Da Fraunz - Gschichtln aus mein Lem
Здесь есть возможность читать онлайн «Da Fraunz - Gschichtln aus mein Lem» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Gschichtln aus mein Lem
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Gschichtln aus mein Lem: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Gschichtln aus mein Lem»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Gschichtln aus mein Lem — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Gschichtln aus mein Lem», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Papa: »Jo!«
Großvoda: »Na hawedere. Wie stöhst da des vor? Kummts ihr umma oda bleibts in Ungarn?«
Des woa typisch fia mein Großvoda. Scheißegal, dass mei Papa zu dem Zeitpunkt grod amoi 18 Joahr woa und in Ungarn ois Pfuscher ghacklt hot – er hot glei auns Familiäre gedocht. Wie wird des Kind aufwochsn? Bei beiden Elternteilen in an Haus? Und wo, in Ungarn oda in Österreich?
Aun finanzielle Sochn hot a do üwahaupt ned docht, fia eam woas nämlich kloa, dass a sein Sohn untastützen wird. Owa ans wuit a glei wissn:
»Heiratest dei Freindin?«
Papa: »Üwa des homma scho gredt. Es warad wui die beste Lösung fia olle.«
Großvodan: »Lösung hin oda her, WÜSD DU sie heiraten?«
Papa: »Jo!«
Großvodan: »Daun mochs. Mei Erlaubnis host!«
Danoch homs de zwa no meina Oma beibrocht, wos si a bissl schwieriger erwiesn hot. Zuerst hots as ned glaubt, daun hots an Schock fias Lem griagt, daun hot sa si gfreit, daun hots Verlustängste griagt, weus glaubt hot, dass mei Papa neama vo Ungarn zruckkummt und sie desweng nie ian Enkel sehng wird etc. … a ziemlicher Nervenkriag.
Letztendlich hom meine Großötan mein Papa no an schenan Ring fia die Hochzeit mitgem und si vo eam verobschiedet. Er hot ned gwusst waun a wieda kummt, owa er hot vasprochn, dass a wieda zruckkehrt. Mei Oma hot gwusst, er hoit sei Wort, weu da Großvoda woa genauso (darüber bericht i in an eiganen Kapitel) und is vom 2. Wötkriag zu ihr hamkumman. Es hot jedoch a Zeitl dauan suin, bis i es erste moi österreichischen Boden betreten hob kennan.
Zruck in Ungarn hot mei Papa eigantlich nix mehr oaweitn miasn, weu die Schui fertig woa. Trotzdem is a zruckkumman zu meina Mama und de hot si logischaweise ihrn Oasch ausgfreit – theoretisch hättat mei Papa jo afoch in Österreich bleim kennan und warad afoch nimma in Ungarn auftaucht. Daun warad mei Mama mit mir allanig, wos zu dera Zeit sicha ois aundare ois leicht woa.
Owa er is wieda zruckkumman und hot si fia mei Mama und mi entschiedn. Des rechne i eam bis heite hoch au, des hättn nämlich sicha ned vüle so gmocht wie er. Am erstn Tog, wie a wieda in Ungarn woa, hot a meina Mama an Heirotsauntrog gmocht – und sie hot »Ja« gsogd (auf deitsch).
Iagandwaun zu der Zeit hom si daun meine Ötan moi mit meine Großötan zaumgsetzt, weus wos zu besprechen gem hot. So richtig klischeehoft, wie mas hoit kennt, mit an schenan Essn am Tisch und suiche Sochn hoit. Auf amoi verkündet mei Mama die frohe Botschoft und sogt, dass schwaunga is.
Da Opa hot si vaschluckt, warad fost aun an Erdopfl dastickt und hot unobsichtlich mit da Haund sei Rotweinglasl aufm Bodn ghaut – jo, de Parallelen zum aundan Opa san leiwaund.
Daun hom sa si a Moralpredigt auhuachn kennan. Wie sa si des vorstöhn, sie san jo beide no so jung, wos wuins dem Kind amoi bieten, wie sui die Zukunft vo olle ausschauen etc. …
Mei Papa hot es Wort ergriffen und eana gsogd (scho ois in an mehr oda weniger vaständlichen Ungarisch), dass a des söwa leida ned beauntwortn kau, owa ois in seina Macht Stehende mochn wird, dass dem Kind guat geht und a schens Lem hom kau. Und dass am liabstn noch Österreich geh daradn, weu sa si duatn afoch besser lebt ois in Ungarn. Nochdem a sei Vuiksrede beendet hatte, hot a gfrogt, ob a mei Mama heiratn deaf.
Die Mama hot so Aungst ghobt, dass afoch aufgstaundn is und si im Klo eigsperrt hot. Sie woa die Letzte, de glaubt hot, dass da Opa zuastimmt und die Hochzeit erlaubt. Owa genau so is eitroffn.
Die Hochzeit hot im August stottgfundn und es woan unzöhlige Leid do. Erstens amoi, weu mei Opa a sehr bekaunntes und beliebtes Gsicht in da Ortschoft woa und zweitens, weu die Ungarn afoch so leiwaunde Leid san und weng ollen a Feier mochn. Die meistn Leid hot mei Papa goaned kennt, owa noch da Hochzeit woan de a fixer Bestaundteil in sein Freindeskreis. Des Laund und seine Einwohner san eam sehr auns Herz gwochsn und mir gehts heite ned aundas.
