Vitus Seibel - Wer ist dein Gott?

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Der Jesuit Jorge Bergoglio verfasste zu seiner Priesterweihe ein persönliches Glaubensbekenntnis. Es ist in diesem Buch ebenso vertreten wie das des hl. Ignatius und das 75 anderer Jesuiten. Sie alle schreiben in je eigener Weise über ihren Gottesglauben und seine Geschichte. Und dies hinein in eine Zeit, die ganz gut ohne Gott auszukommen scheint, in der Gott nur noch in rituellen Nischen vorkommt, Glaube Privatsache ist. Umso wichtiger bleibt für Sinn- und Wahrheitssucher die Frage: Wer ist dein Gott?

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»Wenn dein Weg an meinen Füßen vorbeigeht, sag mir, wohin wir gehen.

Gib, dass ich mich in deine Hände fallen lassen kann, in deine Augen schauend,

um zu erkennen, dass der Vater ein so mitfühlendes Herz hat wie das deine.

Und wenn du überraschend kommst,

gib mir Zeit, deine Hände zu erkennen,

deinen Weg und deine Augen,

auf dass die Unruhe mich nicht verwirren möge.«

Stefan Dartmann SJ, Rom, geb. 1960

GOTT – abwesend und gegenwärtig

Wenn von Gott die Rede ist, dann befällt mich manchmal großes Unbehagen. Werden wir in unseren Glaubensgesprächen und Bibelrunden, in unserer Theologie, in unserer kirchlichen Praxis und Verkündigung dem Geheimnis Gottes auch nur annähernd gerecht? Können wir ihm jemals gerecht werden? Vor Gott muss man eigentlich verstummen, kein Begriff und kein Bild können ihn einfangen. Andererseits denke ich mir, dass gerade heute, in der Zeit einer abgründigen »Gotteskrise«, neu von Gott gesprochen werden muss: klar, eindeutig und überzeugend.

Für mich ist die Unterscheidung Martin Luthers zwischen dem verborgenen und dem offenbaren Gott sehr wichtig geworden. Wenn ich in die Welt blicke, dann sehe ich nichts von Gott, weil Gott kein Teil dieser Welt ist. Gott ist vollkommener als alles, was ich denken oder erfahren kann. Ich stutze immer ein wenig, wenn von den unterschiedlichsten Gotteserfahrungen berichtet wird oder wenn man sich auf den Willen Gottes beruft. Kann man einen Gott, der »in unzugänglichem Licht wohnt« (1 Tim 6,16), so ohne weiteres erfahren? Was ich erfahre, ist eine Welt, die wunderschöne und auch ganz schreckliche Seiten hat; eine Welt, die eigentlich absurd ist, jedenfalls aber ambivalent, und gerade in ihrer Ambivalenz auf ein unbegreifliches Geheimnis verweist, das mir jedoch völlig unzugänglich bleibt. Ich denke mir, dass nichts ohne Gott sein kann, dass alles von ihm abhängig ist. Aber dieser Gedanke ist für sich genommen in keiner Weise tröstlich, weil er mich nur dem verborgenen Gott ausgeliefert sein lässt. Für mich heißt das, unter dem »Zorn Gottes« zu stehen. Und das ist keine harmlose Angelegenheit.

Erst vor diesem dunklen Hintergrund gewinnt die Botschaft Jesu ihre wahre Bedeutung: Jesus Christus, und er allein, offenbart die Gegenwart des verborgenen Gottes. Durch Jesus habe ich Zugang zu Gott und kann zu ihm beten, also auf sein Wort antworten. Im Evangelium wird mir zugesagt, dass das Geheimnis der Wirklichkeit mich mit unendlicher Barmherzigkeit umfängt, und nicht nur mich, sondern die ganze Welt. Jesus, der Sohn, offenbart den Vater und nimmt die Menschen hinein in seine Beziehung zum Vater; eine Beziehung, die von Ewigkeit her besteht und nur im Glauben erkannt werden kann, eine Beziehung, die selber Gott ist, der Heilige Geist. Nur in einem trinitarischen Verständnis ist Gemeinschaft mit Gott sinnvoll aussagbar. Gott lässt uns geborgen sein in einer Gemeinschaft mit ihm, gegen die nichts in der Welt ankommt, nicht einmal der Tod. Darauf will ich mein Vertrauen setzen. Und dieses Vertrauen kann ich mit Vernunft und Erfahrung weder begründen noch widerlegen. Doch in diesem Vertrauen erscheint dann auch die Welt in einem neuen Licht, nicht mehr als ein Gleichnis der Abwesenheit Gottes, sondern als ein Gleichnis seiner Gegenwart. In diesem Vertrauen werde ich anders leben: menschlicher, freier, mutiger. Ich muss nichts in der Welt vergöttern. Ich muss an der Welt nicht mehr verzweifeln.

So lebe ich irgendwie in der Spannung zwischen dem verborgenen und dem offenbaren Gott. Der Gaube, das Vertrauen auf Gott, ist bei mir häufig angefochten. Bis jetzt gab es aber immer wieder auch die Erfahrung, dass gerade die Anfechtungen mich auf Gott verweisen. Ich hoffe, dass das so bleiben wird. Was mich stets tröstet, ist der Gedanke, dass letztlich nichts von mir abhängt.

