Dieter Janz - Schatten über Adlig-Linkunen

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Schatten über Adlig-Linkunen: краткое содержание, описание и аннотация

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Die ländliche idylle und der Frieden auf Adlig-Linkunen, dem herrlichen Gutshof in den Masuren, wird Ende des 19.Jahrhunderts von gnadenlosen Verbrechen überschattet. Eine Entführung und drei brutale Morde versetzen die Bewohner in Angst und Schrecken. Jeder könnte der Mörder sein. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als dem jungen Kommisar ein erschütternder Verdacht kommt.... Diese Kriminalerzählung ist eine spannende und erlebnisreiche Zeitreise in die Masuren des 19. Jahrhunderts. Sehr detailliert und präzise schildert der Autor Dieter Janz die erschreckenden Ereignisse auf dem Gutshof Adlig-Linkunen und läßt die Protagonisten der Geschichte dabei lebendig werden …

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„Und die werden alles andere als erfreut sein. Ich glaube, so wie die Dinge stehen, wird dies schon die erste unüberwindbare Hürde sein. Aber ich bewundere dich, Anna, und überlege, wie ich dir helfen kann. Hast du überhaupt schon mit jemandem, außer Dr. Markowski und mir, darüber gesprochen?“

„Um Gottes willen, nein. Ich muss mir alles genau überlegen, einen genauen Plan machen. Und ich möchte nicht, dass meine Eltern das Vorhaben von jemand anderem erfahren als von mir, also behalte unser Gespräch für dich!“

„Natürlich, Anna, das versteht sich doch von selbst!“

Inzwischen waren sie an dem See angekommen und mussten feststellen, dass die Eisfläche noch viel zu dünn war, um sie betreten zu können. Es würde noch ein paar Tage benötigen, bis der See so weit zugefroren war, dass man darauf laufen könnte. Also machten sie sich wieder auf den Heimweg. Sie wechselten die Gangart ihrer Pferde zwischen Galopp und Trab, weshalb ein intensives Gespräch nicht möglich war und sie relativ schnell zu Hause ankamen. Als sie am Verwalterhaus vorbeikamen, sahen sie die Kutsche von Dr. Markowski davor stehen. Es musste sich um einen Besuch handeln, der nicht eingeplant war und das beunruhigte die beiden Mädchen.

Sie stiegen von ihren Pferden ab und wollten gerade das Verwalterhaus betreten, als der Arzt seinerseits aus dem Haus trat. Markowski war ein kleiner humorvoller Mann. Sein lockiges Haar war weiß geworden, denn er war auch nicht mehr der Jüngste. Eine ordentliche Frisur zierte selten sein Haupt, meist stand die Lockenpracht zu Berge oder war zerzaust. Über der Oberlippe wuchs ein kräftiger, weißer Schnurrbart, der oft so lang war, dass er ihm über den Mund reichte. Viktor Markowski war mit Wilhelm-Antonius befreundet und aß des Öfteren bei Familie Kokies zu Abend. Seine Frau war schon vor Jahren verstorben und Kinder hatten die beiden keine. Maria konnte bei den gemeinsamen Abendessen beobachten, wie geschickt der Mann seine Suppe trotz des riesigen Schnurrbartes in seinen Mund balancierte, dennoch blieb es nicht aus, dass sich hin und wieder ein Stückchen Gemüse oder Kartoffel in den Barthaaren verfing. Markowski hatte es sich wohl deshalb zur Angewohnheit gemacht, zwischendurch mit dem rechten Handrücken über den Mund zu fahren. Sein Gesichtsausdruck war stets freundlich, seine Augen strahlten ein Lächeln aus und seine Anekdoten, die er zum Besten gab, waren eine beliebte Abendunterhaltung.

Aber jetzt wirkte er alles andere als heiter und er sah die beiden Mädchen sorgenvoll an.

„Wie geht es Herrn Goldfeld?“, fragte Maria und hatte vor der Antwort Angst.

„Nicht gut, ich bin auf dem Weg zu deinem Vater, um ihm von dem ernsten Gesundheitszustand seines Verwalters zu berichten. Ich fürchte, wir müssen uns auf das Schlimmste gefasst machen.“

Anna drängte sich an Markowski vorbei und rannte ins Haus zu Goldfelds Zimmer. Als sie die Tür öffnete, fand sie den alten Mann schlafend in seinem Bett. Sein Atem war flach aber regelmäßig. Anna zog einen Stuhl heran, setzte sich neben ihn und ergriff vorsichtig seine Hand. So verharrte sie eine ganze Weile, bis Goldfeld die Augen aufschlug. Als er Anna erblickte, lächelte er und versuchte, etwas zu sagen, aber es fiel ihm sichtlich schwer. „Psst, du brauchst nicht zu reden. Ich bleibe einfach ein wenig bei dir und halte deine Hand. Hast du Schmerzen?“

Goldfeld schüttelte leicht mit dem Kopf und drückte Annas Hand. Jetzt bemerkte sie, dass ihm Schweißperlen auf der Stirn standen. Auf einer Anrichte neben dem Bett befand sich ein Wasch-Lavor und daneben lagen saubere Handtücher. Anna ergriff eines davon und tupfte Otto vorsichtig die Stirn damit ab. Er hatte die Augen wieder geschlossen, aber sie merkte, dass er nicht schlief.

„Weißt du noch, wie du ebenso wie ich jetzt an meinem Bett gesessen hast, als ich noch ein Kind war? Du hast mir schöne Gutenacht-Geschichten erzählt, weil ich nicht einschlafen konnte.“

Otto nickte und lächelte, hielt aber die Augen weiterhin geschlossen.

