Jon Kabat-Zinn - Achtsamkeit für alle

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Achtsamkeit kann die Welt Verändern.
Wir nennen uns Homo sapiens sapiens: Die besonders einsichtsvolle Spezies Mensch, die sich ihres Bewusstseins bewusst ist. Aber noch immer erfüllen wir diese wichtigste Eigenschaft unserer Menschlichkeit nicht in ausreichendem Maße, und dies ist die Grundursache unseres Leidens und des Leidens der Welt.
Jon Kabat-Zinn erklärt, wie wir die Verantwortung für unseren Geist und unser Handeln übernehmen und damit Demokratie, soziale Gerechtigkeit und persönliche Entwicklung fördern. Achtsamkeit ist der wesentliche Katalysator, um unsere Verbundenheit mit allen und allem zu erkennen und vor allem zu praktizieren: für persönliche, gesellschaftliche und globale Heilung und Freiheit.
Dieses Buch wird der Idee der Achtsamkeit in ihrer vollumfänglichen Form gerecht. Sie umfasst Ethik, Wissenschaft, Psychologie, Gesellschaft und Spiritualität. Stellen wir uns diesem Anspruch.

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Das ist einer der Hauptgründe, warum die Demokratie selbst und die Befreiung aller Mitglieder der menschlichen Gesellschaft und der menschlichen Familie normalerweise ein Evolutionsprozess über mehrere Generationen ist, im Moment noch sehr stark »in Arbeit«, ohne Erfolgsgarantie (wie immer der Erfolg auch aussehen könnte in einer Welt, in der das einzige Beständige der Wandel ist).

Allerdings beschleunigt sich dieser kulturelle Evolutionsprozess 11so, wie die Zeit selber und die Umwälzungen, die Wissenschaft und Technik mit sich gebracht haben und in der Zukunft noch viel mehr mit sich bringen werden – während unserer Lebensspanne und in der unserer Kinder und Enkelkinder. Zu dem, was also nötig werden wird, gehören demokratisch beschlossene Gesetze, die die Institutionen der Teilhabe in der politischen Körperschaft des Gemeinwesens und die elementare Selbstbestimmung aller seiner Mitglieder schützen, die – wenn Sie so wollen – in jedem Land (und letztendlich auf dem ganzen Planeten) die Körperzellen des politischen Gemein-»Wesens« oder »-Körpers« sind.

Wir könnten diese sich abzeichnende Möglichkeit vielleicht »Demokratie 2.0« nennen. Das wäre ein »Upgrade«, das die vielen Widersprüche und Machenschaften erkennt und verhindert, die wir im Laufe der Jahrhunderte erlebt haben, und die öfters, ja heute noch, manchen Mitgliedern der Gesellschaft auf Kosten von anderen maßlose Privilegien eingeräumt haben. 12Das geschieht auf vielfältige Weise: vom Genozid und der nackten Versklavung bis hin zur strukturellen Gewalt durch Gesetze, die einige Wenige begünstigen – durch ererbten Reichtum, Machtstellung, Bildung oder pure Willkür – auf Kosten der vielen, die nicht in den Genuss solcher Vorteile kommen. Treibende Kraft hinter solchen Asymmetrien ist letztendlich immer Gier oder Hass oder Verblendung; ein Protektionismus in Bezug auf die eigenen Privilegien und eine fundamentale Missachtung gegenüber der Idee der Chancengleichheit. Solche Elemente beschneiden das Recht aller Mitglieder der Gesellschaft (und Bewohnerinnen des Planeten) auf ein Leben ohne unfaire und ungerechtfertigte Zwänge, egal ob rechtlich, wirtschaftlich oder die Bildung betreffend. Diese Asymmetrien anzugehen, wird gesellschaftlich noch wichtiger werden, wenn viele Formen menschlicher Arbeit zunehmend von Algorithmen und Robotern übernommen werden.

Natürlich hat es in den letzten zweihundert Jahren beim Lebensstandard, bei der Gesundheit und bei der Vermögenssituation der meisten Bürger in Ländern der Ersten Welt riesige Fortschritte gegeben, und in letzter Zeit in fast allen Ländern auf dem Planeten. 13Und doch hat die große Erzählung von menschlicher Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz, die wir in den USA mit dem Fahneneid auf »Freiheit und Gerechtigkeit für alle« (Pledge of Allegiance) Kindern und Einwanderern beibringen, wenn sie US-Bürgerinnen werden, weder die Widersprüche aufgearbeitet, die in Form von Genozid und Sklaverei am Ursprung unserer Nation liegen, noch die vielfältigen Formen, in denen unsere Gesetze (und ihre manchmal rücksichtslose und gewalttätige Durchsetzung) in der Tat auf eklatant asymmetrische Weise einige Wenige privilegieren. Solche Asymmetrien bei Privilegien und Macht sind in vielen anderen Gesellschaften sogar noch eklatanter. Das demokratische Modell, dessen Entwicklung sich vom alten Athen bis heute über Jahrtausende hinzieht, hat die Aufarbeitung der Widersprüche an seiner Wurzel und der Einflüsse finanzstarker Interessengruppen, die Freiheit und Chancengleichheit unterminieren, noch vor sich.

