Robert Claus - Hooligans

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Die Hooligans sind zurück. Seien es die «Hooligans gegen Salafisten», wieder erstarkte Gruppen in den Fankurven oder die russischen Schläger, die während der EM 2016 für massive Ausschreitungen sorgten.Robert Claus beleuchtet die zentralen Entwicklungen, Verbindungen in die Rockerszene und die Erfindung der Ackermatches. Dabei nimmt er auch den Kampfsport, geschäftliche Beziehungen, politische Einstellungen und internationale Netzwerke der Hooligans in den Blick.Zu Wort kommen: ehemalige und aktive Hooligans, Neonazi-Aussteiger, Kampfsportler, Kenner des osteuropäischen Hooliganismus sowie der Rockerszene, Berater von Opfern rechter Gewalt, Polizisten und Politiker, Fanarbeiter, Wissenschaftler, Fußballfans und weitere Experten.Robert Claus liefert eine differenzierte Analyse und spannende Reportagen der gewalttätigen und teils rechtsextremen Szene, über die viel zu wenig bekannt ist.

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„Die Arbeitsdatei ist unser kollektives Gedächtnis“, beschreibt er ihre Funktion. Doch er sagt auch: „Schon aus Eigeninteresse halten wir unsere Datei klar und klein. Nicht sinnlos sammeln, sondern alle rechtlich erlaubten Daten zu den Personen in unserem Fokus. Denn nach der WM 2006 wurden sämtliche Daten, die im Rahmen der Fanmeile angefallen sind, dort mit reingestopft. Das hat niemandem geholfen.“ Es gelten die gesetzlichen Löschfristen: zehn Jahre für Erwachsene und fünf Jahre für Jugendliche. Zudem kontrolliert der Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin die Datei und ihre Nutzung regelmäßig. Darüber hinaus macht Claus ein paar Einschränkungen: Erstens könne er keine Zahl Berliner Hooligans nennen. Zweitens seien nicht alle 1.400 Personen in der Berliner Datei Hooligans. Und drittens fänden sich nicht alle Daten aus der Datei „Sportgewalt Berlin“ auch in der bundesweiten Datei „Gewalttäter Sport“. „Denn Menschen, die nur Berliner Heimspiele besuchen, werden nicht in die bundesweite Datei übertragen. Auch andersrum: Menschen, die nur internationale Länderspiele besuchen, finden sich nicht in der lokalen Datei ‚Sportgewalt Berlin‘.“ Das übernimmt dann die ZIS.

Zur politischen Einschätzung sagt Claus: „Berliner Fanszenen betrachten sich selbst als unpolitisch. Ich verorte Hooligans als grob rechts. Menschen mit Spaß ins Gesicht zu schlagen, entspricht für mich einem eher rechten Weltbild. Aber sie engagieren sich kaum politisch, und wir betreiben keine Gesinnungsschnüffelei.“ Ultras hingegen verorte er aufgrund der in der Szene behandelten Themen wie Datenschutz eher links. Auch an ihnen übt er Kritik: „Selbstregulierung wird zwar immer eingefordert von Fußballfanszenen, aber meine Meinung ist: Sie funktioniert nicht. Denn es gibt keine Verantwortlichen, bei Straftaten ist niemand ansprechbar.“ Deshalb brauche es die Dateien der Behörden, um Menschen zur Verantwortung ziehen zu können.

Monika Lazar sieht das anders. Sie ist Bundestagsabgeordnete für „Die Grünen“ und Obfrau im Sportausschuss. „Wir stehen der Datei ‚Gewalttäter Sport‘ skeptisch gegenüber. Schon der Name suggeriert, dass sich darin nur Gewalttäter fänden. Das ist jedoch nicht der Fall. Allein eine Kontrolle im Umfeld eines Fußballspiels kann für die Aufnahme ausreichen“, sagt sie. 2017 hatten sie und ihre Mitarbeiter eine Kleine Anfrage im Bundestag gestellt und im Vorfeld mit Fananwälten besprochen. Ihr Ergebnis: „Außerdem ist die Datei sehr intransparent: Die Aufgelisteten werden nicht benachrichtigt. Sie wissen nicht Bescheid, dass ihr Name in der Datei steht, und können somit kaum dagegen vorgehen. Zudem werden zum Teil groteske Daten wie Tätowierungen und Dialekte einzelner Personen verzeichnet.“ Auch die Daten, die sie einsehen konnte, seien zum Teil verdeckt gewesen.

„Wir fordern Transparenz. Menschen müssen informiert und die Löschfristen verkürzt werden.“ Eine Auflistung von z. B. Tätowierungen solle sich auf strafrechtlich relevante oder verfassungsfeindliche Tattoos beschränken. „Zudem müssen die Datenschutzbeauftragten der einzelnen Länder in die Entwicklung der Dateien eingebunden werden. Das war nicht überall der Fall, beispielsweise in Bayern“, kritisiert Lazar. Bei allem berechtigten Vorgehen gegen Neonazis und Gewalttäter müssten dennoch datenschutzrechtliche Standards und Bürgerrechte eingehalten werden. Beispiele für derartige Strafverfolgungen gibt es indessen viele.

