Das Nibelungenlied

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Von Liebe, Ehrverletzung, Mord und Rache handelt das um 1200 entstandene «Nibelungenlied». In über 2000 Strophen erzählt das Heldenepos von Siegfried, dem heldenhaften Drachentöter, von König Gunther und dessen schöner Schwester Kriemhild, von der isländischen Königin Brunhild und dem verschlagenen Vasallen Hagen von Tronje, der den Schatz der Nibelungen bei Worms im Rhein versenkt. Hier in der lesefreundlichen Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen von Felix Genzmer.
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152 »Verzieht nun eine Weile«, der edle König sprach,»bis ich es erwogen! Ich künde es euch danach.Hab ich getreue Mannen, denen will ichs vortragen:so wichtige Botschaft muss ich meinen Freunden sagen.«

153 Dem König war die Botschaft Leides genug;die Kunde im Geheimen im Herzen er trug.Er ließ Hagen holen. Auch andere er entbot.Er hieß alsbald auch gehen zu Hofe hin zu Gernot.

154 Da kamen nun die Besten zu ihm, die man fand.Er sprach: »Heimsuchen will man unser Landmit starken Heerscharen. Das lasst euch werden leid!Ohne Verschulden will man wider uns erheben Streit.«

155 »Dem wehren wir mit Schwertern«, sprach da Gernot.»Dann stirbt, wem es beschieden; der soll liegen tot.Darob will ich vergessen nie der Ehre mein.Unsere Widersacher sollen uns willkommen sein.«

156 Da sprach der starke Hagen: »Das dünkt mich nicht gut.Lüdegast und Lüdeger sind erfüllt von Übermut.Wir können das Heer nicht sammeln in so wenigen Tagen«,sprach der kühne Recke. »Drum müsst Ihr Sigfrid dieses sagen.«

157 Herberge den Boten in der Stadt man wies.Waren sie auch Feinde, gut zu verpflegen hießsie Gunther, der reiche – das war wohlgetan –,bis er fände die Freunde, die zur Hilfe zögen heran.

158 Dem König seine Sorgen schufen jedoch viel Leid.Da sah ihn in Trauer der Degen tatbereit,der nicht wissen konnte, was ihm wäre geschehn.Da bat er den König, des Kummers Grund ihm zu gestehn.

159 »Mich wundert es gar schmerzlich«, sprach da Sigfrid,»wie Ihr so habt verändert die fröhliche Sitt,die Ihr mit uns nun lange mochtet seither pflegen.«Drauf antwortet ihm Gunther, der gar stattliche Degen:

160 »Nicht mag ich allen Leuten von dem Schweren sagen,das ich muss im Geheimen in meinem Herzen tragen.Doch soll man wahren Freunden klagen die Herzensnot.«Da ward Sigfrids Farbe beides, bleich bald und rot.

161 Er sprach zu dem König: »Empfanget meinen Eid!Ich will Euch wenden helfen all Euer Leid.Wollt Ihr Freunde suchen, so will ich einer sein.Ich denke es zu vollbringen in Ehren bis zum Ende mein.«

162 »Nun lohn Euch Gott, Herr Sigfrid! Die Rede dünkt mich gut.Selbst wenn mir Eure Stärke nimmer helfen tut,ich freue mich doch der Kunde, dass Ihr mir seid so hold.Sollt ichs noch erleben, ich wohl es Euch vergelten wollt.

163 Ich will Euch hören lassen, warum ich traurig bin:durch Boten meiner Feinde vernahm das mein Sinn,dass sie heimsuchen wollen mit einem Heer mich hie.Solches taten Degen uns in diesem Land noch nie.«

164 »Das achtet nur geringe«, sprach da Sigfrid,»und sänftigt Euern Kummer. Tut, was ich bitt,lasst mich Euch erwerben Ehre und auch Gewinn,eh dass Eure Feinde kommen zu diesem Lande hin!

165 Wenn Eure starken Feinde zur Hilfe hätten wohldreißigtausend Recken, ich sie bestehen soll,hätt ich deren tausend, Ihr könnt vertrauen mir.«Da sprach der König Gunther: »Das will ich stets vergelten dir.«

166 »Lasset mir drum folgen von Euch tausend Mann,da ich von den meinen nicht mehr stellen kannals nur zwölf Degen! So schirm ich Euer Land.Euch soll immer dienen fortan in Treuen Sigfrids Hand.

167 Dazu helfe uns Hagen und auch Ortwein,Dankwart und Sindold, die werten Recken dein;auch soll mit uns reiten Volker, der kühne Mann;der soll die Fahne tragen: niemand besser als er es kann.

168 Nun lasst die Boten reiten wieder in ihr Land!Dass sie uns bald da sähen, das gebe man ihnen bekannt,so dass unsere Städte Frieden haben fortan!«Da hieß der König entbieten jeden Magen und jeden Mann.

169 Lüdegers Gesandte zu Hofe kamen so.Dass sie nach Hause sollten, dess waren sie gar froh.Da bot ihnen reiche Gaben Gunther, der König gut,und verhieß ihnen Geleite. Da ward ihnen freudig der Mut.

