Jan Fries - Der Kessel der Götter

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Der Kessel der Götter ist die bisher umfangreichste und praktischste Einführung in die Welt der keltischen Magie. In gewohnt lebendiger Weise führt der Autor die LeserInnen auf einer Reise von den Hügelbauern und gefährlichen Toten der Hallstatt-Zeit über die Götter, Heiligtümer, Druiden und ZauberInnen der La Tène-Periode zum mittelalterlichen Barden- und Sehertum der Inselkelten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung der oft nur fragmentär nachweisbaren Riten und Trancepraktiken. In zahlreichen praktischen Übungen und Meditationen lernt der Leser, einen eigenen Weg in die Welt der frühzeitlichen heidnischen Religionen zu finden. Wer makabres Totenbrauchtum, Reisen in die Anderswelten, Besessenheitstrancen, die persönliche Muse und die Wiedergeburtsriten der Kultkessel erleben will, ist mit diesem Werk bestens bedient. Der Kessel der Götter bietet neben viel vor- und frühgeschichtlicher Archäologie und neuesten textkritischen Untersuchungen der inselkeltischen Mythen auch die erste zeitgemäße Übersetzung der mystischen Lieder des britischen Barden Taliesin. Hinzu kommt eine gründliche Einführung in die altirische Ogham Schrift, die mittelalterlichen Baum- und Pflanzenzauberei und die Wahrsagungs- und Visionspraktiken der Barden und Seher. Die deutsche Ausgabe wurde vom Autor komplett überarbeitet und um 80 Seiten erweitert. Über 300 Abbildungen illustrieren den vielschichtigen Text und bieten Anregung für neue Einsichten und Erfahrungen.

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Vielleicht mal eine Bemerkung am Rande: Eines der Probleme der modernen Forschung ist, dass so viele frühere Forscher das Material schlampig behandelt haben. Etwa so, wie die ersten Archäologen ihre Arbeit verrichtet haben, indem sie Gräber mit Hilfe von Sprengstoff freigelegten, hatten die ersten Prähistoriker eine reichlich naive Einstellung und gaben Erklärungen zu allerhand Dingen ab, die sie noch nicht einmal halb verstanden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert hungerten viele europäische Nationen nach Informationen über die Religion und Kultur ihrer angeblichen Vorfahren, und Wissenschaftler wurden dafür bezahlt, dass sie Resultate vorweisen konnten, ganz egal, wie. Das war die Zeit, wo nationale Identität „in” war, als eine Nachfrage bestand nach Ahnen, auf die man stolz sein konnte. Es war die Zeit einiger großer Fälschungen. Es war auch die Zeit, in der Wissenschaftler, die Fragezeichen stehen liessen, anstatt (falsche) Gewissheiten zu liefern, schnell arbeitslos wurden. Und das Schlimmste von allem war die Politik. Es ist schwer vorzustellen, aber die Leute glaubten damals noch an Politik. Französische Prähistoriker überzeugten ihre Landsleute davon, dass der Ursprung aller keltischen Kultur Gallien sei. Deutsche Historiker postulierten einen uralten Konflikt zwischen stolzen, edelgesonnenen Germanen mit degenerierten Kelten, die zu leicht an berauschenden Wein aus südlichen Landen herankamen. Englische Wissenschaftler gingen noch einen Schritt weiter und vermuteten, dass sich ein tiefer Graben zwischen den keltischen und den angelsächsischen Bewohnern ihres Landes aufgetan habe. Die Angelsachsen, so dachten sie, seien geradlinige, logische Denker gewesen, sehr nüchtern, ein bisschen langweilig, aber wirklich prima Verwaltungsbeamte. Die Kelten dachten in Spiralen, pflegten eine Million abergläubischer Bräuche, waren sehr intuitiv und außerdem gute Dichter. Anhand solcher Theorien war leicht zu erklären, weshalb die Engländer die regierende Schicht waren und die Waliser, Schotten und Iren sich glücklich schätzen konnten, dass solche fähigen Denker über sie herrschten und sie ausbeuteten.

Derartiges wurde von Wissenschaftlern ausgebrütet und eifrig von der Öffentlichkeit aufgesogen. Da so viele politische Spannungen dahinter steckten, wurde von einem fundamentalen Unterschied zwischen Briten und Angelsachsen (Kelten und Germanen) ausgegangen. Solche Theorien dienten auch dazu, um wissenschaftlich zu beweisen, dass die Iren außerstande waren, sich selbst zu regieren. Manche Wissenschaftler gingen auch noch über diesen Punkt hinaus und fanden, die ganze Sache hätte etwas mit arischer Überlegenheit zu tun. Ihrer Meinung nach waren die Iren noch nicht einmal Indo-Europäer. Um das ärgerliche Faktum zu verheimlichen, dass Irisch durchaus eine indo-europäische Sprache ist, erfanden sie eine Anzahl vager neuer Begriffe und eine dunkelhäutige „hibernische” oder „atlantische” Rasse, von denen die Iren angeblich abstammten. Wenn Dir in der Literatur kleine, dunkelhäutige Kelten und große, blonde Germanen begegnen, kannst Du davon ausgehen, dass sie im 19. Jahrhundert erfunden wurden.

