Wolfgang Wiesmann - Das purpurne Tuch

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Bei Ausgrabungen im Römerlager in Haltern am See wird purpurnes Pulver gefunden, das 2000 Jahre lang in der Erde eingeschlossen war. Eine bahnbrechende Entdeckung – aber warum will der Ausgrabungsleiter diesen Fund vertuschen? Da sie ihm nicht mehr vertrauen kann, unterschlägt die Archäologiestudentin Angelina das nächste Ausgrabungsstück – und wird plötzlich von anonymen Anrufern bedroht, die von weiteren Funden wissen. Bei ihren Nachforschungen stößt Angelina auf die geheimnisvolle Geschichte einer Frau, die vor 2000 Jahren gelebt hat. Doch sie ist nicht die Einzige, die eine Sensation wittert. Schon bald fordert die Jagd auf die wertvollen archäologischen Fundstücke ein Todesopfer. Bei der Aufklärung des Falls wird Kommissarin Fey Amber nicht nur mit Habgier und Intrigen konfrontiert, sondern auch mit der unermesslichen Anziehungskraft jahrtausendealter Geschichte.

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Als es hell wurde, legte sich der Nebel und ein Schwarm Stare kündete Land an. Wind kam auf und straffte die Segel. Kafur ging zum Steuermann und gab ihm Instruktionen. Sie suchten Land, flache Ufer und eine Flussmündung. Assuman sprach mit Kandahar, dem Kommandanten seiner Soldaten.

„Du hast gehört, was Kafur gesagt hat. Albion ist nicht mehr fern. Wir gehen bald an Land. Bisher gab es keine Möglichkeit zur Flucht, doch Kafur und Carruso haben sich angefreundet und könnten versuchen, sich der Mission zu entziehen. Ich kann Kafur nicht gefangen nehmen, muss ihm offiziell vertrauen, sonst bringt der Kelte es fertig, unser Vorhaben im Alleingang zu durchkreuzen. Ich brauche ihn lebend und gefügig, bis er seinen Dienst erfüllt hat. Über sein weiteres Schicksal werde ich zu gegebener Zeit mit dir reden.“

„Mein Herr, du wirst mir zustimmen, dass manche der von dir auserwählten Männer alt und unerfahren im Umgang mit der Waffe sind.“

„Meine Begleiter sind Freunde, die sich dem Erbe Hannibals verpflichtet fühlen. Kafur kennt sie nicht, aber sie wissen über ihn Bescheid. Das macht sie stark und er zollt ihnen Respekt, jedenfalls bis jetzt.“

„Unterschätz das Mädchen nicht. Sie wird ihn bezirzen.“

„Ich wache Tag und Nacht über sie. Überlass das mir.“

Der Mann am Kiel drehte sich zu den Reisenden um und rief: „Land in Sicht!“

Kafur riss die Fellmaske vom Kopf, ging ans Heck und übernahm das Ruder. Carruso sah ihm voller Stolz nach und freute sich, einen Freund zu haben, der einen Kopf größer war als alle anderen.

Einen Augenblick verharrte die Freude in ihr, verwandelte sich dann aber nicht in Trübsal über die bevorstehende Trennung, sondern in Mut. Sie entfernte die hölzerne Fruchtbarkeitsgöttin zwischen ihren Schenkeln und steckte sie in ihren Umhang. Dann stand sie auf und sah an sich herab. Die beiden Kaninchenfelle waren von ihren Waden hinuntergerutscht und stülpten sich über ihre Schuhe. Assuman beobachtete ihren schlurfenden Gang. Als sie vor ihm stand, band sie die Felle fest und zupfte ihr Gewand in Position.

„Wirst du mir einen letzten Wunsch gewähren?“, fragte sie ergeben.

„Gerne. Doch dazu müsste ich ihn kennen.“

„Schenke ihm sein Leben.“

Assuman reagierte nicht. Lag darin bereits die Antwort? Sie sah ihn an, als wollte sie nur eine Bestätigung, dass ihre Frage einen wahren Kern getroffen hatte.

„Du sprichst von Kafur? Warum sollte ich nach seinem Leben trachten? Wir befinden uns auf einer Reise, die das Leben zu neuer Kraft erweckt. Du bist unsere Botin an die Götter, die deinem Charme und deiner Tugend nicht widerstehen werden.“

Carruso drehte sich zum Heck des Schiffes und blickte auf Kafur, dann wieder in Assumans angespanntes Gesicht.

„Dein Ziel ist Stonehenge. Dort rufst du andere Götter als die deinen an und hoffst, dass Kafur mich nach meinem Tod zu ihnen geleitet. Du unterwirfst dich den Göttern als Fremder und bist klug genug, ihnen treffliche Geschenke zu machen. Du opferst einen Kelten, damit du als der Überlegene dastehst. Gleichzeitig huldigst du den Göttern, indem du mir einen Begleiter zur Seite stellst, der mich auch im Tode sicher zu ihnen führt, hat er doch uns alle bis nach Stonehenge gebracht. So zeigst du, wie sehr du an die Mission und die Götter glaubst. Aber deine Rechnung geht nicht auf. Die Götter wollen, dass Kafur lebt. Er ist ein mächtiger Kriegsfürst.“

Assumans Stirnfalten glätteten sich und ein großzügiges Lächeln machte sich breit.

