Hans-Christian Kirsch - On the Road

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Das wilde Leben und die impulsive, rebellische Literatur der Beat-Generation glichen nicht selten einer Höllenfahrt. Hans-Christian Kirsch porträtiert die Leitfiguren der literarischen Untergrundbewegung der 50er und 60er Jahre in den USA und setzt der Beat-Literatur mit liebevoller, aber keineswegs unkritischer und bisweilen ironischer Reverenz ein sehr persönliches Denkmal.

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Zu ihrem Wortführer wird in diesen Jahren ein junger Mann, der schon von seiner äußeren Erscheinung her, erst recht aber durch seine Lebendigkeit, sein Bedürfnis nach Mobilität und seine leidenschaftlich und risikoreich praktizierte Sinnsuche auf sich aufmerksam macht! Sein Name ist Jack Kerouac.

4

Der Traum vom Glück der Ferne

(1922-1944) Jack Kerouac

I was an American Boy

I read the American Boy Magazine

and became a boy scout

in the suburbs.

I thought I was Tom Sawyer

catching crayfish in the Bronx River

and imagining the Mississippi.

Lawrence Ferlinghetti1

... geboren als drittes Kind seiner Eltern am 12. März 1922 in der Kleinstadt Lowell, dreißig Meilen von Boston im nordöstlichen Massachusetts, Neuengland.

Bestimmend für die innere Landschaft, die im Bewusstsein des Jungen, der hier heranwächst, entsteht, ist das Bild des Merrimack River. Die große dunkle Schlange, die aus den Wäldern herabkommt, die in einem Wasserfall abstürzt.

›Der tosende Schlafbringer unserer Nächte - Ich hörte ihn mit einem Stöhnen von den Felsen erstehen, und wie er mit seinen Wassern heulte, sprulsch, sprulischsch, uum, uum ssuu, die ganze Nacht über suuuu, suuuu, und die Sterne wie Löcher in einem Tintendach. Merrimack, dunkler Name, der mit düsteren Tälern protzt: mein Lowell hatte große Bäume aus alter Zeit im rauen Norden, die über abgebrochenen Pfeilspitzen und Indianerskalps winkten, das Ufergeröll der Schieferküste steckt voller Perlen, barfüßige Indianer liefen darüber hinweg. Der Merrimack saust von einem Norden der Ewigkeiten herab, fällt wie ein Pissestrahl durch Schleusen, Klüfte und Schaumberge auf Felsen, blosch, und rollt grummelnd dem Mammon entgegen, gebändigt durch tausamtene Steinmulden mit scharfen Kanten (wir tauchten ab, zerschnitten unsere Füße, miese Sommernachmittags-Schulschwänzer).‹2

Der Fluss muss sehr stark auf das Kind gewirkt haben, undenkbar sonst, dass der Mann später ein so intensives, magisch-mystisch überhöhtes Bild von ihm hätte entwerfen können.

Zuerst ist der Fluss als reales Bild da.

Später wird sich sein reales Bild in einen Strom von Erinnerungen verwandeln.

Memory Babe wird Jack schon als Schuljunge wegen seines auffälligen Erinnerungsvermögens genannt.

Irgendwann im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte jemand den stürmischen Lauf des Flusses mit einem Kanal und einem Damm gebändigt. Am Ufer entstand eine der ersten Industriestädte Amerikas mit einem Dutzend Textil- und Schuhfabriken.

Wie viele Kleinstädte in Neuengland wuchs Lowell aus einer Anzahl von Dörfern zusammen. Während der ersten Jahre der industriellen Revolution galt es als Mustersiedlung. In den Fabriken wurden die Vermögen Bostoner Unternehmerfamilien verdient, Vermögen, die bis heute fortbestehen. Charles Dickens, ein strenger Kritiker des Fabrikwesens in seinem eigenen Land, besuchte den Ort und war beeindruckt vom Straßenbild und von dem selbstsicheren Auftreten der Bauernmädchen, die an den Webstühlen arbeiteten; er fand auch an ihrer Bezahlung, zwei Dollar die Woche, nichts auszusetzen.

Die Fabrikherren bescherten dem Ort ein Textil-Institut am Nordufer des Flusses, aber gegenüber ihren Arbeitern waren sie weniger großzügig. Im späten 19. Jahrhundert sanken die Löhne immer weiter. Die Bauernmädchen zogen es nun vor, als Sekretärinnen und Telefonistinnen nach Boston zu gehen.

Ihre Plätze an den Spinnmaschinen wurden von den Töchtern der Einwanderer aus Irland, Kanada und Polen eingenommen.

Die Webstühle ratterten weiter bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, als die Fabriken in den Südstaaten billigere Waren produzierten und eine Spinnerei nach der anderen schließen musste.

in Jacks Kindheit ist die Blütezeit von Lowell schon vorbei. Seine Eltern, Leo und Gabrielle Angée Levesque, wurden in Kanada geboren, waren aber schon südlich der Grenze, in Nashua, einer Kleinstadt in New Hampshire, aufgewachsen.

