Karl König - Brüder und Schwestern

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In der Karl König Werkausgabe nimmt dieses Buch einen besonderen Platz ein. Die Darstellung gilt als immer noch aktuelles Pionierstück der Geschwisterforschung. Empirie, biographische Studien, Mythologie und tiefe Menschenkenntnis werden angereichert mit Dokumenten und Notizen, die die Entstehung nachzeichnen und die Thematik vertiefen.
"Das Buch wendet sich nicht nur an Fachleute, sondern an uns alle: Denn wir sind entweder einziges oder erstes, zweites, drittes oder so fort Kind. Damit sind Schicksalsfügungen verbunden, die sich vor uns auftun und uns auch etwas über das Sinnhafte unserer Existenz enthüllen. Ganz im Geiste moderner Entwicklungspsychologie geht König davon aus, dass damit Aufgaben verbunden sind, die uns vom Anfang bis zum Ende des Lebens begleiten und die es zu bewältigen gilt."
Alfons Limbrunner
"Hier aber geht es um Mit-Empfinden, Mit-Erleiden und Mit-Verstehen. Nicht katalogisierende Schematik wird gegeben, sondern der Anblick eines höheren Auftrags, unter dem wir alle stehen und den wir nur erfassen können, wenn wir ihn mit ertragen und erleiden wollen. Denn nicht der Test, nicht das Experiment und nicht die Analyse, sondern der ganze, ungeteilte Mensch ist das Maß aller Dinge."
Karl König

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III.

Wie aus dem Geleitwort von Ehrenfried Klotz bzw. aus dem Brief Königs an ihn (siehe Anhang S. 200) hervorgeht, wurden in der deutschen Ausgabe kaum irgendwelche Änderungen vorgenommen, «… weil ich ja hoffe, in nicht allzu ferner Zeit ein ausführliches Buch über diese wichtigen Probleme zu schreiben». König plante bereits einige Kapitelüberschriften für das große, gültige Buch mit dem Arbeitstitel Menschenschicksal und Geschwisterreihe bzw. Söhne und Töchter (siehe S. 114). Aus alldem ist nichts mehr geworden. Der frühe Tod und vermutlich auch andere Umstände, die Fülle der Vorträge und die Gründungen am Bodensee, haben es verhindert. Ob das auch etwas zu tun hat mit dem im Jahr darauf veröffentlichten Buch von Walter Toman, der gemeinhin als der Erste gilt, der in Deutschland über Geschwisterforschung veröffentlichte, darüber lässt sich nur spekulieren. Davon soll später die Rede sein.

Es kann davon ausgegangen werden, dass König 1957 begann, sich systematisch mit der Thematik von Brüder und Schwestern zu beschäftigen. In seinen unveröffentlichten Notizen heißt es dazu am 10. November:

Suche fast vergeblich nach Literatur über den Einfluss der Geschwister aufeinander während der Kindheit. Aber die Fragebogen, die ich diesbezüglich unter den Mitarbeitern verteilt hatte, werden doch schrittweise ein sehr aufschlussreiches Material. Es zeigt, je mehr ich es zu lesen beginne, dass es doch grundlegende Charakterzüge für das erste, zweite, usw. Kind gibt. Das erste Kind erscheint mir nun immer mehr im Bild des Janus. Es hat ein Gesicht nach den Eltern, das andere nach den Geschwistern gerichtet, und ich erhoffe mir aus diesem Bild, noch mehr Aufklärung und Einsicht zu gewinnen.

Und am 11. November:

Im zweiten Teil versuche ich, die allgemeinen Charakteristika des ersten Kindes darzustellen. Bei der Beschreibung, wie es sich dem zweiten gegenüber verhält, eröffnet ein Wort mir einen völlig neuen Blick. Denn als ich schreibe, dass es seine Stellung ‹verteidigen› muss, bringt das Wort ‹defender› die ganze Welt des ersten Kindes mir nahe. Es muss bewahren und erhalten; es muss, auch wenn es nicht will, ein Vertreter und Verteidiger dessen sein, was Tradition ist.

Es ist beeindruckend, wie König sich mit seinen materiell bescheidenen Möglichkeiten – keine universitäre Umgebung mit Assistenten und professoralen Spielräumen – dem Thema nähert. Belesen in Alfred Adlers Individualpsychologie, in Freuds und Jungs Schriften, im Studium von Biographien und Autobiographien, in der unmittelbar erreichbaren wissenschaftlichen Literatur, in dem, was die Schöpfungsgeschichte, die griechische Götterwelt, die Sagen und Märchen über Geschwister erzählen, im Einsatz empirischer Verfahren mittels Fragebögen und Statistiken, der eigenen beruflichen Erfahrung und der heilpädagogischen und ärztlichen Praxis – aus alldem besteht die Mischung für die Entstehung von Brüder und Schwestern . Der Prozess des Entstehens ist, trotz erster Veröffentlichung, nicht abgeschlossen, denn er ist ja die Vorarbeit für etwas Größeres. Die Vorbereitungen für Vorträge, wie den vom 11. April 1959 in Stuttgart oder am 6. November 1961 in Nürnberg (siehe Anhang), zeugen von der fortschreitenden Bewegung, die ihm das Thema abverlangt. König verbindet anthroposophisch geprägte Erkenntnisse mit aktuellen Forschungen, etwa die von Gerhard Wurzbacher, Ordinarius für Soziologie in Erlangen, über die Leitbilder gegenwärtigen deutschen Familienlebens (1954). Er referiert die Ergebnisse und leitet daraus zeitgemäße Forderungen zum Umgang mit Kindern, verbunden mit der notwendigen Partnerschaft zwischen Mann und Frau, ab. Seine Forderung lautet, dass Eltern ihre Kinder als eigenständige Wesen erkennen müssen und sie nicht so werden zu lassen, wie man selbst es wünscht oder will, sondern wie es im Kind veranlagt ist – genau das sei von größter Notwendigkeit.