170 »Nun sagt«, sprach da Gunther, »dieses den Feinden mein:sie sollten mit ihrer Ausfahrt daheim lieber sein!Doch wollen sie heimsuchen mich hier in meinem Land,es zerrönnen denn meine Freunde, ihnen wird dann Mühsal bekannt.«

171 Den Boten reiche Gaben man zu Handen trug:davon hieß ihnen geben der reiche König genug.Die durften nicht verschmähen Lüdegers Mannen.Urlaub sie dann nahmen und zogen wohlgemut von dannen.

172 Als die Boten waren nach Dänemark gekommenund der König Lüdegast dieses hatte vernommen,was sie am Rhein geredet; als er erhielt Bescheid,sein Übermut, der starke, ward ihm ohne Maßen leid.

173 Man sagte ihm, sie hätten manchen Kühnen bei sich stehn;darunter hätte einen bei Gunther man gesehn,der sei geheißen Sigfrid, der Held aus Niederland.Leid war es Lüdegaste, da er die Kunde recht erkannt.

174 Da die vom Dänenlande solches hörten melden,da mühten sie noch mehr sich, zu sammeln ihre Helden,so dass der König Lüdegast an Magen und Mannwohl zwanzigtausend Degen zu der Heerfahrt gewann.

175 Da sammelte auch aus Sachsen der König Lüdeger,bis sie vierzigtausend hatten und noch mehr,mit denen sie reiten wollten in König Gunthers Land.Dort hatten in der Heimat die drei Könige ausgesandt

176 zu den Burgunden und wackerer Mannen mehr,die zum Krieg sie wollten führen in ihrem Heer.Sie eilten, sich zu rüsten. Das schuf manche Not;darob mussten Degen später schauen viel den Tod.

177 Sie rüsteten sich zur Reise. Als die Fahrt begann,die Fahne ward anbefohlen Volker, dem kühnen Mann,da sie ziehen wollten bei Worms übern Rhein.Hagen, der starke, der sollte Scharmeister sein.

178 Mit ihnen ritt Sindold und auch Hunold,die wohl verdienen mochten reicher Könige Gold,Dankwart, der schnelle, und auch Ortwein;die mochten wohl mit Ehren bei dem Heereszuge sein.

179 »Herr König, bleibt zu Hause«, sprach da Sigfrid,»da mir Eure Recken sollen folgen mit!Weilet bei den Frauen und habt guten Mut!Ich will Euch wohl behüten beides, Ehre so wie Gut.

180 Die Euch heimsuchen wollen nach Worms an dem Rhein,das will ich wohl verhüten; es soll ihr Schade sein:wir wollen ihnen reiten so weit in ihr Land,dass der Übermut ihnen sei bald in Sorge umgewandt.«

181 Vom Rheine sie durch Hessen mit den Helden rittengegen das Land der Sachsen. Da ward bald gestritten.Mit Raub und mit Brande verheerten sie das Land,dass es beiden Fürsten bald mit Schmerzen ward bekannt.

182 An die Mark sie kamen. Die Knechte rückten an.Sigfrid, der vielstarke, zu fragen da begann:»Wer soll das Gesinde uns wohl hüten hie?«Es ward fürwahr in Sachsen zu größerm Leid geritten nie.

183 Sie sprachen: »Die Unerfahrenen lasst hüten auf den Wegenden vielkühnen Marschall! Er ist ein schneller Degen.Wir büßen umso weniger durch Lüdeger dann ein.Lassen wir ihn und Ortwein bei der Nachhut darum sein!«

184 »Selber will ich reiten«, sprach Sigfrid, der Degen,»und will wider die Feinde der Warte pflegen,bis ichs recht erkenne, wo die Recken sind.«Da ward bald gewaffnet der schönen Siglinde Kind.

185 Das Heer befahl er Hagen, als er ausritt dann,und mit ihm Gernot, der vielkühne Mann.Dann ritt allein von dannen er in der Sachsen Land,wo die rechte Kunde wohl mit Ehren bald er fand.

186 Er sah das Heer, das große, dort liegen auf der Mark;wider seine Mannschaft war es überstark.Es waren wohl vierzigtausend oder noch mehr.Der Held hohen Mutes sah mit Freuden dieses Heer.

187 Da hatt sich auch ein Recke aus der Feinde Scharbegeben auf die Warte, der wohlbewaffnet war.Den sah der Herr Sigfrid und ihn der kühne Mann.Jeder auf den andern mit Zorn zu blicken da begann.

188 Ich sag euch, wie er geheißen, der auf Wache stand –einen lichten Schild aus Golde, den trug seine Hand.Es war der König Lüdegast; der hielt des Heeres Hut.Der vieledle Fremdling zeigte gar herrlichen Mut.

189 Nun hatte auch Herr Lüdegast als Feind ihn sich erkorn.Den Rossen stachelten beide die Flanken mit dem Sporn.Sie senkten auf die Schilde die Schäfte mit ihrer Kraft.Das hat dem hehren König große Mühsal verschafft.

190 Gespornt die Rosse trugen die Könige geschwindgewaltig wider einander, als trüge sie ein Wind.Mit dem Zaum sie sie wandten gar ritterlich sodann.Mit dem Schwert es erprobte jeder grimmig starke Mann.

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