Dresden: Hooligans zwischen Pegida und langwierigen Gerichtsprozessen

Januar 2015, ein kalter Montagabend in Dresden – 18 Uhr, es ist bereits dunkel. Knapp 20.000 Menschen haben sich in der Innenstadt getroffen. Sie nennen sich „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Die Abkürzung Pegida wird die deutsche Debatte um Flucht und Migration prägen. Denn viele Montage strömen mehrere tausend Menschen in die Dresdner Innenstadt, um ihren Unwillen gegen alles Mögliche auszudrücken – bei weitem nicht nur den politischen Islam. Putin-Propagandisten finden sich ebenso unter ihnen wie Verschwörungstheoretiker, Neonazis und Fußballfans: Sie tragen Mützen des BFC Dynamo, von Dynamo Dresden, dem Chemnitzer oder auch dem Halleschen FC. Es ist der größte Aufmarsch, den Pegida bewerkstelligt. Die islamistischen Anschläge auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ liegen wenige Tage zurück. Man versteht es, sich als trauerndaggressive Gemeinschaft zu organisieren. Am Ende der Demonstration halten die Teilnehmer ein Licht in die Luft und rufen: „Wir sind das Volk!“ Die Stimmung bleibt unterschwellig höchst aggressiv.

Pegida ist gut organisiert. Vom Lautsprecherwagen tönen die Redebeiträge, Nachahmer haben sich bundesweit gefunden. Zudem verfügen die Organisatoren über einen bestens aufgestellten Ordnungsdienst. Breitschultrige Herren in schwarzen Jacken mit Ordnerbinden begleiten den riesigen Tross in festen Abständen. Sie wirken professionell, manche von ihnen verdingen sich als Türsteher. Doch gibt es noch eine Art zweiten Ordnerdienst. Informell, ohne Ordnerbinden und doch deutlich sichtbar. Denn in kleinen Trupps bewegen sich flexible Gruppen sportlicher, jüngerer Männer um den Aufzug herum. Checken die Lage ab, greifen politische Gegner an. Manche von ihnen tragen Symbole von Dynamo Dresden. Sie sind Hooligans.

Eine Verbindung, aus der einige Organisatoren der montäglichen Aufzüge keinen Hehl gemacht haben. Ende Oktober 2015 hielt die damalige Mitorganisatorin Tatjana Festerling in Mainz einen Vortrag zu Pegida bei der schlagenden Burschenschaft Halle zu Mainz. Davon existiert auch ein Mitschnitt auf YouTube, worin sie sich zu den Dresdner Ordnern äußert: „Wir haben eben von Anfang an bei Pegida, muss man so sagen, Hooligans und Leute aus dem Sicherheitsgewerbe gehabt. (…) Dass es in Dresden weniger Berührungsängste gibt wie hier jetzt zum Beispiel im Westen zu den ‚bösen Hooligans‘. Aber in Dresden sind das auch teilweise [die] von Dynamo und so weiter, die für Sicherheit gesorgt haben.“ Festerling, damals bei der AfD, hatte schon nach dem Aufmarsch der „Hooligans gegen Salafisten“ im Oktober 2014 den Hooligans applaudiert. Sie weiß die Szene für ihre politische Arbeit zu schätzen.

Die Hooliganszene in Dresden hat indessen seit den 1990er Jahren zum Teil eine gemeinsame Geschichte mit rechten Kameradschaften und geriet wiederholt in den Fokus der staatlichen Strafverfolgung. So wurden in den vergangenen Jahren gleich gegen zwei Dresdner Hooligangruppen aufgrund ihrer kriminellen sowie politischen Aktivitäten ermittelt: die „Faust des Ostens“ (FdO) und die „Hooligans Elbflorenz“. Erstere wurde im April 2010 gegründet, prägte zwei Jahre lang die aktive Fanszene im Stadion und bedrohte die eher antirassistische Gruppe „Solo Ultra“. Doch beschränkten sich ihre Aktivitäten nicht allein auf das Fußballumfeld. Ladendiebstähle und rassistische Übergriffe gehörten ebenso zu ihrem Repertoire. Nachdem die FdO maßgeblich für Randale beim DFB-Pokalspiel in Dortmund in der Saison 2011/12 und somit für den anschließenden Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem Pokal verantwortlich zeichnete, reagierte die Fanszene. Sie drängte die Gruppe aus dem berühmten K-Block.

Jedoch hat die sächsische Staatsanwaltschaft 2013 ein Verfahren gegen fünf Angeklagte eröffnet. Die Vorwürfe: Bildung einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung, Landfriedensbruch und schwerer Bandendiebstahl. Dem waren im Juni 2012 Durchsuchungen von 17 Wohnungen und Firmensitzen vorausgegangen. Die Gruppe soll aus 20 Personen im Führungskreis und 200 im Umfeld bestanden haben. Doch hat das Verfahren kaum zur Auflösung der Gruppe geführt. Auch der sächsische Verfassungsschutz schreibt in seinem Jahresbericht 2015: „Die rechtsextremistische Fußballfanvereinigung ‚Faust des Ostens‘ trat nicht mehr mit eigenen Aktivitäten in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Gleichwohl standen die rechtsextremistischen Hooligans weiterhin als Mobilisierungspotenzial für andere rechtsextremistische Aktivitäten zur Verfügung.“ Einige Mitglieder zeigten sich im Juni 2016 zur Europameisterschaft in Frankreich mit einer Reichskriegsflagge und nahmen an Randalen teil. Bis Anfang 2017 hat trotz der Ermittlungen jedoch noch kein Verhandlungstag vor Gericht stattgefunden.

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