Ingeborg Wressnig - Der Balancierer – Mein Leben mit Epilepsie

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1976 erhält Ingeborg Wressnig aus heiterem Himmel die Diagnose: Epilepsie. Der Inhalt des Buches spiegelt ihren eigenen therapeutischen Prozess wider. Sie hat ihre realen Träume, die sie in einem Tagebuch niedergeschrieben hat, dazu verwendet, eine fiktive Autobiografie aus der Sicht der Psychotherapeutin zu entwickeln. Es ist die Geschichte einer Frau, der man gerne zuhört, wenn sie nicht nur von ihrem Alltag und ihren Träumen erzählt, sondern diese als Psychotherapeutin als Inspiration für ihr Leben nutzt. Begleitet wird die Protagonistin vom Balancierer, Symbol für ein gefühltes Verständnis, das der Mensch von seinen Problemen im Körper hat. Die Geschichte beschreibt einerseits die öffentliche Welt, die Protagonistin und ihre Familie, die Medizin und die Ärzte und andererseits die Welt der Psychotherapie in der Zeit von 1974–1994 in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Protagonistin versucht sich im Chaos des damaligen psychotherapeutischen Feldes zu orientieren.

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„Wann ist eine Lüge hilfreich?“, wollte Gerda von Michael wissen.

Wie so ein Lungenkrebs wohl ausschaut?

„Wenn eine Lüge Wirklichkeiten erzeugen kann, die uns helfen, aus der Dunkelheit zum Licht zu gelangen, ist sie okay. Eine Lüge, die in die Irre führt und Leid bringt, diese Form der Lüge ist abzulehnen.“

Michael musste ein Philosoph sein, dachte ich.

Ob Gerda Kinder hatte? Wie würden meine Kinder auf eine Scheidung reagieren?

Irgendetwas Trauriges, Verhärmtes sprach aus ihren Augen.

Ich konzentrierte mich auf meinen Zwetschkenkuchen. Köstlich, er war besser als zu Hause.

Dr. Rossmann war freundlich, lachte gerne, so wie ich. Er war schlau wie ein Fuchs, durchschaute Retter- („Du Arme“), Opfer- („Gib mir eins drauf “) und Verfolgerspiele („Du Schweinehund“). Er war Transaktionsanalytiker, sein Lehrmeister Eric Berne. Menschen mit ganz normalen Lebensproblemen scharten sich um ihn. Statt Freuds ÜBER-ICH, ES und ICH schwärmte er vom ELTERN-ICH, KIND-ICH und ERWACHSENEN-ICH. Die Idee, dass ich mein eigenes Kind noch immer in mir trug, beglückte mich. Ich wollte dieses KIND wiederentdecken und meiner Sehnsucht, geheilt zu werden, folgen.

Dr. Rossmann mochte mich. Während er mir zuhörte, fiel ihm, wie er mir später berichtete, das Märchen vom Froschkönig ein. Für ihn war ich eine Prinzessin, um die sich alles drehte, die noch nicht aus ihrem eigenen Lebensgefühl heraus strahlte. Ich war zu brav, zu tapfer. Manchmal zeigte ich mich verführerisch und hilflos. Dann bekam ich viel Beachtung und wurde mit Anerkennung belohnt. Aggressiv wurde ich selten.

In der Nacht blätterte ich damals in Erich Fromms Aggressionstheorie.

Heute schalte ich meinen Computer ein und gebe „Erich Fromm“ in die Internetsuchmaschine ein. Unter https://de.wikipedia.org/wiki/Aggression finde ich u. a. Folgendes: „Als Anlage-Faktor geht er in seiner Charaktertheorie von menschlichen Grundbedürfnissen (Sicherheit, Stimulation, Erfolg, Freiheit) aus, die bei der Sozialisation eines Menschen mehr oder minder gut erfüllt werden, wodurch sein individueller Charakter geprägt wird. Dieser individuelle Charakter muss sich mit der ihn umgebenden Gesellschaft (dem sozialen Charakter) auseinandersetzen. Ist der individuelle Charakter genügend stark ausgeprägt, kann er Frustrationen besser verkraften oder in positive Aktionen umsetzen.

