Hansjörg Anderegg - Unentrinnbar

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Beim Forte im vierten Takt würde Margot Winters Todeskampf beginnen. Spektakulär vor 1.500 Zuschauern. Das war der Plan.
Dr. Jonas Herzog ist jung, erfolgreicher Pharmakologe, und hat ein Problem: Er will nicht schweigen nach seiner Entdeckung im Archiv des Pharmakonzerns. Seine Karriere endet abrupt, und Kommissarin Chris Hegel vom Bundeskriminalamt hat gleich drei neue Fälle auf dem Tisch. Oder ist es die Handschrift eines wahnsinnigen Serienmörders?

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»Er scheint späte Ausritte zu mögen«, sagte Jonas lächelnd zum entzückenden Rücken.

Die Frau hielt augenblicklich inne in ihrer Arbeit. Wie zur Salzsäule erstarrt, blieb sie stehen, ohne sich ihm zuzuwenden.

»Er ist eine Sie«, antwortete sie mit einer Stimme, die ihm durch Mark und Bein fuhr, als liefe ein Kriechstrom in seinem Körper Amok.

Gebannt beobachtete er ihre Hände, die im Zeitlupentempo die hochgesteckten Haare lösten. Sie schüttelte die Mähne. Seidiger Glanz glitzerte und funkelte im Gegenlicht wie Spritzer eines blutigen Wasserfalls, als das rote Haar auf ihre Schultern fiel. Ihm drehte sich der Magen um vor Entsetzen und Wollust. Die Stimme, das Haar, der knabenhafte Körper – es durfte nicht wahr sein. Starr vor Schreck schaute er zu, wie sie sich unerbittlich langsam zu ihm umdrehte, ihm das Gesicht zuwandte, das er flatternden Herzens wiedererkannte. Das Gesicht, das seit Tagen und vor allem Nächten sein gemartertes Hirn heimsuchte, als wäre er dauernd auf LSD.

»Guten Abend Captain Hook«, grüßte die Schöne.

Sein langes Gesicht erschreckte die Stute. Sie wich unruhig zurück und stampfte ärgerlich auf den Boden. Die Frau strich ihrem Pferd sanft über die Nüstern, ohne ihn aus den Augen zu lassen.

»Ruhe, Brunhild, nur ruhig«, murmelte sie, »Captain Hook ist ein ganz Braver. Der tut dir nichts.«

Jonas hüstelte verlegen, weil ihm jedes Wort im Halse stecken blieb.

»T – Te …«

Er brach den Versuch ab, ihren Namen auszusprechen. Sie trat auf ihn zu, wieder bedrohlich in Zeitlupe wie das unabwendbare Schicksal. Schon roch er ihr feines Parfüm neben Pferdeschweiß und Stallgeruch. Er schloss die Augen, öffnete den Mund, um es nochmals zu versuchen.

»Tess«, ächzte er gequält, »was tust du hier?«

Das Schicksal kam unaufhaltsam näher, und ihm fehlte die Kraft, auszuweichen.

»Ich wohne hier«, lächelte sie. »Und du? Was führt dich in meinen Stall?«

»Dein …«

Wieder versagte seine Stimme für kurze Zeit. Er schluckte leer, während er versuchte, seine wie Derwische im Delirium tanzenden Gedanken zu ordnen.

»Dein Stall?«, wiederholte er tonlos. »Ich dachte …«

Sie stand jetzt so nahe bei ihm, dass ihn ihr Atem streifte. Willenlos ließ er es geschehen, als sie seine Hand ergriff. Den Mund ganz nah an seinem Ohr, sagte sie:

»Tess Brüderle, geborene Holzbrinck, mein Name. Und mit wem habe ich das Vergnügen, Captain Hook?«

Brüderle, Holzbrinck, die Namen hämmerten in sein Bewusstsein, als prasselten Steine auf seinen Schädel. Er konnte nicht klar denken, das verstand er in diesem Augenblick, in dem die surrealen Bilder der Walpurgisnacht im ›Forstschlösschen‹ wieder in grellen Farben zum Leben erwachten. Eines erkannte sein benebelter Geist jedoch sofort: Die Konsequenzen dieser Begegnung würden fürchterlich schmerzhaft sein, egal wie er sich jetzt verhielte. Also ließ er ihre Hand gewähren, wehrte sich auch nicht gegen den Kuss auf seine Lippen, ihre forschende Zunge in seinem Mund. Sie berührte und liebkoste ihn mit einer Intensität, als wäre sie vollkommen ausgehungert, was er sich beim besten Willen nicht vorstellen konnte. Er wunderte sich nicht lange darüber, denn im Nu verlor er vollends den Verstand. Der tanzende Derwisch in seinem Kopf steigerte sich in einen rasenden Wirbel, der alle anständigen Gedanken mit Lichtgeschwindigkeit wegblies und das, was von seinem bewussten Ich noch übrigblieb, mit eiserner Faust ins Auge des Sturms drückte, wo er der lüsternen Tess schutzlos ausgeliefert war.

