Alexander Hartung - Die Rache des Inquisitors

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Deutschland im 17. Jahrhundert: Die Hexenverfolgung erreicht ihren Höhepunkt. Auch für das beschauliche Dorf Reheim im Taunus brechen dunkle Zeiten an, als die Inquisition Einzug hält. Der blinde Dominikanerpriester Baselius und sein Junger Gehilfe Thomas verfolgen erbarmungslos nur ein Ziel: Ketzerei und Teufelswerk jeder Art auszurotten. Einzig die junge Klara, die ohnmächtig zusehen muss, wie ihre geliebte Freundin, die Kräuterfrau Agnes, den Flammen zum Opfer fällt, will dem sinnlosen Sterben Unschuldiger ein Ende bereiten. Entgegen der Warnungen ihres Onkels und Ziehvaters Markus und ihres Jugendfreundes Peter beginnt sie, Nachforschungen anzustellen – und entdeckt, dass sich hinter dem religiösen Eifer des jungen Thomas, der das Dorf und seine Bewohner erstaunlich gut zu kennen scheint, in Wahrheit ein schreckliches Geheimnis verbirgt…

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»Nein«, antwortete Peter nach kurzem Zögern. »Ich sah dich allein durch den Wald laufen und dachte, du könntest gewiss einen Beschützer gebrauchen.«

»Ja, ein starker Beschützer wäre wirklich gut«, sagte Klara. Wie immer entging Peter die Ironie hinter ihren Worten. Ermutigt von dieser scheinbaren Aufforderung richtete er sich ein wenig mehr auf, straffte die Schultern und suchte den Waldrand mit wachsamen Augen ab.

Klara musste lächeln. Sie und Peter kannten sich schon seit der Kindheit. Sie konnte sich stundenlang über seine schlechten Eigenschaften und seine Faulheit aufregen. Es gab keinen Tag, an dem sie sich nicht über sein Verhalten ärgerte, trotzdem fühlte sie sich in seiner Nähe wohl. Er brachte sie zum Lachen, und in Reheim gab es ansonsten zu wenig, was sie in fröhliche Stimmung versetzte.

Peter blickte weiter angestrengt in den Wald hinein, fast als erwartete er jeden Augenblick eine Räuberbande, die schreiend aus dem Wald gerannt kam.

Wie immer war sein braunes Haar viel zu lang. Seine Kleidung war ein buntes Sammelsurium, und sein alter Hut hatte wahrscheinlich schon den Kopf seines Großvaters geziert. Peter war ein Taugenichts, der den ganzen Tag nur durch die Gegend streifte und Unsinn ausheckte.

Manchmal fragte sich Klara, ob Peters Vater auch wirklich sein leiblicher Vater war. Friedrich Birsch war Stadtrat in Reheim. Er war höflich, gebildet und verantwortungsvoll. Seine Klugheit wurde von vielen geschätzt, und sein Urteil wurde geachtet. Vielleicht war er etwas zu ernsthaft, aber er kümmerte sich stets um die Probleme der Bürger.

Die Birschs waren wohlhabend, obwohl sie weder Felder noch Viehherden besaßen. Peter hatte nie viel über ihren Reichtum erzählt. Immer wenn sie mit diesem Thema begonnen hatte, hatte er nur zögerlich geantwortet. Anscheinend war Peters Großvater ein wichtiger Händler in Mainz, der es dort zu großem Wohlstand gebracht hatte. Selbst König Maximilian sollte schon seine Dienste in Anspruch genommen haben. Ein Streit hatte dazu geführt, dass Friedrich Mainz verlassen hatte und in dieses kleine Dorf im Taunus gezogen war. Dies war noch vor Peters Geburt geschehen, daher kannte er seinen Großvater nicht. Auch den Grund für diesen Streit hatte er nie erfahren. Peters Vater redete nicht darüber.

Das Geld, das Friedrich aus Mainz mitgenommen hatte, hatte aber ausgereicht, um ein kleines Landhaus zu bauen und einen unmanierlichen Sohn zu versorgen, der sich beharrlich weigerte, einer anständigen Arbeit nachzugehen.

»Gehst du zur alten Kräuterhexe?«, fragte Peter beiläufig.

»Du sollst sie nicht Hexe nennen«, fuhr Klara ihn an. »Ihr Name ist Agnes, und ihr Wissen über Kräuter hat auch dir schon geholfen, als du vom großen Felsen gestürzt bist und dir den Kopf aufgeschlagen hattest.«

Peter verzog in gespielten Schmerzen das Gesicht.

»Keine schöne Erinnerung«, sagte er. »Aber da war ich sieben Jahre alt. Das ist wirklich schon lange her.«

»Trotzdem verdient sie es nicht, Hexe genannt zu werden.«

Peter brummelte etwas Unverständliches und blickte missmutig zu Boden.

Eine Weile liefen sie schweigend nebeneinander her, bis die Hütte von Agnes auf einer kleinen Anhöhe sichtbar wurde. Die Unterkunft war in den Wald gebaut, und hätte der Rauch des Kamins sie nicht verraten, hätte man sie leicht übersehen können. Vor der Hütte befand sich ein kleiner Garten mit Gemüse und Kräutern, in dem eine ältere Frau mit einem Korb und einem Messer auf dem Boden kniete und kleine Zweige eines Strauches abschnitt.

Klaras Gesicht hellte sich sofort auf, und ihre Schritte beschleunigten sich.

»Warum besuchst du Agnes so oft?«, fragte Peter.

