Marko Rostek - 33 Tage

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In den 33 Tagen nach dem Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 fielen die verhängnisvollen Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Tagesgenau und detailliert erzählt Marko Rostek die Stationen der Julikrise 1914, in seiner packenden Zusammenschau der Ereignisse werden dabei sowohl die österreichisch-ungarischen als auch die deutschen, englischen, französischen und russischen Positionen und Entscheidungen beschrieben. Hautnah begleitet der Leser die maßgeblichen Akteure auf ihrem Weg in den Krieg. Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur! Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa im Juli 1914 sehenden Auges in den Untergang marschiert

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Die Bevölkerung hatte davor geduldig gewartet, die Begeisterung war erneut aufgebrandet, als man vorüberfuhr. Nichts, so sagten die Augenzeugen später aus, hätte auf weitere mögliche Attentatsversuche hingedeutet. Doch als man kurz darauf aufgrund mangelnder Ortskenntnis falsch abgebogen und, den Irrtum bemerkend, stehen geblieben war, um zurückzusetzen, war ein junger Mann aus der Menge hervorgetreten und hatte eine Pistole gegen die Personen im Wagen gerichtet. Aus kurzer Distanz war der erste Schuss erfolgt.

***

Langsam erhebt sich der Arzt vom Bett, dreht sich um und blickt suchend zu den Umstehenden. Sein Blick fällt auf den ranghöchsten Offizier und Landeschef. Dessen Orden und Auszeichnungen auf der Galauniform weisen ihn als Offizier im Generalsrang aus. Sie heben und senken sich durch die hastige Atmung ihres Trägers in schnellem Rhythmus. Der Arzt tritt auf den Offizier zu und meldet mit brechender Stimme den Tod des schwer verletzten Mannes. Wieder, nun zum zweiten Mal, herrscht an diesem Sonntag atemlose Stille.

Der Offizier, Feldzeugmeister Oskar Potiorek, blickt, durch eine lange militärische Ausbildung geschult, reflexartig auf seine Uhr. In Sarajevo, am 28. Juni 1914, ist es soeben 11:10 Uhr geworden.

MONTAG, 29. JUNI, FEIERTAG „PETER UND PAUL“

„Schon wieder Verwicklungen mit Serbien!“ Der Gedanke, der immer wieder durch seinen Kopf geistert, klingt fast verzweifelt. Während er sich erschöpft auf die Rückbank des Automobils sinken lässt, fährt der Fahrer mit dem Wagen langsam die Schlossallee hinunter und biegt nach kurzem Stopp in die Straße Richtung Karlsbad. Von dort geht es weiter nach Wien, das sie nach drei Stunden Fahrzeit erreichen werden.

Graf Leopold Berchtold, der k. u. k. Minister des Äußeren, sitzt im Fond und versucht, seine Gedanken zu ordnen. Die bevorstehenden Stunden der Fahrt werden die ersten ungestörten sein, seit gestern am frühen Nachmittag die unfassbare Nachricht aus Sarajevo eingetroffen ist. Der Graf neigt seinen Kopf und blickt aus dem Fenster, lässt die Landschaft vorbeiziehen. Wieder schießt ein Gedanke durch seinen Kopf, der seinen Magen verkrampfen und die Atmung schwer werden lässt: „Ich muss mich jetzt endlich diesem Problem stellen …!?“ Obwohl er, seit er im Februar 1912 die Nachfolge des Grafen Aehrenthal als Leiter des Auswärtigen Amtes angetreten hat, schon einige schwierige Phasen bewältigt hat, scheinen nun die schwersten Tage seiner Amtsführung auf ihn zuzukommen. Der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin, die Herzogin von Hohenberg, sind in Sarajevo von einem jungen Fanatiker ermordet worden. Immer wieder zieht diese Schreckensmeldung vor seinem geistigen Auge vorbei. Beim Gedanken an die letzten Stunden spürt Graf Berchtold, wie seine Schläfen pulsieren und ihn gleichzeitig die Müdigkeit übermannt. Die unruhige Fahrt wird durch die hohe Geschwindigkeit des Wagens noch verstärkt, denn er hat seinem Fahrer Anweisung gegeben, bis spätestens 17:30 Uhr das Ministerium in Wien zu erreichen. Immer wieder schreckt er aus seinen Gedanken hoch und erinnert sich an die Bürde seines Amtes. Seine Ausbildung und die Erfahrungen der letzten Jahre in Russland haben ihn gelehrt, auf katastrophale Ereignisse dieser Art vorbereitet zu sein. Mit der Ermordung des Erzherzog-Thronfolgers ist nun das bei Weitem Schlimmste eingetreten. „Dieses Mal muss ich Stärke zeigen!“ Sein Gesicht spiegelt sich fahl im Fenster des Automobils. „Ein weiteres Anzeichen politischer Schwäche kann ich mir in meiner Position nicht mehr leisten“, murmelt er vor sich hin, während er versucht, seine Gedanken zu sammeln. Er richtet sich auf, öffnet seine Aktentasche und beginnt, sich auf die bevorstehenden Treffen in Wien vorzubereiten.

