Johannes Schopp - Eltern Stärken. Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung

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Eltern Stärken. Die Dialogische Haltung in Seminar und Beratung: краткое содержание, описание и аннотация

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Das zunächst für die Elternbildung konzipierte «Dialogische Konzept» wurde 2005 erstmalig veröffentlicht. Die sich daraus entwickelnde Kraft wirkt spürbar in die angrenzenden gesellschaftlichen Felder hinein. Zentraler Gedanke des Autors: Ob Kindertageseinrichtung, Schule, Gesundheitswesen, Behörden, Rechtswesen, Vereine – das System, in dem um Beziehung und Bildung, Gesundheit und Potenzialentfaltung gerungen wird, braucht statt der wertenden und belehrenden eine Dialogische Kultur. Eine Kultur, die es schafft, dass Erwachsene untereinander und auch Erwachsene und Kinder sich gleichwürdig begegnen, sich bedingungslos schätzen und respektieren. Eine Kultur, die Bildung als Persönlichkeitsbildung versteht.

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Ich kriege meine beiden Kinder nicht vor dem Fernseher weg. Was meinen Sie, wie ich am besten vorgehen soll?

Unser Sohn Till ist in der Schule das letzte Halbjahr total abgesackt und fast nur noch mit einer Clique zusammen, die alle kiffen. Wie sollen wir ihn davon weg kriegen?

Ist man schon süchtig, wenn man jeden Abend drei Flaschen Bier trinkt? etc.

Ein sachkundiger Leiter hätte sicherlich spontan einige Antworten parat, die sich jedoch nicht selten als flüchtige Illusionen erweisen. Auch gut gemeinte und vermeintlich fundierte „schlaue“ Beiträge von Eltern und Seminarleitung verfehlen oft ihren Zweck. Vor allem aber werden die Fragenden durch einen solchen Informationsaustausch zunehmend passiver.

Als Dialogischer Begleiter weiß ich, dass der Such-Prozess für die Gruppe bzw. für Fragesteller beim Finden des eigenen „Schatzes“, der eigenen Stärken wichtiger ist als eine schnelle Lösung von außen. Auch wenn beispielsweise eine Mutter oder ein Vater bereits mögliche Antworten nennen, die diesen hilfreich sind, kann es sinnvoll sein, weitere Optionen mit Einzelnen oder der Gruppe herauszuarbeiten. Warum das? Die gefundene Lösung mag im Einzelfall für den Fragenden oder für andere in der Gruppe neue Perspektiven beispielhaft aufzeigen, anderen wiederum hilft diese „Lösung“ überhaupt nicht weiter. Das, was allen [35] langfristig im Alltag hilft, sind insbesondere eigene Gedanken und Selbstreflexion, sich selbst Fragen zu stellen.

„Es kommt mir oft vor, als wäre alles, was ich lerne und lese, erfunden. Was ich aber selber finde, das ist, als wäre es in Wahrheit schon immer dagewesen.”

Elias Canetti Der Sinn einer Frage liegt darin, dass keine Antwort parat liegt, sonst wäre die Frage eine verkappte Antwort. Eltern finden kein Gerüst und keine Vorgabe vor, woran sie sich festhalten könnten. Und wenn sie selbst ihre Antwort gefunden haben, müssen sie die Verantwortung dafür tragen. Es gibt auch nicht Lob oder Tadel, nicht ein: „Oh, das ist klasse!“ Jede Antwort ist richtig.

Aus der Antwort allein ergibt sich noch kein Handeln. Handeln ist wiederum ein Prozess, der neue Fragen und neue Antworten produziert und erfordert. Der Weg entsteht beim Gehen. Die Verantwortung wächst beim Handeln, da es um eine selbst gesteckte Aufgabe und damit um einen selbst definierten Weg geht und nicht um eine vordefinierte Botschaft, bei der ich denjenigen, die die Botschaft aufgestellt haben, das mögliche Scheitern in die Schuhe schieben kann.

Eltern bringen also ihr Thema bzw. ihre Problemstellung in die Gruppe ein. Als Dialogbegleiter lasse ich das Gesagte zunächst unkommentiert im Raum stehen oder wiederhole es lediglich. Oder ich bedanke mich bei der Mutter oder dem Vater für ihre persönliche Schilderung, wenn sie sich mit ihrem Beitrag besonders angreifbar gemacht haben. Ein Blick in den Kreis kann mir dann zeigen, ob und was die vorgetragenen Äußerungen bei den Einzelnen auslösen. Ich lasse mich als Dialogbegleiter aber in der Regel konsequent nicht dazu verleiten, vorschnelle Antworten zu geben. Ich öffne stattdessen den „Raum“ für die Fragestellungen der Teilnehmenden und lade die Anwesenden ein, sich am Lösungsprozess zu beteiligen. Mit anderen Worten, ich mache das individuelle Anliegen zum Thema für die geamte Gruppe.

Kennen andere im Raum etwas Ähnliches?

Kommt Ihnen das Problem bekannt vor?

Wenn ja, wie gehen Sie damit um?

Wie sind Sie in der entsprechenden Situation vorgegangen?

Welche Hilfe haben Sie sich geholt?

etc.

