Tanja Bagar - Die Hanf-Medizin

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Die vielfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin Tanja Bagar teilt in ihrem ersten Buch ihre Faszination für sogenannte Cannabinoide: Das sind jene Stoffe, die für die medizinische Wirksamkeit der Kultpflanze Hanf verantwortlich sind. Sie können eine heilsame Wirkung auf den Menschen entfalten, da die gleichen Stoffe auch in unserem Nervensystem eine wesentliche Rolle spielen.
In der Hanfmedizin präsentiert sie neben den aktuellsten Forschungsergebnissen zahlreiche Behandlungs-Erfolgsgeschichten, die belegen, wie Hanf bei chronischen Schmerzen, Krebs, Rheuma oder Stress hilft.

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Die Erforschung einer Unbekannten

Ich kann mich nicht genug darüber wundern, dass es zu einem Verbot von Anbau und Konsum der Cannabis sativa L. kam, bevor die Pflanze überhaupt wissenschaftlich erforscht wurde. Wir können also sagen, dass die Grundlage für die heutige Gesetzgebung ohne jegliche Kenntnisse der chemischen Zusammensetzung der Pflanze oder deren Wirkungsweise auf unseren Körper gelegt wurde.

Ein Großteil des Wissens und der Daten, über die wir heute verfügen, sind den Forschungsergebnissen des israelischen Chemikers Raphael Mechoulam (*1930) geschuldet. Er begann seine Arbeit mit Cannabis am Weizmann-Institut für Wissenschaften, einem multidisziplinären Institut für naturwissenschaftliche Forschung und Ausbildung in Jerusalem. Sie werden sicherlich nicht verwundert sein, wenn ich Ihnen erzähle, dass er als Grundlage für seine Forschungen mit beschlagnahmtem Haschisch zu arbeiten hatte. Für seine ersten Versuche fuhr Mechoulam mit einem öffentlichen Bus von der Polizei ins Labor – mit Haschisch in der Tasche. Schon 1963 isolierte er aus mehr als 1000 Substanzen das Cannabidiol (CBD). Dabei handelt es sich um ein Molekül, das einen therapeutischen Effekt auslöst, dabei nicht psychoaktiv wirkt und eines der bedeutendsten Bestandteile von Cannabis sativa L. darstellt. Ein Jahr darauf isolierte seine Gruppe auch den Stoff, der die Bewusstseinsänderung bewirkt: Tetrahydrocannabinol (THC). In den folgenden Jahren kam es zu Isolierung und Identifizierung vieler anderer Inhaltsstoffe des Hanfes und vor allem jener mit medizinischer Wirkung, den Cannabinoiden.

Der Pionier der Cannabisforschung

Raphael Mechoulam untersucht Cannabis in der Medizin länger als jeder andere Wissenschaftler. Er gilt heute als Vater der Erforschung der Cannabinoide. 2015 entstand der Dokumentarfilm »The Scientist«, der dem Werdegang des Wissenschaftlers folgt, von seiner Kindheit während des Holocausts in Bulgarien über seine Auswanderung nach Israel bis hin zu seiner Karriere als Hauptforscher für die Chemie und Biologie der weltweit am meisten missverstandenen Pflanze.

Filmemacher Zach Klein traf Professor Mechoulam zum ersten Mal, als er Recherchen anstellte, um mit Cannabis jene Symptome zu lindern, welche die Chemotherapie seiner an Brustkrebs erkrankten Mutter hervorrief.

Der daher mit Herzblut gemachte Dokumentarfilm folgt Professor Mechoulams Versuch, die folgende wichtige Frage zu beantworten: Was übersehen wir?

Die Doku ist ein wertvoller Beitrag zum Verständnis der wegweisenden Arbeit Mechoulams mit Cannabis, die zur Entdeckung des sogenannten Endocannabinoid-Systems führte.

Übrigens: Hollywood zeichnete den Film mit dem Hollywood International Independent Documentary Award 2015 aus. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, empfehle ich Ihnen, »The Scientist« kostenlos auf Youtube anzusehen.

1988 wurde ein neuer Meilenstein gelegt Um zu verstehen wie THC in unserem - фото 13

1988 wurde ein neuer Meilenstein gelegt: Um zu verstehen, wie THC in unserem Körper wirkt, wurden die ersten Rezeptoren entdeckt, an denen die Cannabinoide im Hirn andocken. In den 1990er Jahren isolierte und identifizierte Mechoulam zusammen mit seinen Mitarbeitern die Endocannabinoide, wobei Anandamid und 2-Arachidonylglycerol (2-AG) zusammen mit den spezifischen Rezeptoren das Endocannabinoid-System bilden – ein wichtiges biochemisches endogenes System, das sich im Gehirn befindet und an einer Vielzahl von physiologischen Funktionen beteiligt ist. Dazu mehr in den folgenden Kapiteln.

