Gottes Sehnsucht in der Stadt

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Was kommt nach der Milieukirche?
Die volkskirchliche Sozialgestalt der Pfarrgemeinde wird in Zukunft wohl eine wichtige, aber nicht mehr die einzige Ausdrucksform des Kircheseins sein. Seit Jahren zeichnet sich ein Aufbruch ab: Dort, wo Menschen neu zum Glauben kommen, entstehen neue Formen. In den vergangenen Jahren haben das Bistum Hildesheim und die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover gemeinsam diese neuen Erfahrungen in den Blick genommen, unterschiedliche Projekte gestartet und theologisch über die neuen Wege einer missionarischen Kirche reflektiert.
In diesem Buch wird ein Weg der Hoffnung und des Mutes sichtbar – eine Inspiration für eigene Suchwege.

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Wir stehen nicht – wie er – vor diesem Prozess. Wir sind mitten drin in diesem reinigenden, läuternden und kreativen Wandlungsgeschehen. Und genau das hat uns auf den Weg gebracht, gemeinsam nach neuen Gemeinden für morgen zu suchen

Katholische Anfänge: den Blick weiten

Die Anfänge unseres Projektes sind ökumenisch. Auf einem Kongress der evangelischen Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste (AMD) in Leipzig begegnet uns Katholiken Stephen Cottrell – ein anglikanischer Bischof, der uns den Emmauskurs vorstellt. Und schon damals wird deutlich, dass es hier gar nicht nur um einen weiteren unter den vielen guten neuen Glaubenskursen geht. Nein, hier wurde weitergedacht: ein Glaubenskurs zum Evangelisieren, ein Glaubenskurs im Blick auf die Menschen, die „frisch“ zum Glauben kommen, provoziert die Frage nach einer neuen Kirchengestalt. Denn eines ist klar, so hören wir aus England: Glaubenskurse eignen sich nicht dafür, Menschen in bisherige Sozialgestalten des Kircheseins zu integrieren. Denn jede Sozialgestalt – und auch die klassische Gemeinde gehört dazu – hat ihren eigenen ekklesiogenen Code: so wie jemand sein Christsein entdeckt, so wird er auch sein Kirchesein entfalten. Eigentlich ganz logisch, aber provozierend: denn es verlangt eine Umkehr von einer lang erlebten Wirklichkeit, war doch Integration in das Bestehende und eine nachhaltige Kontinuitätsfiktion das prägende innere Bild vergangener gemeindetheologischer Jahrzehnte (und beeinflusst bis heute Kritik und Gegenkritik sowohl Progressiver wie Konservativer – wenn es die überhaupt so noch gibt).

Die Anfänge sind ökumenisch. Mit Bischof John Finney trafen wir zusammen, weil das Interesse am Emmauskurs und seinen ekklesiogenen Implikationen uns neugierig machte. Wir trafen auf ein Team, und Felicity Lawson und John Finney lebten deutlich vor, dass das Miteinander gestalten von Kirchenaufbruchsprozessen sich schon abbildet im Zueinander der Protagonisten. Humor, Spiritualität, Vielfältigkeit und Einheit – und faszinierende Inspiration, das kennzeichnet viele Protagonisten dieses Aufbruchs. Das macht nicht nur sprachlos, sondern weckt die Neugierde auf mehr. So durften wir Finney auch in unserem katholischen Kontext einführen – denn hinter dem Glaubenskurs und seinem partizipativen Ansatz steht auch eine Kultur des Kircheseins und Kirchewerdens, die in uns die Leidenschaft für die Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils weckte. Und: der Weg nach England öffnete sich. Hatten die Anglikaner durch ihre evangelisierende Pastoral und ihre erfolgreichen Glaubenskurse den Weg zu neuen Formen der Gemeindebildung gefunden, könnten wir doch von ihnen lernen. Denn die Auflösungserscheinungen milieuhafter Volkskirche fordern den Mut, nach „fresh expressions of church“ Ausschau zu halten …

Die Anfänge sind noch weiter ökumenisch. Schon vor fast 10 Jahren fanden wir – aus dem Fachbereich Verkündigung – uns bei Leitungskongressen der freikirchlichen Willow Creek Association. Trotz aller Warnungen vor Sektengefahr erlebten wir hier etwas, was uns bleibend prägte. Eine tiefe gemeinsame biblische Spiritualität, die gepaart war mit einer Achtung für die jeweilige eigene kirchliche Tradition; eine missionarische Leidenschaft für die Menschen, die Christus noch nicht entdeckt haben, und einen Mut, sich auf diese Menschen einzulassen und mit ihnen gemeinsam das Evangelium zu entdecken und zu leben; eine Kreativität und experimentellen Mut, Kirche dort wachsen zu lassen, wo sie bisher nicht vermutet wird – und in Formen, die zunächst einmal merkwürdig anmuten. Die angloamerikanische Mischung von Pragmatismus, Christusverbundenheit und experimenteller Christusnachfolge sind einfach inspirierend.

