Alexander Hartung - Die Rache des Inquisitors

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Deutschland im 17. Jahrhundert: Die Hexenverfolgung erreicht ihren Höhepunkt. Auch für das beschauliche Dorf Reheim im Taunus brechen dunkle Zeiten an, als die Inquisition Einzug hält. Der blinde Dominikanerpriester Baselius und sein Junger Gehilfe Thomas verfolgen erbarmungslos nur ein Ziel: Ketzerei und Teufelswerk jeder Art auszurotten. Einzig die junge Klara, die ohnmächtig zusehen muss, wie ihre geliebte Freundin, die Kräuterfrau Agnes, den Flammen zum Opfer fällt, will dem sinnlosen Sterben Unschuldiger ein Ende bereiten. Entgegen der Warnungen ihres Onkels und Ziehvaters Markus und ihres Jugendfreundes Peter beginnt sie, Nachforschungen anzustellen – und entdeckt, dass sich hinter dem religiösen Eifer des jungen Thomas, der das Dorf und seine Bewohner erstaunlich gut zu kennen scheint, in Wahrheit ein schreckliches Geheimnis verbirgt…

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Ein Aufstöhnen ging durch die Menge. Pater Baselius blieb noch einen Moment stehen. Dann schien er zufrieden zu sein, und der zornige Ausdruck verschwand aus seinem Gesicht. Er setzte sich wieder hin und gab Thomas ein Zeichen, weiterzusprechen.

»Ihr bezeichnet Agnes Barand als Ketzerin?«, fragte der junge Priester.

»Ja«, sagte Liborius und stand wieder auf.

»Welcher Taten hat sie sich schuldig gemacht?«

Der alte Priester blickte hilflos zu Thomas.

»Ihr wisst, dass eine falsche Anschuldigung zu einer schweren Bestrafung führt«, fuhr Thomas weiter fort. »Habt Ihr Agnes Barand unrechtmäßig beschuldigt?«, fragte er mit drohendem Unterton.

»Nein«, rief Liborius hastig. »Agnes Barand ist eine Hexe, bestimmt. Ich habe sie gesehen, wie sie auf ihrem Besen zum Hexensabbat fliegt. Dort trifft sie sich mit ihresgleichen. Sie treiben Unzucht, trinken Blut unschuldiger Opfer und essen das Fleisch von Kindern.«

Klara wollte aufspringen und diesen Lügen etwas entgegenschreien, aber ihr Onkel hielt sie am Arm fest. Sie versuchte, sich loszureißen, doch er packte sie mit beiden Händen und drückte sie auf die Bank. Sein Blick war zornig und enthielt eine unausgesprochene Warnung. Klara hatte ihren Onkel noch nie so erlebt, und so blieb sie sitzen, während Vater Liborius mit teilnahmsloser Stimme weitersprach. »Sie hat die Seelen der toten Kinder geraubt und dem Teufel als Geschenk dargebracht, damit sie weiter in seiner Gunst bleibt. Vom ersten Tag an habe ich das Böse in ihren Augen gesehen, doch solange der Teufel sie unter ihrem Schutz hatte, konnte ich nichts gegen sie unternehmen.«

»Genug«, unterbrach Thomas. »Die Anschuldigungen sind ausreichend. Ihr dürft Euch zurückziehen.«

Vater Liborius nickte untertänig und verließ den Versammlungssaal. Seine Augen waren starr auf den Ausgang gerichtet, sein Gesicht wie eingefroren. Er ging, als wäre er in kurzer Zeit um Jahre gealtert.

Es war still geworden. Das Weinen war verstummt. In den Augen der Zuschauer stand die Angst, und keiner sah die Inquisitoren an. Nur Klara konnte den Blick nicht abwenden.

Der Priester namens Thomas war noch jung, nicht viel älter als sie. Seine Gesichtszüge waren weich, und er hatte kaum Bartwuchs. Einzig seine Augen, die sich bei der Befragung ab und an verengten und dann vor Zorn glitzerten, machten aus ihm einen hassenswerten Mann. Er und der blinde Priester besprachen sich leise. Der junge Mann nickte immer wieder, als er den Worten des Älteren lauschte. Dann setzte er sich, während sich Baselius von seinem Stuhl erhob.

»Die Anschuldigungen gegen Agnes Barand sind schwerwiegend und zahlreich. Wir werden uns zurückziehen und um den Beistand Gottes bitten. Das Urteil gegen die Beschuldigte wird morgen früh verkündet.«

Baselius drehte sich um und verließ den Versammlungssaal. Thomas fasste ihn an seinem Arm und führte ihn sicher zur Tür hinaus. Zwei Soldaten aus ihrer Garde folgten ihnen.

Klara sah Agnes an, die noch immer zusammengekrümmt dastand. Dann hob die alte Frau den Kopf und erwiderte ihren Blick. Sie lächelte ihre Schülerin an. In ihre Augen waren der Glanz und die Stärke zurückgekehrt, die Klara an ihr immer so geschätzt hatte. Dann wandte Agnes ihren Blick zu Markus. Für einen Moment schienen sie und ihr Onkel eine Art stumme Übereinkunft zu treffen. Markus nickte leicht, nahm Klara am Arm und zog sie aus dem Versammlungssaal.

Klara wehrte sich nicht und ging mit ihrem Onkel hinaus. Das Letzte, was sie von Agnes sah, waren die Soldaten, die ihr die Augen verbanden und sie durch den Hinterausgang nach draußen führten.

