Jan Fries - Der Kessel der Götter

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Der Kessel der Götter ist die bisher umfangreichste und praktischste Einführung in die Welt der keltischen Magie. In gewohnt lebendiger Weise führt der Autor die LeserInnen auf einer Reise von den Hügelbauern und gefährlichen Toten der Hallstatt-Zeit über die Götter, Heiligtümer, Druiden und ZauberInnen der La Tène-Periode zum mittelalterlichen Barden- und Sehertum der Inselkelten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung der oft nur fragmentär nachweisbaren Riten und Trancepraktiken. In zahlreichen praktischen Übungen und Meditationen lernt der Leser, einen eigenen Weg in die Welt der frühzeitlichen heidnischen Religionen zu finden. Wer makabres Totenbrauchtum, Reisen in die Anderswelten, Besessenheitstrancen, die persönliche Muse und die Wiedergeburtsriten der Kultkessel erleben will, ist mit diesem Werk bestens bedient. Der Kessel der Götter bietet neben viel vor- und frühgeschichtlicher Archäologie und neuesten textkritischen Untersuchungen der inselkeltischen Mythen auch die erste zeitgemäße Übersetzung der mystischen Lieder des britischen Barden Taliesin. Hinzu kommt eine gründliche Einführung in die altirische Ogham Schrift, die mittelalterlichen Baum- und Pflanzenzauberei und die Wahrsagungs- und Visionspraktiken der Barden und Seher. Die deutsche Ausgabe wurde vom Autor komplett überarbeitet und um 80 Seiten erweitert. Über 300 Abbildungen illustrieren den vielschichtigen Text und bieten Anregung für neue Einsichten und Erfahrungen.

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Epona begleitet von Pferden und Eseln gefunden in der römischen Festung - фото 45

Epona, begleitet von Pferden und Eseln

gefunden in der römischen Festung Kapersburg, Taunus, Hessen, Deutschland

Diejenigen, die Jahre später zurückkehrten, waren mit unerhörten Schätzen beladen. Unter diesen Schätzen befand sich etwas ganz Einmaliges. Winzige Scheiben aus Gold, sehr klein, aber dennoch sehr sorgfältig gemacht. Auf der einen Seite war ein Kopf im Profil zu sehen (üblicherweise der alte Philipp oder der junge Alexander mit seinem halbgöttlichen Widderhorn-Haarschnitt) und auf der anderen Seite ein Reiter oder Wagenlenker mit Pferd. Die ersten Münzen, die die Kelten herstellten, sahen fast genauso aus wie die Originale. Mit anderen Worten, es war ein Kopf darauf abgebildet, ein Reiter oder Wagenlenker mit Pferd und irgendwelche Krakelzeichen (die Inschrift). Natürlich waren diese Münzen nicht dazu gedacht, irgendetwas damit zu bezahlen. Wenn man etwas erwerben wollte, zahlte man mit Vieh, Lebensmitteln oder Stangen aus Gußeisen, die als Währung dienten. Mit letzterem Zahlungsmittel ging es am Leichtesten, da man Gußeisen je nach Preis schneiden konnte. Die ersten Münzen aus Gallien und Südgermanien hatten eher etwas von Talismanen – wertvolle Geschenke von großen Häuptlingen, um ihre Krieger bei Laune zu halten, oder nützliche Opfergaben, die oft in Tempelbezirken verstreut oder vergraben wurden. Sie waren etwas, was man den Göttern anbieten konnte. Die keltische Münzherstellung begann also langsam im 4. Jahrhundert vor unserer Zeit und blühte bereits im 2. Jahrhundert. Zu dieser Zeit waren die meisten Designs sehr originell und völlig keltisch geworden. Sieh Dir die Bilder einmal genau an. Stell sie (oder Dich) auch mal auf den Kopf. Keltische Kunst ist vieldeutig und hat viele Bedeutungsebenen. Manches sieht man nur, wenn man es herumdreht. Oder, wenn man aufhört zu denken und in völligem Schweigen die pulsierenden Linien betrachtet. Es liegt viel Magie in diesen winzigen Bildern. Sie können zu so vielen Zwecken verwendet werden, dass ich nicht verstehe, weshalb sie nicht häufiger auf heidnischen Schmuckstücken, bemalten Trommelfellen, Meditationsmandalas, T-Shirts, trendigen Tattoos oder Wahrsagekarten auftauchen. Sieh sie mit Deiner Seele an. Sie sind wie Pentakel der Evokation. Du kannst die Geister mit diesen Bildern wecken.

Kopfkulte

Das andere Thema, mit dem wir uns noch beschäftigen sollten, ist der sogenannte Kopfkult. Ob es tatsächlich ein spezifischer Kult war oder ob Köpfe einfach ein grundlegendes Element verschiedener Religionen sind, steht zur Debatte. Viele keltische Völker waren begeisterte Kopfjäger. Die klassischen Autoren wiesen ausgiebig darauf hin, wohl hauptsächlich, weil sie es nicht verstanden. Kopfjagd folgt nicht überall auf der Erde den gleichen Gesetzen, daher sollten wir uns hüten, das alte Europa aus dem Blickwinkel eines Schrumpfkopfherstellers aus dem Amazonasgebiet zu interpretieren.

