Tochter
Johanna Eunicke (1798 Berlin-1756), Sopranistin an der kgl. Oper in Berlin, ∞ Berlin 1826 den Maler Franz Krüger, Pferde-Krüger (1797-1851).
Friedrich Eunicke erhielt den ersten Musikunterricht durch seinen Vater. Die Familie war zu arm, ihn Theologie studieren zu lassen. Er bekam die Stelle eines Präfekten im Berlin(-Köllnischen) Currende-Chor. 1786 engagierte ihn → Heinrich Friedrich Markgraf von Brandenburg-Schwedt wegen seiner Tenorstimme als markgräflichen Kammersänger am Hoftheater Schwedt. Nach dem Tod des Markgrafen 1788 und der Entlassung des Ensembles nahm Eunicke Engagements an in Mannheim (1788), Mainz (1789), Bonn (1792), Amsterdam (1793 an der deutschen Oper) und Frankfurt am Main (1795) und schließlich 1796 als 1. Tenor (kgl. Kammersänger) und Schauspieler am Nationaltheater Berlin, wo er bis zu seiner Pensionierung 1823 auftrat. Am 31.1.1799 nahm → Antoine Thomas Palmié ihn in Berlin in seine Loge Zum Widder ( GLL ) auf. Seine Paten waren seine Kollegen am Nationaltheater → Franz Joseph Mattausch und → Bernhard Anselm Weber . Die Loge beförderte ihn am 23.1.1800 zum Gesellen und am 3.2.1801 zum Meister. Sie wählte ihn am 13.4.1802 zum Zeremonienmeister (bis 1804) und 1804 zum 2. Aufseher (bis 1820). Eunicke wurde 1809 Mitglied der von Karl Friedrich Zelter (1758-1822) gegründeten Berliner Liedertafel, des ersten deutschen Männerchors, für die er Lieder komponierte.
Eysenhardt, Friedrich Wilhelm(25.6.1745 Berlin-21.11.1815 Berlin), V (Friedrich Gottlieb Eysenhardt, Tuch- und Seidenhändler, Gildeältester)?, ∞ 1769 Katharina Elisabeth Jordan († 21.11.1815), elf Kinder,
Tochter:
Caroline Luise Elisabeth Eysenhardt (* 2.6.1769) ∞ 25.6.1792 → Georg Jakob Decker Sohn
Sohn:
Christian Friedrich Eysenhardt (4.6.1770 Berlin-18.1.1829), Kaufmann in Berlin, a. auf Vorschlag des Berliner Kaufmanns und Schatzmeisters Wilhelm Gerloff (1770-1815) 9.1.1800 Berlin von der Loge Zum Widder ( GLL ), Paten sein Proponent, → Antoine Thomas Palmié , → Jean Michel Palmié , II. 28.1.1801, III. 7.1.1802, 1803/1804 Mitglied des Maurerischen Leseinstituts, letztmals 1812 genannt.
Friedrich Wilhelm Eysenhardt vertrieb nach der Handlungslehre ab 1766 auf eigene Rechnung Tressen und Leinwand. Er besaß die Kattun-, Zitz- und Ellenwarenhandlung Eysenhardt & Sohn (1807) am Mühlendamm und war Gildeältester der Tuch- und Seidenhändler in Berlin. Die Berliner Loge Royale York de l'Amitié nahm Eysenhardt am 26.1.1774 auf und beförderte ihn am 15.4.1774 zum Gesellen und am 10.9.1774 zum Meister. Er legte 1778 auf eigenen Wunsch seine Mitgliedschaft nieder, trat aber 1782 erneut der Loge bei. Er gehörte nach der Logenreform und der Aufteilung der Royale York in vier Berliner Filialen ab 1798 der Tochterloge Zur siegenden Wahrheit an. Die Große Loge ernannte ihn 1813 zu ihrem Logenrepräsentanten. Eyssnhardt war Mitglied der 1800 gegründeten Philomatischen Gesellschaft in der Mohrenstraße, einer Gesellschaft von Freunden des Wissens zum Austausch wissenschaftlicher und künstlerischer Kenntnisse; erster Direktor (1800-1811) war → Heinrich Martin Klaproth .