Robert Deinhammer SJ, Innsbruck, geb. 1977

Das sich entäußernde Geheimnis

Gott war für mich immer – und so ist es noch heute – ein liebender Vater mit auch mütterlichen Zügen. Doch durch welche Art von Beziehung ist dieses Bekenntnis gefüllt? Im Rückblick weiß ich, dass die Beziehung zu Gott viele Jahre die Beziehung zu meinen Eltern in idealisierter und ins Unendliche projizierter Form (gewesen) ist. Ich fühlte ihn in der Beziehung, kannte ihn, erwartete von ihm, was ich ebenso von meinen liebevollen und fürsorglichen Eltern erwartet habe. Länger allerdings blieb mir verborgen, dass ich auch den Leistungsanspruch meiner Eltern an mich in Gott hineinprojiziert habe. Mein Gott und Vater war de facto ein Leistungsgott, der entsprechend bedient werden wollte, ohne Rücksicht auf seinen Gläubigen. Die Entlarvung dieses Gottes brauchte länger: Er saß mir quasi in jeder Körperzelle, und ich konnte sowohl meine jesuitische Spiritualität als auch die vielen Vorbilder und Imperative im Neuen Testament nur als Leistungsanspruch verstehen, so dass diesem Leistungsgott ständig neue Nahrung zugeführt wurde. Es bedurfte einer langen Phase des Nicht-mehr-Könnens und irgendwann so auch Nicht-mehr-Weiterwollens, um zu verstehen, dass die »Leistungen« Jesu und der Heiligen nicht zuerst ihrem Willen und eigener Kraft entspringen, also nicht Gewalt gegen sich selbst sind, sondern eine Frucht des Wirkens Gottes, so dass sie das Wenige, was zu tun war, von Gott empfingen und in einer gewissen Leichtigkeit, Gelassenheit und Absichtslosigkeit (Indifferenz) in ihm ausführen konnten.

Lebenskrisen auf der einen und das Gebet auf der anderen Seite haben mich gelehrt, dass Gott in ganz anderer Weise liebender Vater ist, als meine Eltern es waren. Ohne ein halbwegs treu durchbetetes Leben wird es schwierig sein, das Vorschussvertrauen und die Vorschusshoffnung aufzubringen, die es ermöglichen, alles, was das Leben bringt, Gutes und eben auch Schlechtes, anzunehmen und zu durchleben. Das bedeutet, auch die Gefühle, die z.B. Verluste, Enttäuschungen, Scheitern, Krankheiten usw. mit sich bringen, im Bewusstsein da sein zu lassen, soweit möglich weder in Verdrängung noch in Ablenkung zu fliehen noch Pseudolösungen zu inszenieren: Einen solchen nicht gesuchten Gang durch das »finstere Tal« (Ps 23) dessen, was das Leben einem zumutet, verstehe ich als Kreuzesnachfolge im Sinne Jesu. Ein solcher Weg läutert jedoch das Herz, reinigt den Geist von seinen verkehrten (Gottes-)Vorstellungen und Erwartungen und lehrt ein Wissen auch von Gott, das anders nicht zu erlernen ist; er gründet die Identität eines Menschen neu als Kind Gottes; Glaube, Hoffnung und Liebe bekommen Leben, denn die Person wird angeschlossen an die Trinität, die in ihr Wohnung nimmt.

Zwei Grundzüge Gottes, dieses Inbegriffs der Liebe, der »seine Sonne aufgehen lässt über Bösen und Guten und regnen lässt über Gerechte und Ungerechte« (Mt 5,45), sind für mich immer mehr in den Vordergrund getreten: Das eine ist die Entäußerung, das Leerwerden von sich selbst, die Dahingabe seiner selbst; sie gehört zum Innersten jenes Gottes, den Jesus als Vater allen offenbart, die sich auf dem Weg des Kreuzes zur Auferstehung führen lassen. Das andere: Gott bleibt das unergründliche Geheimnis. Das Wissen über ihn, sofern es aus Erfahrung kommt und nicht nur gedacht ist, bleibt nichtwissend. Das Große, das er uns auf dem Wege des Leerwerdens schenkt, hat kein Auge gesehen und kein Ohr gehört, es ist keinem Menschen in den Sinn gekommen (1 Kor 2,9). Gott ist weiterhin der, den kein Mensch je gesehen hat (Joh 1).

Bertram Dickerhof SJ, Hadamar-Oberzeuzheim, geb. 1953

Gott, mein Gott bist du, dich suche ich

»Gott, mein Gott bist du, dich suche ich …« So beginnt der Psalm 63, und Vers für Vers ist gefüllt von der Sehnsucht nach Gott. Es ist für mich ein wichtiger Gebetsruf. Was mir in meiner Jugend ein starker Ausdruck von Glaube und Lobpreis war, ist im Alter nicht mehr so selbstverständlich.

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