Hansjörg Anderegg - Staatsfeinde

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Die künstliche Intelligenz von Phil Schusters Software wird alles ändern. Zuallererst ihn selbst, falls er die Entdeckung überlebt.
Sie nennen sich ›Die Geschworenen‹. Sie mobilisieren und manipulieren die Massen über soziale Medien und Presse. Ihre Botschaft, bei der Leiche des Chef-Lobbyisten der Automobilindustrie, ist glasklar: Wir kriegen euch alle. Im Bundeskriminalamt schrillen die Alarmglocken. Hauptkommissarin Chris Roberts trifft auf perfekt getarnte Totengräber der Demokratie, Staatsfeinde, gegen die das Bundeskriminalamt scheinbar nichts ausrichten kann. Nur Phil Schuster glaubt, das Geheimnis der Geschworenen zu kennen, und nimmt den Kampf auf. Allein, denn er kann niemandem trauen.

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»Die PR-Agentur Stein wendet aber keine solchen dirty Tricks an«, stellte er klar. »Wir gehen subtil vor.«

Greta übernahm. »Ich denke, wir sind uns aber einig, dass nur eine negative Kampagne zielführend sein kann. Es gibt einfach zu wenige Argumente für den Freihandel aus Sicht unseres Auftraggebers, die nicht genauso gut als Gegenargumente verwendet werden könnten. Statistische Fakten sind leider heutzutage nicht mehr nur simple Tatsachen, sondern Argumente, die man bekämpft. Vergessen wir also die Statistik. Konzentrieren wir uns aufs Bauchgefühl des kleinen Mannes auf der Straße.«

Wie lange wollen die noch um den heißen Brei herum reden? , fragte er sich. Seine Aufmerksamkeit drohte nachzulassen. Das war gefährlich, solang sich jemand wie Greta im Raum befand. Die flüsterte John etwas ins Ohr. Er nickte. Sie kam zur Sache.

»Dieser Auftrag ist mit Abstand der lukrativste seit Langem. Wir müssen ihn unter allen Umständen akquirieren. Die Offerte wird unseren Freund von der Lippe glatt aus den Socken hauen, Leute! Wir brauchen alle Argumente und Angriffspunkte der Gegner klipp und klar auf dem Tisch. Jeder Punkt mit Aktionsplan, aber ihr wisst ja, wie der Hase läuft. Das ist die Grundlage. Die brauchen wir in zwei Tagen. Länger dürfen wir von der Lippe nicht hinhalten.«

Sie trank einen langen Schluck aus ihrer Wasserflasche, bevor sie weitersprach, den Blick auf ihn gerichtet, dass ihn unmittelbar fröstelte.

»Das alles genügt natürlich nicht. Phil und sein Supercomputer werden die Netz-Kampagne vorbereiten. Diesmal brauchen wir mehr als ein paar Webseiten und nette Blogs. Wir können von der Lippe nur überzeugen, wenn wir demonstrieren, dass die Kampagne bereits erfolgreich angelaufen ist. Unsere Analysten liefern wie gewohnt den Inhalt. Phil, wir brauchen mindestens einige Tausend Twitter Follower am Thema, wenn wir den Kunden überzeugen wollen. Schaffst du das in der kurzen Zeit?«

»Aber sicher schafft er das«, lachte John. »Es wird Zeit, dass sich die Investition in deine KI-Forschung auszahlt, Phil, nicht wahr?«

»Der Erfolg von Forschung ist nicht planbar«, antwortete er automatisch, »das habe ich schon ganz am Anfang betont.«

Er wandte sich demonstrativ an Greta. Sein Gehirn verweigerte den weiteren Dialog mit dem Chef. Es war vollauf mit ihrem überraschenden Ansinnen beschäftigt. Bisher konnte er mehr oder weniger unabhängig vom Alltag der Agentur die Arbeit weiterverfolgen, die er an der Uni unterbrechen musste. Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz in Public Relations : Sein ungenau umschriebener Auftrag ließ viele Interpretationen zu. Jetzt sollte seine experimentelle Software von einem Tag auf den andern Geld in die Kasse spülen?

Alle Augen richteten sich auf ihn. Zu viel Aufmerksamkeit blockierte das Denken. Es kostete ihn große Anstrengung, die andern auszublenden und sich auf Gretas goldenes Halskettchen zu konzentrieren. Schweißtropfen bildeten sich auf seiner Stirn, bis der Denkapparat die in dieser Situation einzig vernünftige Frage formulierte:

»Wie stellst du dir das vor?«

Ein spöttisches Lächeln umspielte Gretas Mund. Sie hatte die Frage erwartet, antwortete ohne Zögern:

»Es wird dir nicht schwerfallen, ein paar virtuelle Freunde und Follower zu organisieren.«

Wusste sie, wovon sie sprach? Er zweifelte daran und fragte nach. Auch darauf antwortete sie sofort:

»KI kann doch auch Nutzer simulieren, oder irre ich mich? Vergiss nicht: Wir leben von Illusionen. Die Motivation unserer Kunden ist Voraussetzung für den Erfolg jeder Kampagne. Da kommt deine Software ins Spiel.«

»Ihr erwartet ernsthaft von mir, bei diesem Falschspiel mitzumachen? Glaubt ihr, die Automobilindustrie falle auf ein paar Tausend Sockpuppets, Social Bots und Google Bombs herein?«

John Stein reichte es. Er reagierte allergisch auf negative Schwingungen in seinem Sitzungszimmer und Fremdwörter, die er nicht verstand.

