Ansgar Thiel - Network

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Berlin 2046: Die Innenstadt ist eine glitzernde Metropole, separiert von Außenbezirken, in denen die »Aus-dem-Netz-Gefallenen« ihr erbärmliches Dasein fristen. Diejenigen, die früher zur Mittelschicht gehörten, sind aufgrund fehlender Jobs zum größten Teil erwerbslos. Um soziale Unruhen zu verhindern, werden sie zur »Virtual Work« verpflichtet.
Als der visionäre Erfinder des »Virtual-Work-Gesetzes« brutal ermordet wird, übernehmen Mitglieder einer Spezialeinheit die Ermittlungen. Auf dem Weg zur Lösung des Falls durchstreifen sie das dystopische Berlin. Eine gefährliche Jagd beginnt …

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»Doofe Kuh«, murmelte Burger.

»Ganz meine Meinung, aber sagen Sie es nicht weiter«, pflichtete ihm die Polizeidirektorin bei. »Was machen wir jetzt?«, fragte sie Burger, der sich in seinem Stuhl ausstreckte. »Sind die beiden in der Lage, den Fall zu übernehmen?«

»Bei allem Respekt, zunächst einmal kann es mir egal sein, was die Bürgermeisterin will. Wir sind immerhin eine Bundespolizeieinheit, und was wir machen, geht sie einen Scheiß an!«

Die Direktorin ließ sich 20 Sekunden Zeit, bevor sie eine Antwort gab. Ruhig stand sie auf, nahm die Teekanne und schenkte sich und Burger nach. Bei der Übernahme des Polizeidirektorenpostens war sie weder die Wunschkandidatin der Regierung noch der Opposition gewesen. Wie so oft in solchen Fällen hatte man sich auf sie geeinigt, weil die streitenden Parteien bei einer derart wichtigen Stelle auf keinen Fall die Kandidaten der Gegenseite akzeptieren wollten, aber ohne die Unterstützung der Gegenseite kein Kandidat durchzubringen war. In den anderthalb Jahren ihrer Tätigkeit hatte sie allerdings nicht nur alle politischen Erwartungen übertroffen, sondern sich aufgrund ihrer differenzierten Fachkenntnis und ihres vermittelnden Wesens auch enorme Anerkennung in Polizeikreisen erworben.

»Die Bürgermeisterin hat grünes Licht vom europäischen Innenministerium«, sagte sie ruhig und mit einer beschwichtigenden Geste. »Ich habe bereits einen Anruf erhalten. Ihnen bleibt gar nichts anderes übrig, als zu tun, was die Bürgermeisterin will. Also, was ist mit den beiden? Können wir auf sie zählen?«

Burger setzte sich. »Wenn die Wahrheitsfindung es erfordert, natürlich. Prinzipiell können wir sie einsetzen. Di Marco und Hensen sind Elitepolizisten, verfügen über eine überdurchschnittliche Stressresistenz und einen extrem hohen IQ. Aber sie arbeiten zurzeit an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, vor allem seit ich ihnen die Virtual-Capital-Crime-Bekämpfung übertragen habe.«

Auch wenn das sogenannte Virtual Capital Crime nicht in die Zuständigkeit der Stadtpolizei fiel, war der Polizeidirektorin sehr wohl bekannt, dass es sich hierbei um ein gesellschaftlich weit bedeutenderes Problem handelte, als viele Politiker annahmen. Schon nach dem einjährigen Probelauf des World-Wide-Cyber-Reality-Nets und der Freistellung der lokalen Telefonnutzung hatten sich die Virtual Capital Crimes gehäuft, angefangen bei virtuellem Raub über den Eingriff in Netzidentitäten durch Hacken, virtuellen Mord bis hin zur Eliminierung von ganzen VR-Distrikten durch systematisch eingesetzte Computerviren.

Kurz gesagt: Virtuelle Kriminalität brachte Gefahr und Chaos ins virtuelle Leben der Netznutzer. Die Polizeidirektorin war damals selbst Mitglied der Kommission gewesen, die über Strategien einer Regulierung nachgedacht hatte. Der SBBK war dieser Bereich übertragen worden, weil man Spezialisten brauchte, die sowohl außerhalb als auch im Netz operieren konnten und am besten nichts zu verlieren hatten. Hensen und Di Marco gehörten zu dieser Sorte.

»Was heißt das nun?« Die Direktorin bevorzugte klare Antworten.

Burger reagierte nicht, sondern schien nachzudenken.

Merklich ungeduldig begann die Polizeidirektorin, die Teetasse in der Hand, mit dem rechten Fuß zu wippen. Sie schätzte Burgers Abwägen von Problemen im Allgemeinen durchaus, aber jetzt mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden. »Das heißt, Sie können es nicht verantworten, die beiden einzusetzen?«, hakte sie nach.