Was genau hinter den keltischen Kopfjagden steckte, ist schwer zu sagen. Griechische Händler waren laut Diodorus und Strabo sehr verblüfft, zu sehen, dass adlige gallische Krieger einbalsamierte Köpfe in Holzkisten aufbewahrten, und als sie für diese schaurigen Souvenirs gutes Geld boten, waren sie noch verblüffter, zu erfahren, dass sich ihre Besitzer für keinen Preis von ihnen trennen wollten. Archäologisches Beweismaterial stützt diese These. Die berühmtesten Schädel findet man in den Tempeln von Roquepertuse und Entremont. Ersterer hatte ein von einem Raubvogel gekröntes Portal, obgleich manche Autoritäten ihn für einen Wasservogel halten. Darunter befand sich eine Reihe von Nischen, die menschliche Schädel beherbergten. Laut Ann Ross stammten sie alle von Männern, keiner im Alter über 40. Im letzteren waren die Köpfe grob aus Stein gehauen. Beide Traditionen können in vielen Fällen zurückverfolgt werden. Abbilder von Köpfen schmückten viele Kultplätze, Schreine und Wälle und gelegentlich sogar mittelalterliche Kirchen. Man findet Köpfe auf Kultgegenständen, Dolchgriffen, Kesseln und Trinkgefäßen. Köpfe waren bei den Kelten so populär, dass Ann Ross sie zum keltischen religiösen Symbol par excellence erklärte. Oft sehen die Köpfe sehr primitiv aus. Es ist schwer zu glauben, dass die hervorragenden Handwerker der La Tène-Zeit nichts Besseres hätten anfertigen können. Wenn die Köpfe rudimentär, ungestalt oder völlig entstellt waren, muss das Absicht gewesen sein. Ein Kopf war ein Kopf – das funktionierte immer.

Ob diese Köpfe eine apotropäische Funktion hatten oder ob sie Ahnen, erschlagene Feinde oder gar Götter darstellten, kann man nicht sagen. Die Kelten haben keine Aufzeichnungen darüber hinterlassen, was man mit Köpfen anfangen kann. Wenn wir uns die echten Schädel ansehen, die sie hinterlassen haben, wird es sogar noch verzwickter. Stell Dir vor, wie die schlachtenmüden Krieger zu ihrer Gemeinschaft zurückkehren; blutüberströmte Köpfe baumeln von ihren Sätteln, und mit Fliegen bedecktes Aas steckt auf den Spitzen ihrer Lanzen. So mancher irische Mythos stellt die Kopfjagd als schöne Kunst und netten Zeitvertreib für echte Männer dar. Echte Männer scheinen dann auch verblüffend wenige Freunde zu haben. Wie Conall so stolz verkündet, als er das Heldenrecht beansprucht, ein Schwein zu zerlegen (Die Geschichte von Mac Da Thos Schwein, Übers. Gantz):

„Ich schwöre bei dem, auf was mein Stamm schwört: Seit ich zum ersten Mal den Speer in die Hand nahm, ist kein Tag vergangen, ohne dass ich einen Krieger aus Connacht getötet habe, keine einzige Nacht, in der ich nicht Brände gelegt habe, und niemals habe ich geschlafen ohne einen Connachta-Kopf unter meinem Knie.”

„Du bist ein besserer Krieger als ich, das ist wahr” erwiderte Cet. „Wäre Anluan hier, er würde Dir eine größere Herausforderung bieten. Es ist unser Unglück, dass er nicht im Haus ist.”

„Oh, aber das ist er doch”, sprach Conall, und er zog Anluans Kopf aus seinem Beutel und warf ihn Cet gegen die Brust, so dass eine Mundvoll Blut über die Lippen spritzte.

Falls Du Dir je die Kelten als romantisch vorgestellt hast, denk an diesen Kopf. Es überrascht kaum, dass Joyce auf derartige Geschichten über hirnlose Heldentaten mit einem epischen Roman über normale Leute reagierte, die einen ganz und gar unheroischen Tag hatten. Ich zweifle zwar daran, dass alle Kelten derartig einfältige Gemetzel genossen, aber das Faktum bleibt, dass Köpfe etwas Besonderes waren. Irische Geschichten berichten, dass Köpfe von Feinden enden konnten, indem man sie am Spiess räucherte oder auf einer Stange in den Misthaufen steckte.

Andererseits wurden viele Köpfe verehrt. Wie uns Livius berichtet, wurde der Kopf eines vielversprechenden römischen Staatsmanns in ein sehr geschätztes Trinkgefäß verwandelt und von den Boiern um das Jahr 216 vor unserer Zeit in einem Schrein aufbewahrt. Ein Altar aus Apt, der mit dem Namen des Mars und einer Anzahl seiner keltischen Anhänger versehen war, thronte oberhalb einer Sammlung von acht bis neun Menschenschädeln. Die einfachste Erklärung ist nun, dass die Köpfe von Feinden in diesen Tempeln als Trophäen verehrt wurden. Natürlich kann man genauso gut annehmen, dass die Köpfe der Priesterschaft auf diese Weise aufbewahrt wurden, oder dass es sich um eine Sammlung besonderer Helden handelte, die hier ausgestellt wurden.

Wenn der Kopf tatsächlich der Sitz der Seele ist, wie einige Kelten geglaubt zu haben scheinen, dann ist es vielleicht sogar eine Ehre, wenn Dein Kopf unter dem Altar aufbewahrt wird. Es ist schwieriger zu verstehen, wenn man sich die Schriften der römischen Autoren ansieht, die behaupten, dass die Völker Galliens an eine Reinkarnation glaubten. Mit welcher Art von anderem Leben oder Wiedergeburt darfst Du rechnen, wenn Dein Kopf an einem Ehrenplatz ruht oder bei irgendwem im Klo verwest? Das führt uns zum nächsten Schritt unserer Reise. Wer waren die Priester der keltischen Religion?

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