Wolfgang Wiesmann - Das purpurne Tuch

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Bei Ausgrabungen im Römerlager in Haltern am See wird purpurnes Pulver gefunden, das 2000 Jahre lang in der Erde eingeschlossen war. Eine bahnbrechende Entdeckung – aber warum will der Ausgrabungsleiter diesen Fund vertuschen? Da sie ihm nicht mehr vertrauen kann, unterschlägt die Archäologiestudentin Angelina das nächste Ausgrabungsstück – und wird plötzlich von anonymen Anrufern bedroht, die von weiteren Funden wissen. Bei ihren Nachforschungen stößt Angelina auf die geheimnisvolle Geschichte einer Frau, die vor 2000 Jahren gelebt hat. Doch sie ist nicht die Einzige, die eine Sensation wittert. Schon bald fordert die Jagd auf die wertvollen archäologischen Fundstücke ein Todesopfer. Bei der Aufklärung des Falls wird Kommissarin Fey Amber nicht nur mit Habgier und Intrigen konfrontiert, sondern auch mit der unermesslichen Anziehungskraft jahrtausendealter Geschichte.

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VII Die Idee

Siobhan hatte ihre erste böse Lektion als Frau gelernt. Andererseits, einen Jungen hätten sie vielleicht getötet. Sie kauerte auf den Knien und sah sich nach der Figur um, kroch durchs Gras und fand sie nach einer Weile. Ihr Hemd war verdreckt und nass. Ihre Füße schmerzten vor Kälte. Frierend beugte sie sich nieder, um das Säckchen vom Wegrand aufzuheben. Etwas Pulver fiel auf ihr nasses Hemd und färbte es rötlich. Erst erschrak sie, glaubte es sei ihr Blut, doch dann wusste sie gleich, dass Assuman ihr kostbares Purpur mit auf den Weg zu den Göttern gegeben hatte. Schnell verschloss sie das Säckchen in dem Wissen, dass Purpur wertvoll war und sehr begehrt. Wer diesen Farbstoff besaß, stieß bei den Römern auf reichlich Interesse.

Von Weitem sah sie jemanden auf sich zukommen. Der Schreck steckte ihr noch im Blut, sodass sie weglaufen wollte, aber ihre Knie waren vom Kriechen auf dem eisigen Boden so steif geworden, dass sie ihr nicht gehorchten. Wie gelähmt ließ sie Freund oder Feind näher kommen, bis sie erkannte, dass es eine Frau in Lumpen war. Ihre Haare fielen ihr wild durchs Gesicht, sodass sie ihre Augen nicht sehen konnte.

„Mädchen, haben sie dich erwischt? Du blutest, lass mal sehen. Da muss Essig drauf. Damit waschen wir die Wunden, dann binden wir Comfrey drüber.“

Als die Frau zu ihr trat und die Färbung des Hemdes genauer betrachtete, wich sie zurück.

„Du bist nicht von hier. Das Blut! Es ist kein Menschenblut. Wer bist du?“

Die Frau war im Begriff, die Flucht zu ergreifen, da hob Siobhan ihr Hemd, entblößte ihre makellose weiße Brust und bat die Frau zu bleiben.

„Ich bin nicht verletzt. Das Hemd ist gefärbt. Keine Sorge. Ich bin weder ein Ungeheuer noch eine Göttin. Bitte hilf mir.“

Die Frau machte einen Schritt auf sie zu, behielt aber respektvollen Abstand.

„Die beiden Männer haben dich überfallen. War es so?“

„Ja, kennst du sie?“

„Nein. Sie haben es auch bei mir versucht, aber da hab ich ihnen meinen Ausschlag gezeigt.“

Die Frau griff mit einer Hand ihre Haare und legte sie nach hinten über den Kopf. Ihr Gesicht war übersät mit Flecken und Abszessen. Dann öffnete sie ihren Umhang und zeigte ihre vielen Pusteln und Geschwüre am Körper, am Hals und auf der Brust.

„Damit hab ich sie verjagt“, sagte sie mit einem Anflug von Stolz.

„Wieso sprichst du die Sprache der Römer?“, fragte Siobhan bibbernd. Sie hatte viele kranke Männer und Frauen während ihrer Seefahrerjahre gesehen und fürchtete das Weib nicht.

„Ich habe diese schlechte Haut seit meiner Kindheit. Lange probierte ich die Kräuter des Waldes, Blumen und die Säfte der Bäume aus, aber nichts half. Ich lernte viel. Meine Heilkunst sprach sich herum und so warben mich die Römer an, ihren Kranken und Verletzten die Wunden zu versorgen. Da lernte ich ihre Sprache. Als Frau allein unterwegs sprichst du besser Latein, gibt es doch kaum ein Gebiet, das die Römer nicht besetzt haben. Ich bin auf dem Weg in den Süden, ans große Meer. Es soll Salz darin sein, viel Salz, und ich glaube fest, ein Bad darin wird mir helfen, meine Haut zu reinigen. Ich möchte auch die Sonne dort sehen. Es heißt, sie sei heiß wie das Feuer. Sie wird meine eitrigen Wunden trocknen. Dann bin ich geheilt und nehme mir einen Mann. Ich hatte nämlich noch keinen, wie du dir denken kannst.“

Siobhan schöpfte Vertrauen.

