Christian Gude - Mosquito

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Sporttaucher finden im »Großen Woog«, am Rande der Darmstädter Innenstadt, die Überreste eines Mannes. Untersuchungen ergeben, dass die Leiche schon mehrere Jahrzehnte im See gelegen hat. Der einzige Hinweis zur Identität des Toten ist eine seltsam gravierte Metallmünze, die er um den Hals trägt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Karl Rünz zurück in den September 1944, als Darmstadt Ziel eines verheerenden Angriffs britischer Mosquito-Kampfflugzeuge wurde …

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»Kein Problem, Herr Hoven.«

Sein Vorgesetzter musterte ihn einige Sekunden.

»Herr Rünz, ich glaube an Sie, Sie sind eigentlich ein guter Mann.«

Das klang ungefähr wie »Nichts gegen Ausländer, aber …«

Darüber hinaus gehörte Lob von einem fünf Jahre jüngeren Vorgesetzten ganz sicher zu den perfiden Formen der Erniedrigung. Hoven schien tatsächlich anzunehmen, dass er mit dieser Einführungsübung aus dem Volkshochschulkurs Personalführung Rünz’ Motivation steigern konnte.

»Aber ich glaube, Sie müssen Ihre skills einfach besser nutzen. Ich zum Beispiel mache vor dem launch jeder Arbeitswoche erstmal eine SWOT-Analyse.«

Rünz suchte panisch nach einer Ausrede, um das Gespräch abzubrechen. Er konnte Brechreiz vortäuschen, genau genommen hätte er damit nicht einmal gelogen.

Hoven zog einen Montblanc-Füllfederhalter aus dem Jackett und skizzierte auf der Rückseite eines Briefumschlages eine Tabelle.

»Sehen Sie, hier bei der internen Analyse tragen Sie Ihre strenghts und weaknesses ein und hier bei der externen Ihre opportunities und threats.«

»Klingt interessant«, heuchelte Rünz. Vielleicht hatte er Glück und in der Großküche explodierte ein Dampfkessel oder irgendwo in der Kantine brach eine Schießerei los.

»Jetzt haben Sie hier in der Vierfeldermatrix eine wunderbare Situationsanalyse und können ein prima finetuning für Ihre strategies machen. Versuchen Sie das mal! Sie sollten die SWOT-Analyse zum festen Bestandteil Ihres Behaviour Change Managements machen, Sie werden sehen, das lohnt sich. Das können Sie behalten.«

Hoven schob ihm den Briefumschlag über den Tisch. Rünz vermisste seine Ruger. Kein Staatsanwalt der Welt würde ihm in dieser Situation Affekt absprechen.

3

Von seinem Büro aus organisierte er für den nächsten Morgen ein Treffen seiner Ermittlungsgruppe, reservierte einen Besprechungsraum, schaute im Gruppenkalender nach, wer durch Termine gebunden war, versandte Einladungen mit der Bitte um pünktliches Erscheinen. Dann machte er sich auf den Weg zurück zum Woog, ohne auf Wedels Anruf zu warten. Auf dem Westdamm des Sees stehend sah er, dass die Techniker und Spurensicherer ihr Basislager auf der Insel gegenüber aufgeschlagen hatten. Er stieg wieder ins Auto, fuhr eine halbe Runde um das Gewässer und parkte vor dem Sportgelände des TSG 1846. Am Eingang des Freibades standen Dutzende enttäuschter Badegäste, immer neue kamen dazu, andere machten sich kopfschüttelnd wieder auf den Heimweg. Rünz drückte sich durch die Menschentraube, zwei Polizisten, die den Eingang sicherten, öffneten ihm das Tor. Er ging am leeren Kassenhäuschen vorbei über die Betonbrücke, die den modrigen Darmbach überquerte, kaum ein Rinnsal zu dieser Jahreszeit. Ein blauer Mercedes Sprinter des LKA Wiesbaden mit Hochdach und langem Radstand parkte direkt vor der massiven Bogenbrücke, der einzigen Verbindung zur Badeinsel. Die Heckklappen des Transporters waren geöffnet, ein Generator brummte im Innern, einige Strippen hingen aus dem Laderaum heraus. Dem Kabelstrang folgend, ging der Ermittler über die Brücke zu der Gruppe auf der Nordspitze der Insel.

»Ich wollte gerade anrufen, Chef. Sie kommen genau richtig, die Pumpe ist eben angelaufen.« Wedel stand mit Sybille Habich und Olaf Deiters neben einer Maschine, die ohne Unterlass und mit einigem Lärm graubraunen dünnflüssigen Matsch über eine Kaskade von Filterkästen spuckte. Habich starrte konzentriert auf die Metallsiebe, wischte immer wieder wie eine Goldsucherin mit der Hand über die gefilterten Partikel und steckte Metall, Glas- und Kunststoffteile verschiedenster Größen in Klarsichttüten.