Gabrielles Vater hatte es dort zu einem kleinen Gasthaus gebracht. Er starb, als die Töchter erst vierzehn Jahre alt war. Seitdem hatte sie in einem Schuhgeschäft gearbeitet. Sie ist eine kurzbeinige, gedrungene Frau mit blauen Augen; roten Äpfelwangen und glänzendem schwarzen Haar. Die schwere Kindheit hat das Bedürfnis nach Sicherheit und Nestwärme und ein Verlangen nach sozialem Aufstieg tief in sie eingesenkt.

Leos Vater, Jean-Baptiste, war in seinen besten Tagen ein einigermaßen wohlhabender Holzkaufmann gewesen, ein Mann, dessen Jähzorn und rebellisches Wesen selbst vor Gott nicht haltmachte. Wenn Gewitterwolken den Tag verdunkelten, soll er mit einer Laterne vor die Tür getreten sein und ausgerufen haben: ›Nur weiter so, wenn du mächtiger bist als ich, dann schlag jetzt zu und lösch dieses Licht auch noch aus!‹ Es waren die großen Mengen selbstgebrannten Schnapses, die ihn schließlich unter die Erde brachten.

Seinem Sohn Leo, der 1889 noch in Kanada geboren wurde, hatte er eine gute Schulbildung zuteil werden lassen. Leo besuchte eine Privatschule in Rhode Island. Als Schriftsetzer, Reporter und Übersetzer kam er zum Etoile, einer kleinen Zeitung für die französischsprachige Bevölkerungsgruppe in Lowell.

Er trug sich mit dem Gedanken, nach Kalifornien zu gehen, aber dann lernte er in Nashua Gabrielle Levesque kennen, ein ordentliches Mädchen, das sich für die Ehe rein hielt, streng katholisch, mit einem Hang zum Mystischen, bereit, sich anzupassen, voller Sehnsucht nach einem kleinbürgerlichen Familienidyll. Der lebenslustige, früh zu Korpulenz neigende Leo, ein Mann, der sich für Sport interessierte, in der Lokalpolitik mitmischte, einer, der empfänglich war für Erklärungen, warum die Reichen immer reicher werden, die Armen aber ewig arm bleiben, mag gefunden haben, dass mit dieser Frau ein stabilisierendes Element in sein Leben kommen werde. Sie heiraten 1915. 1916 kommt ihr erstes Kind Francis Gerard zur Welt, zwei Jahre später wird eine Tochter, Caroline, genannt Ti Nin, geboren. Die Umgangssprache in der Familie ist Joual, das Patois der Frankokanadier, der Canucks, wie sie in den USA genannt werden.

Die Einwanderer aus Kanada, die aus den steinigen Abhängen zu beiden Seiten des St. Lawrence in die breiten sanft rollenden Wiesen von Vermont und New Hampshire und die üppigen Täler von Massachusetts kommen, sind dort alles andere als beliebt. Man nennt sie verächtlich ›weiße Nigger‹. Sie sind bereit, in den Fabriken zu niedrigen Löhnen härter zu arbeiten als die Einheimischen, und sie sind geschäftstüchtiger als diese. Sie halten eisern zusammen, bleiben in ihren katholischen Pfarrgemeinden unter sich, dringen darauf, dass ihre Kinder französisch sprechen.

Die alteingesessenen Puritaner halten sie für großsprecherisch, mit Illusionen und nostalgischen Träumen von illustren Vorfahren. Solche Erinnerungen leben auch bei den Kerouacs fort. Für Jack wird es später wichtig sein, angeblich von einem gewissen Baron Alexandre Louis Lebris de Kerouac abzustammen, einem bretonischen Adligen, der Landrechte in Kanada verliehen bekommen hatte und dessen Nachkommen angeblich Mohawk- und Caughnawaga-Indianer heirateten.

Tatsächlich gibt es in den Vierteln der Canucks meist mehr Debile, Verrückte als anderswo, aber auch mehr Originale. Ins Abseits und in die Isolation gedrängt, entwickeln die Frankokanadier in den USA, ähnlich wie die Iren in den Jahrhunderten englischer Okkupation, ein ausgeprägtes Innenleben, oft erfüllt von bizarren Phantasien.

Jean-Louis - erst später wird daraus Jack - Kerouac ist das letzte Kind, das Gabrielle zur Welt bringt.

Sie gebiert es daheim, in einem großen Messingbett unter einem Kruzifix, an einem Tag, an dem es gerade Frühling zu werden beginnt.

Es ist bezeichnend für Kerouacs Hang zu mystifizierenden Phantasmagorien, dass er in Doctor Sax seine Geburt beschreibt, als habe er ihr als Beobachter zugesehen:

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