Julia Berg - Stillen mit (herz-)krankem Kind

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Stillen mit (herz-)krankem Kind: краткое содержание, описание и аннотация

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Stillen ist nicht nur die natürliche, sondern auch die gesündeste Ernährungsform für alle Kinder im ersten Lebensjahr. Babys mit angeborenen Erkrankungen profitieren in besonderem Maße von Muttermilch. Oft haben deren Mütter jedoch besondere Hürden auf dem Weg zu einer gelingenden Stillbeziehung zu überwinden – etwa die körperliche Verfassung des Kindes, die räumliche Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt, der langwierige und durchgetaktete Klinikaufenthalt oder Regenerationsphasen nach Operationen.
Dieser Ratgeber vermittelt (werdenden) Eltern fundiertes Wissen zu vielfältigen Themen rund ums Stillen kranker Kinder. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Autorin, selbst betroffene Mutter, Hebamme und Kinderkrankenschwester, auf die Besonderheiten bei der Ernährung von Kindern mit angeborenem Herzfehler. Mütter erhalten wertvolle Tipps, wie z.B. zur Anregung und Aufrechterhaltung der Milchbildung sowie der alternativen Gewinnung von Muttermilch. So wird jeder Mutter, die stillen möchte, die Unterstützung geboten, die sie braucht.

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Wissenschaftler, die sich mit der Zusammensetzung der Muttermilch beschäftigen, finden immer neue Bestandteile – die meisten haben mehrere Funktionen für den kindlichen Organismus, kooperieren miteinander und ergänzen einander in ihren Wirkmechanismen. Für seine Entwicklung braucht das kindliche Immunsystem mindestens zwei Jahre. Muttermilch enthält viele Stoffe, die das Kind während dieser Zeit vor schweren Infektionen schützen und gleichzeitig helfen, sein Immunsystem aufzubauen. Bereits während der Schwangerschaft wird das Kind passiv immunisiert, und zwar durch den Transfer von Immunglobulin-G-Zellen (IgG) aus dem mütterlichen Blut ins kindliche über die Plazenta. Nach der Geburt übernimmt die Brust diese Aufgabe zum Teil.

Kolostrum, die Muttermilch der ersten Stunden und Tage, hat beispielsweise großen Einfluss auf die Besiedelung des kindlichen Magen-Darm-Traktes mit gesunden Mikroorganismen. Dadurch haben es krankmachende Erreger schwer, sich im Darm zu vermehren. Zudem legen sich bestimmte Stoffe in der Muttermilch wie ein Schutzfilm auf die noch unreife und durchlässige Darmschleimhaut des Neugeborenen. So verhindern sie, dass potenziell schädliche Zellen eindringen. Studien zeigen: Je länger die Mutter ausschließlich stillt, desto umfassender ist der Schutz vor Infektionen 2.

Die Ernährung mit Muttermilch von Anfang an stellt wichtige Weichen für die Zukunft des Immunsystems – also auch für die spätere Gesundheit des kleinen Menschen. Warum das so ist, das können Wissenschaftlerinnen noch immer nicht genau sagen. Jedoch haben zahlreiche Studien gezeigt, dass gestillte Kinder (im Vergleich zu nicht gestillten) ein geringeres Risiko für Infektionskrankheiten, plötzlichen Kindstod, Allergien und die Entwicklung von Übergewicht, DiabetesTyp-1 und Typ-2 haben 3. Zudem erfolgt die Immunisierung des Kindes durch die Milch seiner Mutter dynamisch: Die Mutter hat über die Brustwarze Kontakt zum Keimspektrum im Gesicht und Mund ihres Kindes. Ihr Immunsystem erkennt potenziell schädliche Bakterien und Viren und reagiert sofort mit der Bildung von Immunstoffen, die diese bekämpfen. Diese Abwehrstoffe werden über den Darm der Mutter (wie genau dies funktioniert, ist noch nicht vollständig geklärt) oder deren Blut in die Muttermilch geschleust. Somit schützt die Mutter mit ihrer Milch das eigene Kind vor genau den Keimen, die in seiner direkten Umgebung vorhanden sind 4. Dieser Mechanismus ist vor allem für Kinder wichtig, die im Krankenhaus betreut werden. Genauso erhöht sich bei einer Infektion der Mutter die Zahl der Immunzellen und anderer Abwehrstoffe in ihrer Milch, um das Kind vor einer Ansteckung zu schützen. Damit der Keimaustausch zwischen Mutter und Kind möglich ist, bedarf es des direkten Körperkontakts zwischen beiden. Stillhütchen oder ausschließliches Pumpen oder Ausstreichen von Milch verhindern dies. Deshalb sollten auch sehr kranke Neugeborene und Säuglinge, die vielleicht zu schwach zum Trinken an der Brust sind, immer mal wieder die Möglichkeit bekommen, an der mütterlichen Brust zu lecken oder zu saugen 5.

