Gregory Kramer - Einsichts-Dialog

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Beziehungen können die Quelle größten Leidens und unserer größten Freuden sein. Sie sind eine Quelle emotionalen Aufruhrs und ein ebenso ergiebiger Ausgangspunkt für spirituelle Praxis. Im Herzen dieser interpersonellen Verstricktheit kann uns der Einsichts-Dialog zu spiritueller und emotionaler Klärung verhelfen, denn er befähigt uns, die heilende Kraft der Achtsamkeit direkt in die Spannungsfelder unserer Beziehungen zu tragen.
Der Einsichts-Dialog erlaubt uns, zur Ruhe zu kommen, alte zerstörerische Beziehungsmuster loszulassen und unser Verständnis füreinander sowie unsere Kommunikation miteinander zu vertiefen. Reife Einsichts-Dialoge erlauben uns gar, unsere Verstrickungen im Moment ihres Entstehens selbst zu beobachten. So eröffnet uns der Einsichts-Dialog in Retreats, in Gruppen aber auch im täglichen Leben das Potential mitfühlenden Gewahrseins, den Weg wahrer Freiheit.
Basierend auf einem radikalen interpersonellen Verständnis der frühen Lehren Buddhas, präsentiert uns Gregory Kramer hier erstmals umfassend die praktische Umsetzung des Einsichts-Dialogs und erlaubt uns so, mit dieser transformativen Praxis gleich hier zu beginnen.
Gregory Kramer ist Mitgründer und Präsident der Metta Foundation, er lehrt Einsichts-Meditation seit 1980. Er hat die Methode des Einsichts-Dialogs entwickelt und lehrt ihn seit 1995 in den USA, Asien, Europa sowie in Australien. In Kooperation mit dem Center for Mindfulness wird der Einsichts-Dialog seit einiger Zeit auch als Bestandteil innerhalb der «Mindfulness Based Stress Reduction» (MBSR) eingesetzt.

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Wenn wir gemeinsam meditieren, wie es beim „Einsichts-Dialog“ der Fall ist, entfaltet sich derselbe Prozess – mit zwei erheblichen Unterschieden. Zwischenmenschliche Meditation enthüllt das Leiden, das in unseren Beziehungen und in der Gesellschaft insgesamt steckt, viel direkter. Sie ist außergewöhnlich wirksam bei der Enthüllung von Wünschen und Ängsten in Bezug auf das Gesehen-Werden, die Dynamik von Einsamkeitsgefühlen und die mächtigen, aber verborgenen Prozesse, mit denen wir ein Selbstbild konstruieren. Zwischenmenschliche Meditation liefert uns auch einen direkteren Weg, die Knoten hinter Leiden und Verwirrung in Beziehungen zu lösen. Ihre Dynamik ist ähnlich wie die der traditionellen individuellen Meditation: Schritt für Schritt kultivieren wir Achtsamkeit und stille Besinnung; diese Qualitäten ermöglichen uns, die in jedem Moment sich verändernde Natur des Erlebens wahrzunehmen; was wir dann erkennen, macht uns frei. Weil aber zwischenmenschliche Meditation mit dem Erlebnis der Interaktion mit anderen arbeitet, das sich in jedem Moment ändert, trägt es die befreiende Dynamik der Meditation in unser zwischenmenschliches Leben. Von da aus sickert es in die gesamte Gesellschaft.

