Wolfgang Wiesmann - Das purpurne Tuch

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Bei Ausgrabungen im Römerlager in Haltern am See wird purpurnes Pulver gefunden, das 2000 Jahre lang in der Erde eingeschlossen war. Eine bahnbrechende Entdeckung – aber warum will der Ausgrabungsleiter diesen Fund vertuschen? Da sie ihm nicht mehr vertrauen kann, unterschlägt die Archäologiestudentin Angelina das nächste Ausgrabungsstück – und wird plötzlich von anonymen Anrufern bedroht, die von weiteren Funden wissen. Bei ihren Nachforschungen stößt Angelina auf die geheimnisvolle Geschichte einer Frau, die vor 2000 Jahren gelebt hat. Doch sie ist nicht die Einzige, die eine Sensation wittert. Schon bald fordert die Jagd auf die wertvollen archäologischen Fundstücke ein Todesopfer. Bei der Aufklärung des Falls wird Kommissarin Fey Amber nicht nur mit Habgier und Intrigen konfrontiert, sondern auch mit der unermesslichen Anziehungskraft jahrtausendealter Geschichte.

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„Die wollen, dass wir ihnen etwas zum Tausch anbieten. Hast du was?“

„Und du? Hast du was?“, entgegnete Siobhan in der Hoffnung, nicht genötigt zu werden, ihre einzigen Schätze zu opfern. Fest stand, dass sie bald etwas essen mussten, sonst würden ihre Kräfte nachlassen. Die umherstehenden Kinder bedrängten Siobhan, den Lederbeutel zu öffnen. Sie zogen daran und tippten mit den Händen darauf. Auch die beiden Frauen warfen ihr auffordernde Blicke zu. Sie fügte sich besser, denn die Männer könnten mit Gewalt den Wünschen der Frauen nachhelfen. Siobhan sah ihre Chance und bat Carmelita zu übersetzen.

„Seht her! Ich zeige euch die schönste aller Farben.“

Sie öffnete ihr Gewand und zeigte die purpurnen Verfärbungen auf ihrem Hemd. Sofort erhob sich die junge Frau und befühlte den Stoff. Das Purpur strahlte im Kontrast zum Weiß des restlichen Hemdes sehr kräftig. Die Frau sprach aufgeregt, sodass Siobhan ihre Zahnstummel sehen konnte. Das Beißen auf dem Leder hatte über die Jahre ihre Zähne um die Hälfte verkürzt. Immer wieder zupfte sie an dem Hemd. Siobhan zog es aus und reichte es ihr. Sogleich warf die Frau das Tuch über ihre Schultern. Die alte Frau trat hinzu und verlangte auch nach einem purpurnen Gewand.

„Bringt mir eure Kleider!“, ließ sie Carmelita übersetzen. Beide Frauen sahen sich fragend an, doch Carmelita half nach und so brachten die Frauen Felle und Stoffe, die sie aus früheren Tauschgeschäften ergattert hatten. Es wurde ein langer Tag. Auch von den anderen Hütten strömten Frauen hinzu. Sie brachten ihre Männer mit, sodass bald das ganze Dorf versammelt war. Niemand konnte sich erklären, was Siobhan vorhatte.

Am späten Abend war die Aktion vorbei und das Dorf befand sich in heller Aufregung. In einem hohlen Stein hatte Siobhan den Farbstoff angerührt. Die Begeisterung über die ersten Färbungen erzeugte eine wahre Euphorie. Alle brachten etwas zum Färben und als Gegenleistung etwas zu Essen, was Carmelita sofort unter ihren zerfetzten Kleidern verschwinden ließ.

Am nächsten Morgen gab es eine Überraschung. Die Bewohner des Dorfes traten stolz vor ihre Hütten, Männer, Frauen und Kinder. Alle trugen ein purpurnes Kleidungsstück, und wenn es bloß die Federn ihres Kopfschmucks waren. Sie bewunderten sich gegenseitig. Carmelita hatte die Nacht hindurch gegrunzt und geschnarcht, aber war die Erste am Morgen, die fertig für die Abreise war. Verschnürt unter ihren Lumpen steckte getrockneter Fisch und Schwarte vom Wildschwein. Sogar Ziegenquark hatte sie in einem Lederbeutel dabei.

Es folgten Tage des Wanderns. Siobhan hatte sich Schuhe machen können und natürlich hatten auch sie ihre dürftigen Gewänder purpur gefärbt. Wie sie erwartet hatte, waren ihnen die Leute, die ihren Weg kreuzten, wohlgesinnt. Manche hielten sie für römische Gesandte und manche, die etwas zu bieten hatten, bekamen ihre Kleider gefärbt, sodass die beiden Frauen keine Not leiden mussten und Carmelita sogar neue Gewänder für sich kaufen konnte. Der Farbstoff war ihr Ticket zum Meer. Siobhan teilte das Pulver in kleine Portionen. Falls sie jemand berauben wollte, hätte er alle Falten und Taschen in den vielen Lagen von Carmelitas neuen Kleidern durchsuchen müssen und da sie immer noch triefende Warzen und eitrige Abszesse vorweisen konnte, war sie vor solchen Übergriffen sicher.

