11»Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?«, fragte Gott, der HERR. »Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?«
12 P »Die Frau«, antwortete Adam, »die du mir zur Seite gestellt hast, gab mir die Frucht. Und deshalb habe ich davon gegessen.«
13 P Da fragte Gott, der HERR, die Frau: »Was hast du da getan?«
»Die Schlange verleitete mich dazu«, antwortete sie. »Deshalb aß ich von der Frucht.«
14 P Da sprach Gott, der HERR, zu der Schlange: »Weil du das getan hast, sollst du unter allen zahmen und wilden Tieren verflucht sein. Dein Leben lang sollst du auf dem Bauch kriechen und Staub fressen. 15 P Von nun an setze ich Feindschaft zwischen dir und der Frau und deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in seine Ferse beißen.«
16 P Dann sprach er zu der Frau: »Mit großer Mühe und unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen.«
17 P Und zu Adam sprach er: »Weil du auf deine Frau gehört und von der verbotenen Frucht gegessen hast, soll der Ackerboden deinetwegen verflucht sein. Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich davon zu ernähren. 18 P Dornen und Disteln werden auf ihm wachsen, doch du musst dich vom Gewächs des Feldes ernähren. 19 P Dein ganzes Leben lang wirst du im Schweiße deines Angesichts arbeiten müssen, um dich zu ernähren – bis zu dem Tag, an dem du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen wurdest. Denn du bist aus Staub und wirst wieder zu Staub werden.«
20 P Da gab Adam seiner Frau den Namen Eva, denn sie sollte die Mutter aller Menschen auf der ganzen Erde werden. 21 P Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Kleidung aus Tierfellen und zog sie ihnen an.
22Dann sprach Gott, der HERR: »Der Mensch ist geworden wie einer von uns, er kennt sowohl das Gute als auch das Böse. Nicht dass er etwa noch die Früchte vom Baum des Lebens pflückt und isst! Dann würde er ja für immer leben!« 23Deshalb schickte Gott, der HERR, Adam und seine Frau aus dem Garten Eden fort. Er gab Adam den Auftrag, den Erdboden zu bearbeiten, aus dem er gemacht war. 24 P Nachdem er sie aus dem Garten vertrieben hatte, stellte Gott, der HERR, Cherubim auf, die mit einem flammenden, blitzenden Schwert den Weg zum Baum des Lebens bewachen.
Kain, Abel und Set
1Mo 4
1Adam F schlief mit seiner Frau Eva und sie wurde schwanger. Und sie brachte Kain F zur Welt und sagte: »Mit der Hilfe des HERRN habe ich einen Mann geboren. F « 2 P Später brachte sie einen zweiten Sohn zur Welt und nannte ihn Abel F .
Familie
1. Mose 4,1
Die Schöpfungsgeschichte ist immer noch in vollem Gange. Gott ist mit seinem Schöpfungsprozess noch nicht fertig, denn in jeder Empfängnis und Geburt tut er sich mit Mann und Frau zusammen, um neues Leben zu schaffen. Sex verbindet nicht nur Mann und Frau miteinander, sondern bindet auch Gott mit ein, denn er als Schöpfer macht Empfängnis und Geburt erst möglich. Wenn ein Paar ein Kind zeugt, kommt Gott dazu, um eine lebende Seele zu erschaffen. Das allein ist schon Grund genug dafür, dass Sex in der Ehe als etwas Heiliges gefeiert werden sollte, und nicht schamvoll ist oder etwas, das ertragen werden muss.
Abel wurde ein Schafhirte, Kain ein Bauer. 3 P Nach einiger Zeit opferte Kain dem Herrn einen Teil seiner Ernte. 4 P Und auch Abel opferte ihm von den erstgeborenen Lämmern aus seiner Herde und von ihrem Fett. Der HERR sah wohlwollend auf Abel und nahm sein Opfer an, 5Kain und sein Opfer jedoch wies er zurück. Da wurde Kain sehr zornig und er blickte grimmig zu Boden.
Motivation
1. Mose 4,3-5
Deine Motive sind für Gott wichtig. Der Zustand deines Herzens ist entscheidend für den Zustand deiner Beziehung zu ihm. Wenn du nur aus Pflichtgefühl zu Gott kommst, oder nur damit er nicht wütend auf dich ist, oder um ihn zu besänftigen, damit du etwas von ihm bekommst, dann suchst du aus den falschen Gründen die Beziehung zu ihm. Wenn du mit der demütigen Sehnsucht zu ihm kommst, ihn kennenzulernen und zu erfahren, was er sich für dich wünscht, geht es weniger um dich selbst als darum, ihn zu lieben und ihm zu gefallen. Es ist durchaus möglich, dass Gott Kains Opfer ablehnte, weil Kains Motivation selbstbezogen war. Wenn deine Motive egoistisch sind, kann selbst augenscheinlich richtiges Verhalten nicht richtig sein.