Rückkehr nach Deutschland

Das Risiko solcher weltkirchlichen Ökumene ist das Ausbremsen solcher Impulse und das Verglühen des Idealismus an institutioneller Skepsis und Bestandswahrung: „das geht hier nicht, das passt nicht – und wir sind sowieso anders …“, das sind hilfreiche immunisierende Wendungen im Blick auf die Sehnsucht nach Selbsterhalt.

Aber dann wurden wir wieder überrascht: an der evangelischen Fakultät von Greifswald kamen wir mit Professor Michael Herbst in Kontakt. Eine Freundschaft und Gemeinschaft im Geiste entwickelte sich schnell, denn die Anliegen und die spirituelle Verwurzelung verbanden uns. Und so entdeckten wir, dass sich gerade im Blick auf die Frage nach Evangelisierung und Missionarische Pastoral und ihre Konsequenzen eine ökumenische Konsonanz ergibt, die ohne Konkurrenz, sondern in gegenseitiger Achtung und geistlicher Verbundenheit ein gemeinsames Suchen nach neuen Wegen ermöglicht. Uns ging immer mehr auf: Ökumene ist gerade im Bereich der missionarischen und evangelisierenden Bemühungen kein Kann, kein Darf, sondern ein Muss: wir beschenken uns wechselseitig, wir inspirieren einander, wir evaluieren miteinander – wir lernen miteinander in dem gemeinsamen Anliegen, dem Evangelium, Jesus Christus einen Raum zu öffnen.

Und dies gilt besonders für unsere Zusammenarbeit mit dem Haus Kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannover. Im Laufe der vergangenen Jahre verdichteten sich die Kontakte und schufen eine erstaunliche, frohmachende und fruchtbare missionarische Ökumene, deren schriftliche Erstfrucht hier vorliegt.

Mit Kollegen wie Burkhard Merhof, Philipp Elhaus, Martin Römer, Hans Christian Brandy, Dirk Stelter und Andreas Risse verbindet uns die gemeinsame Sehnsucht nach einer missionarischen Kirche. Was ganz einfach anfing mit regelmäßigen Treffen zum Thema Hauskreise und Kleiner Christlicher Gemeinschaften, mit gemeinsamem Nachdenken über Glaubenskurse, mündete ein in gemeinsame Fahrten nach England – und zu Projekten gemeinsamer Kongresse zum Thema einer Kirche, die kommt. Wenn im Februar 2013 der geplante Großkongress „Kirche 2.0“ in Hannover stattfinden wird, dann ist das nicht eine punktuelle Aktion, sondern das Ergebnis ökumenischer Konvivenz und Konvergenz, spiritueller Suche und visionärer Gemeinschaft.

Es begann auf unserer Seite mit dem Projekt „Kirche für Suchende – Evangelisation auf katholisch“: Minikundschafterfahrten nach Braunschweig zur Friedenskirche, zur Freien Evangelischen Gemeinde in Hildesheim und zum Expowal nach Hannover mündeten ein in einen Studientag mit Michael Herbst.

So entstand in den Gesprächen mit unseren evangelischen Brüdern und Kollegen die Idee einer gemeinsamen ökumenischen Reise nach London, um „fresh expressions of church“ zu studieren.

Evangelische Anfänge – Gottes Sehnsucht nach den Menschen

In den letzten 20 Jahren haben sich gesellschaftliche Umbrüche zunehmend auf die Kirche ausgewirkt und unterschiedliche Spuren hinterlassen. Der christliche Glaube ist angesichts der Vielfalt von Lebensoptionen und religiösen Überzeugungen nur eine Möglichkeit unter anderen. Kirche ist in Konkurrenz geraten. Die Bindekraft der kirchlichen Institution nimmt ab. Individualisierung und Pluralisierung führen zu einer Verschiebung von kulturgestützten zu personalgestützten Formen des Christentums. Glaube wird immer weniger generativ im Rahmen geschlossener konfessioneller Milieus weitergegeben, sondern biografisch angeeignet. Die Muster der Kirchenzugehörigkeit verwandeln sich zunehmend vom Erbe zum Angebot. Die Regie im Verhalten zu Kirche und Gemeinde liegt längst bei den einzelnen Menschen und wird nur durch weiche soziale Faktoren begleitet.

Die Wiedervereinigung hat die westlichen Bundesländer mit Konfessionslosigkeit – oder besser gesagt Konfessionsfreiheit als Normalstatus und einer Minderheitssituation konfrontiert, die sich langfristig als gemeinsame kirchliche Zukunft am Horizont abzeichnet. Die Milieuforschung macht darauf aufmerksam, dass Gemeinden mit ihren Angeboten nur einen geringen Teil der unterschiedlichen Lebensstilgruppen der Gesellschaft erreichen.

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