Im Einsichts-Dialog – ob in einem Retreat oder in einer wöchentlichen Gruppe – entfaltet sich eine simple Praxis: Nach einer gewissen Zeit der stillen Meditation im Sitzen werden die Teilnehmer gebeten, in Paaren oder größeren Gruppen über ein Thema wie zum Beispiel Veränderung, Tod oder Zweifel nachzudenken. Es gibt ein paar grundlegende Anweisungen dazu, wie man innehält, um achtsam zu sein, und sich angesichts impulsiver Reaktionen entspannt. Beim Einsichts-Dialog stoßen die Meditierenden auf mehr Anreize, zu reagieren oder etwas festhalten zu wollen, als in stiller Praxis. Parallel zu dieser Herausforderung entdecken sie ein einmaliges Geschenk: dass man sich gegenseitig dabei unterstützen kann, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind. Weil die Leitlinien, die Praxis und die Einsichten alle die Dynamik der Beziehungen zu anderen Menschen ansprechen, folgen sie uns ganz leicht und natürlich in unseren Alltag. In der Interaktion mit einem Arbeitskollegen erinnern wir uns spontan daran, zu entspannen, oder wir bemerken, wie wir uns in einer Unterhaltung positionieren, oder sehen mit Klarheit und Mitgefühl unser eigenes krampfhaftes Festhalten an irgendetwas. Wir lernen auch, hinter dem Gezeter menschlicher Begegnungen den Funken klarer Bewusstheit zu erkennen. Jeder Moment menschlicher Interaktion wird zu einem Element des Weges zum Erwachen.

Die Gruppenpraxis des Einsichts-Dialogs ist ortsunabhängig realisierbar: Eine Praxisgruppe kann man überall gründen. Einsichts-Dialog-Gruppen können sich einmal pro Woche treffen; ein typischer Anfang besteht darin, die Ziele und Methoden der Praxis gemeinsam durchzugehen. In Stille und jeder für sich meditieren wir eine gewisse Zeit und lassen den Rummel unseres Alltags los. Dann werden wir eingeladen, einen Partner zu suchen, und bekommen neue Anweisungen. Wir bekommen ein Thema zum Nachdenken, normalerweise ein Problem aus dem alltäglichen Leben, das wir im Lichte der Weisheit betrachten, die aus einer fundierten spirituellen Tradition stammt. Während dieses Nachdenkens sind wir eingeladen, in gewissen Abständen immer wieder innezuhalten, gewohnte Geschichten und Routine-Reaktionen loszulassen und in den gegenwärtigen Moment des zwischenmenschlichen Kontakts Achtsamkeit einzubringen. Eine Glocke ertönt, und wir begeben uns so achtsam wie möglich in die zwischenmenschliche Praxis.

Sofort sprudeln Geschichten los. Wir finden unsere eigenen Geschichten und die unserer Meditationskollegen fesselnd, manchmal bewegend. Wir bilden uns ein Urteil über die Geschichten, die handelnden Personen, darüber, wie sie erzählt sind. Unsere Sprechgewohnheiten reißen uns mit; wir sehen, wie wir nach den Emotionen greifen, die diese Begegnung in uns weckt. Eine Glocke ertönt, und jeder wird still. Unterbrochen im gewohnten Weiterspinnen des Fadens, finden wir in der Achtsamkeit wieder unser Zuhause. Wir merken, wie unsere Gedanken und Emotionen gewuchert sind. Die Achtsamkeit stabilisiert sich ein wenig, wir beruhigen uns und lassen den Geist in schlichtem körperlichem Gewahrsein oder beim Atem zur Ruhe kommen. Wenn die Glocke wieder ertönt, begegnen wir wieder unserem Partner im Dialog. Aufregung und Identifikation entstehen immer noch schnell, aber bald fangen wir an, von alleine innezuhalten, ohne die Erinnerung durch die Glocke. Wir haben auch die Unterstützung unserer gegenseitigen Praxis: Auch unsere Partner fangen an, von alleine innezuhalten, und bringen uns, wenn unser Denken wandert, in den Moment zurück.