IX Blei

Trotz Julius Caesars Invasionsversuchen galt Britannien nicht als erobert. Die heimischen Stämme hatten sich erfolgreich gewehrt, aber die Römer hatten Feldlager erbaut, die ihre Vormachtstellung festigten. Augustus ließ an der Küste Häfen bauen, die die Römer als Versorgungsstützpunkte nutzten. Schiffe verkehrten zwischen dort und dem Festland in Germanien.

Siobhan war darüber bestens informiert. Kafur hatte sie in den Nächten auf dem Schiff mit Geschichten aufgemuntert und dabei nicht nur von den Ruhmestaten seiner keltischen Landsleute erzählt, sondern sie auch über die politischen und strategischen Vorstellungen des römischen Imperiums aufgeklärt.

Die Trauer über Kafurs Tod bewältigte sie des Nachts, wenn Carmelita eingeschlafen war und ihr Schluchzen nicht hörte. Manchmal lag sie lange wach und dachte über ihren Schwur nach. Einen Mann zu finden, der Kafur ebenbürtig war, hielt sie für ausgeschlossen. Einen Kompromiss würde es niemals geben, aber dann bliebe sie kinderlos. Sie schaute auf den Ring und eine Sorge beschlich sie. Seitdem sie durch ihre purpurnen Kleider zu Ansehen gekommen waren, würden auch der Ring und die kleine Figur höhere Wertschätzung bei Fremden erfahren. Bei einem erneuten Überfall würden sie gestohlen werden und das könnte sie sich nie verzeihen.

Nach tagelangem Fußmarsch erreichten sie eine größere Stadt entlang der Themse. Dort suchte Siobhan nach einem Mann, der sich im Handwerk auskannte und mit Metallen arbeitete. Nach einigen Erkundigungen traf sie einen Römer namens Claudius, der allerdings als Bettler sein Dasein fristete, hatte er doch beim Glücksspiel alles Hab und Gut verloren. Wenn der Gewinner nicht so gnädig gewesen wäre, hätte Claudius sogar mit seinem Leben bezahlen müssen, denn das hatte er am Ende auch verwettet. Siobhan legte dem Bettler ein Stück Schafskäse in den Gabenkorb. Sofort stürzte sich Claudius darauf und verschlang den Käse gierig.

„Danke, ehrwürdige Frau. Habt ihr mehr davon? Ich könnte es euch abkaufen.“

Siobhan sah in sein verschmitztes Gesicht.

„Schon vergessen, du bist ein Bettler. Was könntest du mir bieten?“

„Ein Spielchen.“

Im Handumdrehen präsentierte Claudius einen ledernen Becher mit fünf Würfeln darin.

„Ein spannendes Spiel, bei dem jeder von uns gewinnen kann.“

Siobhan schaute misstrauisch.

„Was könnte ich gewinnen? Du hast doch nichts.“

„Kommt drauf an“, sagte Claudius und leckte sich die feinen Reste vom Schafskäse aus dem Bart. Siobhan war gespannt, was er aus der Situation machen würde.

„Siehst du das Weib mit den beiden Hühnern dort am Tor? Welches Huhn möchtest du?“

„Was? Dein Einsatz besteht aus Diebesgut? Du verwettest Sachen, die dir nicht gehören?“

„Ich bin eine ehrliche Haut. Das muss ich zugeben. Wenn ich beim Diebstahl erwischt werde, bekommst du nichts, aber gelingt er mir, kriegst du das Huhn, das du dir jetzt aussuchst. Schau rüber und beeil dich. Die Würfel werden ungeduldig.“

„Und was verlangst du, wenn ich verliere?“

Claudius zog ein Hauch Verlegenheit übers Gesicht, aber dann senkten sich seine Augenbrauen.

„Du gibst mir dein Gewand.“

Siobhan überlegte einen Moment und sah dann die ganze Verzweiflung des Mannes.

„Du glaubst mit einem purpurnen Gewand deinem elenden Bettlerleben zu entfliehen, täuschst den Wohlhabenden vor, damit du wieder mitspielen darfst. Wenn du dann verlierst, könnte es dich dein Leben kosten.“

Claudius ignorierte ihren Kommentar und schüttelte bereits den Becher. Dem Mann war nicht zu helfen, aber vielleicht konnte er ihr einen Dienst erweisen.

„Einverstanden! Wir machen ein Spiel“, sagte Siobhan zuversichtlich. „Aber ich will kein Huhn, sondern Blei.“

„Bekommst du“, sagte Claudius und stutzte erst dann.

„Blei? Meinetwegen!“

Er warf die Würfel und es begann ein langer Abend, an dem immer wieder neu verhandelt wurde, über Diebesgut und seltene Frauenwünsche. Zum Einsatz kam zuletzt genau das erste Abkommen. Siobhan gewann. Claudius machte sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg durch die Stadt, um eine Handvoll Blei zu besorgen. Als Schmied kannte er die anderen Handwerker, aber seitdem er all seine Werkzeuge verspielt hatte, waren sie auf der Hut, wenn er auftauchte. Allerdings schliefen die Kollegen in der Dunkelheit dieses frostigen Morgens, sodass ihm auf einer Baustelle einige abgeschnittene Bleireste in die Hände fielen und er unerkannt entkommen konnte.

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