Erik Eriksson - Das brennende Meer

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In Erik Erikssons neuem Buch bildet die Küste Roslagens den Hintergrund für eine breit angelegte Familienchronik in insgesamt vier Bänden, die Anfang des 19. Jahrhunderts bei der jungen Magd Johanna beginnt. Sie ist ein fleißiges und kluges Mädchen, das im Alter von 14 Jahren ihr Zuhause verlässt, um in der Postmeisterei von Grisslehamn als Magd zu arbeiten. In einer elenden Hütte in Byholma lässt sie ihre alleinstehende Mutter, ihren kleinen Bruder und zwei dem Alkohol verfallene Onkels zurück. Der Dienst in der Küche des Posthauses bringt Johanna eine Welt nahe, die weniger von Armut geprägt ist. Neue Möglichkeiten eröffnen sich für das Mädchen, neue Freundschaften und auch eine erste Liebesbeziehung. Kristoffer ist ein junger Soldat, der in Grisslehamn stationiert ist, ihre gemeinsame Zeit jedoch ist kurz. Draußen in der Welt herrscht Napoleon und Kristoffer muss gegen die Russen auf der anderen Seite des

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Eines Tages traf Johanna den Künstler Per Johan Malmgren wieder. Sie kam vom Hafen und trug einen Korb, der zur Hälfte mit Fischen gefüllt war, fünf mittelgroße Dorsche, die sie von einem gerade eingelaufenen Boot geholt hatte. Sie war eben zwischen zwei Schuppen stehen geblieben und hatte den Korb für einen Augenblick abgestellt, als sie aufblickte und Malmgren direkt in die Augen sah. Er stand vor ihr, lächelte über das ganze Gesicht, streckte eine Hand aus.

»Ich möchte Ihnen gerne helfen, mein Fräulein, wenn Sie erlauben«, sagte er und legte die Hand auf den Korbrand.

»Ja, danke«, antwortete Johanna und überließ ihm den Korb.

»Vielleicht könnten sie stattdessen meine Tasche und meine Papiere tragen?«

»Ja, das ist ein guter Tausch, warum nicht.«

Johanna hob die kleine Tasche und die zusammengerollten Papiere auf, die Malmgren abgestellt hatte. Die Tasche erwies sich als eine kleine flache Holzkiste mit einem gebogenen Draht, der als Griff diente. Sie war leicht, Johanna nahm an, dass sie vermutlich Malmgrens Stifte und Pinsel enthielt, vielleicht auch irgendwelche Farben.

Sie gingen die Steigung zum Posthaus hinauf. Johanna konnte Malmgrens Gesicht nicht sehen, da sie nebeneinanderher gingen, aber sie merkte, dass er lächelte. Sie blieb an der Hecke stehen; es war nicht nötig, dass er sie den ganzen Weg begleitete.

»Hier möchte ich mich für die Hilfe bedanken«, sagte sie.

»Wann haben Sie Zeit, mir die Gegend zu zeigen?«, fragte er.

»Heute Abend vielleicht, nach acht Uhr, wenn ich nicht vorher gebeten werde, bei etwas Unvorhergesehenem im Haushalt zu helfen.«

»Lassen Sie uns hoffen, dass so etwas nicht passiert. Ich warte hier gegen acht Uhr.«

Der Nachmittag verging rasch. Johanna säuberte den Fisch, half Laura bei der Vorbereitung des Abendessens, servierte bei Tisch, aß schnell selbst etwas in der Küche, räumte ab, spülte und brachte das Speisezimmer in Ordnung.

Um fünf nach acht ging sie hinaus. Per Johan Malmgren wartete schon. Sie nahmen den Weg um das Posthaus herum, an der Hütte des Postschaffners vorbei, folgten dem Pfad hinunter zum Sandstrand unterhalb des Aussichtsberges. Sie setzten sich auf einen Felsbrocken und blickten über das Meer. Malmgren fragte, ob er Du zu Johanna sagen dürfe. Sie antwortete, das könne er gerne tun. Er bat sie, ihn Per Johan zu nennen.

Dann fragte er, ob er ihr Alter raten dürfe, und als sie antwortete, dass er auch das gerne tun könne, schlug er vierundzwanzig Jahre vor.

»Ich bin am fünfzehnten Januar 1786 geboren«, antwortete Johanna.

»Das macht einundzwanzig Jahre, ich habe mich um ganze drei Jahre geirrt.«

»Ich habe schon oft hören müssen, dass ich alt aussehe.«

»Alt ist nicht der richtige Ausdruck, liebe Johanna, älter vielleicht, aber alt bist du noch lange nicht. Ich bin wahrscheinlich ein alter Mann, obwohl ich mich noch jung fühle.«

Johanna fragte nicht nach Per Johans Alter. Er sah aus, als ob er kurz über vierzig sei. Aber was wollte er von ihr? Dieser Gedanke kam ihr zum ersten Mal. Sie entschied sich für die Annahme, dass er ganz arglos nur eine nette Bekanntschaft machen wollte.

Die Sonne stand im Südwesten, der Strand lag im Schatten der steilen Felswand des Aussichtsberges, die ins Meer hinunterreichte, ein dunkelgrünes Feld direkt am Ufer, ein scharfer Übergang zu dem in der Sonne glitzernden Wasser einige Meter weiter draußen. Der Felsbrocken, auf dem Johanna und Per Johan saßen, lag genau in der Schattenlinie.

