Reiner Hänsch - 100.000 Tacken

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Die Knippschilds haben geerbt! Hunderttausend Tacken, wie der Sauerländer sagt – also Euros – von Onkel Günter, dem alten Miesepeter. Alex, Steffi und Max sind also plötzlich reich! Naja, wenigstens sieht es erst mal sehr schön aus auf dem bisher immer recht übersichtlichen Konto der Familie.
Doch Geld einfach so bei der Bank liegen lassen? Geld muss doch arbeiten! Da hat das «Finanzgenie» Alex Knippschild eine großartige Idee: Man kauft ein Mietshaus. Das nennt man gut angelegt … oder?
Und damit beginnt die tragische Mietshauskomödie um die Sauerländer Familie Knippschild und den großen grauen Kasten in Arnsberg. Das Haus steckt voller … sagen wir mal, interessanter Leute und Abenteuer, die das Leben von Alex, Steffi uund Max völlig auf den Kopf stellen. Eine Katastrophe folgt der anderen. Das schöne Haus ist alt, marode und eigentlich unbewohnbar.
"Allet im Arsch!", wie Herr Prankow, der handwerkende Rockerpräsident es vorsichtig umschreibt.
Dass Alex gleichzeitig noch einem ominösen Geldfälscher auf der Spur ist, dessen Blüten das ganze Sauerland überschwemmen, macht die Geschichte hochkriminalistisch, ganz schön aufregend und auf jeden Fall witzig und sehr amüsant – bis zum furiosen Ende.

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Dann nickt er nachdenklich und schreibt etwas auf einen Zettel. Er scheint also etwas auszurechnen. Das macht die ganze Sache noch ein wenig spannender. Steffi sieht mich an und auch sie spürt, dass es jetzt wohl drauf ankommt. Hit oder Niete? Geld oder Liebe?

„Allsooo“, sagt Beckebanz dann schwer gedehnt, „ich denke … da llässt sich wat mach’n, wolll, besonders, wo Se ja sellbs über fast de Hällfte vonne Summe sogar an Aigenkapitaall verfüg’n.“

„Mehr als die Hälfte!“, protestiere ich. Kann dieser Autist nicht rechnen?

„Naja, Se müss’n natürllich de Erbschaftsstoier bedenk’n, die wird mit gut fünfzehn, sechzehntausend zu Buche schllagen, un außerdem komm’n ja noch de Kaufneb’nkost’n auf Sie zu. Die müss’n Se natürllich auch bedenk’n, wolll.“

„Jaja, natürlich.“

Er merkt sofort, dass ich keine Ahnung habe, wovon er redet, und sagt dann „Notahkost’n, Grunderwärbssteuer, Grundbuchaintragung, Makller muss ja getz der Verkäufer … insgesamt so umme zehn Prozent, wolll.“

„Jaja, klar“, sage ich, „Makler ist aber umsonst.“

„Ja, egal.“ Herr Beckebanz wundert sich trotzdem, und ich nicke ansonsten eifrig, als ob das schon längst alles eingeplant sei.

„Tja,“ sagt Beckebanz da seufzend, „dann solllt’n we beim Kaufprais von Einhundertachtzichtausend vellleicht eher über Einhundertzwanzichtausend alls Kredit nachdenk’n, wolll. Plus dat Gellld von Ihrem Onkel Günter haut dat dann doch hin.“

Das sind natürlich Beträge, über die ich bisher eigentlich eher seltener nachgedacht habe. Kredit ist auch kein schönes Wort und mir ist etwas schwindelig, aber das geht ja auch wieder vorbei.

Gut, also Erbschaftssteuer, Nebenkosten. Mist. Dann eben Einhundertzwanzigtausend. Phh. Mir doch egal. Herr Beckebanz will sie uns ja geben. Na dann, her damit! Ich kneife Steffi ein Auge, so dass Herr Beckebanz es nicht sieht. Der rückt die Kohle raus.

Aber dann geht es erst los.

„Wir könnt’n Ihn‘ Follgendes anbiet’n, wolll“, sagt Beckebanz und holt ganz tief Luft:

„EinhundertzwanzichtausendEurozuEinsKommafünfProzentEinsKommafünfsechsProzentäffäktivbeieineLlaufzeitvonzehnJahreundeineBelleihungvonsächzichProzentunzwaiProzentTillgungmiteinemonatllicheRatevondraihundertsechsunvierzichEurodreiundreißich.“

Wie ein einziges riesiges Wort!

Steffi scheint er mit dieser Breitseite voll erwischt zu haben und sie droht von ihrem unbequemen Stuhl zu kippen, doch ich sage fröhlich: „Hört sich doch gut an“, und nicke Beckebanz zufrieden und mit gnädiger Gönnermiene zu, als sortiere ich gerade alles mal eben in meinem Finanzgeniehirn, und atme dann auch endlich wieder befreit aus, denn ich habe bis jetzt entsetzt die Luft angehalten. Meine Güte! Der arme Beckebanz. Was der alles drauf haben muss! Aber Autisten haben ja manchmal ganz erstaunliche Fähigkeiten.

Und als er dann noch sagt, dass man von einer Rendite von mindestens sieben bis acht Prozent ausgehen könne, raste ich fast aus. Innerlich natürlich. Mein Pokerface verrät nichts.

Acht Prozent! Wahnsinn!

„Sie müss’n natürllich bedenk’n, dat an so ’m Haus immer wieder ma wat zu mach’n is‘, woll. Muss man immer beihallt’n“, sagt er weise.

„Natürlich. Muss alles in Ordnung sein!“, gebe ich ihm recht.

