Liselotte Welskopf-Henrich - Stein mit Hörnern

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Im Buschland bei New City kommt es zu einem nächtlichen Kampf, den Joe King schwerverletzt überlebt. Es folgt ein monatelanger Krankenhausaufenthalt in einer teuren Privatklinik. Nur unter größten Anstrengungen vermag Queenie den Aufenthalt zu finanzieren. Sie gerät in gefährliche Beziehungen zur Halbwelt von New City. Unterdessen sind die Feinde Joe Kings, allen voran Sidney Bighorn, nicht untätig. Sie wollen die Abwesenheit des rebellischen Indianers nutzen und vollendete Tatsachen schaffen, um die alten Verhältnisse wiederherzustellen. Zudem wird Joe King verdächtigt, die Rauschgiftschmugglerin Esmeralda O’Connor ermordet zu haben.

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»Wirklich?«

»Götter, Geister, Gespenster, Hexen, und nicht einmal Autos konnten sie herstellen. Pyramiden – ja, will ich gelten lassen.«

»Die ägyptischen oder die amerikanischen?«

»Amerikanische …?«

»Indianische Bauten, indianische Skulpturen.«

»Ind … ach so, ja, die Maya.«

»Die Inka, die Olmeken, die Maya, die Tolteken, die Azteken.«

»Sie wissen das alles, Mr King.«

»Aus Ihren Büchern.«

»Ja. Auch die Indianer hatten ihre Zivilisation.«

»Hatten.«

Schwester Kay wurde knallrot bis unter die Haarwurzeln; ihre helle Haut durchblutete sich leicht und sichtbar. Sie hob den Kopf; man konnte in ihre peinlich sauberen, spaßhaft wirkenden Nasenlöcher hinein- und durch die rötlich schimmernden Nasenflügel fast hindurchsehen.

»Verzeihen Sie, Mr King. Es ist schwer, vor Ihren Ohren zu plappern, weil Sie jedes Wort wiegen. Was lesen Sie jetzt?«

»Göttersagen.«

»Das interessiert Sie?«

»Es ist mir nicht so fremd wie Ihnen. Ich bin ja noch ein primitiver und unglaubwürdiger Mensch.«

»Spotten Sie wieder über mich, Mr King?«

»Macht Ihnen das keinen Spaß? Ich spiele.«

»Wie ein schwarzer Kater mit einer Maus.«

»Mit einer weißen Maus. Aber sagen Sie mir bitte, Schwester, was das ist, Kultur, Zivilisation, Bildung. Sie haben das, Sie müssen es wissen.«

»Ich stecke zu tief drin. Es ist wie eine Binde um meine Augen.«

»Ich sehe es mehr von außen her … Nein, ich spotte nicht. Ernst. Was gehört dazu? Früher dachte ich, aufrichtig zu sein und hilfsbereit, aber das ist zu primitiv. Das steht ja schon in Ihrer Bibel, ist zweitausend Jahre alt.«

»Und wurde auch damals gepredigt, weil es das nicht gab«, bemerkte der Patient im Nachbarbett am Fenster.

»Bei wem nicht gab?«

»Bei wem? Nun, sagen wir, im Römischen Reich unter Kaiser Augustus.«

»Vielleicht waren die weißen Männer damals noch nicht zivilisiert.«

»Doch – in gewisser Weise, ja – sie hatten ein stehendes Heer, Fußbodenheizung, Beamte und Sklaven.«

»Sklaven gehören zur Zivilisation?«

»Allerdings. Wie wollen Sie Kultur entwickeln, wenn Sie die Dreckarbeiten nicht abschieben können? Sklaven oder Maschinen.«

»Sie geben mir Stoff zum Nachdenken, Mr Hunt, das ist nützlich für einen Gelähmten. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfsbereitschaft.«

»Bitte, war gar nicht so gut gemeint.«

»Man kann auch unbewusst helfen«, sagte Schwester Kay.

»Ein Glück, denn ich glaube nicht, dass es jemand bewusst oder – sagen wir – uneigennützig tut. Uneigennützig, das gibt es überhaupt nicht, ausgenommen natürlich bei Schwester Kay und bei den Indianern.«

Kay wurde wieder rot.

Joe lächelte. »Warum soll es das bei Indianern geben?«

»Mr King, ich habe in meinen Werkstätten einmal einen Indianer angestellt. Mit Bedenken, das sage ich Ihnen offen, denn das Volk will nicht bei der Arbeit bleiben, handelt noch zu irrational, gefühlsbetont. Aber ich war in dem einen Fall angenehm überrascht, der Mann zeigte sich fleißig und äußerst geschickt. Resultat? Er wollte seiner Sippe helfen und ging dabei selbst zugrunde. Durch hilfsbereite Ausgaben und Überarbeit, Tuberkulose; aus.«

»Das war also unzivilisiert.«

»Genau.«

Kay seufzte.

