Barbara Merten - Mordsmäßig heilig

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Aus verschiedenen Eichsfelder Kirchen sind wertvolle Skulpturen verschwunden. Hauptkommissar Schneider, der »Schnüffler« vom Duderstädter Polizeirevier, übernimmt den Fall. Doch die Diebe haben keinerlei Spuren hinterlassen. Kann seine Frau Mathilde ihm helfen? Kein angenehmer Gedanke für den Kommissar, der ziemlich unter Druck gerät, als auch noch eine Frau auf dem Campingplatz in Nesselröden tot aufgefunden wird. Nun muss er zwei Fälle lösen. Das Prekäre an der Sache: Das Morden geht weiter. Die Suche nach den Tätern führt ihn aus seinem Revier hinaus bis in den Harz. Außerdem soll am Wochenende noch die Hochzeitsfeier seines jüngeren Bruders auf dem Höherberg stattfinden. Hin- und hergerissen zwischen beruflichen und privaten Erwartungen macht sich Schneider an die Arbeit.
Auch in ihrem zweiten Band lässt Barbara Merten den wanderfreudigen Hauptkommissar die Gegend um die Tatorte erkunden. Fünf Wanderungen hat er für die Leserinnen und Leser nach Abschluss der Fälle zusammengestellt. Folgen Sie dem Ermittler auf spannende und entspannende Touren in die Natur, abseits vom Mainstream.

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Kapitel 1

Mordsmäßig heilig - изображение 3

Die Frage ist nicht, was man betrachtet, sondern was man sieht.

– Henry David Thoreau –

Mittwochnachmittag

Auf der Polizeiwache in Gieboldehausen klingelte das Telefon. Wachtmeisterin Marie Steffen, die heute Telefondienst hatte, nahm ab. Eine schrille Frauenstimme drang schmerzhaft in ihr Ohr.

»Hallo? Is doa die Polißei in Cheboldehusen?«

Marie hielt den Hörer auf Abstand. Wahrscheinlich ist die Frau schwerhörig. »Ja, hier ist die Polizeidienststelle Gieboldehausen. Sie sprechen mit Wachtmeisterin Marie Steffen«, antwortete sie deshalb auch lauter als gewöhnlich. »Was kann ich für Sie tun?«

»Ähm, wie soll eek sei dat säjen? … Ja ähm ...« Die Frau schien zu überlegen.

»Von wo rufen Sie denn an?«, erkundigte sich Marie.

»Eek? Ja, von truus«, brüllte die Frau vorwurfsvoll, so als müsste die Polizei das doch wissen.

»Aha, von zu Hause, truus. Ich verstehe. Sagen Sie mir Ihren Namen und Ihre Adresse?«, fragte Marie nach.

Die Frau antwortete nicht. Nach kurzer Zeit, Marie war schon drauf und dran aufzulegen, begann sie in einigermaßen verständlichem Hochdeutsch zu sprechen.

»Ja, dat iss so. Ich war jerade in der Kirche und wollte bei unserer Madonna eine Kerze anstecken. Wissen Se, heute hat mein Sohn nämlich Geburtstag. Aber der ist schon tot. 2012 iss er an Krebs jestorben. Eine schreckliche Krankheit. Das können Se mir glauben. Ich habe ihn jepflegt, bis zum letzten Atemzug. Heilige Maria, bitte für uns«, betete die Frau. Dann schien sie sich zu schnäuzen.

