Gunter Preuß - Niccoló und die drei Schönen

Здесь есть возможность читать онлайн «Gunter Preuß - Niccoló und die drei Schönen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Niccoló und die drei Schönen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Niccoló und die drei Schönen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der zwölfjährige Niccolò ist eigentlich mit seinem Leben zufrieden. Doch da passiert es ihm, dass er sich innerhalb einer Woche gleich dreimal verliebt: In Paula Klette, ein Mädchen aus seiner Klasse, in Imke Liebstöckel aus der Zehnten und in die junge Lehrerin Rebekka Mandelstern. Niccolò ist völlig aus dem Häuschen. Aber so einfach geht es mit der Liebe nicht. Obendrei muss er sich noch der brutalen Angriffe Josefs, dem Anführer der Faschos, erwehren. Gunter Preuß, inzwischen ein Altmeister der Kinder- und Jugendliteratur, langt wieder voll ins Leben.

Niccoló und die drei Schönen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Niccoló und die drei Schönen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Welcher Intercity war denn da entgleist?“, wollte Ole wissen. Niccolò zuckte nur mit den Schultern.

In der nächsten Unterrichtsstunde starrte Niccolò auf Paulas Hinterkopf, bis sie sich umdrehte und fragte: „Ist bei dir vielleicht ein Backenzahn locker?“

„Nein, das nicht.“ Niccolò hielt seine kühlen Handflächen auf die heißen Wangen gepresst und schüttelte heftig den Kopf.

Nachts und auch am Tag träumte Niccolò von einer der drei Schönen. Da sang er mit Imke Liebstöckel im Duett die neusten Popsongs. Oder er übte mit Rebekka Mandelstern Schnellrechnen, und sie fragte ihn: „Na, Niccolò, wie viel ist 3’704 mal 8’592?“ Er sah in ihre schwarzen Augen und fand die Antwort: „31’824’768!“ Und dann wieder probierte er mit Paula Klette in einem Optikergeschäft Brillen, bis es ihm schwindlig wurde.

War es denn möglich, dass ihn die Liebe erwischt hatte? Im Fernsehen und im Kino hatte er jede Menge Liebesgeschichten gesehen. Das war ihm immer ziemlich langweilig gewesen. Er hatte nicht verstehen können, dass am nächsten Schultag die Mädchen über ihre Filmhelden schwärmten und manchmal sogar in Tränen ausbrachen. Noch nie hatte er davon gehört, dass ein Junge drei Mädchen geliebt hätte. Da war er aber in eine verrückte Geschichte hineingeraten. Er hatte absolut keine Ahnung, wie das weitergehen sollte.

Niccolò drehte sich auf seinem Schulweg immer wieder im Kreis und hielt Ausschau nach Paula Klette. Sie wohnte auch in der Siedlung und hatte denselben Schulweg wie er. Er hatte noch nicht herausbekommen, um welche Zeit sie am Morgen das Haus verließ. Ob er sich nun früher oder später auf den Weg machte – einmal war sie vor ihm im Klassenzimmer und das andere Mal später.

Auch ihr Lachen, dass gewöhnlich weithin schallte, war nicht zu hören. Es gehörte zu ihr wie die blonden Igelhaare und die Brille, deren Gläser in Herzform rot umrahmt waren. Niccolò hatte Paulas Lachen früher dumm gefunden. Jetzt fand er ihr Lachen einfach großartig. Jedes Mal war es ihm, als würde er ein Schwall Wasser abbekommen, in dem bunte Fische zappelten.

„He, Niccolò! Alter, hier bin ich!“

Ole saß auf einem Pfeiler des Friedhofzauns. Er ruderte mit den langen Armen, seine schrille Stimme klang mal wieder, als sei gerade Fürchterliches passiert.

Niccolò griff in die Schulterriemen seiner Schultasche und begann zu rennen.

2.

„Hierher!“, rief Ole und rutschte beiseite, damit Niccolò sich neben ihn auf den Pfeiler setzen konnte.

„Hier gibt’s was zu sehen“, sagte Ole. „Mach’s dir bequem?“

„Was gibt es denn schon zu sehen?“

Schüler aus verschiedenen Klassen standen zusammen, sie lachten und schrien durcheinander. Paula war nicht darunter. Niccolò sagte missmutig: „Der Unterricht fängt gleich an.“

„Unterricht haben wir jeden Tag“, erklärte Ole. Seine spitze Nase schnüffelte neugierig. „Aber hier passiert gerade ein Verbrechen.“

„Was spinnst du dir denn da wieder zurecht, Mann?“

Gegenüber dem Schülerpulk stand am Feldrand ein alter Lindenbaum. Ein Schäferhund sprang kläffend und zwischendrin aufjaulend am Stamm hoch. Die Zweige der Linde waren noch kahl. Im oberen Geäst entdeckte Niccolò eine graugetigerte Katze, die sich wie zu einem Ball zusammengerollt hatte.

„Pass jetzt auf“, sagte Ole. „Der Weimann aus der Zehnten wirft gut. Peng! Der hat gesessen!“

Die Wucht des Steins riss die Katze fast vom Ast. Ihre Vorderpfoten krallten noch im Holz, der Körper pendelt lang gestreckt hin und her, und erst nach Sekunden gelang es dem Tier, sich auf den Ast zurückzuziehen. Doch schon warf der nächste Junge unter dem Gejohle der anderen einen Stein, der sein Ziel aber verfehlte und mit Pfiffen quittiert wurde.

