Bernd Fischer - So war es damals bei uns

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Bernd Fischer schrieb diese Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend auf, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Er erzählt von einer Kindheit in der Nähe des Krieges, von Verlust, Erinnerung und Kinderstreichen. Dazu lässt er Einblicke in die Feldpostbriefe seines Vaters aus dem Jahr 1943 zu, – aus jenem Russlandfeldzug, der ihm den Vater nahm. Als Anlage darf der werte Leser aus dem Tagebuch seiner Mutter lesen, in dem sie eine Flucht von Buschow nach Stendal im Jahr 1945 schildert.

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Links vom Ofen im Dunkel befand sich die Tür zur Küche; rechts führten drei Stufen – oder waren es vier? – in die so genannte Mägdekammer. Dort hatte Mutter geschlafen, weil die Großeltern zu Besuch waren und oben im Elternschlafzimmer übernachteten. Sie waren gekommen, um zu helfen; denn Vater war an der Ostfront und Mutter, die sonst nie krank war, hatte sich nicht wohl gefühlt. Die beiden kleinen Kinder, das große Haus, der strenge Winter … jetzt war Mutter die Arbeit zu viel geworden. Und dann vom Vater so lange kein Lebenszeichen!

Großmutter hatte das Feuer im Ofen schon früh angezündet. Die Kacheln waren fast heiß. An der hellen Seite des Ofens stand Mutter, die Arme hinter dem Rücken an den Kacheln; in einer Hand ein zerknülltes Taschentuch. Ihr weiches Nachthemd reichte bis über die Knie. Eine grünschwarz-braune Strickjacke, grob gemustert, bis zur Hüfte eng zugeknöpft. Sie weinte … Ich hatte sie noch nie weinen sehen! Sie weinte … Ihre Nase war rot. Die Augen glänzten voller Tränen, die ununterbrochen über die Wangen nach unten tropften. Nur selten wischte sie mit dem Taschentuch das Gesicht trocken. Sie weinte … Ich drängte mich mit scheuer Behutsamkeit an sie. Es war so ungewohnt: Das Weinen … Wie konnte ich mit meinen knapp fünf Jahren hier trösten? Hatte es Vater zum Abschied bei seinem letzten Urlaub gesagt oder war es in einem Feldpostbrief von ihm gewesen, den Mutter vorgelesen hatte, dass ich auf Mutter an seiner Stelle aufpassen solle …? Tatsache ist, dass ich in meinem ganzen Leben darauf bedacht war, irgendwelche, mutmaßliche Beunruhigungen von ihr fernzuhalten. Wahrscheinlich wäre es wohl eher ein Vertrauensbeweis gewesen, sie um Rat zu fragen, ihr meine Sorgen oder Zweifel mitzuteilen, Schwierigkeiten mit dem Realen einzugestehen. Ich tat es nicht: Sie sollte ja denken, mit mir sei alles in Ordnung. Bis heute fällt es mir schwer, meine inneren Bewegungen mitzuteilen, kam doch inzwischen auch der Zweifel an der Redlichkeit anderer hinzu. Immer war da dieses Bild: Mutter weinte. Was sollte ich tun? Hier erfasste mich zum ersten Mal das Gefühl tiefer, grenzenloser Ratlosigkeit. Ihre heiße Hand strich mir über den Kopf. Ja, sie war heiß und feucht und rot.

Heute weiß ich, es war der Tag, an dem die Nachricht kam: »… für Volk und Vaterland gefallen!«

Dieses frühe Bild kann ich nicht vergessen. Je älter ich werde, umso öfter sehe ich es deutlich vor mir. Dann beschleichen mich eine grenzenlose Verlassenheit und ein unbestimmtes Bangen. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich nun Mutters Wunsch nachkommen müsste, die Grabstelle auf dem Soldatenfriedhof Idriza, nördlich von Minsk, östlich von Riga, aufzusuchen, damit Vaters Seele Ruhe findet. Aber gibt es jenen Soldatenfriedhof überhaupt noch? Sie glaubte wohl fest daran, dass dieses unbestimmbare, dem Körper entfliehende »Wesen« am Ort seiner Bestattung auf das Gedenken liebender Angehöriger wartet, um erlöst in das Danach eintauchen zu können. Eine Vorstellung, mit der auch ich mich zuweilen anfreunden kann.

In meinem ganzen Leben konnte ich heiße, trockene Frauenhände nicht ertragen; eine weiche Stoffart wie die jenes Nachthemdes meiner Mutter zieht mich heute noch an und macht mich gleichzeitig ratlos; rote Nasen und Tränen sehen mich hilflos, zwingen mich Abstand zu halten. Aber eine Sehnsucht ist da, dieses Unvermögen abzustreifen und fliegend in die Weichheit des Vertrauens zu fallen, zu fallen, zu fliegen und immer wieder zu fliegen …

Kein Bangen, kein Weinen, niemals Tränen!

Meine Mutter habe ich danach niemals so sehr weinen gesehen.

MEIN GEBURTSTAG 1943 Im Hemdchen stand ich im großen Zimmer es sollte mein - фото 3

MEIN GEBURTSTAG 1943

Im Hemdchen stand ich im großen Zimmer;

es sollte mein 4. Geburtstag sein.

Des Dämmerlichts kalter Morgenschimmer

drang durch die Fensterritzen herein.

Mein Erinnern ist heute nur noch verschwommen:

Vater stand vor mir, strich mir übers Haar.

Vom Kindertraume wohl ganz benommen

fühlte ich kaum, was so fremdartig war.

Ich sah nicht Mutters verstohlene Tränen

und Vaters schmerzlich verschlossenen Mund.

Ich sah bestimmt nur die schönen

Geschenke, so neu, verlockend und bunt.

Noch heute höre ich manchmal das Tappen,

so zögernd Schritte im Hausflur geh’n,

auf stiller Straße das einsame Klappen ...

... und habe Vater nie wiedergeseh’n.

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