„Wie heißt du?“

„Carmelita. Und du?“

„Ich stamme aus Iberien, dorther, wo die Sonne so heiß wie das Feuer ist. Nenn mich Siobhan, so wie mein Geliebter es wollte.“

„Dann hast du einen Mann? Erzähl mir von ihm. Willst du Kinder haben? Sag mir, wie er ist, wenn es dunkel wird und ihr euch auf die Felle bettet.“

Siobhan spürte Tränen in ihre Augen schießen, beherrschte sich aber, denn sie musste Carmelita dazu bringen, ihr zu helfen. Spätestens in der Nacht würde sie einen bitteren Kältetod sterben.

„Ich will es dir gerne sagen, doch zuvor brauche ich Kleider, sonst erfriere ich.“

Was sie da sagte, war eine Aufforderung an Carmelita, mit ihr die Kleider zu teilen, die sie am Leibe trug. Sich die verklumpten Lumpen überzuziehen, würde sie alle Kraft der Überwindung kosten. Und dennoch blieb ihr nichts anderes übrig.

Carmelita hatte mehrere Lagen Kleider über sich geworfen, wurde es im Winter doch frostig kalt und der Weg ans salzige Wasser konnte weit sein. Sie warf Siobhan ihren äußeren Umhang und einen kurzen Strick zum Binden zu.

„Nimm! Das hält dich fürs Erste warm. Und nun erzähl mir von ihm.“

Siobhan band das Gewand eng um ihren Körper und knüpfte das Säckchen mit dem Purpur an den Strick. Dann machten sich beide auf den Weg und Siobhan erzählte.

„Ich liege am Feuer unter den Fellen und mache mich warm. Wenn er dann kommt, schlägt mein Herz wie verrückt. Er steht neben mir und streift sich die Gewänder vom Körper, bis er ganz entblößt ist. Ich bewundere seine Formen, seinen Hintern und seine muskulösen Arme, die langsam unter dem Fell meine Brüste umfahren. Seine Hände gleiten über mich und ich beginne mich zu bewegen, schiebe mein Becken gegen sein Glied, von dem ich weiß, wie sehr es nach mir verlangt. Dann küssen wir uns und dabei spüre ich, wie er langsam in mich ...“

„Weiter! Ich will alles hören“, protestierte Carmelita heftig. „Sag mir, wie es sich anfühlt!“

„Ein anderes Mal. Versprochen. Ich habe eine Idee, von der ich dir jetzt lieber erzählen möchte.“

„Du wirst tun, was ich dir sage!“, keifte Carmelita und stieß sie von ihrer Seite.

Siobhan sah sich an die vielen Schaukämpfe erinnert, die sie als Junge unter Jungen ausgestanden hatte und reagierte gelassen, konterte aber trotzdem.

„Selbst wenn deine Haut einem Pfirsich glich, einen Mann bekämest du trotzdem nicht. Du bist borstig wie ein Eber. Kein grobschlächtiger Sklave geht mit einem Wildschein ins Bett, geschweige denn ein kultivierter Römer.“

Carmelita reagierte schroff.

„Du bist schön, aber das gibt dir nicht das Recht, mich zu demütigen.“

Siobhan lachte.

„So gefällst du mir schon besser. Willst du meine Idee hören?“

Carmelita ging ohne eine Antwort weiter.

„Also gut. Ich erzähl sie dir jetzt. Bei nächster Gelegenheit färben wir unsere Kleider purpur. Dann werden uns die Leute bestaunen und wir dürfen mit auf einem Wagen sitzen und gelangen schnell an einen Hafen.“

„Du bist ein törichtes Mädchen. Stehlen wird man uns die Kleider und wir landen im Wald, als Fraß für die Wölfe. Ohne mich. Wir gehen besser getrennte Wege.“

Siobhan beendete das Thema und hielt Carmelita mit Männergeschichten bei Laune.

VIII Das Ticket

Nachdem sie die Nacht eng umschlungen auf einem Lager aus trockenem Laub verbracht hatten und sich mit Schreiattacken erfolgreich gegen umherstreunende Wölfe gewehrt hatten, erreichten sie mit knurrenden Mägen ein Dorf. Bellende Hunde empfingen sie, dann schritten einige Männer in ledernen Stiefeln und mit Fellen um die Schultern und Lenden auf sie zu. Die Männer blieben nicht einfach stehen, sondern umkreisten die Besucher. Frauen, die allein auf Wanderschaft waren, sah man sich gerne näher an. Die Männer drängten sich um Siobhan, rochen an ihr und strichen durch ihr Haar. Eine zweite Frau, so mochten sie erwogen haben, wäre noch durchzufüttern und der Lohn dafür stand außer Frage. Ob aus Neid über das rege Interesse an Siobhan oder aus Männerkenntnis, Carmelita nahm ihren Stock und bahnte sich einen Weg, dicht gefolgt von Siobhan. Carmelita wusste, dass sie in der Nähe der heimischen Frauen am sichersten waren und so betraten sie eine der aus Lehm und Strauchwerk gebauten Hütten.

In der Mitte glimmte Asche in einer Feuerstelle. Eine alte und eine junge Frau saßen auf dem Boden. Die alte Frau schnitt trockenes Fleisch mit einem scharfen Stein in Streifen. Die junge Frau kaute auf einem Stück geschorenem Fell, um das Leder weich zu machen. Die Besucher erregten hier weniger Aufmerksamkeit als bei den Männern. Die Frauen warteten geduldig. Carmelita erklärte Siobhan die Situation.

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