James Bruce - Reisen zur Entdeckung des Nils

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Bei den Römern war die Frage nach den Quellen des Nils – «caput Nili quaerere» – sprichwörtlich ein unmöglich zu bewältigendes Unterfangen. Ein Mann, der von der tatsächlichen Lösung des Problems umgetrieben wurde, war der schottische Adelige, Exzentriker und Privatgelehrte James Bruce. Vom Roten Meer bis nach Äthiopien, vorbei an den politischen Wirren und Kriegsgebieten Afrikas und den Herrschaftsbereichen raffgieriger Regenten führte Bruce seine Expedition am 4. November 1770 erfolgreich zu den Quellen des Blauen Nils. Heute sorgt die Diskussion um die «wahre» Erstentdeckung der Nilquellen in der Forschung für Uneinigkeit, denn bis ins 17. Jahrhundert hinein werden potentielle Vorläufer angegeben. Dennoch war James Bruce der Erste, der bei seinem Erkundungsvorhaben systematisch mit den Mitteln der modernen Wissenschaft vorging und so die Epoche der europäischen Erforschung Afrikas wesentlich mitbegründete.

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Aber Achmet, der Neffe des Naybe, wandte dagegen ein, dass es eine Torheit wäre, zu glauben, ein Mann wie ich hätte keinerlei Schutz. Ich möge aber nun welchen haben oder nicht, mein Rang müsse mich doch an jedem Ort, wo nur irgendeine Regierung sei, schützen, sogar unter Mördern und Dieben, die sich in den Wäldern und Bergen aufhielten. Es sei schon genug Blut von Fremden des Plünderns wegen vergossen worden, und er glaube, Fluch und Armut seien die Folge davon gewesen. Diejenigen, die das Kanonieren der Schiffe gehört hätten, könnten unmöglich wissen, ob ich Geleitbriefe nach Abessinien hätte oder nicht. Es wäre besser, zu erwägen, ob ich nicht bei den Kapitänen, welche die Kanonen abgefeuert hätten, in hohem Ansehen stünde, weil die Hälfte der mir zu Ehren abgefeuerten Schüsse ausreichte, sie alle zugrunde zu richten und Arkeeko und Massaua so zu verwüsten, wie Michael Suhul es angedroht habe. Eine solche Rache würde die nächstes Jahr nach Jidda kommenden Schiffe nur einen Umweg von einem Tag kosten, und weil ein reichlicher Wasservorrat südwestlich der Bai sei, könnte diese Zerstörung an einem Nachmittag geschehen und alle Jahre ohne Schwierigkeiten, Gefahren und Kosten während der Zeit, da die Schiffe Wasser einnähmen, wiederholt werden.

Achmet erklärte also, sein Entschluss gehe dahin, dass man mich mit Achtung aufnehmen und teils aus meinen Briefen, teils aus der Unterredung mit mir erst ersehen solle, was für eine Art von Mann ich sei und mit welcher Absicht ich käme: Wenn ich ein Kaufmann und kein Priester oder Franke 12wäre, die nur kämen, um die Ruhe im Land zu stören, so wolle er nicht zulassen, dass mir eine persönliche Beleidigung widerfahre, wäre ich aber wirklich ein Priester oder einer von den Franken, so möchten sie mich zur Hölle schicken, wenn sie es für gut befänden, und er wolle dann nichts damit zu tun haben.

Ehe mein Schiff ankam, waren diese Entschlüsse bereits gefasst, und wenn ich auch mutmaßte, dass das Wehen der Flaggen und der Salut mit Kanonenschüssen beim Abschied mich in diese Gefahr brachten, so kann man doch vielleicht mit größerem Grund annehmen, dass die gütige Vorsehung sich dieses Mittels bediente, um mein Leben aus dieser Mördergrube für Fremde zu retten.

Achmets Vater war früher Naybe gewesen, und nach dem gewöhnlichen Verlauf der Regierung musste die Souveränität nach dem Tod des jetzigen Inhabers auf ihn zurückfallen, umso mehr, als die Söhne des regierenden Naybe alle von den Blattern hingerafft worden waren und Achmet zweifellos als sein Sohn und Nachfolger angesehen werden musste. Dazu kam, dass dem Naybe eine Seite durch einen Schlag gelähmt war, was ihn sehr an seiner Tätigkeit, außer im Tun von Bösem, hinderte. Wenn es darauf ankam, konnte ich nicht die geringste Schwäche an ihm bemerken. Dies alles verschaffte Achmet den größten Einfluss. Es wurde also beschlossen, dass mein Schicksal in seine Hände gelegt werden sollte. Die anderen sollten nur Zuschauer sein.

Wir langten am 19. September 1769 in Massaua an, waren der See sehr überdrüssig und sehnten uns an Land. Weil es jedoch Abend war, hielt ich es für ratsamer, an Bord zu schlafen, um den ganzen Tag, weil der erste nach der Ankunft immer der geschäftigste ist, vor uns zu haben. Die Nacht über wollten wir von unseren Freunden einige Nachrichten einholen, weil sie es vielleicht nicht wagten, uns bei Tag zu besuchen, zumindest nicht, ehe man gehört hatte, wozu sich der Naybe unseretwegen entschlossen hatte.