Heute, würde ich sagen, ist es für uns als Menschen an der Zeit, ein Upgrade hin zu einer Demokratie in die Wege zu leiten, die auf Weisheit und Mitgefühl gegründet ist; dafür einzustehen, dass alle Lebewesen ein Grundrecht auf Leben, Freiheit und die Suche nach dem Glück – dem pursuit of happiness in der US-amerikanischen Verfassung – haben, um dann zu hinterfragen und zu untersuchen, wie echtes Glück aussehen könnte und wo es eigentlich zu finden ist. Einem Bewusstsein für unser eigenes Denken und unsere Wünsche kommt hier eine große Rolle zu, weil letzten Endes unser Denken und unsere Wünsche einerseits die Quelle für großes Leid sind – und sie gleichzeitig andererseits die einzige echte Möglichkeit der Befreiung von diesem Leid bieten, für uns als Individuen und für die Welt.

Die Macht der Privilegien und die Privilegien der Macht

Wie wir alle wissen, spricht die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, verfasst von Thomas Jefferson, von »Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück« (Life, Liberty, and the Pursuit of Happyness). Aber schon zu dem Zeitpunkt, an dem die US-Verfassung beschlossen wurde, war die Formulierung »Streben nach Glück« bereits zugunsten von »Eigentum« fallengelassen worden. Nicht sonderlich überraschend, denn die Verfassung war eine Rechtsurkunde, und alle Unterzeichner waren Grundbesitzer (und weiße Männer), wogegen die Unabhängigkeitserklärung eine revolutionäre »Unzufriedenheitserklärung« war, ohne rechtlich bindende Wirkung. Genau genommen signalisierte das Dokument die Abkehr von den Strukturen und Strafmaßnahmen des britischen Empire und die unverblümte Zurückweisung seines Herrschaftsanspruches über die Kolonien. Solche Ironien sind ein schlagender Beweis, dass der Entwicklungsbogen von Freiheit und Demokratie auf diesem Planeten genau das ist: ein evolutionäres Experiment, das sich im Laufe der Zeiten entfaltet und für vielerlei Störungen anfällig ist. Also greift jedweder Absolutismus in Bezug auf die Freiheits- oder Machtfrage zu kurz und verstellt tendenziell den Blick. Im Endeffekt braucht die Demokratie etwas anderes, das über reine Machtausübung hinausgeht: Sie braucht Weisheit. Und Weisheit entsteht nur aus der Erkenntnis, dass das Verfolgen von allzu eng definierten »Eigeninteressen« genau jene Blindheit hervorbringt – vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass ja recht fragwürdig ist, was dieses »Eigene« eigentlich ist, nicht nur bei uns als Menschenwesen und Bürger, sondern erst recht bei Großkonzernen und Regierungen. Für echtes Glück und Wohlbefinden (um einmal kurz Aristoteles eudaimonia zu bemühen) brauchen wir, mit anderen Worten, Wachheit; wir müssen lernen, das Eigentliche und Wesentliche in uns Wesen, in uns menschlichen Wesen, zur Freundin zu machen. Das ist das Gebiet des Nicht-Dualen, hinter allem Denken, jenseits des Denkens, das Gebiet der Bewusstheit selbst (siehe Band 2: Wach werden und unser Leben wirklich leben).

Die Übung des Nicht-Tuns

»Nicht-Tun«, ein elementarer Bestandteil der Kultivierung von Achtsamkeit, klingt fast un-amerikanisch, so sehr sind wir eine Kultur der Macher und Tatmenschen. Doch die Möglichkeit des Nicht-Tuns/Daseins, durch die wir unser gesamtes Tun (individuell und kollektiv) verstehen und auf soliden Boden stellen können, erscheint uns im Westen zunehmend attraktiv. Es ist eine Einladung, sich auf die vielversprechende Perspektive einzulassen, wie eine erleuchtete demokratische Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt aussehen könnte, und sich gleichzeitig vor den Impulsen der Gier, des Hasses und der Verblendung zu hüten – vor allem, wenn sie durch ungerechte Gesetze noch untermauert und zementiert werden –, die jene unterminieren oder völlig auf den Kopf stellen könnten (in unseren digitalen Zeiten eine zunehmend gruselige Aussicht). Oder, wie die NATO es ausdrückt: Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit. Wenn die NATO nur wüsste, wie recht sie hat! Aber diese Wachsamkeit muss aus einem klaren Kopf und einem klugen Herzen kommen und im Boden von Ethik und Moral wurzeln. Sonst kann diese Freiheit allzu schnell zum Neusprech à la George Orwell werden. Sie kann auch das begünstigen, was wir 2018 im Weißen Haus am Werke gesehen haben, womöglich in noch groteskerer, noch offenkundigerer, noch beängstigend gefährlicherer Form als früher, was aber eigentlich immer eine gesellschaftliche Tendenz gewesen ist, die periodisch immer wieder auftaucht, Fuß fasst und die Macht übernimmt. Und wenn das passiert, sterben jedes Mal erneut viele Menschen. Eine Menge Menschen, sogar Kinder, wandern grundlos ins Gefängnis. Und Liebe und Mitgefühl sterben aus, so scheint es.

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