Robert Claus - Hooligans

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Die Hooligans sind zurück. Seien es die «Hooligans gegen Salafisten», wieder erstarkte Gruppen in den Fankurven oder die russischen Schläger, die während der EM 2016 für massive Ausschreitungen sorgten.Robert Claus beleuchtet die zentralen Entwicklungen, Verbindungen in die Rockerszene und die Erfindung der Ackermatches. Dabei nimmt er auch den Kampfsport, geschäftliche Beziehungen, politische Einstellungen und internationale Netzwerke der Hooligans in den Blick.Zu Wort kommen: ehemalige und aktive Hooligans, Neonazi-Aussteiger, Kampfsportler, Kenner des osteuropäischen Hooliganismus sowie der Rockerszene, Berater von Opfern rechter Gewalt, Polizisten und Politiker, Fanarbeiter, Wissenschaftler, Fußballfans und weitere Experten.Robert Claus liefert eine differenzierte Analyse und spannende Reportagen der gewalttätigen und teils rechtsextremen Szene, über die viel zu wenig bekannt ist.

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Dieses Buch ist entsprechend den vier dargestellten Entwicklungen aufgebaut: Nach einem Abriss der Geschichte des Hooliganismus in Deutschland werden sie anhand der lokalen Geschichten einzelner Orte geschildert. Stets sind dabei Hinweise auf die anderen Entwicklungen zu finden. Ebenso verlaufen die Themen Gewalt, Politik und Netzwerke sowie Verständnisse von Ehre und Macht quer durch die Kapitel. Sie werden außerdem gerahmt durch Interviews mit Experten zu Hooligans in der DDR sowie in Osteuropa, zu Mixed Martial Arts (MMA) sowie der Forschung zu Gewalt. Das Ziel ist eine sachliche und differenzierte Schilderung einer Szene, die sich vielfach ausdifferenziert hat – auch wenn die Gewalt schockierend ist, die Szenen undurchsichtig sind und die Motivation vielen fremd bleibt.

Eine gewachsene Jugendkultur

Doch wäre es zu einfach, diese Kultur pauschal zu verurteilen. Denn sie ist ein lebendiger Teil dieser Gesellschaft, der sich stets fortentwickelt hat: Zum einen laufen verabredete Kämpfe zwischen organisierten Gruppen entgegen der landläufigen Meinung sehr strukturiert ab. Man trifft sich an einem etwas abgelegenen Ort, spricht vorher über die Größe der Gruppen und Regeln. Nicht selten kommt man nach einem Kampf zu einem gemeinsamen Gruppenfoto zusammen, um sich die Ehre zu erweisen. Es gibt immer Ausnahmen, doch in den meisten Duellen ist keine Spur von Hass zu sehen. Vielmehr geht es für die Beteiligten um einen Sport, der sich seine eigenen Regeln setzt, stetig neu verhandelt und sich selbst reguliert – fernab großer Institutionen.

Weshalb er bis heute illegal ist. Jede andere Sportart bzw. Jugendkultur etabliert nach einer gewissen Entstehungszeit ihre Organisationen: Ehemalige Punks betreiben Musiklabels, Plattenläden und Konzerte, Skater produzieren Kleidung, Boards und Parcours. Derartige Entwicklungen sind im Hooliganismus eher im Kampfsport zu sehen. Doch auch wenn sich die Szene seit 40 Jahren prügelt, existiert bis heute kein Sportverband der Hooligans, der Strukturen stellt und Lobbyarbeit leistet. Versuche ihrer Legalisierung sind marginal. Und dennoch gehört die Hooliganszene zu den ältesten Jugendkulturen der Bundesrepublik.

Eine Szene, die ihre Erfahrungen und Einstellungen auch künstlerisch verarbeitet. Graffitis mit dem eigenen Gruppennamen oder zum Gedenken der Toten werden gesprüht sowie Musik produziert. Zudem haben es zwei Hooliganfilme in der Szene zu einem besonderen Standing gebracht. Zum einen ist dies „Green Street Hooligans“ (2005), der in Deutschland nur den Titel „Hooligans“ trägt. Er handelt von der „Green Street Elite“, einer „Firm“, wie englische Hools ihre Gruppen nennen, des West Ham United FC. Hauptfigur Matt Buckner kommt frisch vom College und erlebt eine Welt aus roher Gewalt und brüderlicher Gemeinschaft. Am Ende stirbt sein Idol und Gruppenanführer. Und doch – bzw. gerade deshalb – romantisiert der Film die Gewalt in diesen Szenen, den Gedanken von Kameradschaft. Auch die Marke „Stone Island“ und andere für englische Hooligans typische Kleidungsstücke werden oft präsentiert. Aufgrund des Erfolgs wurden noch zwei weitere Filme gedreht, doch „Hooligans II – Stand your Ground“ sowie „Hooligans III – Never back down“ blieben weitestgehend unbekannt. Die Szene postet unverändert gerne Ausschnitte des ersten Films auf ihren Accounts in den sozialen Medien. Der zweite Film heißt „Okolofutbola“ und handelt von Hooligans des russischen Klubs Spartak Moskau. Er wurde 2013 veröffentlicht und trägt in der deutschen Fassung den Namen „Kicking Off – Anstoß zur 3. Halbzeit“. Auch dies ist ein Film über eine Gruppe junger Männer zwischen Gewalt, Fußball und Liebe. Und er scheidet die Geister: Die Bilder sind brutal, die Schlägereien recht ungeschönt. Ein weiterer beliebter Film ist die britische Produktion „Football Factory“ (2004). Letzten Endes bleiben Hooligans eine sehr bewegliche, dynamische Szene, geprägt von mannigfaltigen pop-, jugend- und subkulturellen Einflüssen wie auch internationalen Entwicklungen.