Seit langem ist in der Medizin bekannt, dass Frühgeborene in besonderem Maße von einer Ernährung mit Muttermilch profitieren. Muttermilch hat für sie – zusätzlich zur nährenden – eine besonders schützende Funktion. Sie schützt vor lebensbedrohlichen Komplikationen wie der nekrotisierenden Enterokolitis(NEC, das ist eine schwere Entzündung des Dickdarms), die bei mit Muttermilch ernährten Frühgeborenen viel seltener vorkommt als bei mit künstlicher Säuglingsnahrung (Formula) ernährten. Zudem hilft Muttermilch, diese Kinder vor einer Frühgeborenen-Retinopathie(einer Schädigung der Netzhaut des Auges) sowie der Entwicklung einer bronchopulmonalen Dysplasie(einer Schädigung der Lunge) zu schützen und sie fördert die strukturelle Vernetzung verschiedener Regionen im Gehirn des zu früh geborenen Kindes 6.

Die Konzentration an Immunzellen ist im Kolostrum am höchsten, sinkt in den folgenden Wochen und Monaten, um ab dem sechsten Lebensmonat des Kindes wieder anzusteigen – eben zu einer Zeit, in der das Kind aktiver wird, Dinge greift und mit dem Mund erforscht. In der es seine Umgebung robbend und krabbelnd erkundet. Viele Abwehrstoffe erreichen sogar bis zum Ende des zweiten Lebensjahres des Kindes Werte ähnlich dem Kolostrum 7. Noch ein Argument für eine lange Stillzeit.

1.1.2 … unterstützt die Entwicklung des kindlichen Nervensystems …

Die Inhaltsstoffe der Milch und die sensomotorische Stimulation beim Stillen fördern die Entwicklung des unreifen kindlichen Nervensystems. Bioaktive Substanzen in der Muttermilch beeinflussen – neben Immunsystem und Stoffwechsel – auch die körperliche Entwicklung, IQ, Temperament und Sozialisierung des heranwachsenden Menschen 8. Denn sie unterstützen die gesunde Entwicklung des Gehirns.

Essgewohnheiten der Mutter und ihr Ernährungszustand beeinflussen den Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Milch. Studien haben aber gezeigt, dass selbst Mütter, die in ressourcenarmen Gegenden der Welt mit knappem Nahrungsangebot leben, Milch guter Qualität bilden. Also erfolgreich stillen können 9.

1.1.3 … stärkt Kinder mit Herzfehler …

Kinder mit angeborenem Herzfehler und teilweise auch welche mit anderen Grunderkrankungen leiden oft unter einer reduzierten Spannung der Muskulatur. Das Stillen trainiert wichtige Muskeln im Mund und Gesicht. Das hat Einfluss auf die gesamte Körperspannung, Haltung und Atmung. Die Zunge Neugeborener liegt beim Schlucken weit vorne im Mund. Durch das Saugen an der mütterlichen Brust lernt das Kind, die Zunge von vorne im Mund nach hinten gaumenwärts zu bringen. Diese Umbahnung des Schluckens benötigt etwa sechs Monate, und erst das macht es dem Baby später möglich, breiige Nahrung zu schlucken und aus einem Glas zu trinken. Zudem wird die Entwicklung des Gaumens und des Kiefers günstig beeinflusst: Zungen- und Lippenmuskulatur werden trainiert, was für das spätere Sprechenlernen von Bedeutung ist. Der Mundschluss und damit eine regelmäßige Nasenatmung werden angeregt, wodurch seltener Infekte und Mittelohrentzündungen auftreten. Dieser Übungseffekt für die Mundmuskulatur ist bei einer Flaschenfütterung im ersten Lebenshalbjahr kaum gegeben, vor allem dann nicht, wenn mit einem ungünstigen Sauger gefüttert wird 10.

1.1.4 … und fördert die Gesundheit und das Selbstbewusstsein der Mutter

Für die Gesundheit der Mutter hat Stillen ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden, positiven Effekt: Nach der Geburt wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das sorgt für Nachwehen, eine rasche Rückbildung der Gebärmutter und eine Reduzierung des mütterlichen Blutverlustes. Die an der Produktion und Freisetzung von Muttermilch beteiligten Hormone regulieren darüber hinaus den Stoffwechsel der Mutter (siehe auch Kapitel 6.1). Die Stillhormone unterstützen zudem die Mutter-Kind-Bindung. Sie werden beim Stillen und engem Körperkontakt ausgeschüttet und wirken zudem entspannend und psychisch ausgleichend. Das reduziert das Risiko für eine Depression nach der Geburt.

Nach meiner Erfahrung ist auch der Aspekt der Selbstwirksamkeit durch gelingendes Stillen nicht zu unterschätzen. Gerade wenn das Kind schwerkrank zur Welt gekommen ist und sein (Über-)Leben zunächst von einer hochtechnisierten Medizin abhängt, kann es das Selbstwert- und Körpergefühl der Mutter entschieden stärken. Denn sie erlebt, dass sie ihr Kind mit ihrem Körper ernähren kann und damit einen wichtigen Beitrag für dessen Gesundheit und Wohlbefinden leistet 11.

Und zum Trost, falls du dein (herz-)krankes Kind (noch) nicht stillen kannst: Viele dieser Stilleffekte lassen sich auch bei einer Fütterung mit der Flasche oder per Sonde erreichen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die Beziehung zu deinem Kind beim Füttern von Muttermilch oder Ersatzmilch mit der Flasche gestalten kannst 12. Muttermilch an sich ist in ihrer Zusammensetzung und Wirkung auf den kindlichen Organismus unnachahmlich.

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