Nach anthroposophischem Verständnis von Schicksal und Karma suchen sich Kinder bereits im Vorgeburtlichen ihre Eltern aus. Wir alle kommen entweder als einziges oder als erstes, zweites, drittes und so fort Kind auf die Welt. Damit sind Schicksalsfügungen verbunden, die sich vor uns auftun und uns, nach König, auch etwas über das Sinnhafte unserer Existenz enthüllen. Ganz im Sinne moderner Entwicklungspsychologie geht er davon aus, dass ein einzelnes oder ein erstes, ein zweites oder ein drittes Kind zu sein, Aufgaben mit sich bringt, die uns vom Anfang bis zum Ende des Lebens begleiten und die es zu bewältigen gilt. Für Königs Forschungen steht die Frage nach der Kontaktfähigkeit im Mittelpunkt, die die Stellung in der Geschwisterreihe mit sich bringt. Wie reagieren Kinder dadurch auf andere Menschen, auf Freundschaften, Mitmenschen, ihre Einbindung in Gruppen, ja, sogar auf die Wahl des Ehepartners (König 2013, S. 41 f.). Er erklärt die drei Formen der Geschwisterposition als Urbilder unseres sozialen Schicksals. Das Einzelkind sei ein Sonderfall und stehe für sich.

Im bereits geschriebenen, aber letztlich, in Absprache mit dem Verleger Paul M. Allen, nicht abgedruckten Vorwort der amerikanischen Ausgabe Brothers and Sisters. A Study in Child Psychology (New York 1963), geht er sehr viel ausführlicher als in der Einleitung zur deutschen Ausgabe auf die Schicksale der neun Kennedy-Geschwister ein (siehe Anhang, S. 183). In Königs System gibt es demnach bei den Kennedys drei erste Kinder, Joe, Kathleen und Bobby; dann folgen vier zweite Kinder: Jack, Eunice und Jean und Ted, die als Zwillinge nach König nur einen Rang in der Geburtenfolge einnehmen; zuletzt zwei dritte Kinder, Rosemary und Patricia. Dieses Beispiel ist für ihn, par excellence, ein Beleg, wie der Rang der Geburt die Züge eines jeden von uns prägt. König erhebt es zum «Joch dieses großen Gesetzes», das unsere Beziehung zu unserer Umgebung prägt. In der deutschen Einleitung ist von einem «Gesetz» nicht mehr die Rede, sondern der Autor relativiert seine Untersuchungen, dass all das, was er bislang darstellt, nur ein Anfang sei und deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben könne.

IV.

Festzuhalten ist, dass nicht Walter Toman, Lehrstuhlinhaber für klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Erlangen, es war, der im deutschsprachigen Raum erstmals über Geschwisterforschung veröffentlichte, sondern Karl König ein Jahr vor ihm. To-man war bereits vor seiner Berufung nach Erlangen als Professor in amerikanische universitäre Forschungskreise eingebunden. Ob König dessen Family Constellation (New York 1961) kannte, ist bei seinen beschränkten Möglichkeiten eher unwahrscheinlich. Das Buch findet sich zumindest nicht in der noch weitgehend erhaltenen Bibliothek Königs in Schottland. Toman hat in seiner überarbeiteten deutschen Fassung Königs Arbeit jedenfalls nicht zur Kenntnis genommen, es erscheint zumindest nicht in der Bibliographie. Erstaunlich für einen Professor, der mit seinen Forschungen über den Einfluss von Familienkonstellationen als internationale Kapazität galt. Oder eben auch nicht, weil es immerhin sein könnte, etwas bewusst nicht zur Kenntnis zu nehmen, zumal von einem Außenseiter, noch dazu einem mit dem «Stigma» des Anthroposophen.

Der ebenfalls in Wien gebürtige Toman (1920 – 2003) studierte dort Psychologie und veröffentlichte, wie König auch, nicht nur Fachliches, sondern sogar Lyrik und später manch anderes Geschriebene. Obgleich die beiden durchaus Ähnliches im Sinn hatten, sind ihre Werke über Geschwister kaum miteinander zu vergleichen. Hier der universitäre, stringent wissenschaftlich forschende Blick, dort die essayistische Abhandlung in einer Mischung aus Wissenschaft, bescheidener Empirie, breit gestreuter Literatur, einfühlsam aufbereitet, aber fern von streng geformter wissenschaftlicher Begrifflichkeit.

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