Und dann schütteln wir Herrn Beckebanz noch mal ganz cool die Hand. Diesmal allerdings auf gleicher Ebene – von Finanzexperte zu Finanzexperte. So wie Wirtschafts- und Finanzminister auf einem Europäischen Währungsgipfel, die beschließen, dass der Leitzins mal wieder ein wenig in Bewegung kommen müsste. Hoch oder runter? Egal. Hauptsache Bewegung und die Leute regen sich auf.

Die Darlehensverträge würden uns in den nächsten Tagen zugehen und wir bräuchten dann nur noch zu unterschreiben. Und dann ginge alles wie von selbst.

Danke. Alles klar. Tschüss, Beckebanz, du armes Ei.

Er hat gar keine schwieligen Finger wie in meinem Traum mit dem Geldsack.

„Hast du was verstanden?“, fragt Steffi mich vor dem gläsernen Portal der Sparkasse, das sich selbsttätig für uns geöffnet hat, und wir endlich wieder frische, freie, unverzinste Luft atmen dürfen.

„Nö.“

„Ich auch nicht“, sagt sie da und ich weiß, es wächst in ihr wieder diese eine kleine, unschöne Frage: Machen wir da eventuell was falsch? Sie braucht sie gar nicht auszusprechen, ich verstehe sie auch so. Wir hätten dann noch mehr Schulden, und so wieter und so weiter.

„Steffi, mach dir keine Sorgen, Herr Beckebanz wird uns doch nicht über’s Ohr hauen. Den kennen wir jetzt schon so lange. Der hat doch Max dieses schöne Sparschwein und den Kalender geschenkt und ihm dann das tolle Sparkonto eröffnet. Er schickt uns jedes Jahr eine Weihnachtskarte … Der ist in Ordnung. Heribert Beckebanz. Das klappt schon. Bester Mann.“

Steffi nickt nachdenklich.

„Und acht Prozent! Hast du das gehört, Steffi? Sogar noch mehr, als Willi Dunkeloh gesagt hat.“

„Ja, ich hab’s gehört.“

Dann werde ich unseren neuen Maklerfreund mal gleich anrufen.

***

„Willi, wir kaufen die Hütte!“, röhre ich freudig durch mein Telefon und fühle mich wie Michael Douglas als Gordon Gekko, mit seinen Hosenträgern, in Wall Street . Kaufen! Verkaufen! Dann muss ich aber erst mal eine ganze Weile auf Antwort warten.

„Willi? Bist du noch dran?“

„Ja, ja.“ Dann ist es wieder ruhig und endlich fragt er: „Echt?“, als er wieder zu sich gekommen ist, und es fehlt nur noch, dass er „Ihr seid verrückt!“ sagt. Das tut er aber nicht.

„Aaach, vielleicht solltet ihr doch lieber die Finger …“, sagt er stattdessen sehr nachdenklich, als wolle er es uns vielleicht doch noch ausreden. Aber dann bremst er sich im letzten Moment noch ab und sagt dann: „Na gut. Sehr gut sogar … ich kümmer mich um den Notar, woll“, und dann sagt er auch noch: „Glückwunsch!“.

Gesprächsende.

Na bitte, Willi freut sich also auch.

Die Beckebanz-Papiere kommen überpünktlich, am nächsten Tag schon, und ich werde das Gefühl nicht los, dass Herr Beckebanz über Nacht alles ausgearbeitet, den Filialleiter gegen zwei Uhr geweckt und ihn um Unterzeichnung gebeten hat, und sie dann höchstpersönlich heute morgen noch vor Briefträger Fauseweh in unseren Kasten gesteckt hat. Ja, ja, den Banken geht’s auch nicht mehr so.

Papiere, Papiere … ich habe plötzlich so eine Ahnung, dass die Papierflut überhaupt nicht mehr aufhören wird. Ich hatte keinen Schimmer mehr, dass man sich durch so viel Papier fressen muss, um einfach nur ein schönes Haus zu besitzen. Einmal hatten wir das ja schon alles gemacht bei unserem eigenen Haus, aber war es denn da auch so viel?

Ich weiß es nicht mehr. Ich war auch noch ein paar Jahre jünger. Das wird es sein.

***

Der Termin beim Notar, Herrn Dr. Dr. Großjohann, in dessen Kanzlei in einer alten furchteinflößenden protzigen alten Villa im Graf-Arnold-Weg ist für uns so etwas wie das Betreten einer unheimlichen, eigentlich gar nicht existierenden Zwischenwelt, die sich hinter unserem bisherigen erbärmlichen Leben irgendwo versteckt hatte, einer bisher völlig unbekannten Sphäre in einer nicht vorstellbaren Daseinsform.

Es riecht nach alten Büchern, Staub, großer Weisheit und Angst und Schrecken. Ein paar fast durchscheinende schimmelige Bücherwesen durchqueren missmutig die finsteren Flure, an ihren Tentakeln kleben Papiere und Verordnungen, die das außerterrestrische Leben in dieser feindlichen Welt hier draußen regeln.

Ein fast kopfloser Aktenmolch in grauer Strickweste trägt ein paar schwere Steinplatten mit wichtigen Gesetzestexten zu einem Kopierer. Wir haben soeben die Karten gelöst für die abenteuerlichste Geisterbahnfahrt durch Formulierungen, Paragrafen, bisher nie vernommene Begriffe und die wundersamsten Satzkonstruktionen, die wir je erlebt haben. Steigen Sie ein, meine Herrschaften, anschnallen und ab geht die Fahrt. Wer überlebt, ist selber schuld! Hahaha.

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