Michael Tietz - Rattentanz

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23. Mai, 07:00 Uhr. An einem ganz normalen Frühlingsmorgen beginnt der globale Albtraum: Das weltweite Stromnetz bricht von einer Sekunde auf die andere zusammen. Sämtliche Kommunikationssysteme kollabieren, urplötzlich stürzen Flugzeuge vom Himmel, innerhalb von Stunden regieren Chaos, Gewalt und Anarchie. Es geht um das nackte Überleben in einer bis dahin unbekannten Welt – aber nur die wenigsten scheinen dieser Herausforderung gewachsen. Gibt es Hoffnung für die Menschheit oder werden am Ende nur die Ratten triumphieren?

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Von den Schüssen aufgeschreckt, hatten Meinhoff und Beck den Keller verlassen und waren in den Kundenbereich gestürmt. Sie hatten noch gesehen, wie ein Hüne, der den Anschein erweckte, einem übertriebenen Prospekt für Bodybuilder entstiegen zu sein, Sarahs schlaffen Körper über seinen Kopf hob und gegen die Scheibe neben der Eingangstür schleuderte. Die Menge hatte getobt. Meinhoff und Beck blieb kaum mehr Zeit zu reagieren, denn schon hatte man sie entdeckt und die Hetzjagd auf sie eröffnet.

Joachim Beck wurde vor einem offen stehenden Fenster im hinteren Bereich der Bank gestellt. Er hatte die Hände über dem Kopf erhoben. Zuerst waren sie nur zu dritt und hatten ihn voller Hass abschätzig taxiert. Dann war der Bodybuilder hinzugekommen. Die anderen wichen in Erwartung des Kampfes einen Schritt zurück. Der Bodybuilder musterte Beck von oben herab. Er war fast zwei Köpfe größer und doppelt so breit wie der Polizist.

Der erste Schlag hatte Becks Nase zertrümmert, kurz und schmerzvoll. Er hatte ihn leicht seitlich getroffen, sodass sein gebrochenes Nasenbein zur Seite nachgab und seinem Gesicht einen völlig neuen Charakter verlieh. Sofort danach kam der zweite Schlag, der sein rechtes Auge mit Sternen übersäte. Becks Augapfel wurde zusammengequetscht, Äderchen platzten und machten jeden weiteren Blick durch dieses Auge für die kommenden Tage, sollte er das hier überstehen, unmöglich. Einer der Umstehenden, ein südländisch aussehender Junge von höchstens vierzehn Jahren, griff nach Becks Waffe und riss sie ihm aus dem Halfter.

Als der Bodybuilder ihn gepackt hatte und über seinen Kopf hob, hörte Joachim Beck Meinhoffs Stimme. Sein Vorgesetzter bettelte mit sich überschlagenden Worten um sein Leben. Beck flog aus dem Fenster, hörte einen einzelnen Schuss und schlug gegen eine Mülltonne. Als er sein funktionsfähiges linkes Auge öffnete, entdeckte er den Jungen, der mit seiner eigenen Dienstwaffe auf ihn zielte. Beck riss den Kopf zur Seite, gerade noch rechtzeitig, dann zerbarst der Putz an der Wand neben ihm. Gleichzeitig stieg der Hüne durch das Fens ter!

Beck wusste, dass dies die letzte Chance sein würde, sein Leben vorerst zu retten. Er stolperte auf die Beine, verlor dabei einen Schuh und rannte um sein Leben, hinaus auf die Straße vor der Bankfiliale, auf der der Mob inzwischen den Polizeiwagen aufs Dach gekippt hatte und auf ihn einschlug. Er rannte den Weg, den sie noch zu viert hierhergefahren waren, zurück, bis er völlig außer Atem und mit brennenden Lungen endlich die Tür des Polizeireviers hinter sich ins Schloss fallen hörte und glaubte, in Sicherheit zu sein.

Du bist allein! Du bist auf dich gestellt! Niemand wird dir helfen! Diese Worte trieb der Morgen dieses 23. Mai in die Köpfe der Menschen und die längst bezwungen geglaubten archaischen Grundtendenzen des Lebens brachen sich Bahn: Angst und Rücksichtslosigkeit. Man könnte beide Begriffe auch gegen »Selbsterhaltungstrieb» und »Das Recht des Stärkeren» austauschen.

Während die Mehrzahl der Männer, Frauen und Kinder die Nähe von Verwandten und Freunden oder Bekannten suchte, begannen einige wenige, die bisher unter den Zwängen von Gesetzen und gesellschaftlichen Normen unauffällig dahingelebt hatten, etwas Neues und äußerst Verlockendes zu entdecken: die absolute Gesetzlosigkeit. Wie menschliche Ratten witterten sie den Untergang und krochen sie aus ihren Verstecken.

Der Erste Polizeihauptkommissar Frederik Salm, Revierleiter, hatte das Revier verlassen, um, wie er sagte, zu Hause kurz nach dem Rechten zu sehen. Zu Fuß kam er nun zurück und hörte schon von Weitem Lärm und Geschrei.