»Phil, wir diskutieren das hier nicht weiter, zumal wir Laien nur Bahnhof verstehen. Wenn du konkrete Fragen hast, richte sie an Greta. Ansonsten erwarte ich zügig Resultate.« Nach einem lauernden Blick in die Runde fuhr er fort: »Wir treffen uns hier jeden Morgen um sieben fürs Statusmeeting. Alles klar? Los geht›s, Leute, packen wir›s an!«

Was hat mich bloß geritten, hier anzufangen? , fragte sich Phil nach der anschließenden Diskussion mit Greta. Er zweifelte nicht zum ersten Mal am Sinn seiner Arbeit für John Stein, und er kannte die Antwort auf die Frage längst ganz genau.

Die Hiobsbotschaft seiner Mutter hatte ihn mitten aus der Doktorarbeit in Edinburg gerissen. Hals über Kopf musste er nach Köln zurückkehren, um die todkranke Frau zu unterstützen. Von einem Tag auf den andern brauchten er und seine Schwester viel Geld für Pflege, Therapie und Medikamente. Enorme Kosten, die nicht von der Kasse übernommen wurden. So stand es im Kleingedruckten, das seinerzeit niemand gelesen hatte. Technisch arbeitslos, gab ihm keine Bank Kredit. Die Limite der Schwester war sowieso ausgereizt. Zwecklos, sich jedes Mal wieder darüber zu ärgern. Die Antwort auf die berechtigte Frage lautete ganz profan: Er brauchte Geld. Im Grunde müsste er John dankbar sein, denn nicht nur die Kohle stimmte, es gab auch an der hochmodernen und leistungsfähigen Infrastruktur in der verbotenen Zone nichts auszusetzen – und er fand genug Zeit, seine Forschung voranzutreiben. Bis jetzt.

Mit einem leisen Fluch schlüpfte er wieder in den Schoß der Gebärmutter. Leni sah ihn erwartungsvoll an, ohne Fragen zu stellen. Sie konnte sich ausmalen, in welcher Verfassung er von einer solchen Sitzung zurückkehrte. Auch das zeugte von ihrem guten Charakter. Sie hielt die Klappe, wenn es darauf ankam. Er setzte sich an seinen Platz, starrte eine Weile an die unsichtbare Decke, so schwarz war die. Schließlich sah er sie an und sagte:

»Wir haben ein Problem.« Nach kurzer Pause korrigierte er sich: »Das heißt, ich habe ein Problem. Vielleicht hast du keins damit.«

Er brauchte nicht viel zu erklären, bis sie sein Dilemma verstand.

»Greta will also, dass wir einen Twitter Account für die Kampagne eröffnen und ein paar Tausend Fake Followers aus dem Hut zaubern«, fasste sie zusammen. »Technisch kein Problem, das weißt du. Du hast moralische Bedenken.«

»Das ist doch ein billiger Taschenspielertrick, um den fetten Auftrag an Land zu ziehen«, brauste er auf.

Sie stimmte zu, gab aber zu bedenken, dass es offenbar um viel Geld ging, wovon sie alle profitierten. Tatsächlich, Greta rechnete mit einem Gesamtvolumen von fünf Millionen Euro, wie sie ihm hinter vorgehaltener Hand versichert hatte. Er verschwieg die Summe, um nicht am Ende Lenis Begeisterung für den zu erwartenden Bonus zu wecken.

»Sieh’s mal so«, begann sie nach einer Denkpause. »Wem schadet die kleine Flunkerei?«

Er zögerte, schüttelte dann den Kopf. »Es ist einfach unmoralisch.«

Sie lachte. »Deinen Kodex in Ehren, aber ich glaube, du irrst. Unmoralisch wär‘s doch nur, wenn die Firma lediglich auf Kosten anderer profitierte.«

Zu diesem Thema hätte er einige Argumente parat, wollte jedoch nicht weiter darüber diskutieren. Sie sah kein Problem in Gretas Auftrag und wusste, was zu tun war.

»O. K., dann nichts wie los, bereite alles vor«, sagte er nur und widmete sich wieder seinem Programm.

Es wurde still in der Gebärmutter. Einzig die Ventilatoren der Serverfarm summten einschläfernd weiter, hin und wieder von einer Tastatursalve unterbrochen. In die Arbeit versunken, nahmen sie kaum Notiz voneinander, bis sie aufstand, sich dehnte und neugierig auf seine Bildschirme schaute.

»Eines Tages musst du mir erklären, was du da eigentlich treibst.«

Es war nicht ihre Schuld. Sie unterbrach seinen wichtigen Gedankengang ohne Absicht, aber der Gedanke war weg. Die Arbeit stockte abrupt, und er verlor die Beherrschung. Ein böses Schimpfwort entschlüpfte ihm, das er bereute, bevor es verklungen war. Hastig packte er seine Sachen zusammen und verließ den Raum fluchtartig.

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