Die Grundlage der Cannabisforschungbildete beschlagnahmtes Haschisch – wen wundert das?

Kleines Aperçu am Rande: Das Anandamid wurde zuerst aus einem Schweinegehirn isoliert. Weil Schweinehirne in Jerusalem nicht leicht aufzutreiben waren, gingen Mechoulams Assistenten zu einem Metzger in Tel Aviv. Anandamid ist aber im Gehirn in nur sehr kleinen Mengen nachweisbar, weshalb immer mehr Schweinehirne gebraucht wurden. Das führte in Tel Aviv zu einer exponentiellen Verteuerung von Schweineköpfen!

Viele andere Forschungsgruppen begannen, die Endocannabinoide und das Endocannabinoid-System (ECS) zu untersuchen. Heute finden wir über 100.000 Publikationen über Hanf, Cannabis, Cannabinoide und das ECS. Die Faszination und intensive Erforschung der Inhaltsstoffe dieser Pflanze half uns, mehr über uns selbst und die Funktionsweise unseres Körpers zu erfahren. Interessanterweise hat auch die Pharmaindustrie die Potenziale der Cannabinoide erkannt, und einige Unternehmen haben Medikamente entwickelt, die bereits auf dem Markt sind:

1981wurde das synthetische Analog von Δ9-THC Nabilone (Cesamet; Valeant Pharmaceuticals North America) als Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Chemotherapie zugelassen.

1985wurde das synthetische Δ9-THC Dronabinol (Marinol; Solvay Pharmaceuticals, Inc.) als Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Ursache und 1992 als Appetitstimulans zugelassen.

2005wurde Sativex (Naviximole; GWPharma) zugelassen, das sowohl Δ9-THC als auch CBD enthält; es wurde erstmals in Kanada zur Schmerzlinderung bei Patienten mit Multipler Sklerose und fortgeschrittenem Krebs zugelassen und anschließend als Medikament zur Linderung der durch Multiple Sklerose verursachten Spastik.

2018pflanzliches Cannabidiol (Epidiolex, GW Pharmaceuticals) zur Behandlung von Anfällen im Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) oder dem Dravet-Syndrom bei Patienten ab zwei Jahren.

Doch es gibt auch Negatives zu melden So ein Beispiel war Rimonabant ein - фото 14

Doch es gibt auch Negatives zu melden. So ein Beispiel war Rimonabant, ein synthetisches Cannabinoid, das sich fix an den Cannabinoid-Rezeptor1 (CB1) bindet, den Rezeptor aber blockiert. Man dachte, da THC ein Aktivator von CB1 ist und Heißhunger verursacht, sollte ein CB1-Blocker den Appetit mindern. 2006 war das Medikament verschreibungspflichtig zum Abnehmen genehmigt. Die Patienten nahmen zwar ab, aber schon nach ein paar Jahren hatten viele starke Nebenwirkungen wie Depressionen und Psychosen, die auch zu Selbstmord führten. Deswegen wurde es bereits 2008 wieder vom Markt genommen.

Ein weiteres Beispiel: Es ging um eine Studie betreffend die Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH), die für den Abbau von Anandamid, dem körpereigenen Cannabinoid, zuständig ist. Die Hemmung des Enzyms könnte psychischen Erkrankungen entgegenwirken. Nach Tests an Tieren wurde mit Studien am Menschen begonnen. Einer der ersten Probanden, der im Januar 2016 behandelt wurde, erlitt ein tödliches Hirnödem. Weitere vier Teilnehmer der Studie mussten wegen neurologischer Symptome im Krankenhaus behandelt werden.

Daraus ist zu sehen, dass wir bei einem derart vitalen System wie dem Endocannabinod-System nicht einfach Teile chemisch blockieren dürfen, ohne mit Nebenwirkungen rechnen zu müssen.

2 Warum unser Körper Cannabinoide selbst herstellt Eine funktionierende - фото 15

2.

Warum unser Körper Cannabinoide selbst herstellt

Eine funktionierende Einheit: Der menschliche Organismus besteht aus 36 Milliarden Zellen, aber auch aus zehn Mal so vielen Mikroben. Wie geht das? Ein Erklärungsversuch.

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