Verschwende keine guten Taten durch falsche Motive. Du wirst bald erkennen, dass deine Taten dann umsonst sind. Aber richtige Motivation führt zu bedeutungsvollen Taten, selbst in den kleinsten Dingen. Wichtiger noch: Wenn du ein geistliches Leben aus selbstsüchtigen Motiven anstrebst, dann beraubst du dich selbst der Freude, die Gott für dich vorgesehen hat.
6»Warum bist du so zornig?«, fragte der HERR ihn. 7 P »Warum blickst du so grimmig zu Boden? Ist es nicht so: Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du frei umherschauen. Wenn du jedoch Böses planst, lauert die Sünde dir auf. Sie will dich zu Fall bringen. Du aber sollst über sie herrschen!«
8 P Später schlug Kain seinem Bruder Abel vor: »Komm, wir gehen aufs Feld hinaus.« Als sie dort waren, fiel Kain über seinen Bruder her und schlug ihn tot.
9 P Da fragte der HERR Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?«
»Ich weiß es nicht«, entgegnete Kain. »Soll ich etwa ständig auf ihn aufpassen?«
10 P Doch der HERR sprach: »Was hast du getan? Hörst du nicht: Das Blut deines Bruders schreit zu mir? 11 P Deshalb sollst du verflucht sein und musst den Acker verlassen, den du mit dem Blut deines Bruders befleckt hast. 12 P Er wird keinen Ertrag mehr bringen, auch wenn du noch so hart arbeitest. Von jetzt an sollst du ein Flüchtling sein, der heimatlos von Ort zu Ort irrt.«
13Kain entgegnete dem HERRN: »Meine Strafe F ist zu hart, ich kann sie nicht ertragen. 14 P Du vertreibst mich heute von meinem Land und ich muss mich vor dir verstecken. Ich werde ein heimatloser Flüchtling sein, der von Ort zu Ort irrt. Jeder, der mir begegnet, wird mich töten!«
15Doch der HERR antwortete ihm: »Wenn dich jemand tötet, sollst du siebenmal gerächt werden.« Und er versah Kain mit einem Zeichen, damit niemand ihn töten würde. 16Dann verließ Kain die Gegenwart des HERRN und ließ sich im Lande Nod F , östlich von Eden, nieder.
17 P Kain schlief mit seiner Frau und sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt, den sie Henoch nannten. Kain baute eine Stadt und benannte sie nach seinem Sohn Henoch.
18Henoch war der Vater F von Irad. Irad war der Vater von Mehujaël. Mehujaël war der Vater von Metuschaël. Metuschaël war der Vater von Lamech.
19Lamech heiratete zwei Frauen: die eine hieß Ada und die andere Zilla. 20Ada bekam einen Sohn, der den Namen Jabal erhielt. Jabal war der erste Hirte, der in Zelten lebte. 21Sein Bruder hieß Jubal; der erste aller Zither- und Flötenspieler. 22Der Sohn von Lamechs anderer Frau, Zilla, hieß Tubal-Kain. Er war der erste Schmied, der bronzene und eiserne Geräte herstellte. Tubal-Kains Schwester hieß Naama.
23 P Eines Tages sagte Lamech: »Ada und Zilla, meine Frauen, hört, was ich sage. Ich töte einen Mann, wenn er mich verwundet, und einen Jungen, wenn er mich leicht verletzt. 24Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so soll Lamech siebenundsiebzigfach gerächt werden!«
25 P Adam und Eva bekamen noch einen Sohn. Eva nannte ihn Set F , denn sie sagte: »Gott hat mir noch einen Sohn geschenkt als Ersatz für Abel, der von Kain getötet wurde.« 26 P Auch Set bekam später einen Sohn, den er Enosch F nannte. Zu jener Zeit begannen die Menschen den HERRN anzubeten.
Von Adam bis Noah
1Mo 5
1 P Dies ist das Verzeichnis der Nachkommen Adams. Als Gott die Menschen schuf, formte er sie nach seinem eigenen Bild. 2 P Er schuf sie als Mann und Frau, segnete sie und nannte sie ›Mensch‹.
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