Hans-Christian Kirsch - On the Road

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Das wilde Leben und die impulsive, rebellische Literatur der Beat-Generation glichen nicht selten einer Höllenfahrt. Hans-Christian Kirsch porträtiert die Leitfiguren der literarischen Untergrundbewegung der 50er und 60er Jahre in den USA und setzt der Beat-Literatur mit liebevoller, aber keineswegs unkritischer und bisweilen ironischer Reverenz ein sehr persönliches Denkmal.

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Die naive Gewissheit, dass der Bruder bestimmt im Himmel sei, währt nicht lange. Zu tiefgreifend sind die Veränderungen, die Gerards Tod in der Familie hervorrufen. Der ältere Bruder fehlt dem Jüngeren als Spielkamerad und unermüdlicher Geschichtenerzähler. Die Schwester bringt ihre Freundinnen und Freunde nicht mehr mit heim. Leo, der Vater, ist von Gott so enttäuscht, dass er nicht mehr zur Messe geht, ja geradezu provozierend nur an Freitagen Hamburger isst. Die Mutter verliert ihre Zähne, und der Kult, der um den toten Gerard in der Familie und bei den Nonnen aufblüht, lässt Jean keinen Zweifel, dass seine Mutter Gerard immer mehr geliebt hat als ihn. Häufig findet der Junge keinen Schlaf, und die Mutter muss ihn zu sich ins Bett holen.

Für Leo, den Vater, sind es die Jahre seiner größten beruflichen Erfolge. Er betreibt nun eine eigene kleine Druckerei und gibt eine Art Anzeigenblatt, das Lowell Spotlight, heraus, in dem Themen der Lokalpolitik, die am Ort laufenden Filme und Sportereignisse besprochen werden.

Leo stellt auf seiner Presse auch die Billetts für das größte Kino im Ort her. Die gesamte Familie hat freien Eintritt bei allen Filmen, die im Royal-Film-Palast laufen.

Von seinem fünften Lebensjahr an sitzt Ti Jean jeden Samstagmittag auf der Galerie, starrt auf die vergoldeten Engel an der Decke des Kinosaals und wartet auf den herrlichen Moment, da es dunkel wird und man hinein gesogen wird in eine andere Welt.

Nicht weit von dem Kinobau im neomaurischen Stil liegt das Keith-Vaudevilletheater, wo Leo häufig hinter der Bühne pokert, und mit den Schauspielern schwarzgebrannten Whiskey trinkt.

Das Kino, das Theater und schließlich die zwischen beiden Häusern gelegene Bücherei werden zu den für die innere Entwicklung Ti Jeans wichtigsten Örtlichkeiten.

Die ersten Filme, die Ti Jean sieht, sind Western mit Tom Mix, ›der durch ein erstaunlich schmutziges Filmkalifornien reitet mit einem Hut, so weiß, dass er aussieht wie ein Glühwürmchen‹.7

1932 - es sind schlechte Zeiten, die Arbeitslosigkeit nimmt zu - ziehen die Kerouacs wieder einmal um, diesmal in das frankoamerikanische Viertel Pawtucketville.

Jacks Noten in der Schule sind nun so gut, dass er es sich leisten kann, ab und an den Unterricht zu schwänzen und solche Vormittage schmökernd in der Bücherei zu verbringen. Am Ende des Schuljahres kann er die sechste Klasse überspringen.

Die Erinnerungen an den toten Bruder behalten ihre Bedeutung. Immer wieder laufen Jacks Gedanken zu Gerard zurück, oder er versucht, in Menschen, denen er begegnet, Züge von ihm wiederzuentdecken.

Seine Sexualität erwacht. Von Kindern aus der Nachbarschaft dazu angeleitet, beginnt er zu onanieren.

Bei den Jesuiten fungiert Jean als Ministrant, und sie fordern ihn auf, sich zu prüfen, ob er sich zum Priester berufen fühle. Gegenüber William Burroughs beschreibt Kerouac den Abschluss der Periode seines naiven Kinderglaubens so: ›Als ich vierzehn war, ging ich zu diesem Priester und beichtete ihm, ich hätte die Sünde der Unkeuschheit begangen, und er fragte: Mit dir selbst, mein Sohn, und ich sagte: Ja... und mit anderen Jungen auch. Und wie lang war der Penis des anderen Jungen, mein Sohn? fragte der Priester. Und dieses Ereignis war es, bei dem ich meinen Glauben verlor.‹8

Mit dem Übertritt in die Junior High-School wird aus Jean-Louis Jack. ln der neuen Schule ist die Umgangssprache Englisch. Um diese Zeit beginnt Jack damit, jeden Tag eine kleine Zeitung mit Familienereignissen herauszugeben, und plant seinen ersten Roman. Von der Lektüre des Huckleberry Finn stark beeindruckt, schreibt er die Geschichte eines Waisenjungen, der von daheim fortläuft und in einem Boot den Fluss hinabtreibt. Natürlich ist der Fluss der Merrimack, der durch Lowell fließt, und Jack schreibt sein erstes Werk sorgfältig in ein Notizbuch für 5 Cent. Es trägt den Titel Mike erkundet den Merrimack.