»Den Betonblock haben wir runter«, erklärte Deiters. Er wies im ufernahen Wasser auf einen annähernd quadratischen Block mit einem halben Meter Kantenlänge und rund 25 Zentimetern Dicke, aus dessen Bruchkanten korrodierte Armierungsstäbe herausragten.

»Meine Jungs saugen jetzt erst mal den Schlick von der Leiche und dann noch die oberen zehn Zentimeter in einem Umkreis von fünf Metern ab. Kein leichter Job bei null Sicht …«

Deiters wollte gelobt werden, das war zu spüren.

»Sie machen gute Arbeit, ich wüsste nicht, wie wir das hier ohne Ihre Leute schaffen würden!«

»Ist unser Job«, murmelte Deiters stolz.

Rund eine halbe Stunde arbeiteten die Taucher am Seegrund, dann stiegen sie auf und Habich stellte die Pumpe ab. Deiters funkte wieder mit einem der Sicherungsmänner im Schlauchboot.

»Die Leiche ist soweit frei, die Männer könnten jetzt eine Trage drunter durchziehen und sie heben«, erklärte er, an Rünz und Wedel gewandt.

»Wo bleibt Bartmann«, fragte Rünz und sah ihn im gleichen Moment schwitzend seinen schweren Einsatzkoffer über die Brücke wuchtend. Wedel ging ihm entgegen und nahm ihm seine Ausrüstung ab.

»Entschuldigen Sie meine Verspätung, ich habe die Zufahrt für das Gelände hier nicht gefunden und musste draußen parken. Wie weit sind wir?«

»Bereit zur Bergung. Haben Sie noch Sonderwünsche, bevor wir ihn rausziehen?«

»Allerdings, ziehen Sie den Korpus bitte nicht an die Oberfläche und ins Boot, am besten schleppen sie ihn unter dem Wasserspiegel langsam bis in Ufernähe, dann ist die Gefahr geringer, dass sich Teile lösen.«

Deiters nickte und instruierte seine Männer. Die Taucher verschwanden wieder für einige Minuten, dann zogen die Männer in den Booten vorsichtig an den Gurten und setzten den Ponton langsam Richtung Insel in Bewegung. Der Leichnam erschien so langsam im Blickfeld der Beteiligten, dass alle, die sich nicht wie Bartmann täglich mit toten Menschen befassten, einige Momente Zeit hatten, sich an den Anblick zu gewöhnen. Einer von Habichs Mitarbeitern hielt alles mit einer Digitalkamera fest.

Rünz hatte fast zwei Dutzend Tote in seiner beruflichen Laufbahn gesehen, darunter einige Wasserleichen, aber keine hatte Ähnlichkeit mit dieser. Der Transport unter Wasser hatte den Schlick von dem Körper gespült. Die Leiche war völlig unbekleidet, Kopf, ein Unterarm, Hände und Zehen skelettiert, aber die Grobformen von Beinen und Rumpf erstaunlich gut erhalten. Das Gewebe schien relativ intakt, abgesehen von seiner unnatürlich hellgrauen Färbung und einer kreideartigen Konsistenz. Die Genitalregion war zu stark deformiert, um auf den ersten Blick Rückschlüsse auf das Geschlecht zu ermöglichen. Arme und Beine schienen mehrfach gebrochen, die Gliedmaßen standen in grotesken Winkeln ab, auch die Schädelkalotte war beschädigt. Die gesamte Bauchregion vom Becken bis zu den unteren Rippenbögen bildete eine stark eingeprägte, fast ebene Fläche, offensichtlich das Auflager des Betonblocks. Drei oder vier kleine Perforationen in der Bauchdecke ähnelten Schusswunden, konnten aber genauso gut vom Bewehrungsstahl des Betons herrühren. Rünz vermutete nach dem bloßen Augenschein einen Todeszeitpunkt, der einige Monate zurücklag.

Der Mediziner stand in Gummistiefeln im Wasser, beugte sich über die Leiche und ließ sich von Wedel Untersuchungsinstrumente aus dem Koffer herüberreichen. Er maß Temperaturen an verschiedenen Stellen in unterschiedlichen Gewebetiefen, indem er eine Art Thermometerlanze in den Körper stach, sicherte Proben der kreideartigen Substanz und ließ Wedel die verschlossenen Behälter in einer Kühlbox deponieren. Ruhig und konzentriert machte er mit seiner Kamera eine Serie von Ganzkörperaufnahmen aus verschiedenen Perspektiven. Dann wechselte er das Objektiv und fertigte aus rund 30 Zentimetern Entfernung ein lückenloses digitales Puzzle der sichtbaren Körperoberfläche an. Als er den Hals des toten Körpers anpeilte, schien er etwas zu entdecken, er gab Wedel die Kamera und ließ sich einen kleinen Seitenschneider und eine Kombizange reichen. Er werkelte einen Moment herum und zog dann mit der Zange einen verkrusteten Anhänger vom Hals des Toten, den er Habich zur Asservierung reichte.

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