***

Er saß gerade im Arbeitszimmer im 2. Stock seines Schlosses in Buchlau und wollte sich auf den planmäßigen Ministerrat in der kommenden Woche vorbereiten. Die Stimmen der Kinder, die vom Garten zu ihm heraufdrangen, stellten seine Konzentrationsfähigkeit immer wieder hart auf die Probe und lassen nun im Rückblick ein Lächeln in seinem Gesicht erscheinen. Am frühen Nachmittag schließlich rang er sich dazu durch, das Fenster zu schließen, um sich voll auf seine Arbeit konzentrieren zu können. Als er gerade am Fenster stand, fiel sein Blick auf eine Staubwolke, die durch ein heranrasendes Automobil verursacht wurde. Den Blick nicht davon abwendend, spürte er Unheil heraufziehen. Durch die abgelegene Lage seines ehemals als Jagdschloss erbauten Anwesens konnte die Notwendigkeit für eine derart lebensbedrohende Geschwindigkeit nur mit ihm und seiner Funktion als Minister des Äußeren in Verbindung stehen. Als der Wagen für einen Moment hinter einer Baumgruppe verschwand, schloss er die Fenster und ging die Treppen hinunter in die Empfangshalle.

Immer wieder musste er das Telegramm lesen und zwei Mal befragte er den Überbringer zur Richtigkeit. Mit voller Wucht traf ihn die Tragweite des Gelesenen. Einen Moment lang brach eine Gedankenflut über ihn herein, ließ ihn zweifeln und ob des Bevorstehenden Ratlosigkeit aufkommen, aber er fasste sich bewundernswert schnell. Seine Erziehung, die Ausbildung und die langjährige Erfahrung im diplomatischen Korps hatten dazu geführt, dass er diesmal schnell und umsichtig handelte.

***

Ruckartig bewegt sich das Automobil über die Straße, sodass Graf Berchtold immer wieder seine Notizen korrigieren muss. Er sieht hinaus und erkennt, dass sie bereits auf Pressburg zufahren. Mit Blick auf seine Uhr stellt er beruhigt fest, dass noch genügend Zeit bis zu seinem ersten Termin verbleibt. „Anton, ich danke dir für die zügige Fahrt bis hierher, aber nun ist die Raserei nicht mehr erforderlich. Bis Wien ist es nicht mehr weit und wir können es geruhsamer angehen. Bitte, bring mich direkt zum Ballhausplatz, die Fahrt in die Wohnung, wie ursprünglich vorgesehen, kann entfallen.“

Anton Brauer ist seit seiner Kindheit bei der Familie Berchtold und genießt daher ganz besonderes Vertrauen. Er hat als Stallknecht beim Vater des jetzigen Grafen Berchtold begonnen, und als die ersten Automobile ins Schloss gekommen sind, hat er sich dafür sofort begeistern können – entgegen dem Wunsch seines Vaters, wie er stets betont. Seit nunmehr fünf Jahren ist er der Fahrer des Grafen, wann immer er im Schloss ist. Das ist freilich selten genug, denn seit der Graf aus St. Petersburg wieder zurück ist, verbringt er zwar mehr Zeit als zuvor zu Hause, aber die Aufgaben als Minister des Äußeren schränken seine karge Freizeit stark ein. Die meiste Zeit des Jahres kümmert sich Anton daher um die Fahrzeuge des Grafen, ohne dass sie jemand wirklich benötigen würde.

„Jawohl, Herr Graf, ganz wie Sie wünschen“, antwortet Brauer und fragt nach: „Belieben der Graf vor der Ankunft im Ministerium noch was zu essen?“ „Danke der Nachfrage“, gibt Berchtold zurück und blickt von seiner Arbeit auf. Den Hintergedanken der Frage erkennend, beugt er sich vor und fährt fort: „Sobald du mich abgesetzt hast, kannst du dir den restlichen Abend freinehmen. Ich erwarte dich morgen um zehn Minuten vor neun vor der Wohnung.“ Einen Moment innehaltend, fügt Berchtold hinzu: „Und bitte bring mir die Morgenzeitungen mit!“ Erleichtert darüber, dass der Graf seine Andeutung wieder einmal richtig verstanden hat, reduziert Brauer die Geschwindigkeit des Wagens und steuert, Unebenheiten auf der Fahrbahn geschickt ausweichend, Wien entgegen. Leopold Berchtold vertieft sich wieder in die Unterlagen für seine abendlichen Termine. Um 18 Uhr soll der Chef des Generalstabes ins Ministerium kommen. Der Gedanke daran lässt Berchtold unruhig werden. Er legt den Stift beiseite und wischt sich eine imaginäre Haarsträhne aus der Stirn. Franz Conrad von Hötzendorf ist der Erste gewesen, der auf seine Telegramme nach Wien reagiert hat. Er, Berchtold, hätte es wissen müssen. Conrad, von der Haarspitze bis zu den Fußsohlen pflichtbewusster Soldat, hat ihn in seiner umgehenden Telegrammantwort wissen lassen, dass er jederzeit für eine Aussprache verfügbar sei. Conrad hat Franz Ferdinand zu den Manövern in Bosnien begleitet und ist der Letzte gewesen, der den Erzherzog vor dessen Aufbruch nach Sarajevo am 28. Juni gesehen hat. Jetzt ist ihm natürlich daran gelegen, dass man auf die Situation angemessen reagiert. Ihm, Berchtold, wäre in dieser angespannten Lage ein einfacherer Beginn der Unterredungen lieber, aber nun heißt es, sich darauf entsprechend vorzubereiten. Die Gedanken wandern einmal mehr zum gestrigen Nachmittag.

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