Etwa fünfzehn zumeist junge Männer waren dem fliehenden Joachim Beck von der geplünderten Sparkassenfiliale die achthundert Meter bis zum Polizeirevier gefolgt. Als sie den verriegelten Haupteingang bemerkten, begannen sie, die quadratischen kleinen Steine des Kopfsteinpflasters herauszubrechen und nach wenigen Minuten hatte das abweisende Gebäude kein einziges intaktes Fenster mehr, glotzte mit schwarzen Augenhöhlen durch Gitterbrillen auf die Steinewerfer und ihre Wut herab.

Der Bodybuilder, der Beck unfreiwillig zur Flucht verholfen hatte, indem er ihn durch das offene Fenster der Bank schleuderte, war inzwischen zum Hinterhof des Reviers geschlichen. Dieser Ort war ihm bestens vertraut. In den vergangenen Jahren hatte man ihn ganze sechs Mal verhaftet und immer wurde der Polizeiwagen hier hinten abgestellt und er von seiner Eskorte in den dunklen Flur zum Revier gestoßen.

Es waren keine großen Sachen, weswegen sie ihn mitgenommen hatten. Einmal Handel mit Anabolika, einmal Nötigung (er schwor heute noch felsenfest, dass die Kleine es genau so gewollt und ihren Spaß dabei gehabt hatte, wenn sie vor dem Richter dann auch alles verdrehte). Die restlichen Festnahmen erfolgten wegen Körperverletzung. Aber war es denn ein Verbrechen, einem Kerl, der dein Mädchen dumm von der Seite anmacht, die Leviten zu lesen? Wo käme man hin, wenn jeder das Mädchen des anderen anbaggern dürfte? Nein, da war sich Daniel Ritter, der Bodybuilder, sicher, irgendwo hört die Freundschaft auf, was er damals dem vermeintlichen Konkurrenten auch überdeutlich erklärt hatte. Mit Hilfe beider Fäuste, versteht sich.

Im Flur traf er auf Storm, den Dienstgruppenleiter. Ritter kannte Storm von einigen Verhören recht gut und erkannte ihn sofort an dessen kahlen Schädel und der gedrungenen Körperhaltung. Storm wäre in einem fairen Kampf, Mann gegen Mann, ein ernstzunehmender Gegner gewesen, aber Ritter hatte keine Lust auf einen fairen Kampf. Was würde das bringen, wem würde das helfen? Ihm bestimmt nichts! Also hatte er sich instinktiv für das Überraschungsmoment entschieden und Storm mit einem gezielten Faustschlag niedergestreckt. Bye bye Bulle, schlaf schön!

Beck spürte, dass mit Storm, der den Hintereingang verschließen wollte, etwas nicht stimmen konnte. Er hätte längst zurück sein müssen!

Joachim Beck saß in einer vergitterten Mausefalle, war die Maus in diesem Spiel, und umzingelt vom Mob. Und einer von ihnen, ein Tier mit glänzenden, zum Zerreißen gespannten Muskelsträngen, drückte bereits behutsam die Hintertür auf und warf einen ersten vorsichtigen Blick in den großen Raum, in dem Joachim Beck gefangen saß. Durch die glaslosen Fensteröffnungen drangen wütenden Rufe herein. »Kindermörder«, riefen sie und »Verrecken sollt ihr.« Steine flogen.

Beck blickte sich um. Wo war der Ausweg?! Hinter dem verschlossenen Haupteingang und den vier vergitterten Fenstern lauerte Gesindel, das nur darauf wartete, ihn zwischen die Finger zu bekommen und zu zerreißen. Der einzige weitere Ausgang führte über einen dunklen Flur zum Hinterhof, durch eine Tür, die Storm hatte sichern wollen. Oder hatte Storm angesichts der unberechenbaren Situation das Weite gesucht?

Becks Blick fiel auf den Stahlschrank hinter Salms Schreibtisch. Der Waffenschrank – voll gestopft mit schussbereiten MP5, Maschinenpistolen made in Germany!

Beck duckte sich und rannte durch den Raum, suchte dabei immer wieder hinter einem Schreibtisch Schutz vor den hereinfliegenden Steinen. Wie erwartet war der Waffenschrank verschlossen. Beck begann den Schreibtisch des Revierleiters zu durchsuchen, riss eine Schublade nach der anderen heraus und verstreute den Inhalt auf dem Boden.

»Suchst du den hier?«

Beck sah auf, wie vom Donner gerührt und halb gebückt hinter dem Schreibtisch eingefroren. Auf der anderen Seite stand Ritter vor ihm, der Bodybuilder, mit einem breiten, unfreundlichen Grinsen auf den Lippen. Seine Augen funkelten eiskalt und mit einem Anflug von Vorfreude.

»He, das hier suchst du doch! Oder etwa nicht, Bulle?!« In der ausgestreckten Hand hielt er einen Schlüsselbund. Beck erkannte daran den markanten Schlüssel zum Waffenschrank, lang und glänzend, mit einem eigentümlichen Doppelbart am Ende. Richtig, fiel es ihm ein, Salm musste, als er das Revier verlassen hatte, den Bund mit allen wichtigen Schlüsseln dem zurückbleibenden Dienstgruppenleiter, also Storm, gegeben haben! Und wenn jetzt dieser hirnlose Muskelberg im Besitz der Schlüssel war, musste Storm … Er weigerte sich, den Gedanken zu Ende zu denken und richtete sich auf.

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