Bildqualität
Neben dem Bildsensor sind die verwendeten Objektive ganz maßgeblich für die Bildqualität verantwortlich. Der beste Sensor kann keine hochwertigen Ergebnisse liefern, wenn minderwertige Objektive eingesetzt werden – das gilt für die D7200 in besonderem Maße, weil die Auflösung hoch ist. Daher lohnt es sich beim Objektivkauf meist, einige Hundert Euro mehr auszugeben.
Werden die Objektivdaten im System-Menü der D7200 angegeben, haben Sie einen zusätzlichen Vorteil. Sie können nämlich dann die verwendete Blende auch in den Exif-Daten des Bildes nachlesen – diese Daten fehlen bei den Kameras, die die Objektivdaten -Funktion nicht besitzen.
Enorme Kompatibilität
Während verschiedene andere Anbieter bei neuen Kameramodellen auch einmal ein neues Bajonett einführen, können Sie bei Nikon auch noch Objektive nutzen, die schon bei der legendären Nikon F verwendet wurden, die 1959 auf den Markt kam. Das spart eine Menge Geld, wenn Sie bereits eine größere Objektivsammlung für Ihre Nikon besitzen.
Dank des an der D7200 angebrachten Blendenkupplungshebels können bei diesen älteren Objektiven die Zeitautomatik und die Belichtungsmessung ebenfalls genutzt werden. Bei anderen digitalen Nikon-Modellen – wie etwa der D5500 – wird zwar ebenfalls dasselbe Bajonett verwendet, aber Sie müssen auf die Kameraautomatiken verzichten und die Belichtung per Hand messen. Mit einer digitalen »Hightech«-Spiegelreflexkamera und einem Handbelichtungsmesser auf die Pirsch zu gehen, ist allerdings nicht sehr praktisch …
Objektive ansetzen
Wie das Objektiv an der Kamera angesetzt werden muss, erkennen Sie an den Punkten auf dem Bajonett der Kamera und auf dem Objektiv, die im Bild unten markiert sind. Drehen Sie das Objektiv nach dem Aufsetzen nach links, bis es einrastet.
Soll das Objektiv gewechselt werden, muss der Objektiventriegelungsknopf gedrückt und das Objektiv nach rechts gedreht werden. Gehen Sie beim Objektivwechsel vorsichtig vor und halten Sie das Kameragehäuse nach unten, um das Eindringen von Staub zu verhindern.
Vielfältige Nikkore
Auf der Nikon-Webseite kann man nachlesen, dass bisher 90 Millionen Nikkore gebaut wurden – eine beeindruckende Zahl. Es wird wohl kaum ein Objektiv geben, das Sie in dem reichhaltigen Sortiment vermissen.
Wie viele Objektive Sie wirklich benötigen, hängt natürlich ganz von Ihren Aufgabenstellungen und dem zur Verfügung stehenden Budget ab. Wenn Sie am Anfang den Brennweitenbereich von 24 bis 300 mm abdecken wollen, reichen sogar schon zwei Zoomobjektive aus.
Vorbereitungen
Bevor Sie das erste Foto schießen, sollten Sie sich aber noch einigen Vorbereitungen widmen. Viele Werkseinstellungen sind sinnvoll und nützlich – einige sollten aber dennoch besser geändert werden.
Einschalten der Kamera
1 Schalten Sie nun die Kamera mit dem Ein-/Ausschalter an. Die OFF-Stellung sollten Sie nur verwenden, wenn Sie die Kamera für längere Zeit nicht einsetzen.
2 Da das LC-Display nur sehr wenig Strom verbraucht, sollten Sie die ON-Stellung beibehalten.
3 Den dritten Modus dieses Schalters können Sie übrigens nutzen, um das LC-Display vorübergehend zu beleuchten – bei Dunkelheit ist das sehr praktisch!
Neuerung
Bei den neueren Nikon-Modellen gibt es übrigens eine nützliche – aber recht unauffällige – Neuerung: Der Markierungspunkt zum Anbringen des Objektivs ist nämlich nun erhaben, sodass er ertastet werden kann. Das kann beim Fotografieren im Dunkeln hilfreich sein.
Grundeinstellungen
Wenn Sie beispielsweise von einer Nikon D5500 auf die D7200 umsteigen, müssen Sie sich ein wenig umgewöhnen.
Andere Nikon-Kameras, wie zum Beispiel die D4S/D610, sind dagegen genauso wie die D7200 aufgebaut: Alle wichtigen Einstellungen lassen sich auch ohne Zuhilfenahme des Menüs vornehmen. Das ist sehr praktisch und spart viel Zeit. Außerdem haben Sie eine einfachere Kontrolle über die aktuellen Einstellungen. Bei der D5500 werden dagegen fast alle Einstellungen im Menü vorgenommen.
Wenn Sie im Laufe der Zeit die Nikon D7200 etwas besser kennengelernt haben, werden Sie die Einstellungen »blind« vornehmen können. Viele Einstellungen lassen sich zusätzlich zum LC-Display auch im Sucher und auf dem Monitor kontrollieren, wenn Sie die Info-Taste drücken.
Autofokus-Einstellungen
Der gewünschte Autofokusmodus kann ohne einen Umweg über das Menü eingestellt werden.
Stromverbrauch
Im Stand-by-Modus wird nur sehr wenig Strom verbraucht, sodass Sie die Kamera ruhig immer auf ON einstellen können. Das hat den Vorteil, dass Sie nach dem Antippen des Auslösers schnell schussbereit sind.
1 Durch Drücken der im Bild auf der nächsten Seite markierten Autofokustaste, die Sie auf der Vorderseite der Kamera unter der Objektiventriegelungstaste finden, wechseln Sie zwischen unterschiedlichen Autofokusmodi und Messfeldsteuerungs-Methoden.

2 Um den Autofokusmodus zu verändern, drehen Sie das hintere Einstellrad und beobachten die Einstellung auf dem LC-Display.
3 Die AF-S -Option ist für das Fotografieren von statischen Objekten nützlich – soll die Schärfe dagegen kontinuierlich nachgeführt werden, verwenden Sie die AF-C -Option.
4 Als Messfeldsteuerung ist standardmäßig die Option Einzelfeldsteuerung eingestellt. Um die Einstellungen zu ändern, drehen Sie bei gedrückter Autofokustaste das vordere Einstellrad.
5 Bei der Einzelfeldsteuerung (S) wird das aktive Autofokusmessfeld von Ihnen vorgegeben. Das Bild wird dann nur in diesem Messfeld scharf gestellt. Wählen Sie das gewünschte Messfeld mit dem Multifunktionswähler aus. Sie sehen das aktive Messfeld im Sucher. Damit das Messfeld nicht versehentlich verschoben werden kann, lässt es sich mit dem nachfolgend markierten Schalter in der Position L arretieren.
Marienkirche, Wolfenbüttel. Für statische Motive eignet sich der AF-S-Autofokusmodus .
27 mm | ISO 100 |1/320 Sek. | f 9
6 Voraussetzung für die automatische Fokussierung ist natürlich, dass der Fokusschalter am Objektiv und an der Kamera nicht auf die Position M für manuelle Fokussierung eingestellt ist. Beide Schalter sind im folgenden Bild markiert.
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