2.10 Übersicht über die Bezüge zu Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans 21
Der Aufbau des Talentportfolios – von der 1. bis zur 3. Klasse SIMONE THOMANN
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext
4 Erste Aufgabenstellungen als Vorarbeiten in der 1. Klasse
5 Individuelle Talente in der 2. Klasse: Von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit
6 Themenwahl in der Themenwoche: »Die Geburt des Talentportfolios« – Kickoff in der 3. Klasse
7 Folgearbeiten, Reflexion und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Sarahs Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Ein Portfolio zu einem Waldtier – 3. bis 6. Klasse (Naturkunde, Deutsch) FABIAN TRABER
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext
4 Aufgabenstellungen und Wahlmöglichkeiten
5 Individuelle Themenwahl und Forscherfragen
6 Vertiefen, Informationen sammeln, Antworten suchen
7 Abschlussphase, Präsentation und Schlussreflexion
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Janinas Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Das Tier und wir – 5. Klasse (Deutsch, Naturkunde) KATRIN REYNAERT
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Individuelle Themenwahl und Suche nach Expertinnen bzw. Experten
6 Vertiefung, Planen und Sammeln
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Sebastians Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Mittelalterportfolio: Burgen – 6. Klasse (Geschichte) FRANZ KÖNIG
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext der Klasse
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Individuelle Themenwahl und Recherche
6 Vertiefung, Planen und Sammeln
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Lukasʼ Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Portfolio zum historischen Längsschnitt: Entwicklung der Schrift – 7. Klasse (Geschichte, Deutsch) FRANZ KÖNIG
1 Einleitung
2 Hintergrund und didaktisches Konzept
3 Kontext der Klasse
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Individuelle Themenwahl und erste Recherche
6 Planen und Vertiefen
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Julias Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Talentportfolio auf der Sekundarstufe – 8. bis 10. Klasse (verschiedene Fächer) BEAT SCHELBERT
1 Einleitung
2 Hintergrund und Schulstruktur
3 Kontext: Voraussetzung der Klasse
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Einstieg und Themenwahl
6 Planen und Sammeln
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Melanies Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Geschichtsportfolio zum Zweiten Weltkrieg: Vernichtungslager in Auschwitz – 9. Klasse (Geschichte) MARGRIT GOOP
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Themenwahl und erste Recherche
6 Vertiefung, Planen und Sammeln
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Joelles Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Das Projektportfolio »Going to Boston« – 12. Klasse (Geschichte, Englisch) OSWALD INGLIN
1 Einleitung
2 Hintergrund
3 Kontext
4 Aufgabenstellung und Wahlmöglichkeiten
5 Themenwahl und erste Recherche
6 Planen und Vertiefen
7 Abschluss und Präsentation
8 Rückblick und Reflexion der Lehrkraft
9 Noras Lernweg während der Portfolioarbeit
10 Aufträge der Portfolioarbeit und ihr Bezug zum Lehrplan 21
Einleitung:
Portfolios im kompetenzorientierten Unterricht
STEFAN KELLER, FRANZ KÖNIG
1 Was dieses Buch erreichen will
Dieses Buch über Portfolios im kompetenzorientierten Unterricht hat zwei Ziele: Erstens wollen wir aufzeigen, wie mit Portfolios Lernprozesse und Unterrichtsformen angeregt und begleitet werden können und wie Lernende dadurch beim Aufbau schulischer Kompetenzen unterstützt werden können, so wie sie in Bildungsstandards und kompetenzorientierten Lehrplänen vorgegeben sind. Zweitens soll dargestellt werden, welche Rolle das Portfolio bei der Diagnose und Beurteilung solcher Kompetenzen spielen kann, um ein breites Band von Fähigkeiten der Lernenden zu dokumentieren und deren Leistungsniveau einzuschätzen.
Unter einem Portfolio verstehen wir – kurz gesagt – eine Sammlung von Originaldokumenten und Leistungsbelegen, die Schülerinnen und Schüler selbst erstellen und die Wesentliches über ihre Lernprozesse und -ergebnisse aussagt: Ein Portfolio ist ein persönliches Entwicklungs- und Dokumentationsinstrument und bildet den Rahmen, in dem aussagekräftige Dokumente zum Lernen gesammelt, ausgetauscht, kommentiert und bewertet werden können. Meist gehört dazu eine reflektierte Auswahl durch die Lernenden selbst, die dadurch an der Evaluation ihrer eigenen Lernprozesse stärker beteiligt werden (vgl. Schwarz u. a. 2008; Biermann und Volkwein 2010).
Unter Kompetenzen verstehen wir in Anlehnung an die Kompetenzdefinition der Bildungsstandards und neuen Lehrpläne in allen deutschsprachigen Ländern die »bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können« (Weinert 2001, S. 27). Kompetenzen stellen »die Verbindung zwischen Wissen und Können her und [sind] als Befähigung zur Bewältigung unterschiedlicher Situationen zu sehen« (Klieme 2004, S. 13). Die zentrale Idee dabei ist es, den Erwerb von trägem Wissen zu vermeiden und die Schülerinnen und Schüler stattdessen zu befähigen, in fach- oder themenspezifischen Anwendungssituationen erfolgreich und wirksam zu handeln.
Grundlegend für den hier verwendeten Kompetenzbegriff sind seine Fachlichkeit und seine Erlernbarkeit: Es geht dabei weder um angeborene Fähigkeiten (wie z. B. Intelligenz) noch um Schlüsselkompetenzen irgendwelcher Art, sondern um Fähigkeiten zum Umgang mit fachlichen Aufgaben und Herausforderungen, die in der Schule in langfristigen Lernprozessen erworben werden (vgl. Weinert 2001). Trotz seines fachlichen Charakters weist das Konzept der Kompetenz darauf hin, dass die konkrete Anwendung von Wissen in lebensweltlichen Situationen nur gelingen kann, wenn Schülerinnen und Schüler ein ganzes Spektrum von Ressourcen gleichzeitig nutzen und orchestrieren können. Es braucht dazu Wissen darüber, wie Informationen zu verarbeiten sind (methodische Fähigkeiten) sowie Kenntnisse verschiedener Lernstrategien (metakognitive Fähigkeiten). Es bedarf dazu auch motivationaler Ressourcen, etwa die Bereitschaft, seine eigenen Ziele zu definieren sowie Erfolge und Misserfolge in angemessener Weise zu interpretieren.
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