Mahomet Gibberti, ein Mann, der ganz auf unserer Seite stand und der nicht nur wusste, welchen Verdacht wir gegen den Naybe hegten, sondern auch, wie wir uns ihm gegenüber zu verhalten gedachten, ging des Abends an Land. Weil er selbst ein Abessinier war und folglich Verbindungen in Massaua hatte, schickte er noch in derselben Nacht einen Boten nach Adowa, der Hauptstadt von Tigre, ab, welcher die Briefe mitnahm, die von äußerster Wichtigkeit für mich waren. Er sollte unseren Freund Janni, einem Griechen und zuverlässigen Diener des Statthalters Michael von Tigre, Nachricht von unserer Ankunft geben. Ferner schickte er auch die Briefe von Metical Aga an Ras Michael und einen Brief in griechischer Sprache an Janni, worin wir ihm von unserer Angst vor dem Naybe berichteten und ihn baten, so schnell wie möglich einen zuverlässigen Mann zu schicken, der uns schützen oder wenigstens ein Augenzeuge von dem, was uns widerfahren würde, sein könnte. Wir ersuchten ihn außerdem, den Hof von Abessinien zu benachrichtigen und dort zu melden, dass wir Briefe an den König und Ras Michael bei uns hätten.

Mahomet Gibberti erledigte diesen Auftrag mit der Aufrichtigkeit eines ehrlichen Mannes, der den Befehlen seines Herrn folgt und sonst von niemandem abhängig ist. Er wandte sich an Mahomet Adulai, den sowohl Ras Michael als auch der Metical Aga als Spion bei dem Naybe sitzen hatten, und dieser hatte immer treue und zuverlässige Boten bei der Hand.

Der Kurier, welcher selbst einen Freund und Korrespondenten unter den Shiho hatte, reiste auf den besten und ihm wohlbekannten Wegen, dabei sicherheitshalber auch noch von Gefährten begleitet, bis er nach fünf Tagen beim Zollhaus in Adowa ankam und dort die Briefe an unseren Freund Janni ablieferte.

Janni, der sich damals in Tigre aufhielt, war ein Mann von ausgezeichnetem Lebenswandel und moralischem Charakter. Er hatte zwei Königen von Abessinien zur großen Zufriedenheit gedient und Michael unterstellte ihm die Aufsicht über die Einkünfte des Zollhauses von Adowa, während er selbst in Gondar seinen Geschäften nachging.

Mahomet Gibberti begab sich noch in derselben Nacht, als Mahomet Adulai den Boten abgeschickt hatte, nach Arkeeko zu Achmet. Er konnte ihn bei einer nächtlichen Unterredung auf eine sehr geschickte Art in allen den Meinungen, die er in der Ratsversammlung gegen den Naybe geäußert hatte, bestärken. Er erzählte ihm, wie ich in Jidda empfangen wurde, von dem Schutz, den ich von Konstantinopel hätte, von meinem vom türkischen Kaiser mitgebrachten Firman, von der Macht meiner Landsleute auf dem Roten Meer und in Indien und von meiner persönlichen Freundschaft mit dem Metical Aga. Er erklärte ihm ferner, in welcher Gefahr sich die Küsten des Roten Meeres befänden, wenn mir ein Leid widerführe, da sowohl der Scherif von Mokka als auch der türkische Kaiser dann an dem Ort, wo man sich gegen ihre Anordnungen so ungehorsam zeigte, eine völlige Anarchie vermuten würden. Wenn sie sich auch vielleicht nicht selbst einmengten, wäre doch eine Züchtigung durch die beleidigten Engländer unvermeidlich.

Am 20. kam jemand von Mahomet Gibberti, um mich an Land zu bringen. Der Naybe selbst war noch immer in Arkeeko und Achmet kam herab, um die Abgaben von den Waren des Schiffes, welches mich hergebracht hatte, in Empfang zu nehmen. Mitten auf dem Markt waren zwei Lehnstühle hingestellt worden. Auf den einen setzte sich Achmet, und die Zollbeamten öffneten die Ballen und Pakete vor ihm; der andere Lehnstuhl linker Hand blieb leer.

Achmet war ganz in Weiß in ein langes Kleid aus Nesseltuch gekleidet und hatte einen Rock eng um den Leib, der bis auf die Schenkel herabging, wie die kleinen weißen Fracks und Unterröcke der Kinder in England. Diese Art der Kleidung passte keineswegs zu seinem Körperbau, es schien aber, als glaubte er, in Staatskleidern zu sein. Sobald ich ihn zu Gesicht bekam, verdoppelte ich die Geschwindigkeit meiner Schritte. Gibbertis Diener flüsterte mir ins Ohr, ihm nicht die Hand zu küssen, wie es meine Absicht war. Achmet stand auf, als ich noch eine Armeslänge von ihm entfernt war, und als wir uns die Hände gaben, berührten wir die Lippen mit unseren Fingern und legten die Hände kreuzweise auf die Brust. Ich sagte den Gruß der Leute von niedrigem Stand: »Salam Alikum, Friede sei mit uns«, worauf er augenblicklich erwiderte:

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