Der Sturm legte sich mit einem Donnerschlag, wie er begonnen hatte. Sie stand neben Brunhild, strich ihr über die Nüstern, als hätten die letzten ekstatischen Minuten nur in seiner Fantasie stattgefunden.

»Wir beide haben noch viel nachzuholen, meinst du nicht, Captain Hook?«, sagte sie mit unschuldigem Lächeln.

»Ich heiße nicht Captain Hook«, entgegnete er albern. Er war noch nicht ganz zurechnungsfähig.

Sie lachte. »Hätte ich fast gedacht, stell dir vor.«

Es war ein warmes Lachen, das ihm glühende Röte ins Gesicht trieb. Sie beobachtete ihn liebevoll, wie eine Mutter, die ihrem Kind beim Spielen zusieht.

»Du bist Lars Brüderles Gattin?«, fragte er in der vagen Hoffnung auf ein Nein.

»So steht’s auf dem Papier. Und du arbeitest für ihn, nehme ich an.«

Er nickte resigniert. »Jonas Herzog, Pharmakologe«, murmelte er. »Mann, Mann, Mann …«

Sie hatte plötzlich einen in edles Leder gebundenen Flachmann in der Hand. Lächelnd schraubte sie den Deckel ab und trank einen herzhaften Schluck der Flüssigkeit, die mit Sicherheit aus mindestens vierzig Prozent Äthanol bestand.

»Erstklassiges Wässerchen«, erklärte sie und streckte ihm die Flasche entgegen.

Er schüttelte den Kopf. »Keine gute Idee.«

»Findest du? Da bin ich anderer Ansicht. Der Schnaps reinigt von innen und ist wesentlich bekömmlicher als Seifenlauge. Dank dem Gesöff habe ich es immerhin schon viele Jahre hier ausgehalten.«

»Was wir hier tun, ist keine gute Idee.«

»Wir reden doch nur.«

»Du weißt, was ich meine. Wie soll das jetzt weitergehen mit uns?«

Als hätte er um ihre Hand angehalten, fiel sie ihm um den Hals. Sie drückte einen feuchten Kuss auf seine Lippen, dann begann sie, sein Ohrläppchen anzuknabbern. »Soll es denn weitergehen?«, hauchte sie dabei.

Jede Faser seines Körpers wollte ja schreien, doch der Verstand legte sich quer. Er befreite sich sanft von ihrer ungestümen Umarmung und hörte sich zu seinem Entsetzen sagen: »Wir dürfen uns nicht mehr sehen. Dein Mann …«

»Dem ist egal mit wem ich mich paare, solange ich mich nicht scheiden lasse.«

»Ich verstehe gar nichts mehr.«

»Brauchst du auch nicht. Ist eine lange Geschichte. Hat mit dem Holzbrinck’schen Erbe zu tun. Dafür lohnt es sich, zu leiden.«

Litt nun sie oder Lars, der CEO, oder am Ende nur er selbst? Er kapierte es nicht. Er wollte die Sache ein für alle Mal klären, bevor sie den Flachmann wieder ansetzte. Das ferne Klingeln eines Telefons hinderte ihn daran. Gleich danach hörte er die laute Stimme Lars Brüderles, der den späten Anruf gar nicht zu schätzen schien.

»Scheiße – dein Mann – was machen wir jetzt?«

»Ich würde zuerst den Hosenladen schließen«, riet sie ihm schmunzelnd.

Während er hektisch den Griff des Reißverschlusses suchte, hörte er ein Rascheln im Stroh. Er fand, was er suchte, zerrte daran wie an der Reißleine des rettenden Fallschirms. Als er aufblickte, stand er allein vor der Box. Keine Spur von Tess. Sie hatte sich in glitzernden Staub verwandelt. Nur Brunhild musterte ihn misstrauisch mit glänzenden Augen, als hätte sie im Stillen geweint.

»Hallo, jemand da?«, rief Lars Brüderle am Tor.

Jonas blieb keine Zeit, sich zu verstecken. Er hoffte inständig, dass Tess wirklich verschwunden war, und trat schicksalsergeben auf Brüderle zu.

»Ich bin’s, Dr. Herzog«, sagte er mit einer Stimme, die betont ruhig wirken sollte, aber nur überlaut daherkam.

»Dr. Herzog? Was machen Sie denn hier im Stall?«

»Entschuldigen Sie, die Tür war offen, das Licht brannte und ich hörte, dass die Pferde unruhig waren.«

Jonas beglückwünschte sich insgeheim zu dieser brillanten Ausrede, aber sein CEO traute ihr nicht. »So? Seltsam. Um welches Pferd handelt es sich?«, fragte er lauernd. Dabei blickte er sich offen nach weiteren Eindringlingen um.

»Die – wunderbare Lipizzanerstute da hinten.«

Jonas zeigte auf die Box, wo Brunhild tatsächlich wieder aufgeregt schnaubte. Seine frappante Pferdekenntnis schien Brüderle doch noch zu beeindrucken.

»Brunhild, die Stute meiner Frau«, murmelte er. »Sie ist ein wenig ängstlich.«

»Ein schönes Tier«, meinte Jonas bewundernd, obwohl er Pferde nur an der Farbe unterscheiden konnte.

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