Wer ist Hooligan?

In Anbetracht einer derart breit gefächerten Landschaft an Aktivitäten, Orten und Szenen dieser gewalttätigen Welt stellen sich zudem die Fragen: Was sind Hooligans? Wie groß ist die Szene, wie viele Mitglieder zählt sie? Dabei sind genaue Zahlen kaum zu benennen, vielmehr muss mit Definitionen und Näherungswerten gearbeitet werden. Denn die Szene ist dynamisch, klare bzw. feststehende Grenzen lassen sich kaum ziehen.

Dementsprechend schwer hat sich die Wissenschaft über Jahrzehnte getan, Hooliganismus zu definieren. Ingo-Felix Meyer z. B. verstand Hooligans 2001 in seiner Studie „Hooliganismus in Deutschland“ als „Personen, die im Umfeld von Fußballspielen und Ereignissen durch gewalttätige Aktionen gegenüber Personen und Sachen auffallen“. Dabei fehlen jedoch Gewalthandlungen jenseits von Spieltagen. Ähnliches trifft zugleich auf die wohl bekannteste Einteilung von Fußballfans in Bezug auf Gewalt zu: die Kategorien A, B und C, welche die polizeiliche Arbeit prägen. Kategorie A steht dabei für friedliche Fans, Kategorie B für situativ gewaltbereite Fans und Kategorie C für aktiv gewaltsuchende Fans – also Hooligans. Nicht ohne Grund bezieht sich die Szene positiv-ironisch auf die letzte Kategorie.

Des Weiteren wurde in der wissenschaftlichen Landschaft das Thema Hooligans in den vergangenen Jahren sehr vernachlässigt, standen seit Beginn der 2000er Jahre doch eher die Ultras im Fokus der Beschäftigung mit Fankultur. So stammt auch die letzte breiter angelegte Studie zu Hooligans aus dem Jahr 2001. Das Team, bestehend aus den Wissenschaftlern Friedrich Lösel, Thomas Bliesener, Thomas Fischer und Markus Pabst, hat darin einerseits Experten aus der Arbeit mit Fußballfans befragt, andererseits aber auch 33 männliche Hooligans zwischen 17 und 44 Jahren interviewt. Die Studie trägt den Titel „Hooliganismus in Deutschland. Ursachen, Entwicklung, Prävention und Intervention“.

Dabei haben die Autoren eine breite Palette an Themen in den Leben der Hooligans erkundet: von der familiären Situation, der schulischen und beruflichen Laufbahn, über Straftaten und Persönlichkeitsmerkmale bis hin zu Drogen- und Medienkonsum. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass viele Hooligans in sogenannten Broken-home-Verhältnissen aufgewachsen sind, geprägt von Scheidungen und teilweise mehrfach wechselnden Versorgungsträgern. Derweil stammten die Eltern größtenteils aus handwerklichen oder kaufmännischen Berufen, und die befragten Hooligans gaben mit großer Mehrheit an, zu Hause keine bzw. kaum physische Gewalterfahrungen gemacht zu haben. Die wiederum große Masse der Befragten hatte einen Haupt- oder Realschulabschluss und eine Ausbildung absolviert. Ebenso besaß ein Großteil Erfahrungen mit strafrechtlich relevanten Delikten – von Raub bis Körperverletzung und dem Konsum illegaler Drogen. In Bezug auf charakterliche Eigenschaften stach vor allem hervor, dass die befragten Hooligans deutlich leichter erregbar waren und aggressiver wurden als vergleichbare Gruppen. Überdies antworteten die in der Studie befragten Experten, dass sie Querverbindungen in andere Szenen bzw. Milieus sähen: 37 % sahen Verbindungen in den Drogenhandel, 13 % in die Zuhälterszene, 44 % zu Türstehern, 41 % in den professionellen Kampfsport und 52 % in ein allgemein kriminelles Milieu.

Darüber hinaus differenzierten die Autoren die Gruppen anhand ihrer Interviews in drei Ebenen: die Führungspersonen, den harten Kern sowie Mitläufer, die sich durch Eingebundenheit, Entscheidungsbefugnisse und Kampferfahrung unterscheiden. Auch wurde nach der Einhaltung des Ehrencodex der Szene gefragt: gleiche Gruppengröße, kein Einsatz von Waffen, Ende des Kampfes, wenn der Gegner am Boden liegt. Nur eine Minderheit gab an, diesen immer einzuhalten: 14,3 % für „abgesprochene“ und 17,2 % für „spontane Fights“. Die große Mehrheit gestand, sich „häufig oder gelegentlich“ daran zu halten. Als Gründe für einen Ausstieg aus der Szene wiederum nannte die Mehrheit strafrechtliche Maßnahmen und familiäre Ursachen, gefolgt von der präventiven Arbeit der Fanprojekte und dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes.

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