Joe beobachtete ihr Gesicht. »Schwester Kay, in den Göttersagen hier habe ich von dem Haupt der Medusa gelesen, Schreckbild. Heute würden die weißen Männer sagen: Horrorpsychologie. Manchmal kommt mir Ihre Zivilisation oder Kultur oder Bildung als dergleichen vor.«

»Aber die Medusa hat es nie gegeben, Mr King.«

»Vielleicht gibt es auch die Zivilisation nicht. Sie bilden sich das nur ein.«

»Hallo, Mr King«, rief Hunt, »das ist Generalangriff. Sie werden ja nicht von uns erwarten, dass wir wieder in Zelten leben und mit Pfeil und Bogen Büffel jagen.«

»Nein, das nicht, aber dass Sie uns das Geld geben, um Brunnen zu bauen.«

»Wieso Brunnen?«

»Wir haben zu wenige auf den Reservationen. Die meisten Familien laufen noch meilenweit, um schlechtes Wasser zu holen.«

»Dann gehen Sie doch weg von einer solchen Wüste.«

»Es ist unsere Heimat.«

»Gefühlsbetont, sagte ich ja. Damit kommen Sie nie weiter.«

»Wir werden sehen.«

»Sie – entschuldigen Sie, Mr King –, Sie können sich also zu Hause tatsächlich nicht waschen?«

Kay erschrak. Joe blieb ruhig.

»Als Kind und junger Bursche, Mr Hunt, bin ich meilenweit gelaufen, um mich zu waschen, und habe das Trinkwasser in Eimern und Ledersäcken herangeschleppt. Als Mann habe ich mir einen Brunnen mit Motorpumpe gebaut.«

»Die Verwaltung hat Ihnen das Geld dazu gegeben?«

»Wohin denken Sie denn? Einen Brunnen für eine einzelne indianische Ranch? Wir streiten uns seit einigen Jahren, welches von zwei Dörfern durch den Gesundheitsdienst einen Brunnen erhalten wird. Für beide reicht das amtliche Geld nicht.«

»Unfasslich. In welcher Welt leben Sie denn?«

»In der Ihren, Mr Hunt, oder unter der Ihren, wie Sie wollen.«

»Sie haben sich das Geld also aus privater Initiative beschafft. Warum tun das nicht alle Indianer?«

»Es war ein sogenannter Zufall. Ich bin jemandem auf die Schliche gekommen, das hat sich gelohnt.«

Das Wort »Erpresser« schwebte unhörbar durchs Zimmer. Joe hatte mit Zynismus in diese Richtung gespielt. Wo er Verständnislosigkeit oder Neugier zu spüren meinte, forderte er heraus und tarnte seinen wahren Charakter.

»Jemandem auf die Schliche kommen – könnte Ihr spezielles Talent sein, Mr King. Sie liegen stets auf der Lauer und beobachten. Das habe ich schon lange bemerkt.«

»Sie beobachten mich also auch.«

»Nicht mit der gleichen Konsequenz. Sie beobachten – hm – gekonnt. Ich zweifle nicht, dass Sie die Qualitäten haben, um Gewinn zu machen.«

»Danke. Habe auch Qualitäten für Verlustgeschäfte. Wie Sie sehen.«

Es ging gegen Abend. Die Luft aus den Gärten wurde kühl und roch würzig. Schwester Kays Zeit war um; die Ausgabe des Abendessens stand bevor. Sie verabschiedete sich verlegen und fürchtete, dass sie ein zu lebhaftes Gespräch veranlasst habe; die Patienten hätten sich angestrengt.

Joe lächelte ihr zu. »Was denken Sie jetzt über mich, Schwester Kay? Ich bin ein bad boy. Frech und undankbar.«

»Sie sind ebenso aggressiv wie scheu, Mr King. Ein Indianer.«

»Ein Wildtier, nicht? Hält sich verborgen, und wenn es herausgelockt wird, zeigt es sich bissig.«

»Das nächste Mal erfreulichere Themen«, rief es aus zwei Betten. Kay trat für einen Augenblick ans Fenster und holte Luft, dann verließ sie mit gesenktem Kopf den Raum.

Hunt knurrte noch während des Essens vor sich hin.

»Es ist nicht übel, dass wir Sie hier bei uns haben, Mr King«, sagte er jedoch beim letzten Salatblatt. »Sie unternehmen es, an den Selbstverständlichkeiten unseres Lebens herumzustochern – als ob unser Establishment nichts als stinkender Käse sei. Endlich mal etwas anderes als unsere Autounfälle. Aber nun sagen Sie mir bitte – wenn Sie wollen –, warum sind Sie denn des Nachts aufgestanden? Sie können doch klingeln. Wozu sind die Schwestern da in einer zivilisierten Klinik?«

»Vielleicht hat es in meinem Verstand geklingelt; Kurzschlusshandlung.«

»Meine Theorie stimmt also. Gefühlsbetont. Ich glaube, das hängt mit der Stammesverfassung zusammen.«

Das Geschirr wurde abgeräumt.

Die Nachtschwester trat ihren Dienst an. Sie galt bei den Patienten als die Freundin des zweiten Assistenzarztes.

In Joe erloschen Heiterkeit und Initiative, als er ihre Miene sah, ihre anordnenden Worte hörte und ihre Kontrollen und Fragen betreffend seinen körperlichen Zustand und seine körperlichen Bedürfnisse über sich ergehen lassen musste. Er hatte erhöhte Temperatur.

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