das gekonnt hätten. Sie fesselten einem Bruder die Hände an die Fußgelenke oder ketteten ihn mit dem Gesicht an die Gitterstäbe, und wir mußten es mitansehen. Manchmal fingen wir den Blick des gefolterten Opfers auf und gaben ihm sanft zu verstehen: „Ich bin bei dir, Schätzchen, sieh mich an, ist schon gut, wir bringen dich nach Hause.“

Wir weinten nie vor den Bullen. Wir wußten, daß wir die nächsten sein würden.

Ob ich überlebt habe? Hab ich wohl. Aber nur, weil ich wußte, daß ich vielleicht wieder zu Dir nach Hause kommen würde.

Montags ließen sie uns dann wieder raus, eine nach dem anderen. Ohne Anklage zu erheben. Zu spät, um sich auf der Arbeit krank zu melden. Ohne Geld mußten wir trampen, die Grenze zu Fuß überqueren, in verknitterten Klamotten, blutverschmiert, uns nach einer Dusche sehnend, verletzt und verängstigt.

Ich wußte, Du würdest da sein, wenn ich es nur bis nach Hause schaffte. Du hast mir ein duftendes Schaumbad eingelassen. Mir eine frische weiße Unterhose und ein T-Shirt rausgelegt und mich allein gelassen, damit ich die erste Schicht Scham abwaschen konnte.

Es war jedesmal dasselbe. Ich zog die Unterhose an und konnte mir gerade noch das T-Shirt überstreifen, als Du auch schon einen Grund fandst, ins Badezimmer zu kommen, um etwas zu holen oder wegzuräumen. Mit einem Blick hast Du Dir die Wunden an meinem Körper wie eine Straßenkarte eingeprägt – die Schnitte, die Blutergüsse, die Verbrennungen von Zigaretten.

Später im Bett hast Du mich gehalten, mich überall gestreichelt, die zartesten Berührungen für die Stellen reserviert, wo ich verletzt war; Du kanntest jeden einzelnen schmerzenden Fleck in- und auswendig. Du hast mich zuerst nur sanft gestreichelt, weil Du wußtest, daß ich noch zu fertig war, um mich sexy zu fühlen. Aber langsam und vorsichtig hast Du mir meinen Stolz wiedergegeben, indem Du mir zeigtest, wie sehr Du mich begehrtest. Du wußtest, daß Du Wochen brauchen würdest, das Eis wieder zum Schmelzen zu bringen, den Stein zu erweichen.

Ich habe in letzter Zeit Geschichten von Frauen gelesen, die auf ihre Stone Butches so wütend sind, daß sie sich sogar über die Leidenschaft lustig machen, die sie zeigen, wenn sie endlich vertrauen und sich berühren lassen können. Und ich frage mich, ob es Dir damals weh getan hat, wenn ich mich nicht von Dir berühren lassen konnte? Ich hoffe nicht. Du hast es zumindest nie gezeigt. Ich glaube, Du wußtest, daß nicht Du es warst, vor der ich mich verschloß. Du hast mein Stone-Ich wie eine Wunde behandelt, die geheilt werden mußte. Danke. Das hat nach Dir nie wieder eine getan. Wenn Du heute abend hier wärst … na ja, ein Wunschtraum, oder?

Das alles habe ich Dir nie gesagt.

Ich erinnere mich daran, wie ich einmal allein aufgegriffen wurde, auf fremdem Terrain. Du zuckst wahrscheinlich jetzt schon zusammen, aber ich muß Dir das erzählen. Es war der Abend, an dem wir neunzig Meilen gefahren sind, um in einer Bar Freundinnen zu treffen, die sich dann nie haben blicken lassen. Als die Polizei den Club stürmte, waren wir „allein“, und der Bulle mit seinen goldenen Streifen an der Uniform kam direkt auf mich zu und befahl mir aufzustehen. Kein Wunder, ich war an dem Abend die einzige Butch dort.

Er begrapschte mich überall, lüpfte den Bund meiner Unterhose und forderte seine Männer auf, mir Handschellen anzulegen – ich trug keine drei Teile Damenbekleidung. Ich wollte gleich losschlagen, weil ich wußte, daß diese Chance im nächsten Moment vertan sein würde. Ich wußte aber auch, daß alle in dieser Bar Prügel bekommen würden, wenn ich mich verteidigte, also blieb ich einfach stehen. Sie hatten Dir die Arme auf den Rücken gefesselt. Ein Bulle hatte Dich im Schwitzkasten. Ich weiß noch, wie Du mich angesehen hast. Es tut mir heute noch weh.

Sie fesselten mir die Arme so fest auf den Rücken, daß ich fast aufgeschrien hätte. Dann zog dieser Bulle ganz langsam seinen Reißverschluß auf, grinste schleimig und befahl mir, mich hinzuknien. Erst dachte ich: Ich kann nicht! Dann sagte ich laut zu mir selbst, zu Dir und zu ihm: „Ich will nicht!“ Ich habe Dir das nie gesagt, aber in diesem Augenblick hat sich etwas in mir verändert. Ich erkannte den Unterschied zwischen dem, was ich nicht tun kann, und dem, was ich nicht tun will.

Für diese Lehre mußte ich bezahlen. Die Einzelheiten muß ich Dir nicht erzählen.

Als ich am nächsten Morgen aus dem Knast kam, warst Du da. Du hast mich auf Kaution rausgeholt. Keine Anzeige, sie haben nur Dein Geld behalten. Du hattest die ganze Nacht auf der Wache gewartet. Nur ich weiß, wie schwer es für Dich gewesen sein muß, ihren anzüglichen Blicken, ihren Provokationen, ihren Drohungen standzuhalten. Ich wußte, daß Du Dich bemüht hast, etwas aus dem Zellentrakt zu hören, und bei jedem Geräusch zusammengezuckt bist. Du hast gebetet, mich nicht schreien hören zu müssen. Ich habe nicht geschrien.

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