„Du bist eine kluge Frau, aber dein junges Temperament ist noch ungestüm. Darum will ich dir nachsehen, dass du die Fantasie der Wahrheit vorziehst. Ich habe dich lange vor unserer Fahrt beobachten lassen. Wir wussten schon vor vielen Monden, dass du eine Frau bist und kennen deinen mutigen und tadellosen Werdegang. Niemand anderes wäre geeigneter für unsere Mission gewesen. Deine Familie in Andalusien wurde von uns reich beschenkt. Dieses Abkommen zwischen dir und mir wurde erfüllt. Wisse, mein Kind, ich habe dich in mein Herz geschlossen und sehe dich hier vor mir, als wärest du meine eigene Tochter.“

„Dann hast du alles, was du wolltest. Lass Kafur am Leben und mich allein das Tor zu den Göttern durchschreiten.“

„Dich krönt edler Mut, aber hüte dich davor, in überhitzter Eile Kafur deine Reinheit zu schenken. Das wird er nicht überleben und deine Sippe in Andalusien auch nicht.“

Carruso wandte sich ab. Assuman hatte versucht sie einzuschüchtern, drohte mit Vergeltung, heuchelte ihr den bewundernden Vater vor und schmeichelte ihr, damit sie sich der Mission nicht vorzeitig entzog. Es war aussichtslos für sie, das Ritual ihrer Opferung mitbestimmen zu wollen. Wenn Assuman vorgesehen hatte, Kafur auch zu opfern, dann würde es geschehen. Blieb Assuman eine Wahl? Er musste das Beste tun, für ihn ging es um alles oder nichts. Aber nicht nur für ihn. Auch sie wollte ihre Sache gut machen. Und eigentlich war auch alles gut gewesen, aber seit der letzten Nacht hatte sich ein Gefühl gemeldet, das Kafur wichtiger machte als die Mission.

III Die Sage

Kafur hatte das Schiff sicher zur Mündung des Avon geführt. Sie waren flussaufwärts gefahren und seit drei Tagen gingen sie zu Fuß Richtung Stonehenge. Kafur hatte Carruso gestanden, noch nie dort gewesen zu sein. Er habe aber ein fabelhaftes Gedächtnis und könne sich die Erzählungen anderer Seefahrer gut merken, sodass sie den Weg nicht verfehlen würden.

Sie kamen nur langsam voran, denn der alte Handelsweg, auf dem sie sich befanden, musste erst von heruntergefallenen Ästen und Strauchwerk befreit werden. Als Packtiere hatten sie nur zwei Esel mitgenommen. Kafur hatte empfohlen, ein kleines Schiff zu wählen, da er wusste, dass sie auf ihrer Reise einen Fluss befahren würden. Auch Pferde waren nicht erlaubt.

Kafur und Carruso gingen voraus, allerdings hatte Assuman auf Sichtweite bestanden. Kafur nutzte die Gelegenheit, ungestört mit Carruso sprechen zu können.

„Assuman glaubt, dass er dich den Göttern der Kelten opfert. Ich weiß hingegen eine andere Geschichte. Wir Kelten herrschten über viele große Gebiete, vielleicht so groß wie das einstige Reich der Karthager, bevor die Römer kamen. Dann, vor etwa einhundert Sommern, brachen immer mehr Stämme auf, um neues Land zu suchen. Wir hinterließen große Städte und wanderten an die Küsten der Meere. Dabei kamen wir auch nach Stonehenge, blieben aber nicht dort, sondern zogen noch weiter, bis das unendliche kalte Meer uns stoppte.“

„Aber dann hat Stonehenge keine Bedeutung mehr und die Mission ist gescheitert. Kafur, was willst du mir sagen? Ich verliere meinen Glauben. Das tut weh. Er ist alles, was ich noch habe.“

Kafur sah sie tröstend an.

„Der Sage nach traten die Götter in dem Zirkel von Stonehenge in Erscheinung und nahmen die Toten mit in ihr Reich. Viele Stammesfürsten ließen sich nach ihrem Tod dort hinbringen, aber nicht immer kamen die Götter und holten sie ab, sodass dort ihr Leichnam beerdigt wurde, damit die Götter ihn zu anderer Zeit mitnehmen konnten. Stonehenge war eine Gottesstätte, ein Tor zu den Freuden eines Lebens, ein Leben ohne Schmerzen, ein Leben voller Wein und Liebe.“

„Und die Kelten? Warum sind sie nicht geblieben?“

„Wir haben ein Gespür für das Göttliche wie kein anderes Volk und lassen uns deswegen zu sehr von unserem Glauben leiten, statt nachzudenken. Und da wir gerne unter uns bleiben, lassen wir uns sogar vertreiben, so von den Germanen und den Römern. Stonehenge wäre unser Zentrum geworden, aber wir waren auf der Flucht und sind dann weiter an die Küsten von Albion und Hibernia gezogen“

„Werde ich den Göttern begegnen?“

„Sie werden dort sein!“

„Du verlierst nicht viele Worte.“

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