Marie nutzte die kurze Pause und fragte noch einmal: »Wie heißen Sie denn? Und wo wohnen Sie?«

»Ja, wie ich heiße?«, entrüstete sich die Frau. »Trudchen. Ähm.« Sie schien wieder zu überlegen. »Ach so, ja. Das können Se ja nich wissen – Gertrud Rudolf aus Charmeshusen. Mein Mann ist auch schon tot. Ich bin hier ganz allein. Die Tochter wohnt nämlich in Göttingen. Iss ´ne Studierte. Hat alles mein Mann bezahlt. Nun iss se wech und ich sitze hier. Aber ich geh jeden Tag in die Kirche, obwohl die Pfarrer ja keine Messen mehr feiern. Wegen der Corona! Wissen Se, die iss vom Teufel! Könn Se mir glauben. Aber die Mutter Gottes, das ist meine Fürsprecherin – Heilige Maria! Und die iss nu auch wech. Haben se die wechgebracht? In Quarantäne?«

Angespannt versuchte die Wachtmeisterin, aus dem Durcheinander Schlüsse zu ziehen. Ihr war nicht klar, ob die Frau vor Aufregung wirr redete oder ob sie dement war. »Frau Rudolf. Habe ich Sie richtig verstanden? Sie wohnen in Germershausen und waren in der Kirche?«, hakte Marie nach.

»Ja, sag ich Se doch! Wollte bei der Mutter Gottes den Rosenkranz beten und eine Kerze anstecken. Aber da iss keine Madonna mehr! Iss denn die janze Welt verrückt jeworden?« Frau Rudolf schien ernsthaft besorgt.

»Nein, Frau Rudolph. Die Welt ist nicht verrückt geworden. Das glaube ich nicht. Aber danke, dass Sie angerufen haben. Ich werde mich darum kümmern. Können Sie mir sagen, wer morgens die Kirche aufschließt?«

»Ja, das macht Frau Hundeshagen. Die wohnt im Unterdorf, muss nur über die Brücke gehen. Und wenn Se was vom Pfarrer wissen wollen, den jibt es hier nich mehr, auch nich im Kloster. Alles leer. Der Pfarrer aus Göttingen, der iss jetzt auch für Duderstadt zuständig, der kommt manchmal«, antwortete Frau Rudolf und es schien der Wachtmeisterin, dass die Frau, je länger sie redete, klarer denken und reden konnte.

»Sagen Sie mir noch in welcher Straße Sie wohnen, Frau Rudolph? Dann können wir uns bei Ihnen melden, wenn wir noch Fragen haben«, erklärte Marie. Die Frau gab ihre Adresse an, wünschte der Polizistin einen schönen Feierabend und legte auf. Sprachlos starrte Marie Steffen auf den Hörer. »Was war das jetzt? Erst ist die Frau total gaga und dann wieder normal. Wollte die mich verschaukeln?«

Wachtmeister Kowalski guckte zur Tür herein.

»Führst du Selbstgespräche?« Argwöhnisch schaute er Marie an. Sie reagierte nicht, schien in Gedanken weit weg zu sein. Plötzlich zuckte sie zusammen.

»Ey, musst du mich so erschrecken?«, fuhr sie den Kollegen an. »Ich hatte eben ein ganz komisches Telefonat.« Sie berichtete von dem eigenartigen Gespräch mit Frau Rudolf.

»Am besten, du rufst bei der Frau Hundeshagen an. Die weiß sicherlich, warum die Mutter Gottes nicht an ihrem Platz steht. Vielleicht wird sie für die Wallfahrt geputzt.«

»Hallo? Es gibt in diesem Jahr keine Wallfahrt. Schon vergessen? Wir leben im Coronamodus. Das gemeinschaftliche Leben wurde heruntergefahren«, sagte Marie und zog prophylaktisch ihren Mundschutz, der ihr am Hals baumelte, übers Gesicht, um Kowalskis Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen.

»Daran gewöhne ich mich nie! Alles wird gestrichen. Die große Wallfahrt ist doch immer ein Highlight im Kirchenjahr und ein Gemeinschaftserlebnis für uns Eichsfelder. Wo findest du das noch? Aber ruf an. Irgendetwas stimmt da nicht«, meinte Kowalski und verließ kopfschüttelnd das Zimmer.