Am Ende eines einzigen Praxisabends haben wir Dutzende Male innegehalten. In unseren Alltag nehmen wir eine Bewusstheit mit, dass es möglich ist, innezuhalten und sich nicht zu identifizieren mit den Wucherungen unseres Herzens. Während wir uns in unsere alltäglichen Beziehungen begeben, entdecken wir manchmal, wie wir spontan innehalten, unser Erleben ohne Widerstand akzeptieren und andere in unser Feld der Achtsamkeit mit einbeziehen. Bei der Arbeit und zu Hause, wie auch in unserer wöchentlichen Praxisgruppe, finden wir Möglichkeiten, geistige Flexibilität zu kultivieren; wir beginnen uns mühelos von der innerlichen Achtsamkeit zur Achtsamkeit auf andere hinzubewegen.

Im Retreat ist der Einsichts-Dialog eine konzentriertere Form zwischenmenschlicher Praxis. Während der ersten Tage eines Retreats kommen wir an und kommen zur Ruhe, wobei wir unsere Angelegenheiten mit der Außenwelt auf später vertagen. Wie bei vielen Meditations-Retreats wird die meiste Zeit für die Meditation verwendet, und für die meisten unserer Bedürfnisse ist gesorgt, was uns die Gelegenheit gibt, zu entspannen und uns der Meditation zu widmen.

Wenn wir uns ein wenig beruhigt und ein gewisses Maß an Achtsamkeit aufgebaut haben, werden wir zum Dialog eingeladen. Wie in einer wöchentlichen Gruppe wird uns ein Thema angeboten. Zu Anfang kommt vielleicht eine Geschichte über Spannungen am Arbeitsplatz hoch. Wir bemerken irgendwo eine Anspannung im Körper und entspannen uns. Die Geschichte bleibt gegenwärtig – die Wahrheit des Moments –, also teilen wir sie mit. Von Zeit zu Zeit halten wir im Erzählen inne, um uns aus gewohnten Emotionen auszuklinken. Wenn wir fertig sind, schaut unser(e) Partner(in) uns an, und wir sehen Mitgefühl in seinen oder ihren Augen. Wir fragen uns, ob wir zuviel gesagt haben; wir beobachten unser Denken, wie es rasend versucht, aus der Situation ein bisschen Glück zu quetschen oder zumindest eine peinliche Verlegenheit zu vermeiden. Wir sitzen; die Achtsamkeit wird klarer. Wir sehen, wie diese Gedanken kommen; nach einem Moment sind sie verschwunden. Unser(e) Partner(in) spricht von der Sehnsucht, von diesem Stress frei zu sein; er oder sie versteht unsere Erfahrung, und wir wissen, dass wir gehört worden sind. Dann ist es still. Das Herz ist jetzt weniger hungrig. Das Gefühl eines Selbst, um dessen Schutz wir gekämpft haben, lockert sich; Gedanken und Empfindungen steigen und sinken in einer weiträumigen Bewusstheit. Dieses Gefühl für den sich entfaltenden Moment teilen wir mit unserem Partner, aber die Bewusstheit ist immer noch autonom. Wir erkennen, wie wir uns mit dem Lärm unseres Denkens identifiziert haben. Wir ruhen in Bewusstheit. Freude kommt auf, wenn wir so loslassen, und Friede. Einen Moment lang steht das mentale Fließband still. Wir kosten die Freiheit.

Nach einigen Tagen wird unsere stille Besinnung durch Sitzungen schweigender Meditation, Essen in Stille und die fürsorgliche Atmosphäre des Meditationsretreats kontinuierlich vertieft. Die Achtsamkeit wird beständiger, schärfer, leichter und präziser. Die stille Besinnung beginnt zu reifen, und unser Denken ist gleichmäßiger, sogar inmitten der komplexen Dynamik zwischenmenschlicher Beziehung. Wir fühlen uns zunehmend wohler. Unsere Bewusstheit dehnt sich aus und umfasst sowohl unsere inneren Erfahrungen wie auch die der anderen. Wir entdecken persönlich, dass die meditative Geisteshaltung sich im zwischenmenschlichen Kontakt kultivieren und in diesem Kontakt fest verankern lässt.

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