[36] Welche Art Fragen aber sind besonders geeignet, Potenziale, neue Gedanken für neue Lösungen bei den Eltern frei zu setzen bzw. vermitteln den Besuchern der Seminare, dass ihre eigenen Erfahrungen, Wahrnehmungen, Lebensziele auch tatsächlich im Mittelpunkt stehen? Die Fragen sollten weder stereotyp sein, noch die Antwort bereits mitliefern. Sie müssen in verständlicher Sprache formuliert und der jeweiligen Elterngruppe angepasst werden, und sie sollten die Neugier der Eltern wecken für die Suche nach Antworten. Das folgende Beispiel zeigt, wie man durch Fragen ungeahnte Ressourcen entdecken kann.

„Echtheit ist nur über die Absichtslosigkeit wirklich echt.“

Wilfried Reifarth Der oben genannte Vater, der beschrieb, dass sein Sohn Till in der Schule leistungsmäßig abgesackt sei und nur noch mit seinen Freunden „kiffe“, kann durch ressourcenorientierte Fragen seinen Blick erweitern. Er könnte durch entsprechende Fragen andere Seiten an Till entdecken und darauf stoßen, dass es an der Schule einige Lehrer gibt, die Till durchaus engagiert und aktiv erleben. Man könnte weiter gemeinsam erkunden, was das Besondere an dem Verhältnis zwischen den jeweiligen Lehrern und dem Schüler ausmacht und was der Vater eventuell für sein Verhältnis zu seinem Sohn daraus ableiten kann. Der festgefahrene väterliche Blick auf das Fehlverhalten des Sohnes wäre auch „aufzuweichen“, wenn er sich bei genauem Nachdenken klar machen würde, dass sein Junge z.B. einen guten „Draht“ zu seinem Patenonkel pflegt und dort grundsätzlich sehr hilfsbereit, also gar nicht so „zu“ und passiv wirkt, wie es der Vater ursprünglich als unumstößliche „Wahrheit“ beschrieb. Andere Eltern können das eine oder andere aus dieser „öffentlichen“ Aufarbeitung für ähnlich gelagerte Situationen in ihrem Familienleben lernen.

Ich setze den Fragen der Eltern also neue, „angemessen ungewöhnliche“ Fragen (Andersen 1990) entgegen, die helfen sollen, das in Vergessenheit Geratene, das Übersehene, auszuleuchten. Eine Auswahl der Fragen, die ich in der Anlage 10 zum Seminarablauf in Kapitel 6 gesammelt habe, unterscheiden sich z.B. von Fragen, die mit „Warum?“ beginnen und vor allem Ursachen zu ergründen suchen. Warum-Fragen haben sich die Eltern vermutlich schon tausendmal gestellt, und die bringen kreislaufartig immer nur dieselben stereotypen Antworten hervor, ohne die Betroffenen ihrer eigenen Antwort einen Schritt näher zu bringen.

[37] Die Fragen, die hier gemeint sind, werden jeweils aus einer anderen Perspektive (zeitliche, räumliche, Beziehungs-, Zukunfts- und positive Perspektive etc.) gestellt und zeigen damit die Realität, die bisher vom eigenen einseitigen Blick überlagert wurde. Oft sind wir halt in mehr als einer Hinsicht „blind“.

In meinen o.g. Beispielen würde ich etwa folgendermaßen nachfragen:

Ist Ihr Mann/Ihre Frau/PartnerIn der gleichen Ansicht?

Sehen andere das Problem genauso wie Sie?

Gibt es Zeiten, in denen Sie das Problem nicht wahrnehmen?

Woran merken Sie das, und was ist für Sie dann anders?

Wofür interessieren sich Ihre Kinder noch?

Was, glauben Sie, kann Ihr Kind am besten?

Was, glauben Sie, würde sich Ihr Sohn von seiner Mutter/seinem Vater am meisten wünschen?

Mit neuen Fragen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, auch wirklich neue Einsichten zu gewinnen.

„Alles Fragen ist ein Eindringen. Wo es als Mittel der Macht geübt wird, schneidet es wie ein Messer in den Leib des Gefragten. Es ist bekannt, was man da finden kann.“

Elias Canetti Gewöhnlich werden Seminare mit sogenannten Impulsreferaten eröffnet, „um alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen“. Diese Vorgehensweise passt nicht zum Dialog und zwar aus zwei Gründen: Erstens wird es einen „gleichen“ Wissensstand nie geben. Der Dialog betont ja gerade die Verschiedenheit. Zweitens werden die Eltern im Dialogkreis eingeladen selbst nachzudenken, statt in einer passiven Konsumhaltung zu verharren. Deshalb ersetzen Impuls-Fragen übliche Impulsreferate.

Entscheidend für den „Erfolg“ des hier beschriebenen Vorgehens, ist allerdings, dass Teilnehmende und Dialogbegleiterinnen gegenseitig echtes Interesse und ehrliche Neugier spüren. Scheinfragen irritieren und vermitteln das Gefühl, bei „falscher“ Beantwortung der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein. Dies gilt im Übrigen analog für den Umgang der Eltern mit ihren Kindern. Die Kinder stellen sich auch deshalb häufig „taub“, weil sie die verborgene Absicht ihrer Eltern spüren, sie auszufragen, anstatt sich wirklich für sie zu interessieren.

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