Marie zog den Mundschutz wieder runter, schnaubte einmal nach frischer Luft und rief ihm hinterher: »Ich gewöhne mich auch nicht dran, aber wat mot, dat mot!«

Gott sei Dank gab es in Germershausen nur eine Nummer unter dem Namen ›Hundeshagen‹. Die Wachtmeisterin wählte und erreichte die Frau sofort. Sie erkundigte sich, ob es einen Grund gab, warum die Muttergottesstatue in der Wallfahrtskirche nicht an ihrem Platz stünde. Es hätte sich jemand bei der Polizei gemeldet und gesagt, dass der Schrein leer sei.

Frau Hundeshagen reagierte aufgebracht hektisch. »Der Schrein ist leer? Das kann nicht sein. Wir haben doch eine Alarmanlage! Ich geh sofort nachgucken.« Sie legte auf, noch ehe Marie etwas sagen konnte.

Wieder starrte die Polizistin das Telefon an. »Und nun?« Sie stand auf und ging rüber zu Kowalski ins andere Zimmer. »Gibt es in Germershausen nur Bekloppte? Die Frau hat einfach aufgelegt. Jetzt kann ich warten, bis sie wieder anruft.«

»Dann lass uns einen Kaffee trinken. Ich lade dich ein«, grinste der Polizist und ging hinüber zur Kapselmaschine. »Melange? Oder schwarz?«

»Cappuccino, bitte«, antwortete Marie mit einem Lächeln. Mit ihrem Kollegen kam sie sehr gut aus. Er beruhigte ungemein und machte die tägliche Arbeit um einiges leichter, sowohl die öden Tage am Schreibtisch als auch die stressigen im Einsatz. Ein väterlicher Freund. Sie klönten kaum eine Viertelstunde, da bimmelte das Telefon.

»Polizei...«

»Kommen Sie schnell! Die Madonna ist weg!«

Marie machte Kowalski ein Zeichen und stellte das Telefon laut, sodass er mithören konnte. »Frau Hundeshagen, beruhigen Sie sich!«, sagte sie, aber die Leitung war tot. Frau Hundeshagen hatte schon wieder aufgelegt. Marie schüttelte den Kopf und zuckte die Achseln. »Die lässt mich einfach nicht zu Wort kommen. Schreckliche Frau!«

Kowalski schnappte den Autoschlüssel: »Komm, wir fahren hin und schauen uns das an. Dann können wir persönlich mit ihr reden und uns ein Bild machen.«

Als sie in Germershausen auf dem Parkplatz vor der Wallfahrtskirche anhielten, konnten sie kaum glauben, was sich vor ihren Augen abspielte. Von allen Seiten kamen Leute, steuerten auf die Kirche zu. Einer in Hausschuhen, ein anderer in kurzer Arbeitshose, eine Frau mit Lockenwickler am Pony.

»Was ist das denn?«, fragte Marie erstaunt.

»Das nennt man Lauffeuer!«, grinste Kowalski. »Das ergreift im Nullkommanix ein ganzes Dorf. Die Muttergottes ist wirklich weg! Da kannst du Gift drauf nehmen.«

Er legte den Mundschutz an und stieg aus. Von den neugierigen Dorfbewohnern angesteckt, lief er nun auch über die Wiese zur Kirche, so als würde der Papst dort stehen, um allen den Segen ›Urbi et Orbi‹ zu erteilen. Marie folgte ihm. Sie betraten das angenehm kühle Gotteshaus. An die zwanzig Bewohner des Ortes, allesamt ohne Mund-Nasen-Schutz, standen ergriffen vor den geöffneten Türen des Schreins. Jemand betete laut den Rosenkranz vor, die anderen antworteten: »Heilige Maria, ...« Kowalski blies die Backen auf und pustete unter dem Mundschutz die Luft aus. Augenblicklich beschlug seine Brille, sodass er sie abnehmen musste. »Herrschaften!«, machte er auf seine Präsenz aufmerksam. »Es tut mir leid, dass ich Sie in Ihrem Gebet störe, aber … Bitte verlassen Sie sofort die Kirche.«

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