»Ich würde dich gerne vor dem Hintergrund des schwarzen Berges zeichnen«, sagte Per Johan. »Wenn du dort sitzen bleiben und den Kopf ein wenig heben würdest.«

Er setzte sich ziemlich dicht neben ihr zurecht, öffnete die kleine Kiste, nahm einen dünnen spitzen Stift heraus und rollte einen Papierbogen auf. Johanna stellte sich auf eine längere Sitzung ein, aber nach einer halben Stunde legte Per Johan den Stift beiseite und reichte ihr die Zeichnung.

Sie sah sich selbst auf dem Blatt Papier und fand, dass es sehr ähnlich war. Es war ein kleines Bild, nicht größer als ein Reichstaler, die Linien waren mit einem schwarzen Stift gezeichnet, außerdem hatte Per Johan noch blasse Farben verwendet. Er hatte viele kleine Details gezeichnet, die hellen Haarsträhnen, die kleinen Falten auf der Oberlippe, die entstanden, wenn sie lächelte, das kleine Muttermal unter dem linken Auge. Es war wirklich erstaunlich, wie gut es ihm gelungen war, ihre Züge einzufangen.

»Das bin ich tatsächlich«, sagte sie.

»Ich kann dich auch in Öl malen, aber das nimmt mehr Zeit in Anspruch.«

»Machst du oft solche kleinen Bilder von Menschen?«

»Ja, meistens fertige ich kleine Portraits an, die man mit auf die Reise nehmen kann, vielleicht steckt ein lieber Freund das Bild auch in ein Medaillon.«

Johanna betrachtete das kleine Portrait noch einmal. Die Augen waren fast lebendig. Per Johan war offenbar ein geschickter Maler.

»Du bekommst das Bild«, sagte er.

»Das ist ein schönes Geschenk, ich danke dir.«

»Hier, wickele ein Papier darum, aber warte noch eine Weile, damit die Farbe richtig trocken werden kann.«

Er reichte ihr einen seiner weißen Papierbögen, und sie faltete ihn in der Mitte, ließ ihn dann jedoch auf dem Stein liegen. Sie legte das kleine Portrait daneben, es war so leicht und zart wie ein Laubblatt. Aber es war ja windstill.

Sie blieben eine Weile nebeneinander sitzen und betrachteten den Horizont im Osten, und in diesem Augenblick fühlte sich Johanna auf eine ganz besondere Art und Weise geschätzt.

Ein Segelschiff lag weit draußen ruhig auf dem Meer. Per Johan sagte etwas über die Schwierigkeiten, die große Schiffe hatten, wenn sie in Landnähe segelten. Man wusste ja nicht immer, wie tief das Wasser war.

»Es ist wohl für die Seeleute genauso wie für uns andere, wenn wir in den Wald gehen«, sagte Johanna. »Man geht dort von Kindheit an, kennt jedes Grasbüschel, und dann findet man sich auch im Dunkeln zurecht.«

»Ich möchte gerne etwas über die Strände und alle Untiefen da draußen erfahren.«

»Ja, dann musst du wohl herumgehen und es dir ansehen oder jemanden fragen, der Bescheid weiß.«

»Kannst du mir helfen?«

»Etwas kann ich sicher erzählen, aber die Fischer und Bootsleute wissen das am besten, du kannst sie wohl fragen.«

»Ich möchte nicht neugierig wirken. Vielleicht kannst du für mich fragen?«

»Bist du an irgendeiner Stelle besonders interessiert?«

»Ja, das bin ich tatsächlich. Wie tief ist das Wasser zwischen Loskäret und der Küste, das möchte ich gerne wissen. Und wie verhält es sich mit den kleinen Inseln vor Skatudden, kann man zwischen ihnen und dem Festland segeln?«

»Darüber weiß ich nichts.«

»Kannst du das für mich in Erfahrung bringen? Aber sag nicht, dass ich es wissen möchte. Das bleibt unter uns.«

»Selbstverständlich, wenn du das so willst.«

»Ja, du weißt ja, die Leute bilden sich oft so viel ein.«

So waren sie sich einig geworden, saßen noch eine Weile schweigend da, begannen dann, über Stockholm zu reden. Diejenige, die fragte, war Johanna. Per Johan verglich die Hauptstadt mit anderen Großstädten, er war sowohl in Petersburg als auch in Riga gewesen.

Anfang August wurde es etwas kühler; der Wind kam aus Südwesten, trockener Landwind, der den Duft von Äckern und Wiesen mit sich führte. Im Windschutz der Wälder und Felsen lag das Wasser in Strandnähe fast unbewegt da, weiter draußen auf dem Åländischen Meer konnte man sehen, wie die Wellen sich auftürmten und weiße Kronen bekamen. Gegen Abend legte sich der Wind, um dann am nächsten Morgen wieder an Stärke zuzunehmen.

Johanna hatte Per Johan noch ein paar Mal kurz getroffen, er war mit seinen Zeichnungen beschäftigt. Er zeichnete die Strände, den Hafen und die Schären. Johanna bat ihn, ihr etwas zu zeigen, er wirkte recht ablehnend, zeigte ihr aber doch einige Bilder. Sie enthielten viele Einzelheiten. Johanna hatte den Eindruck, er sei oben in der Luft gewesen und habe auf die Erde hinuntergeblickt. Das jedoch war ja unmöglich. Es war wohl nur so, dass es auf dem Papier so wirkte. Das sagte sie ihm.

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