Burger stieß einen leichten Seufzer aus. Wenn er Hensen und Di Marco einsetzte, dann konnte er auch gleich Babic mit dazunehmen, die ja ohnehin mit den beiden zusammenarbeiten sollte. Allerdings hatte er sich wirklich Sorgen um Babic und Di Marco gemacht, als er von Hensen über die Geiselnahme informiert wurde. Vor allem um Babic. Dabei hatte er nicht einmal so sehr befürchtet, dass sie physisch Schaden nehmen könnte. Sie hatte in ihrer Ausbildung beim FBI in San Francisco gelernt, Angreifer notfalls mit der bloßen Hand zu töten, auch wenn sie sich weigerte, diese Fähigkeiten einzusetzen. Er war sich aber nicht sicher, inwieweit sie psychisch schon in der Lage war, eine solche Situation unbeschadet zu überstehen. Und er brauchte sie unbedingt.

Er erhob sich wieder. »In Ordnung, ich werde die beiden einsetzen und ihnen mehrere Leute zur Unterstützung beiordnen. Ich möchte aber auch, dass Mia Babic, eine neue Mitarbeiterin, in die Sondereinheit integriert wird.«

»Babic? Eine Beamtin der SBBK?«

»Ja. Sie war übrigens diejenige, die gestern als Geisel genommen wurde«, erklärte Burger und schüttelte den Kopf.

Die Direktorin machte ein erstauntes Gesicht.

»Sie kommt vom FBI und soll als Analytikerin arbeiten, und zwar nicht nur im normalen Betrieb, sondern auch im Netz.«

Die Direktorin nickte. Sie versuchte, auch in Detailbereichen der Entwicklung ihres Babys, der SBBK, auf dem Laufenden zu bleiben. Im Bulletin, das sie gestern gelesen hatte, war eingehend erläutert worden, dass die SBBK unbedingt Analytiker und Profiler für die Aufdeckung von Verbrechen im Netz brauchte. Gerade hier stand die SBBK vor dem Problem, dass Netznutzer virtuelle Identitäten verwendeten, die meistens erheblich von den physischen und psychologischen Merkmalen ihrer realen Identitäten abwichen. Außerdem konnten diese Identitäten in bestimmten Fällen nicht zu den Ursprungsorten zurückverfolgt werden, was die Aufdeckung virtueller Kriminalität zusätzlich erschwerte.

Auf die Idee, einen Net-Profiler einzuschalten, war Burger gekommen, nachdem er mehrere Vorträge eines MIT-Professors für Cyberpsychologie über »Differenzen im Verhalten von Nutzern archetypischer virtueller Identitäten« und »Korrespondenzen von In- und Out-Net-Identities« beim letzten Kongress Die Wissenschaft der Kriminalistik gehört hatte.

Burger hatte sich mit dem Wissenschaftler unterhalten, und beide waren sich einig gewesen, dass die Klassifikation von Verhaltenstypen virtueller Straftäter in deren realem und in deren Netzleben einen wesentlichen Fortschritt in der Bekämpfung virtueller Kriminalität darstelle. Immerhin würde dies gewissermaßen eine Speicherung von Fingerabdrücken individuellen Verhaltens ermöglichen, die wiederum zur Identifikation unbekannter virtueller Krimineller genutzt werden könnten.

»Mia Babic ist die optimale Kandidatin für den Job. Sie hat Erfahrung als Profilerin in den USA und eine solide Agentenausbildung beim FBI durchlaufen. Sie hat außerdem an verschiedenen Forschungsprojekten zum Thema Netzverhalten mitgearbeitet.« Burger drehte sich zum Fenster. »Wenn ich die Drei zusammenarbeiten lasse, dann können sie Mallmanns Fall und das Netzprofiling auf einmal angehen.«

Für die Direktorin waren die Probleme damit gelöst. Sie nahm ihren Mantel und wandte sich Richtung Tür. »Machen Sie es, wie Sie denken. Ich höre von Ihnen«, sagte sie und verließ den Raum.

*

Babic hatte nach der Szene im Supermarkt überraschend gut geschlafen, tief und traumlos. Den Tag über hatte sie eigentlich nichts Besonderes gemacht. Ein bisschen gelesen, in einer über 50 Jahre alten gedruckten Ausgabe des Klassikers 1984 von George Orwell, der so sehr danebenlag mit seiner Zukunftsvision und doch so weitsichtig war mit der Warnung vor einer Totalüberwachung. Und dann war sie gemeinsam mit Hensen drei Stunden mit dem Rennrad durch die Gegend gefahren, raus in Richtung Wannsee. Sie hatten gar nicht viel geredet, einfach nur das Zusammensein genossen, so wie früher, als sie auch nicht viele Worte brauchten, um sich zu verstehen.

Ihr hatte das gutgetan nach dem gestrigen Tag. Die Situation im Supermarkt hatte sie zunächst weniger belastet, als sie gedacht hatte. Sie hatte den Stress erst gespürt, als sie am Wannsee die Räder abstellten und sich am Seeufer auf eine Parkbank setzten. Doch die Ruhe, der leichte Wind und das Rascheln der Blatter hatten eine regelrecht reinigende Wirkung, und sie konnte sich überraschend schnell entspannen.

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