Agnes lag auf dem Boden der Zelle. Ihr Kopf war in das schmutzige Stroh gebettet. Sie versuchte, die Schmerzen ihrer Brandwunden und ihrer gebrochenen Knochen zu ignorieren. Ihre Kehle war trocken, und sie sehnte sich nach einem Schluck Wasser. Sie roch den Wind, der durch das vergitterte Fenster wehte und den Geruch der Bäume mit sich brachte. Der Wald war immer ihr Zuhause gewesen. Wann immer sie Sorgen gehabt hatte, war sie durch seine verborgenen Wege gewandert, hatte den lehmigen Boden unter ihren Füßen gespürt und dem Rauschen der Blätter im Wind gelauscht. An warmen Sommertagen hatte sie sich an einen großen Stamm gelehnt, ihre Augen geschlossen und sich in die Geborgenheit der Bäume hinabgleiten lassen.

Es war kein Leben, wie sie es sich als Kind vorgestellt hatte, und doch war sie zufrieden. Wenn sie auch in vielen dunklen Tagen der Verzweiflung nahe gewesen war, so hatten die glücklichen Tage überwogen. Sie hätte sich gewünscht, noch einmal ihr Heim zu sehen, die Wärme des Kamins an ihren Füßen zu spüren und ihrer Hütte Lebewohl zu sagen, doch Agnes wusste, dass dies niemals geschehen würde.

Sie versuchte, ihre gefesselten Hände zu falten, aber mit den gebrochenen Fingern war das nicht möglich. Eine Binde war über ihre Augen gezogen, und doch schloss sie die Augen, wie immer, wenn sie zu Gott betete. An diesem Tag waren die Worte in ihrem Geist andere. Heute dankte sie ihm nicht für einen weiteren Sonnenaufgang und bat nicht um Verzeihung für Verfehlungen, heute beschwor sie Gott um Kraft. Sie flehte um die Stärke, dem Tod mit Würde entgegentreten zu können. In ihren Worten war kein Hass, kein Zorn auf die Menschen, die ihr das angetan hatten, oder auf die Henker, die ihr Leben rauben würden. Das Urteil war noch nicht gesprochen, doch sie war sich ihres Endes sicher. Sie wollte ihre letzten Gedanken nur mit Liebe erfüllen.

Noch einmal atmete sie den Duft des Waldes ein und beendete ihr Gebet. Sie fühlte eine schwere Müdigkeit, die sich ihres Körpers bemächtigte. Bevor sie in den gnädigen Schlaf hinabsank, wandten sich ihre Gedanken Klara zu, der jungen Frau, die so stark sein wollte, aber noch so wenig über die Welt außerhalb Reheims und deren dunkle Abgründe wusste. Vielleicht hatte sie wenigstens diesen unschuldigen Geist bewahren können.

Klara erwachte zum dritten Mal in dieser Nacht. Nachdem sie von der Versammlung zurückgekehrt waren, hatte sie bis zum Abend geweint. Ihr Onkel hatte ihr einen Tee aufgebrüht, von dem sie schnell müde geworden war. Doch die Schrecknisse des Tages ließen ihr keine Ruhe und suchten sie in ihren Träumen heim. Immer wieder sah sie Agnes, wie sie gefoltert und nackt vor der Versammlung stand. Dann wachte sie zitternd auf und hoffte, dass dies alles nur ein schlechter Traum gewesen war. Doch dann kamen die Erinnerungen an den Prozess, die Inquisitoren und die Befragung.

Nachdem sie ein drittes Mal hochgeschreckt war, sah sie aus dem Fenster in die dunkle Nacht. Sie war noch immer müde, aber sie fürchtete sich davor, einzuschlafen und den Prozess in ihren Träumen wieder und wieder erleben zu müssen. Schläfrig stand sie auf, zog eine Decke um ihre Schultern und begab sich zum Fenster. Ihr Blick wurde von einer Bewegung angehalten. Zwei Personen standen vor dem Haus. Eine davon war ihr Onkel. Seine große, massige Gestalt und seine etwas gebeugte Haltung machten ihn unverkennbar.

Der Mann neben ihm war kleiner und schmaler. Er trug einen weiten Mantel, und ein breiter Hut verdeckte sein Gesicht. Der Silhouette nach hatte er wohl einen buschigen Bart, aber es war zu dunkel, um mehr zu erkennen. Ihr Onkel schien mit seinem Besucher etwas zu besprechen. Kaum einer von ihnen machte eine Geste, aber ihre Köpfe waren dicht beieinander, als wären die Worte für niemand anderen bestimmt.

Klara drehte sich kurz vom Fenster weg und zog einen Schemel zu sich, um besser an die Schließe des Fensters zu kommen. Sie stellte sich auf den Tritt und griff nach dem Riegel, doch als sie wieder aus dem Fenster blickte, waren ihr Onkel und die fremde Gestalt verschwunden. Sie lauschte, ob die Tür aufging oder eine Diele knarrte, aber alles blieb ruhig.

Sie schüttelte verwirrt den Kopf. Wahrscheinlich hatte sie sich das nur eingebildet. Erst jetzt schien ihr die Kälte der Nacht bewusst zu werden. Sie zog die Decke enger um ihre Schultern und ging zu Bett. Noch während sie über diese seltsame Begegnung nachdachte, schlief sie ein.

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