„Ich glaube“, fuhr Anna fort, „die Geschichten hast du dir alle selbst ausgedacht. Aber es waren immer wieder neue, keine hast du zweimal erzählt. Einen großen Teil der Erzählungen habe ich vergessen, aber es gibt noch sehr viele, an die ich mich erinnere. Eines Tages, hoffe ich, werde ich sie meinen Kindern, so Gott will, erzählen und ihnen sagen: Die sind von Opa Goldfeld, und wenn ihr mal Kinder habt, erzählt ihr sie denen auch. Du siehst, dass du unsterblich geworden bist.“

Ottos Gesichtsausdruck war völlig entspannt, ja, eine gewisse Heiterkeit ließ sich daraus ablesen. Er hielt Annas Hand fest in der seinen. Sie sprach weiter von früheren Zeiten und welch große Bedeutung er für ihre Kindheit gehabt hatte. Schließlich schlief Goldfeld wieder ein. Ein vorsichtiges Klopfen war von der Tür her zu hören und Anna rief leise: „Herein!“, woraufhin die ganze Familie Kokies in das Zimmer trat. Anna stand auf und deutete mit dem Finger an der Lippe daraufhin, leise zu sein, um Otto nicht in seinem Schlaf zu stören. Eine Weile standen sie schweigend beieinander. Dr. Markowski hatte die Familie ausführlich informiert, und sie wussten, dass dies möglicherweise der Abschied von Goldfeld war. Dieser war inzwischen wieder aufgewacht, aber jetzt erkannte er die Anwesenden nicht mehr. Erneut ergriff Anna seine Hand und flüsterte den anderen zu: „Ich bleibe bei ihm. Sobald sich eine neue Situation ergibt, werde ich berichten.“

Sie verstanden den Sinn von Annas Worten und verließen das Zimmer. Ottos Blick war auf sie gerichtet und er formte seine Lippen zu einem „Danke“, um sofort wieder einzuschlafen. Aber jetzt war sein Atem nicht mehr regelmäßig, sondern ein stetes Auf und Ab, wenngleich er dabei völlig ruhig war, weder stöhnte noch jammerte. Von Dr. Markowski wusste Anna, was das zu bedeuten hatte. Nach einer Weile hatte Goldfeld seinen letzten Schlaf gefunden.

Der Tod des Gutsverwalters erfüllte alle auf Adlig-Linkunen mit tiefer Trauer. Wilhelm-Antonius Aufgabe war es jetzt, einen neuen Verwalter zu bestellen. Es gab etliche schriftliche Bewerbungen und die Entscheidung war nicht leicht. Tagelang verzog sich Kokies in sein Arbeitszimmer, um alle Referenzen und Zeugnisse zu studieren. Dabei fiel ihm Eine ganz besonders ins Auge. Ein gewisser Franz Perloff, er war zwar noch sehr jung, hatte aber schon Erfahrung auf Landgütern gemacht, vorzügliche Referenzen und Zeugnisse vorzuweisen und eine ausführliche, vielsagende Bewerbung geschrieben. Seine Eltern bewirtschafteten einen der Lehenshöfe von Adlig-Linkunen, und zwar mit großem Erfolg. Kokies hatte den jungen Mann zwar nie persönlich kennengelernt, aber er wusste, dass ihm ein guter Ruf vorauseilte. Schließlich traf er die Entscheidung und schickte einen Boten zu Franz Perloff mit der Aufforderung, sich in Adlig-Linkunen vorzustellen. Dieser erschien dann auch pünktlich zu dem genannten Termin.

Es war ein für Ende November außergewöhnlich sonniger Tag, als Franz Perloff am frühen Nachmittag die Klingel am Hauptportal des Herrenhauses in Adlig-Linkunen betätigte. Der Butler öffnete und fragte: „Sind Sie Herr Perloff?“

„Der bin ich. Herr Kokies hat mir einen Termin für heute zwei Uhr Nachmittag geben lassen.“

Den Grund seiner Vorladung nannte er nicht, weil er annahm, der Butler wisse es ohnehin. „Bitte treten Sie ein, ich werde Sie melden.“

Perloff folgte Doepius in die Eingangshalle. Der Butler verlor zwar nicht allzu viele Worte, aber an seinem freundlichen Lächeln merkte Perloff, dass er willkommen war. Die Eingangshalle wirkte trotz ihrer Größe fast schon gemütlich. Sie war in hellen Holztönen gehalten; zwei Treppen führten in leichtem Schwung auf der dem Hauptportal gegenüberliegenden Seite nach oben zu einer Empore. Sowohl diese wie auch die Treppen zierten kunstvoll gedrehte schmiedeeiserne Geländer. Die Empore erstreckte sich über drei Seiten der Halle. Von dem unteren Teil der Halle gingen zahlreiche Türen zu anderen Bereichen des Herrenhauses. Dennoch war genügend Platz an den Wänden, um bequem gepolsterte Stühle und kleine Sessel aufzunehmen. Außerdem hingen etliche in Öl gemalte Portraits mit wunderschönen Rahmen an den Wänden: die Ahnengalerie der Familie Kokies. Überall standen wie zufällig platziert, kleine Tischchen und Säulen, auf denen sich Vasen mit frischen Blumen befanden. Im November frische Blumen zu haben, bedeutete, dass das Gut ein großes und beheiztes Gewächshaus besaß, ein Luxus, der auf Friederikes Liebe zu bunten Blumen beruhte. In der Tat wirkte dadurch die Halle freundlicher und heller.

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