Eytelwein, Johann Albert(31.12.1764 Frankfurt a. M.-18.8.1848 Berlin), V Christian Philipp Eytelwein, Kaufmann in Frankfurt a. M., M Anna Elisabeth Katharina geb. Hung (1745-1778, V Albert Hung [1716-1767], Kürschner, Rauchhändler in Frankfurt a. M., M Anna Katharina Klingling), ∞ Berlin 1790 Dorothea Charlotte Luise Pflaum (1767-1828, V Johann Christian Friedrich Pflaum, Küster, Leichenträger in Berlin).
Der 15-jährige Johann Albert Eytelwein trat 1779 als Bombardier in das 1. Artillerieregiment in Berlin ein. Er besuchte die Artillerieakademie (Direktor Georg Friedrich v. Tempelhoff [1757-1807], Mathematiker, Militärhistoriker, Musikschriftsteller, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Künste), studierte Wasserbau und legte 1786 die Prüfung als Feldmesser ab. Eytelwein erhielt 1787 als Leutnant seinen Abschied, legte das Architekturexamen vor dem Oberbaudepartement ab und wurde 1790 zum Deichinspektor des Oderbruchs in Küstrin angesetzt (1794 Oberdeichinspektor). Die Berliner Loge Zum goldenen Schiff ( GLL ) ballotierte am 26.6.1790 über die Aufnahme des 27 1/2-Jährigen, den sie am 12.2.1791 aufnahm; er gehörte ihr vermutlich bis zu seinem Tod an. Die Loge beförderte ihn, als er 1793-1796 die von → David Gilly gegründete Private Lehranstalt für Freunde der Baukunst in Berlin besuchte, am 8.4.1794 zum Gesellen und am 15.4.1794 zum Meister. Eytelwein wurde 1794 als Geh. Oberhofbaurat an das Oberbaudepartement in Berlin versetzt, wo er die Regulierung von Oder, Warthe, Weichsel, Memel leitete und maßgeblich an den Hafenbauten in Memel, Pillau und Swinemünde beteiligt war. Er gründete mit → Friedrich Becherer, → David Gilly und Heinrich August Riedel (1748-1810) 1799 in Berlin die Bauakademie, an der er Mechanik und Hydraulik lehrte und die er 1799-1802 als einer der rotierenden Rektoren leitete. Eytelwein trat in Berlin weiteren Sozietäten bei, am 3.3.1799 (bis 1802) der Gesellschaft der Freunde der Humanität, 1800? (bis 1810) der Philomatischen Gesellschaft und 1823 der Zwanglosen (Gesetzlose Gesellschaft Nr. 1). Die Akademie der Wissenschaften wählte ihn am 27.1.1803 zum Außerordentlichen und am 4.8.1808 zum Ordentlichen Mitglied. Nach seiner Promotion 1811 zum Dr. phil. lehrte er 1809-1815 an der Universität Berlin höhere Analysis und Mechanik. Friedrich Wilhelm III. ernannte ihn 1809 zum Direktor der kgl. Oberbaudeputation, 1810 zum Vortragenden Rat im Ministerium des Handels, der Gewerbe und des gesamten Bauwesens, 1816 zum Oberlandesbaudirektor (Leitung der Regulierung von Oder, Warthe und Weichsel),1818 (bis 1825) zum Mitdirektor des Ministeriums (in Bausachen, er leitete die technische Oberbaudeputation) und 1825 (bis 1830) zugleich zum Direktor der Bauakademie. Er trat 1831 schwerkrank in den Ruhestand. Eytelwein machte sich verdient um die Bestimmung des definitiven Gewichts und Maßes in Preußen. Er schrieb Vergleichung der in den königlich preußischen Staaten eingeführten Maße und Gewichte (1798) sowie mehrere Handbücher ( der Mechanik fester Körper und der Hydraulik , 1801; der Statik fester Körper , 1808; der Perspektive , 1810; der Hydrostatik , 1825), mit Gilly Anleitung der Wasserbaukunst (1822-1828). Er war 1797-1806 einer der Herausgeber der Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrichten die Baukunst betreffend , der ersten deutschen Bauingenieurzeitschrift.
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