Das Original ist verlorengegangen, aber eine Erinnerung daran findet sich in Kerouacs vielleicht formal kühnstem Buch, Visions of Cody. Dort wird erzählt, wie der Held seine Reise irgendwo in den Sümpfen des Merrimack beginnt, wie er ›weiter und weiter einen kleinen Fluss in Indiana hinabtreibt, in lichtere, merkwürdigere, grünere und immer umfänglichere Abenteuer, die dich endlich in das flache Marschland am Meer bringen, große Kolben Mais in einem sich wiegenden Grasfeld, Gerüche, Rauch einer Stadt, etwas Verrücktes, Wildes und weit, weit fort von dem Platz-unter wilden Weinranken, wo du aufbrachst, als der Traum begann‹.9

Wir stoßen hier gewissermaßen auf Jacks Urszene, auf seinen großen, nie ganz aufgegebenen Traum vom Glück, auf die Geschichte von jener verführerischen Macht, die den Helden wie mit Zauber aus der einförmigen Existenz seines Alltags losreißt und ihn auf eine Reise führt; auf der er neue Erfahrungen macht, die ihn in einen Zustand höherer Lebendigkeit versetzen.

In dieser Zeit entwickelt der Vater eine besondere Leidenschaft für Pferderennen und nimmt den Jungen auf die Rennbahnen in Boston und Rhode Island mit. Jack sieht einen Film über einen Jungen, der Jockey wird und so zu Ruhm und Geld kommt, und sofort konzentriert sich nun seine Phantasietätigkeit auf diesen Sport. Die Steine seines Baukastens verwandeln sich in berühmte Rennpferde, er ist Rennbahnaufseher, Rennstallbesitzer und Jockey in einer Person.

Über die Ereignisse imaginärer Pferderennen berichtet er in den Ausgaben seiner auf einer Handpresse gesetzten Racetrack News.

In das Jahr 1935 fällt der Beginn von Jacks Karriere als Football-Spieler. Eine Sandplatzmannschaft unter dem Namen Dracut Tigers findet sich zusammen. In einer Zeitungsanzeige fordert sie alle örtlichen Mannschaften des American Football mit Spielern zwischen dreizehn und fünfzehn Jahren heraus.

Bei dem Spiel gegen die Rosemont Tigers, das in den Fichtenwäldern nördlich von Lowell stattfindet, erzielt er, der jüngste, aber auch kraftvollste Spieler bei den Dracuts, nicht weniger als neun Touchdowns. Das Spiel gewinnt seine Mannschaft mit 60:0, selbst ein unter Amateuren ungewöhnliches Ergebnis!

Das nächste Spiel wird dann gegen eine Mannschaft junger Burschen aus dem Pawtucketville Social Club ausgetragen, die Leos Prahlereien über seinen Sohn und dessen Teamkameraden nicht so recht haben glauben wollen.

Schon bei der ersten Konfrontation versetzt ein Siebzehnjähriger aus dem Team des Social Club Jack einen Fausthieb ins Gesicht, um so den besten Mann in den Reihen des Gegners auszuschalten. Aber Jack, recht selbstbewusst unterdessen, rammt den um vier Jahre älteren so hart, dass dieser aus dem Spiel genommen werden muss.

Was folgt, sind ›blutspritzende Schlachten... homerischen Ausmaßes‹10 gegen Mannschaften aus dem Viertel der Griechen, bei denen die ethnischen Unterschiede die Leidenschaften noch mehr anstacheln.

Während sich Jacks unaufhaltsamer Aufstieg zum Sporthelden vollzieht - später wird er diese Rolle unter dem Stichwort ›Eitelkeiten‹ abbuchen -, ereignet sich in Lowell eine Naturkatastrophe, die für die Kerouacs nicht ohne Folgen bleibt. Im März 1936 tritt nach der Schneeschmelze der Fluss über die Ufer.

Die Brücken drohen weggeschwemmt zu werden, die Uferdämme, mit Sandsäcken verstärkt, stehen in Gefahr zu bersten. Die Schulen werden vorübergehend geschlossen. Die Jungen schwelgen in Katastrophenphantasien: ›Wir bohrten mit unsren Fingern in den Säcken-wollten, dass die Flut hindurch strömt und die ganze Welt ersäuft, diese verdammte schreckliche Routinewelt der Erwachsenen.‹11

Als die Flut nach einer Woche zurückgeht, ist Leo Kerouac ein ruinierter Mann. Seine Werkstatt hat ebenfalls unter Wasser gestanden, seine Maschinen sind unbrauchbar geworden, versichert ist er nicht. Seine Wettleidenschaft und seine querulantenhaften politischen Ansichten tun ein übriges. Mitte 1937 hat er mehrere tausend Dollar Schulden und kann seine Angestellten, mit denen zusammen er das Spotlight gedruckt und herausgebracht hat, nicht mehr bezahlen. Er macht die Liberalen und jüdische Betrüger für seinen Niedergang verantwortlich. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich bei einer Druckerei in einer anderen Stadt zu verdingen. Wieder einmal zieht die Familie innerhalb von Lowell um, diesmal in eine Mietwohnung im vierten Stock eines weißgestrichenen Holzbaus im Herzen des meist von Fabrikarbeitern französischer Herkunft bewohnten Slums.

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