Moderne Wissenschaftler haben diese Theorien längst dem Orkus anvertraut – die Öffentlichkeit aber nicht. Bis zum heutigen Tag glaubt man, die Kelten hätten eine romantische Kultur voller Magie gehabt, während die Germanen und die Angelsachsen oft als nüchtern und ernst dargestellt werden. Und das trotz aller Gegenbeweise. Natürlich kennen wir viele keltische Mythen, aber Rituale haben kaum überlebt. Die Zaubersprüche und Rituale der Angelsachsen sind viel besser dokumentiert, von denen der Nordgermanen ganz zu schweigen.

Und da wir gerade dabei sind, ist Dir aufgefallen, dass die Art, wie vor hundert Jahren der Unterschied zwischen den sogenannten Kelten und Germanen definiert wurde, ziemlich große Ähnlichkeit mit dem Gewäsch hat, das Leute von sich geben, wenn man sie bittet, die Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Denken zu definieren? Oder mit dem abergläubischen Blödsinn, der in den 70´er Jahren über die Hirnhälften verzapft wurde?

Götter des Landes

Fahren wir fort mit den Gottheiten der späten La Tène-Zeit. Wie Du Dich vielleicht erinnerst, wurden viele Göttinnen mit Wasser assoziiert und in Gestalt von Quellen, Seen und Flüssen verehrt. Andere Göttinnen waren für das Land zuständig. Die Göttin Abnoba wurde mit einer Bergkette gleichen Namens in Verbindung gebracht, sie stimmt mit dem Schwarzwald überein.

Spekulative Kosmologie Eine Viereckschanze träumen Die Göttin Arduinna war - фото 43

Spekulative Kosmologie. Eine Viereckschanze träumen.

Die Göttin Arduinna war für die Ardennen zwischen Maas und Rhein zuständig. Eine ähnliche Beziehung existiert zwischen der Göttin Boand und dem Fluss Boyne, dem Gott Condatis und der Stadt Condate, der Göttin Eriu und Irland und so weiter. Viele Götter sind bekannt, die für die Landschaft vor Ort standen. Diese Gottheiten waren für die Anwohner sehr wichtig – die Stämme dagegen, die ein paar hundert Meilen weiter weg lebten, kannten sie kaum und machten sich auch nichts aus ihnen. Das mag zu Problemen geführt haben, wenn die Stämme wanderten, was bereits in der Hallstattzeit passiert war (es gibt einige Hinweise auf Siedler vom Hallstatt-Typ in Britannien um 600 vor unserer Zeit, mit denen die britische Eisenzeit begann), noch häufiger aber kam das zwischen 350 und 200 vor unserer Zeit vor, als keltische Stämme über ganz Europa und Kleinasien ausschwärmten. Was passierte mit den Lokalgottheiten, wenn ihre Anhänger auswanderten? Was denkst Du?

In vielen (aber nicht allen) Fällen wurde das Land als eine oder mehrere Göttinnen personifiziert. Das führte zu dem irischen Brauch, den König mit der Schutzgottheit des Landes zu verheiraten. Du hast wahrscheinlich schon einmal von dieser Zeremonie gehört. Eine ziemlich wüste Version davon wurde von Gerald of Wales im späten 12. Jahrhundert aufgezeichnet: Der potentielle König von Donegal kopulierte mit einer Stute. Nach dem Verkehr wurde das Pferd getötet und in einem Kessel gekocht. Die Untertanen aßen das Fleisch, während der König in der Brühe badete. Dann wurde er in Weiß gekleidet, musste barfuß in einem Fußabdruck stehen, der in einen Felsen gemeißelt war und erhielt schließlich seinen Amtsstab. Die Stute verkörpert in dieser Geschichte die Schutzgottheit des Landes, was nicht unwahrscheinlich ist. Allerdings sollte ich hinzufügen, dass die Geschichte, abgesehen von ein paar archaischen Elementen, fragwürdig ist. Schriftsteller zitieren die Geschichte im Allgemeinen so, als sei Gerald persönlich dabei gewesen und kommentieren sie mit Bezug auf alte indische Pferdekulte und –opfer, was einigermaßen spaßig ist. Sie erwähnen kaum je, dass Gerald niemals in Donegal war, Donegal zu seiner Zeit seit sechs Jahrhunderten christlich war und dass die Leute, die diese Geschichte überlieferten, dem fraglichen Königshaus nicht sonderlich wohlgesonnen waren.

Ob die gallischen Kelten an Schutzgöttinnen glaubten, mit denen der König verheiratet werden sollte, steht zur Debatte; als Cäsar nach Gallien kam, war die Einrichtung des Königtums schon lange durch einen permanent zankenden Adel ersetzt worden. Die britannischen Kelten scheinen sich von den Iren darin unterschieden zu haben, dass sie eine Anzahl von Königinnen hatten. Das wirft ein zweifelhaftes Licht auf die Frage, ob der Regent mit der Göttin des Landes verheiratet wurde. Heirateten diese Königinnen dann eine männliche Gottheit, oder war diese Symbolik von untergeordneter Bedeutung oder unbekannt? Für andere keltische Länder gibt es überhaupt kein Beweismaterial. Wir könnten unsere Spekulation noch eine Weile fortsetzen, ohne hinterher irgendwie schlauer zu sein.

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