Im Grunde war ich überfordert mit der Krankheit, der Familie und der realen Welt. Mit meiner Bedürftigkeit, die ich teilweise noch gar nicht kannte, meinen dunklen Seiten, der Wut, der Trauer, den Sehnsüchten blieb ich allein. Eine tiefe Angst drang durch meinen Panzer.

Thanatos, der nach Freud benannte Todestrieb, fiel mir ein. Seine Aufgabe war es, Einheiten zu zerstören, wohingegen Eros, oder der Liebestrieb, Einheiten schaffen möchte. Diese beiden Triebe laufen immer gleichzeitig, las ich, sodass wir beispielsweise essend eine Sache zerstören, um andererseits uns aufzubauen. So haben die Triebe die Aufgabe, sich gegenseitig zu bremsen, nicht aber zu beschneiden, um negative Folgen eines einseitigen Prozesses zu vermeiden. Der Todestrieb, die Aggression, stellt sozusagen ein psychisches Energiepotenzial dar, das eingesetzt werden kann, um zu verändern. Ja, verändern will ich mich, vor allem meine Krankheit.

Ich bewunderte Menschen, die ein gesundes Aggressionspotenzial abrufbar hatten. Sie konnten sich in schwierigen Situationen behaupten, ohne ihr Gesicht zu verlieren.

In meiner Familie hingegen war Aggression tabu. Lieber bescheiden bleiben, weniger verletzen und weniger verletzt werden, war das Motto, unter dem ich aufgewachsen war. Die Menschen um mich herum hatten es satt, Krieg zu führen. Ich musste erst Krieg führen lernen, den Krieg gegen meine Anpassung, den Krieg gegen meine ausgeflippten Nervenzellen.

Ich konnte nie sicher sein, welchen Tanz zwischen Leben und Tod meine Nervenzellen inszenierten. Früher bewegten sie sich zwischen Auf- und Entladung so lange hin und her, bis sie eine gute Balance gefunden hatten. Auf diese Weise konnte ich mein Bewusstsein aufrechthalten. Heute konnten sie jede Sekunde zu feuern beginnen, ohne die Balance wiederzufinden.

Ich beneidete Menschen mit narzisstischem, manischem Verhalten. Für mich waren damals Zeichen einer Manie Menschen mit übermäßiger Energie, überschäumender Aktivität, einer geschärften Wahrnehmung, einem gesteigerten neugierigen Verhalten, einer großen Risikobereitschaft. Mut statt Wut.

Ich bewunderte Menschen, die eine positive Einstellung zu sich selbst hatten, und glaubte, dass diese Menschen ein stabiles Selbstwertgefühl hätten, das auch erhalten blieb, wenn es Rückschläge gab. Narzisstische Menschen, so dachte ich damals, ruhen in sich selbst, strahlen Wärme aus. Ihr Glaube an ihre eigene Besonderheit schmerzte mich. Die zweite Seite der Medaille von Manie und Narzissmus war mir damals nicht bekannt.

Nur, was halfen mir all die Bücher, die „objektiv messbaren Fakten“ der Medizin? Was half mir die präzise Diagnose, wenn die Angst mich würgte? Wie skeptisch musste ich den Fachverbänden, der Pharmaindustrie gegenüberstehen?

Ralf fiel mir ein, mit seinem verstümmelten rechten Arm. Ärzte hatten seiner Mutter, als sie schwanger war, gezielt das Beruhigungs- und Schlafmittel Contergan verschrieben. Es dauerte vier Jahre, bis das Medikament vom Markt genommen wurde.

Wem konnte ich vertrauen?

Was verstand die Wissenschaft unter Vertrauen?

In welchem Buch musste ich nachlesen?

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