»Weil es bei ihr so viel zu lernen gibt.«

»Wie man Gemüse anpflanzt?«

»Sie lehrt mich die Heilkraft der Pflanzen«, antwortete Klara.

Bevor Peter weitersprechen konnte, sprang Klara auf einen kleinen Felsen und lief dann die letzten Meter zur Hütte. Peter musste sich anstrengen, um ihr zu folgen, und kam wenige Schritte hinter ihr beim Gatter des Gartens an. Klara rannte zu der alten Frau und umarmte sie überschwänglich.

Das ernste Gesicht der Frau hellte sich für einen Moment auf. Agnes löste sich von Klara und blickte sie lächelnd an. Dann schob sie eine Strähne ihres weißen Haares zur Seite und wandte sich ihrem zweiten Besucher zu.

»Hallo Peter. Was bietest du mir heute an, damit ich dir einen Liebestrank für Anna Bernheimer braue?«, fragte Agnes unschuldig.

Klara drehte sich ruckartig zu Peter herum und funkelte ihn böse an. Peter lächelte verlegen und machte einen Schritt vom Gatter weg.

»Ich habe heute noch wirklich viel zu tun, daher muss ich euch leider allein lassen.«

Bevor Klara etwas erwidern konnte, war er schon in Richtung Dorf losgelaufen. Seine Schritte waren so schnell, dass er seinen Hut festhalten musste.

»Was für ein Heuchler«, sagte Klara erbost. »Man hat ihn wohl noch nicht oft genug verprügelt.«

»Er ist ein guter Junge, Klara«, antwortete Agnes mit ruhiger Stimme, nahm den Korb auf und ging zur Hütte.

»Er ist ein Weiberheld, ein Nichtsnutz und ein Tagträumer. Den ganzen Tag stellt er den Röcken im Dorf nach und ärgert andere mit seinen dummen Streichen.«

»Er hat ein ehrliches Herz, und er mag dich, Klara.«

»Er mag jede junge Frau.«

»Bei dir ist es etwas Besonderes.«

»Das kann nicht dein Ernst sein«, antwortete Klara erstaunt.

»Warum nicht?«

»Weil er Spaß daran hat, mich zu ärgern. Wäre er nicht längst aus dem Alter heraus, würde er mir wohl wie früher einen großen Frosch in mein Bett legen und andere Streiche spielen.«

»Ich sagte doch, er mag dich«, sagte Agnes, öffnete die Tür und ging lächelnd hinein.

Klara blieb verwundert stehen und versuchte, die Worte der alten Frau zu verstehen. Nach einem Moment des Überlegens gab sie es auf und folgte Agnes in die Hütte.

Peter drehte sich um. Er wollte sicher sein, dass Klara ihn nicht mehr beobachtete. Warum musste die alte Kräuterhexe ihn immer wieder vor Klara bloßstellen? Anna Bernheimer war ein hartnäckiger Fall. Sie hatte bisher alle seine Annäherungsversuche zurückgewiesen. Erst hatte er es mit Schmeicheleien und Liebesschwüren versucht. Oft genügte das, um das Herz einer Frau weich werden zu lassen. Dann hatte er Blumen gepflückt und ihr eine Kette gekauft. Die Blumen hatte er am nächsten Morgen auf dem Misthaufen gefunden. Wo die Kette abgeblieben war, wollte er sich nicht ausmalen.

Im Dorf sagte man sich, dass die alte Kräuterfrau über besondere, beinahe magische Fertigkeiten verfügte. Ihre Tränke konnten Schmerz lindern, Wunden verheilen lassen und Fieber senken. Was war also schon groß dabei, wenn er einen Trank wollte, der das harte Herz von Anna Bernheimer erweichen würde?

Verdrossen trat Peter einen Stein von dem festgetretenen Weg hinunter, als er lautes Pferdegetrappel vernahm. Gewandt sprang er von der Straße, nahm seinen Hut ab und verbarg sich unter einem kleinen Gebüsch. Diese Gewohnheit hatte er schon von Kindesbeinen an. Oft hatten ihn seine schnellen Reaktionen und ein gutes Versteck vor dem Zorn eines wütenden Vaters oder einer enttäuschten Magd geschützt. Außerdem bereitete es ihm Vergnügen, die Leute heimlich zu belauschen.

Die Geräusche wurden lauter, und Peter entdeckte einen Trupp von acht Soldaten, die den Weg zum Dorf entlanggaloppierten. Sie eskortierten eine Kutsche, die ein schwarzweiß geständertes Lilienkreuz auf einem ebenso geständerten Schild an der Seite trug.

Peter begann zu zittern. Er versuchte, sich zur Ruhe zu zwingen, doch die Gedanken in seinem Kopf rasten.

Die Kutsche barg einen Inquisitor. Er hatte schon Schreckensgeschichten von diesen Geistlichen gehört, doch diese waren ihm stets weit entfernt und unwirklich vorgekommen. Tagelange Folter, demütigende Prozesse und ganze Familien, die auf dem Scheiterhaufen den Tod fanden, davon sprach man hinter vorgehaltener Hand. Jetzt war der Schrecken aus den Geschichten zu ihnen gekommen. Peters Zittern verstärkte sich. Das Gebüsch raschelte leise. Er schloss die Augen und krümmte sich zusammen, in der Hoffnung, dass der Reitertross an ihm vorbeiziehen würde. Die Augenblicke schienen sich zu Stunden zu dehnen, bis die Geräusche endlich verstummt waren. Peter öffnete die Augen. Die Reiter waren fort. Die Kutsche hatte eine tiefe Furche im Boden hinterlassen.

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