„Der Hauswald ist doch wohl blind“, meinte Ole. „Mal sehen, ob es Rudigkeit hinkriegt.“

Der Stein streifte die Katze nur. Sie stieß einen klagenden lang gezogenen Ton aus, der selbst das wilde Bellen des Schäferhundes und das Gegröle der Meute übertönte.

Niccolò drückte sich die Hände auf die Ohren und sah sich hilfesuchend um. Auf der Straße fuhren Autos langsam vorbei, weil sie am Bahnübergang stoppen mussten. Andere Erwachsene waren mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, oder sie beeilten sich zu Fuß die nächste Straßenbahn zu erreichen. Keiner von ihnen schien die Steinigung der Katze zu bemerken.

„Das Katzenviech macht’s nicht mehr lange“, sagte Ole erregt. „Entweder ein Volltreffer erwischt sie. Oder der Köter beißt sie kaputt.“

„Nein“, widersprach Niccolò leise. „Nein, nein.“

„Misch dich da bloß nicht ein“, warnte Ole. „Oder bist du vielleicht lebensmüde? Die nehmen dich glatt auseinander. Und ich darf dich dann wieder zusammenbauen.“

Niccolò fröstelte, er schüttelte Oles Hand ab und rutschte vom Pfeiler. Ein Auto hielt gegenüber der Linde. Paula stieg aus, warf die Tür zu und stellte sich in die kleinere Gruppe der Mädchen, die den Steinewerfern zuschauten. Das Auto hupte kurz und fuhr weiter.

Niccolò sprang vom Zaunpfeiler und lief zu den anderen hinüber. Ole rief ihm hinterher: „Bleib hier, Niccolò! Sei doch nicht blöd! Du sollst hier bleiben, du Doofmann!“

Ein schmächtiger Junge hatte einem riesigen Jungen aus der Zehnten, der nach einem Filmmonster Godzilla genannt wurde, einen faustgroßen Stein in die Hand gedrückt. Godzilla wog den Stein in seiner Pranke und lachte siegessicher.

„Nun drück schon ab, Godzilla!“, drängte es aus der Gruppe. „Hau das Ding vom Ast!“

Godzilla holte mit dem Wurfarm weit aus. Da stellte sich Niccolò vor ihn. Der große Junge sagte ärgerlich: „Verschwinde, du Laus.“

Niccolò gehörte zu den Kleinsten in seiner Klasse und war auch sonst nicht von starkem Körperbau; er stellte sich auf Zehenspitzen und streckte beide Arme hoch. Er sagte ruhig, denn das Zittern und die Übelkeit waren nun verschwunden: „Hör auf damit. Bitte.“

Godzilla musterte ihn erstaunt und brach dann in dröhnendes Gelächter aus, in das die anderen einstimmten. Als Godzilla verstummte, schwieg auch sein Publikum. Der Junge sagte mit Bassstimme, die bei den Selbstlauten piepste: „Nun schieb schon ab, du Laus.“

Dann senkte er den Arm, schüttelte ihn und holte erneut zum Wurf aus. Doch Niccolò stand noch immer zwischen ihm und seinem Ziel.

„He“, sagte Godzilla unwirsch. „Was willst du eigentlich, kleiner Skunk?“

Ole hatte sich herangeschlichen, er kauerte hinter Niccolò, zupfte ihn an der Jacke und flüsterte heiser: „Komm endlich, Niccolò! Bei drei hauen wir ab! Auf mein Kommando: Eins – zwei – und drei!“

Ole rannte mit Indianergeheul davon. Niccolò rührte sich nicht vom Fleck. Er sagte: „Ich möchte, dass du die Katze in Ruhe lässt.“

„Und du meinst, irgendein Hosenscheißer kann mir irgendwas befehlen, was?“

„Ich habe bitte gesagt.“

„Du hast also bitte gesagt“, sagte Godzilla. „Und dafür soll ich dir wohl ein Mountainbike kaufen und dich jeden Abend in den Schlaf singen, was?“

„Nein“, sagte Niccolò. „Du sollst nur die Katze in Ruhe lassen.“

„Weißt du, dass du Laus mir langsam den Nerv tötest?“

„Bitte“, sagte Niccolò eindringlich. „Bitte hör auf damit.“

Godzilla sah ärgerlich und zugleich belustigt auf Niccolò herunter. Am liebsten hätte er wohl den Stein fallen und die Katze, die ihn ohnehin nicht interessierte, auf dem blöden Baum sitzen lassen. Aber da waren noch die anderen, Mädchen und Jungen, die ihn drängten, endlich zu werfen. Vor allem war da noch Lottelore, die den Spitznamen Loreley hatte, wie die Nixe auf dem Rheinfelsen, die mit ihrem Gesang die Fischer ins Verderben gelockt hatte. Auch von Lottelore hieß es, dass sie zuerst die Männer mit ihrer Schönheit verzauberte und dann unglücklich machte. Tatsächlich stöhnte mancher Junge, als hätte er Bauchkrämpfe, wenn Loreley in seiner Nähe war.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Niccoló und die drei Schönen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Niccoló und die drei Schönen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Niccoló und die drei Schönen»

Обсуждение, отзывы о книге «Niccoló und die drei Schönen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x