Daun woa da 12.12.1962 – ob jetza bin i do.
Vo die österreichischen Oaweiter woan nur mehr mei Papa und a aundara do, da Herbert. Der hot emfois in da Ortschoft ane kennanglernt und is zu ihr zong. Soweit i owa was, is a boid wieda zruck in die Heimat gfoahrn, aunscheinend woa des mit de zwa wui nix Gscheids. Jednfois san meine Ötan mit mir in des Nebengebäude zong, wo zuvor die gaunzn Oaweiter gwohnt hom. Wir hom oiso am Bauernhof vo meine Großötan glebt und duat hob i sehr schene Joahre vabrocht.
Eigantlich hom meine Ötan vorghobt, dass ungefähr a hoibs Joahr untn bleim und daun mit mir noch Österreich zruckgengan. Leida is zu dera Zeit politisch drunta und drüwa gaungan und sicherheitshoiwa hots ghaßn, dass ma do bleim suitn. Uns hom zwoa die Bekaunntn bei da Grenz imma ghuifn, owa zu der Zeit woa des ois aundare ois sicher. Samma si ehrlich, do is eich es Lem wichtiger ois a Umzug, desweng bleibt ma hoit in Ungarn. Meine Ötan hom damit ka Problem ghobt, Großötan a ned und i scho goaned.
Fia mi woa da Bauernhof a Traum. Mit zwa Joahr bin i scho grennt wie a Trottl und hob a reden kennan – zweisprachig! Mit da Mama und die Großötan hob i imma Ungarisch gredt, mitn Papa Deitsch (nur Mundoat). I hobs ned wirklich verwirrend gfundn, weu i hobs jo ned aundas kennt. Mit die Großötan hob i hoit normal gredt und mitn Papa a wengl aundas. I hob glaubt, des is imma so. Owa olle homs scho imma »Fraunz« zu mir gsogd. Ned »Franz« und a ned »Ferenc« (ungarisch fia Franz), sundan imma »Fraunz«! Taugt ma iagandwie.
I woa eigantlich a richtiger Lausbua, oft gnua bin i herumgrennt und hob mi iagandwo vasteckt. Daun hot mi die gaunze Famülie gsuacht und si scho hoiwat ind Hosn gschissn, bis mi die Mama iagandwaun im Stoi gfundn hot. I bin zu die Schweindln gaungan, hobs gstreichelt, mi zu eana dazuaglegt und bin eigschlofn. Olle woans froh, wias mi wieda gfundn hom, owa gstunkn hob i wie a gaunzes Jauchnfassl. Kau mi no guat erinnern, wie mi olle augschaut und si die Nosn zuaghoidn hom. Woa ziemlich lustig.
Mit drei Joahr bin i do scho a wengl ärger woan. Do hot mi da Opa hintn auf sei Moped (Vesper-Vaschnitt) gsetzt und is mit mir in die Ortschoft gfoahrn, um a bissl wos eizukafn. Bist duatn woast, bist scho a Randl gfoahrn, weu die Stroßn uman Woid harum baut woan is, desweng hot mei Opa afoch imma an Obkiaza gnumman und is mit mir quer durchn Woid presst. Auf des kau i mi no guat erinnern, wobei si die Rückfoahrt intensiver in mei Gedächtnis eibrennt hot. Wir san oiso brav eikafn gaungan, hom ois so guat wie meglich am Moped verstaut (zwischn die Haxn vom Opa und aufm Lenker san die Sackerl ghängt) und san den gleichn Weg wieda hamgfoahrn.
Bei an Stickl im Woid gehts amoi bergob und daun glei wieda bergauf – fia an dreijährigen Buam hot des sowos wia an Achterbauhn Effekt, wenns vastehts wos i man. Dummerweise hob i genau bei dem Stickl a Reh im Woid entdeckt. I drah mi oiso um und schau dem Reh noch – Zack – auf amoi hots mi auf den stanigen Bodn gwichst und i bin gruit wie a Kugel. Do hoitst di amoi ned au, weust obglenkt bist und scho fliagst vom Moped owa, supa. Owa glaubts, hot da Opa des mitgriagt? Na geh, wirklich ned, der is afoch weidagfoahrn, wie, wenn nix gwen warad.
Do lieg i jetza oiso im Woid mittn am Weg. Allanig, drei Joahr oid, ois tuat ma weh, bliatn tua i aun a boa Stöhn und i was ned, wos i tuan sui. Die Knia woan offn und i hob ned geh kennan, weus so gschmerzt hot. Oiso bin i afoch auf olle Viere weidakraxlt und hob ma docht, dass i iagandwaun scho hamfindn wia.
In da Zwischnzeit hot da Opa natialich ohne Probleme hamgfundn. Die Mama steht zuföllig im Hof und frogt eam, ob er was, wo i bin. Er sogt, dass i jo eh do sitz – und deit auf an leeren Mopedsitz. Uije. Daun is daham amoi uandlich zuagaungan, weu die Mama a wengl auszuckt is. I man, samma si ehrlich, wer darad do scho locker reagieren, wenn wer eicha klans Kind valiert und des no dazua vom Moped owagflong is. Do kummst auf die ärgstn Gedaunkn, wennst drau denkst, wos mitn Kind ois passiern hot kennan.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Gschichtln aus mein Lem»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Gschichtln aus mein Lem» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Gschichtln aus mein Lem» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.